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Wörterbuch der Luxemburgischen Mundart  
 
bis abejéren (Bd. 1, Sp. 1 bis 2)
 
A
Â,  n.,
â!,  interj.,
aba!
Â-band,  m.,
â-bannen va
abbelen,  van.,
Abberzul,  f.,
abé!
â-begreifen,  va.,
abejéren,  va.,
abéjo!
Abelchen,  nprf.,
abéng!
Abes,  f.,
Äbes,  f.,
â-beⁱssen,  va.,
A-betⁱetnes,  n.,
â-betuden,  va.,
Abeⁱzeⁱ,  n.,
â-bêzen,  va.,
â-beⁱzen,  va.,
â-bitzen,  va.,
abgaschtech,  a.
Abgauscht,  m.,
Abgott,  m.,
âbilen
Âbileng,  f.,
â-bⁱerden,  va.,
Aberglâf,  m.,
â-billen
Â-billeng,  f.,
â-binnen,  vn.,
â-bîrjeren,  va.,
âbîrjeren
Âblack,  m.,
Â-blaz,  m.,
Âblek,  m.,
âblekelech,  a.,
Abler
Ablerei,  f.,
â-blôsen,  va.,
â-bôkelen,  va.,
â-bôken,  va.,
abonneⁱeren,  va.,
Abonnemènt,  n.,
Aboss,  f.,
âbôtschelen,  va.,
â-bôzelen,  va.,
â-brächen,  va.,
Âbrad,  m.,
â-brätzen,  va.,
A-brⁱech,  f.,
a-brⁱechen,  vn.,
â-brⁱechen,  vn.,
Abre,  m.,
Abresblumm,  f.,
Abresgèck,  m.,
Abreswⁱeder,  n.,
A-bréngen,  n.,
â-brengen,  va.,
â-brènnen,  va.,
Abriko,  m.,
Abrikosbâm,  m.,
Abrikur,  m.,
Â-broch,  m.,
abscheilech,  a.,
Abscheilechkêt,  f.,
absönnerlech,  a.,
Absönnerlechkêt,  f.,
absös,  av.,
â-buren,  va.,
abzelut,  av.,
-ach
Âchebâm,  m.,
achelen,  vn.,
âchen!
Âchen,  m.,
Âcher,  m.,
Acher,  f.,
Âchrenhoz,  n.,
âcht
Achtong,  f.,
Äddeⁱ!
Äddeⁱ,  m.,
addeⁱeren,  va.,
Adder,  f.,
Addizion,  f.,
Âdel,  m.,
âdelech,  a.,
Âdeler,  m.,
Ädjes,  m.,
Admirôl,  m.
Adrèss,  m.,
adrèsseⁱeren,  va.,
Adweis,  m.,
Âe-môss,  f.,
Âen-dèckel,  m.,
Âen-dokter,  m.,
Âenhillecht,  f.,
  A1. Der erste Buchstabe, der Anfang. — dén A sét, muss och B sôen, wer A sagt, muß auch B sagen. — 2. conj. und, für ann. — Papp a Mamm, Vater und Mutter. — 3. praep., in, für an. — a guddem Glâf, in gutem Glauben.
 
 
 n., Auge, engl. eye. — mat èngem  kreischen a mat dem ânere lâchen, mit einem Auge weinen und mit dem andern lachen, dh., leicht von der Traurigkeit zur Lustigkeit übergehen. — se schlôfe net all, deⁱ d Âen zo hun, sie schlafen nicht alle, welche die Augen geschlossen haben, d. h. Schein trügt. — aus den Âen, aus dem Hⁱerz, aus den Augen, aus dem Herz. — Neischt ass gutt fir d Âen, Nichts (auch eine Augensalbe, deshalb das Wortspiel) ist gut für die Augen. — un d Âen duref ê neme mam ⁱElebo reⁱeren, an die Augen darf man nur mit dem Ellenbogen rühren, d. h. weil unmöglich, gar nicht. — d Âen op oder de Beidel op, die Augen oder den Beutel offen, d. h. durch Schaden wird man klug. — ên op t  dreken, jemanden aufs Auge drücken, d. h. betrügen. — èngem an t  tⁱechen, einem ins Auge stechen, d. h. gefallen. — mat èngem blôen  dervu kommen, mit einem blauen Auge davon kommen. — sech d Âen auskreischen, sich zu Tode weinen. — èngem Sad an d Âe tréen, einen täuschen.

[Bd. 1, S. 1b]
— ên  gin, fir dat den ânere kênt hätt, ein Auge drum geben, damit der andere (Nächste) keines habe, d. h. Mißgunst hegen. — sech an d Âe schummen, sich in die Augen schämen, d. h. weil kein Platz da ist, sehr wenig oder gar nicht. — en  zodreken, ein Auge zudrücken, durch die Finger sehen. — èngem en  z., jemand ein Auge zudrücken, einen heimlichen Wink geben. — e?n  op ên hun, an jemanden Gefallen finden. — ên am  hâlen, im Auge behalten. — Âen opreissen eweⁱ e getachene Bock, Augen aufreißen wie ein gestochener Bock, d. h. große Augen machen. — Âen eweⁱ 1. e Špurvull, 2. e Lux, 3. Krista, 4. Krällen, 5. Tâseköppercher, 6. èng Frèll; Augen wie 1. ein Habicht, 2. ein Luchs, 3. Kristall, 4. Korallen, 5. Unterschalen (rund und groß), 6. eine Forelle. — d Âe meⁱ gross eweⁱ de Bauch hun, mehr Eßgier als Verdauungsvermögen haben, bes. von Kindern, die größere Portionen haben wollen, als sie essen können. — 't get mer gring a gⁱel vir den Âen, es wird mir grün und gelb vor den Augen. — d Âe furen èngem op eweⁱ Ginzeschêken, die Augen springen auf wie Ginsterschoten (Verwunderung). —  em  schlôfen, die ganze Nacht hindurch schlafen (Kêspelt).
 
 
â! interj., ah!
 
 
aba!ah, so! bah!
 
 
Â-band m., Einband.
 
 
â-bannen va., einbinden.

[Bd. 1, S. 2a]

 
  abbelen van., schmausen, s. nabbelen.
 
 
Abberzul f., Wortschwall, durch Weitschweifigkeit ermüdende Erzählung. — ma. aberziel, Alphabet, Predigt, s. Labberzul.
 
 
abé!wohlan! fr. ah bien! s. abéng.
 
 
â-begreifen va., einbegreifen.
 
 
abejéren va., einwilligen, eig. abéjo sagen.

 

© ein Projekt der Universität Luxemburg, Laboratoire de linguistique et de littératures luxembourgeoises in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier Hinweis zum problematischen Wortgut