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Zicke I bis zickeln II (Bd. 9, Sp. 763 bis 765) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Zicke I Zicken-bart Zickenbärtchen Zickenbock Zickenbraten Zickeneuter Zickenlamm Zickenlämmchen Zickenmä Zickenmat Zickenpeter Zickensterz Zickenwerfchens Zickenzagel Zickel Zickel-bart ZickelbärtchenZickelbärtchen Zickelbärtchen Zickelbein Zickelbirne Zickelbraten Zickelhäutchen Zickelkräutchen Zickellämmchen zickelig zickeln I verzickeln zickeln II zickeln III ver-zicken zickerig Zickes zickig Zicke II Zicke III ver-zickeln zicken Zicke Ge-zicke zickeln Zickel-zackel an-zickern Zicken Ge-zicker Zickes zickern I zickern II Zickzack Zickzack-geren Zickzackkraut Zickzacklinie ziddeln ziddert zidder II ziden zider Zider I Zider II Zidiumchen Ziebe zieben Ziebel ziebeln Zieb-samen Zieche Zieder Ziefe Ziefer I Ziefer-samen Un-ge-ziefer Ziefer II Ziege Ziegen- Ziegenbart ziegenbartig Ziegenbauer Ziegenblume Ziegenbock Ziegenbutter Ziegendieb Ziegenfuss Ziegenhainer Ziegenhamen Ziegenhardt Ziegenhimmel Ziegenkohl Ziegenmaul Ziegenmämme Ziegenmelkert Ziegenmops Ziegenostern Ziegenpeter Ziegenrampel Ziegel Ziegel-bäcker Ziegelbäckerei Ziegelbäckerfaust Ziegelbäckersche ziegelbäckersrot Ziegelbackofen | [Bd. 9, Sp. 764] Zicken-bart, Zicken-bärtchen -bārt, –brtjə Klev, Emmerich, Altk-Horhsn m. (n.): Zicke 2 c. Zicken-bock (s. S.) Rheydt, Rees m.: 1. Ziegenbock. — 2. übertr. eigensinniger, verwöhnter Knabe (auch Dimin.) Rees-Haldern. PfWB Zicken-braten -əbrode May m.: of de Z. holle Huckepack tragen. Zicken-euter -γīər Rees-Loikum n.: Ziegeneuter. Zicken-lamm, Zicken-lämmchen tsik- Altk-Weitef, Siegld-Dresselnd n.: hängende Kätzchen der Weide u. Haselnuss (sonst s. bei Zickel-). Zicken-mä tsikm Aach-Stolbg, Rheydt f.: Ziege in der Kinderspr. Zicken-mat -ā- Klev f.: Ziege. Zicken-peter sēkəpētər Klev m.: Ziegenpeter, Mumps. Zicken-sterz -tat m.: 1. –schwanz. — 2. im Wuchs zurückgebliebener Mensch Rees-Haldern. Zicken-werfchens -weărfjəs Siegld n.: das Spiel, s. oben Zicke 2 b δ. Zicken-zagel -tsā:lən Neuw-OBieber Pl.: Haselnusskätzchen. Zickel diese Abl. reicht lrhn. vom Süd. her bis in die rip. Krs. Köln, Dür, Jül, rrhn. etwa bis zu Sieg; weiter nördl. ist sie nicht bezeugt; Lautung tsegəl, –k-, tsigəl, –k- [Saarbg-Wellen -øk-; Trier-Stdt -øg-, Castel -ēk-; Prüm-Reuth -yk-]; Pl. -əln, –ələ(n) u. -əl; sehr häufig ist das Dimin. -əlχə(n) n.: 1.a. im dimin. Sinn meist für Ziegenlamm, doch auch kosend für die ausgewachsene Ziege Allg.; em Fröhjohr geng hä över de Höəf on schlachte den Löcken (Leuten) de Z. Waldbr-Rosb; de Geiss hat de Z.ə niergelegt zu früh geworfen Prüm-Hallschlag; de micht en Z. scherzh. er hat ein Loch im Strumpf Simm-Ebschd. RA.: Dat es für Z.ə ze kriə zum Verzweifeln MüEif. Je schräer (hässlicher) der Bock, je schöner et Z. May-OMendig. Ne ale Bock, en jong Gēss gitt mih Z.chə, als me wēss Dür-Lucherbg. De Jugend muss getobt hon, hat der Mann gesat, da is im dat Z. aus der Hott gesprung Saarl-Niedaltd. Dahler, geh uf de Mat (Markt), kaf e Keihche, kaf e Hämmelche un e ganz klä, klä Z.che Handkitzelvers Birkf-Zaubach. Vergleiche: So geckig wie Leiendeckers Z. Trier-Mettnich; lache en Z. Koch; aufgeputzt wie en Z. Schleid-Glehn; du schaffs wie e angebonne Z. wenig May-Trimbs. — b. auch Lockr. an die Ziege; Z., Z. tje, tje Saarl-Berus. — 2. übertr. a. persönl. α. Spottn. für den Schneider Rheinb-Miel. — β. geckig Z. Daun-Tettschd, Prüm-Hallschlag; dorig Z. Nahe, Hunsr, Hochw; doll Z.che Saarbr-Bischmish; dat is e Z. ein zimperl. Mädchen Goar-Alken; ängstl., empfindl. Mädchen (Kind) Siegld, Schleid-Hellenth; nervöser, unruhiger Mensch Altk-Neitersen, Bo-Vollmershv; kitzeliges Mädchen Neuw-Datzeroth; einer, der über jeden Unsinn lacht Ahrw-Ramersb; unfertiger Mensch Saarbr-Sulzb; en ärm Z.che armes Wesen Schleid-Hellenth; durchtriewe Z. Wend-Aulenb. — b. sachl. α. Haselnusskätzchen Kobl-Metternich Pfaffend, Neuw, Sieg-Königswinter, Ahrw-Koisd OWinter. — β. herabhängender Nasenschleim Goar-Karbach. Zickel-bart, Zickelbärtchen Trier-Stdt, Bitb-Ernzen Orsf, Neuw-Melsb u. auch sonst bekannt m. (n.): s. oben Zickenbart. Zickel-bein -bān Koch-Moselkern [Bd. 9, Sp. 765] zickelig das Wort gehört nur bedingt zu Zicke, Zickel; jedenfalls hat auch ein altes zicken »ziehen, zerren, necken (s. u.) mit eingewirkt; Lautung -ig-, –k-, –eg-, –ek- Adj.: stets übertr. zaghaft, ängstl. zaudernd, vor kaltem Wasser udgl. zurückschreckend Siegld; zimperlich Schleid-Hellenth; nervös, unruhig Neuw-Asb Kurtschd, Altk-OWamb; launisch Waldbr-Eckenhg; leicht reizbar, aufschäumend ebd., Gummb-Berghsn Hesselb; kindl. schäkernd, lachend MüEif; gerne neckend Gummb-Berghsn, Wippf-Engeld; streitsüchtig, zänkisch Koch-Gevenich, Sieg-Fussh, Wippf-Dohrgaul; e zeckelig Kend verzogenes Kind Sieg-NSchelden. zickeln I -i-, –e- (s. Zickel) [Bergh, Jül-Kirchbg, Aach-Alsd, Geilk-Düren -yk-] Verbr. wie Zickel (s. d.) schw.: 1. Junge werfen, von der Ziege; de Gēss hät gezückelt Aach-Alsd, Allg.; os G. hät ze fröh gezeckelt Rip, Allg. RA.: De es am zickele hat ein Loch im Strumpf Goar-NGondershsn. Esu onschöllig (-schuldig) wie Fränze Gēss, de hatt dreimol gezeckelt on woll dann en rēn Jongfer sen Bo-Meckenh, Rip (mit Var.). Auderter Gäss zeckelt noch äs Koch-Ulmen. Aus einem Kinderlied: Doll, doll Dickel, de Gess, die hatt gezickelt Aach-Kohlschd. — 2. sich wie ein Zickel benehmen, zeckele, eranzeckele herankommen in gezierter Gangart, fein trippelnd zu gehen versuchen Sieg-Ägid. ver- zickeln: de Gäss hat verzeckelt zu früh geworfen Altk-NFischb Weitef. zickeln II Trier schw.: meckern, von der Ziege; tsekərn Saarbg-Besch.
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