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Rheinisches Wörterbuch 
 
Windemann bis Windelwanen (Bd. 9, Sp. 546 bis 548)
 
  Winde-mann wi·ŋ.ə- Sieg-Eitorf m.: Ackerwinde. Winde-maschine (s. S.) Kref, MGladb f.: M., zum Garnwinden. Winde-posch uNahe m.: Ackerwinde. Winde-pütz -pøts, –pyt MülhRh, Wippf, uWupp, Elbf, Aach-Merkst m.: ein tiefer Brunnen mit einem horizontalen Wellbaum, um den sich das Seil windet, an

[Bd. 9, Sp. 547]
welchem der Eimer hängt. PfWB  PfWB Winde-reh winrē Kreuzn f.: schwarze Harnwinde, Nierenschlag beim Pferde. Winde-schick wǫ·n.ǫk Prüm-Heckhalenf m.: -achse am Wagen. Winde-schmied (s. S.) Berg m.: Hersteller von Bohrwinden. PfWB Winde-seil -sl Hunsr n.: S., mit dem der Wiesbaum festgewunden wird.  PfWB  PfWB Winde-spange (s. S.) uNahe f.: -löffel. Winde-spiss -i-, –ø- Saarbg m.: dass.

Ge-winde -win, –we·n., –we·ŋ. usf., Pl. -ər n.: wie nhd., Dorn eines Gewindes; en G. schniən ins Eisen bohren Berg, Allg.; et G. as geckig, — hot den iwigen Omgangk Bitb, — es doll Rip. — Zs. G.bohr, –schnidder.

 PfWB  ElsWB  LothWB  LothWB Windel winəl, –e·n.-, –e·ŋ.-, –e·ŋ.d- usf., Pl. -ələ(n) [Klevld -əlts] f.: 1.a. Kinderwindel; dat Kingd lit (noch) in den W.n, — würd ut den W.n losgemackt, — es in de W.n gewickelt Gummb, Allg. RA.: Wo die mesten W.n om Zung (Zaun) hangen, do wohnt en Pastur odder Lehrer die haben die meisten Kinder Waldbr-Heischd. Die W. guckt em eraus! er hat das Hemd aus der Hose hängen Kreuzn-Norh. Die hot schunn de W.n am Gesicht hänken sie ist in Hoffnung u. hat braune Flecken im Gesicht Trier-Schleidw. Der freit schonn, on sei W.ə sen noch net trucke! Ottw-Remmesw. Loss de Heck ens drüge, wo deng W.ə gehange han! Prüm-Burb. Bezahl denger Moder iərsch de W.ə, die de bedresse häs! Rheinb-Meckenh, Gummb-Rodt, May-Hatzenport. Dir Leit, draht de W.ə ren, et rent (regnet) Heigoweln! Bernk-Horath. Kindsche en der W. Aronstab, Arum maculatum Heinsb-Porselen. — b. scherzh. Taschentuch May-Kollig. — 2.a. Pflanzen. α. we·ŋ.əlts Pl. Geissblatt, Lonicera Wermelsk. — β. we·ŋ.əl Weinranke, Rlebe; Druvewengel Weinstock Kref, Kemp-Süchean, Mörs-Friemersh, Heinsb-Dremmen Waldenr, Arch-Merkst; Dr.wenger Kemp-Grefr. (Zu β s. weitet unter Wingert, wo es hingehört.) — γ. we·ŋ.ələ Waldrebe, Clematis vitalba (s. Anm. zum vor.) Jül-Inden. — δ. Waterwengel m. bittersüsser Nachtschatten, Solanum dulcamara Mörs-Asbg Neuk; wiŋələwiŋ Dinsl-Holten Walsum. — b. we·ŋ.əl grössere Brezel zu Neujahr Kref, Kemp, MGladb. — c. winəl Fettschicht an den Kranzdärmen Zell-Sohren.

An- windel: ānwe·ŋ.əl Pfosten, die grossen Flügel eines Tores haltend Erk-Rurich.

Windel-bock Saarbg-Scharzhf m.: Rad, um das sich beim Schroten der Weinfässer das Schrotseil dreht. Windel-bodem -ǫd- Köln-Wesseling (veralt.) m.: Lehmlage auf den Spalthölzern der Stubendecke. Windel-bohr Prüm n., m.: Handbohrer. Windel-buckse (s. S.) uWupp, Sol, Wippf, Lennep f.: Säuglingswickel, untere Einhüllung des Säuglings. Windel-ditz MGladb m.: Wickelkind. Windel-drau -drū, –drūw Siegld, Altk-Hellert f.: -bohrer. Windel-kistchen winələ- Simm n.: früher hatte man in Bauernhäusern vielfach ein besonderes Kistchen, in welchem die Windeln u. andere Wäschestücke für Säuglinge untergebracht waren, um diese jederzeit greifbar zu haben. Windel-lasche we·ŋ.əlęə uWupp, Sol f.: Windlasche am Hemd. Windel-pütz -ø- Gummb m.: Ziehbrunnen. Windel-rick we·ŋ.ələrek MGladb n.: Trockenstange

[Bd. 9, Sp. 548]
über dem Ofen für Windeln. Windel-schnur uWupp f.: Wickelschnur. Windel-stange winələda·ŋ. Hunsr f.: -rick. Windel-wanen we·ŋ.ələwānə MGladb: im Kinderreim: Kruənekrane, w., wannier wellen ver no Holland fahre usf.