PfWB wanken vereinz. Saarbg-Wellen, Trier-Stdt schw.: nach dem Nhd.Wankert -ŋgərt Saarl-Bous Sg. t. m., f.: in der Wend.: Der steht schunn uf der W. auf dem Sprung, auf der Lauer.[Bd. 9, Sp. 247]
Wankum wǫŋkəm, –a-: Ort im Krs. Geld. RA.: Da's Herenge (Heringen) as W. das ist gleich, einerlei.
wann I -a- = undicht, lose im Gefüge, nicht recht gescheit s. wan II; wann II -a- = wenn (s. d.).
PfWB ElsWB LothWB wann III das Wort allg., u. zwar wan [auch getrübt -ǫ- Saarbr, uNahe; -ā- Bitb; ban Koch, May, Aden, Neuw, Sieg-Ägid; Siegld-Siegen Weidenau węn für das zeitl. u. bedingende Fürwort; sonst unterscheidet de MA. wann zeitl. von wenn bedingend; nur in dem bei ‘wenn’ aufgewiesenen Geb. herrscht für beide wan] zeitl. Pron.: 1. fragend, wie nhd.; w. küste dann? W. am Dag u. w. des Dags beste ze treffe? Rip, Allg. Auf die Frage »w.?« die scherzh. Antwort: Dann; jo w., w., en Wann es noch lang ken Siff (Sieb); dat sas de woll siehn Gummb, Allg.; Bretzelejohannesdag Gummb-Berghausen; zwesche Newwel un Ustere Zell-Senh; Summer Usteren, wenn de Beck lammen Daun, Neuw; de iərschte Weək (Woche), die op en Schörreskar kömmt Viersen; wenn Ustere op Karfridag fällt Düss-Rating, — on Pengsten op ene Dag fällt Rip, Berg, Ruhr. Wenn schwarze Schnei fällt Köln-Stdt. — 2.a. relat.; dann, wann in der Zeit, in welcher (hierbei tritt im Geb. von wenn auch dieses ein); d., w. de brav bes, kriste't; ech wess net, w. ech widderkunn Rip, Allg. RA.: Wen en W., dat woren zwing (2) ormer Männer zu dem, der zu oft »wenn u. wann« im Munde führt Bitb, — hant long Uəhren (Ohren) an Heinsb (in Anlehnung an Wanne). Mer wass (weiss), wammer fortgeht, awwer net, w. m. wirrerkimmt Neuw-Dernb. — b. dāwan damals, ehedem; zu Dawanns Zeire Simm-Laub. — c. dann on wann u. w. on dann ab u. zu Allg.
PfWB ElsWB LothWB wann-ehe(r) ahd., mhd. Lexer wannê, nd. wannēr entsprechend, ist allg., u. zwar Rhfrk wanē [wanī Saarbr-Völkl; wənī Wend-Marping; winē Ottw-Eppelborn]; Mosfrk wanī:, –ne·i. [wo-, wunē: Trier-Fell Mehring], doch meist winī:, –ne·i. [Koch, May (u. ba-), Aden, Neuw binī:; Bernk-Neumag węne im Anfang des Satzes; węnē: alleinstehend; Trier-Stdt winī: u. wonē:r; Kobl-Bassenh wanī·ə.r]; Siegld wanē [westl. u. südl. winēă; OSchelden winīə; Salchend Neunk wimīə]; Rip wanī:, –nī·ə. u. bevorzugt wi- [Bergh auch winə ; Jül wa-, wenī·ə.r]; Eup wanī·ə., we- , wanə ; SNfrk winī·ə. (selten wa-, we-, wę-) u. winə(n) [Erk-Elmpt wenī·ə. z. weŋə]; OBerg wanē, mehr winī, –nī: , letzteres auch Lennep [Gummb-Ründeroth wanēr]; NBerg (Sol wie Rip) wanī·ă.r; Klevld wanēr u. wę-, wi-, wu- [urkdl. sehr häufig, z. B. wanee Siegen 1343; wanneh Dür-Langerwehe 1440; wanneir Siegbg 1442, Duisb 1475; wannehe Rheydt 1545; wannehe Bernk-Bischofsdhron 1560] zeitl. Fragewort: wann, vor diesem bevorzugt, z. T. sogar allein herrschend, wie in Trier-Stdt, vorherrschend im SNfrk u. Klevld.
Wann I s. Winde; Wann II s. folg.
PfWB ElsWB LothWB Wanne das Wort, ahd. wanna, mhd., mnd., mndl. Lexer wanne < lat. vannus entlehnt, ist allg. u. obwohl die Sache fast ausgestorben ist, noch in RA. sehr geläufig; Rhfrk wan, Pl. -nə f.; OMosfrk von [Bd. 9, Sp. 248]
Koch an, May, Westerw wa·n. [Koch-Bruttig -:-; Hambuch -:-], Pl. -·n.ə f.; das übrige Mosfrk an der Saar, in Bernk, Zell, Koch (s. o.), Kobl, May wan; in Trier-Ld (Mos, nMos), Wittl, Bitb, SPrüm, Daun, Koch-Auderath Carden Gevenich Lutzerath Poltersd u. im Anschluss an dieses Geb. LRip in Malm, Ahrw-Ramersb, Schleid-Engelgau -ā-, Pl. wę·n. m.; auch das LRip, SNfrk durchweg wan, Pl. wę·n. m. [im Trübungsgeb. von Kemp, Heinsb wn, Pl. wę·n. m.]; das RRip u. das OBerg haben im gleichen Dorf wan, Pl. wę·n. m. u. wa·n., Pl. -·n.ən f. u. m. (OBerg auch daneben wanə f.); NBerg, Klevld wa·n., wan, Pl. -·n.ə f. [urkdl. syne Oren as eyn wan Orientbericht 1350; umb czweyn wenne Bo-Walberbg 1414; dat korne also reyne machen als men dat myt dem wanne machen mach Düss-Rating XV]: 1. Getreideschwinge, u. zwar im bes. die Handw. (kläne W. Saar; koppeg W. Saarbg-Nennig), im Gegens. zur Gross-, Blos-, Feg-, Fochw., Wannmühle (s. d.), der maschinellen W.; die Handw. aus Weidengeflecht (bes. von den Korbmachern von Heinsb-Hilfarth hergestellt) ist zieml. flach u. sehr breit (#(LM) ca. 1 m, höchste Kante 30 cm), so dass sie ein Erwachsener mit ausgebreiteten Armen an den Griffen rechts u. links fassen kann; war das Getreide gedroschen, so nahm jeder Erwachsene in eine W. eine gewisse Menge Körner, wobei sie sie so fassten, dass die eine hochaufgewölbte Seite dem Arbeitenden zu-, die andere flache dagegen abgewendet war, u. warfen dann mit der Wanne die Körner wiederholt in die Höhe, wodurch ein Teil der Spreu u. der Staub durch den Luftzug herausflog; ausserdem wurde eine W., wenn das Getreide in der Wannmühle gebutzt (schen gemach) »gereinigt« wurde, mit der niedrigen, fast flachen Längsseite unter die Windmühle (u. zwar von der Seite her) geschoben u. diente zum Auffangen der dort herunterfallenden näliche Frucht (d. h. der schwach ausgebildeten, wenig Mehl enthaltenden Getreidekörner); nicht gebraucht, hing die W. am hinteren Ende der Tenne an der Wand Rhfrk, Allg.; de Froch mem W. schlage wannen Bergh-Hüchelhv. RA.: Wippt der Arsch met Sinnen, bliwt dat beste drinnen Regel beim Wannen Gummb-Berghsn. Tent Ann et Koəre en de Schür (Scheune) of en der W. die Ernte eingebracht MGladb, Erk. Wenn dem Bur ent Frühjohr siəve Spier Wet (Weizen) onger ene W. föngk (findet), do geht et noch Kemp. Um sint Jann (24. VI.) seve unger ene W. stehen dann auf einer Fläche, wannenbreit, sieben Möhrenpflanzen, dann st. genug Heinsb-Höngen. Geht et Koəre üəver der Mann, gift et wenneg en der W. Heinsb. De hot en Arsch (Henner) wie e W. so breit Rhfrk, Allg., — ne Röcke wie en W. Schleid, Sieg, — Uhre wie en W. Bergh, SNfrk. Wibbelig sein wie e W. voll Flih an (in) der Möttessonn Bitb-Mettend. Kabbes en de Mai geft Dinger as en Ei (klein); K. öm sant Jann, g. D. as en W. Rees, Geld. Scheint am Kinigdag (6. I.) de Sonn dem Bauer of de Hut, dann get der Wein gut; sch. se awwer wie e W., wie get er erscht dann! Zell-Enkirch. Et rent (regnet), als of et met Wänn erongerköm Dür-Gürzenich. De hoscht su vill Rauh wie en [Bd. 9, Sp. 249]
Ers (Erbse) en der W. Koch-Bruttig; emseg we en Erz em W. Schleid. Kenger (Kinder) on Wänn hant gruəte Uəhren also Vorsicht beim Sprechen Erk-Örath. De mott der Wann hoəle er muss sich zum ersten Male rasieren lassen Kemp-Amern-SAnton. Er es so gescheckt, er scheisst mer em Drichter en e W. Birkf-Idar. De Newel streckt sech en en W. wenn der Nebel sich an einer Stelle teilt Koch-Leienkaul. Et es ene Mensch, me soll öm met de W. en de Sonn drage er ist zu bequem Geld. De es mem W. gefuərt (gefüttert) hat eine Hängelippe Dür-Pier. — Der Plänemacher, der das Wörtchen »wenn« od. »wann« zu oft im Munde führt, wird zurechtgewiesen (im Wortspiel mit »wann« u. »Wanne«): Et Wänn make es en ärmselleg Ambacht (Amt) Heinsb. En W. es ke Küwe Düss, — es kene Schottelekorf Sieg-ODollend, Wippf-Biesf. Wenn en W. en Schottelkorf wär, dann wär en Henk dran Sieg-Thomasberg; wann der W. en Henk hätt, os e ene Korf Schleid-Hellenth. Wenn on Wann hant long Uəhren an Heinsb. Wenn en W. un en Korf get wan (undicht) Daun-Tettschd. Wenn mer van Wänn Körf mäckt, dann send de Wiə (Weiden) dür (rar) SNfrk, NBerg, Köln; wenn se för Wänn Körf make, dann es et en dür Tid Heinsb-Dremmen; wemmer us al Wänn neu Körf mat, sind de Wiə dür Grevbr-Otzenr. Wenn e Korf e W. wär, härren Beckers ach än Bernk-Wirschw. Wan ose W. en Schüreport wörr, dann... Malm-Bütgenb Nidrun. Wenn en W. e Korf wär, ginge mer Ajer haschen (heischen) Trier-Stdt, Saar, Prüm-Mürlenb, May-Trimbs. Wann e W. e Sieb wär, on e Ärsch e Korb, dann hätt jerer Mann äne Birkf-Herrst (s. weiter bei wenn). — Rätsel: Krommb Holz, gebogen (grin richt H. kr. g.), grin Flesch (Menschefl.) derdurgezogen, juckelt (waggelt) den Arsch, da geht et? Mosfrk, Rhfrk. Strack H. kromm gebickt, Menschefleisch dedorchgedrickt, juckt de Orsch, dann gier et? Goar-Weiler. Kr. H. kr. gebeckt, ruh Flasch drem gestreppt; wenn mer net met dem Henner juckelt, gäht et net? Neuw-Maischd. Buck (Bauch) an B., Flesch ent Loch, wackelt der Arsch, dann geht et noch? (auch zweideutig) Gummb. Wonn ech dir et son, da kans du et net verstohn; wonn ech dir et nennen, da kans du et net erkennen; wat os dat? Prüm-Ihren, Mosfrk, Rip, OBerg. Wo ech et scho nenn, kast et net erkenn; beste net e dommer Gast, dat de't net erkenne kast? Siegld u. ähnl. im obigen Geb. Ech wet en Dengk, dät kannste met ene W. tudecke, on hongertdusend Perd konnen et net eruttrecke? der Brunnen Heinsb. Wann danzen de Erte (Erbsen) op Wedse (Weiden)? En der W. Heinsb. — Volksbr. Man bannte mit dem W. scherzh. den Düvel; in die Ohren des W. wurden zwei Dreschflegel gesteckt; ein Mann sprang auf den hohen Rand des W., wodurch dieser umkippte u. die Flegel nach vorn schleuderte, wo der angeführte Jungknecht stand, der der Düvel bannen sollte, nun aber von den Flegeln getroffen wurde Bergh-Hüchelhv. — 2.a. aus Holzspänen geflochtener flacher Korb, bes. als Häckselkorb dienend od. auch als Futterkorb. Verbr. zieml. im ganzen Geb. [K., vom Müller gebraucht Kreuzn.; K. aus Strohgeflecht, [Bd. 9, Sp. 250]
mit dem man den Pferden den Hafer vorschüttete Wittl-Meerf; Kartoffelkorb Simm-Laub; Bütte Wend-Dürrenb; Massgefäss Kreuzn-Münchwald]. — b. Badewanne, stets wa·n. f. nach dem Nhd., nun überall bekannt; in jüngster Zeit dienen alte Badewannen auch als Viehtränke auf der Weide. — c. der grosse mittels Gas geheizte Ofen, in dem das flüssige Glas ist, in der Spr. der Glashüttenarbeiter Saarbr. — d. scherzh. Klappe der Knabenhose Zell-Blankenr. — e. Scharrloch der Hühner Kreuzn-Eckw. — f. scherzh. breites Gesäss Kref. — g. wę·n.ən Pl. Engerlinge Sieg-Fussh (ob etym. hierher?).
Wann-blume wa·n.tsblō:mə Jül-Hottorf Pl.: Malven. Wann-flicker wan(ən)- Gummb; wę·n.- Bitb-Dudeld Wiersd, Wittl-Spangdahlem, Daun-Tettschd (veralt.) m.: -läpper (s. d.). RA.: Den hot en Orsch wie e W. Allg. Eich hon Hunger wie e W. Wiersd. PfWB Wann-korb wa·n.əkrəf Kref m.: dicht geflochtener K., in dem bes. Mehl getragen wird. Wann danzen de Eərzen (Erbsen) op de Wegden (Weiden)? Em Wannkorf MülhRh. Wann-läpper wę·n.lępər LRip, Sieg, Grevbr, Neuss, MGladb-Korschenbr [wę·n.- u. wę·ŋ.- Köln-Stdt; wę·n.ts- Köln-Pulh, Berg-Frohnhf Glesch Hüchelhv, vielf. Grevbr, Beuss, MGladb-Rheind Korschenbr; wę·l.ępər Eusk-Eschw, Schleid-Glehn, Bergh-Blatzh Buir, Dür-Arnoldsw Derichsw Frauwüllesh Froitzh Gey Krauthsn Pier Weisw; wę·n.əl- Rheinb-Meckenh]; wan- LRip selten hier u. da Prüm-Burb, Eusk-Dorw Erp GrVernich Lövenich Weilerswist Zülp, Rheinb-Flamersh, Bo-Bornh Brenig Walberbg Waldrf, Köln-Badrf Flittard Kendenich Rodenk Schwadrf, Dür-Füssenich Ginnick, RRip, Berg meist [wa·n.ən- Sol-Immigr, Elbf; wa·n.ts- Grevbr-Allr] m.: 1. Arbeiter, der im Umherziehen Wannen ausflickt, bes. mit Blechstücken; dann umherziehende Korb-, Schirm-, Kesselflicker im Allg.; der Beruf ist veralt.; die W. arbeiteten im Freien u. führten die W.läpperschkar mit sich, in der sie übernachteten; im Winter zogen sie sich nach Rheinb-Stotzh zurück, wo sie eine Kolonie bildeten. RA.: Ne Kerl wie ne W. gemein Allg. De hat en Arsch wie en W. Prüm-Burb. De zänke sich wie de W. Allg. W. send ärm Löck (Leute) zur Verspottung dessen, der »wenn« oft im Munde führt Bergh-Hüchelhv. Dat es Gold, wo W. läppersch Dores (Theodor) singe Esel met beschleht Talmigold Bergh-Bergerhsn. — 2. übertr. verächtl. a. persönl. α. Pl. schmutziges, streitsüchtiges, armes Volk, auch W.läpperschvolk; W.läppersch f. schmutziges, streitsüchtiges Weib Allg. — β. einer, der sich alles gefallen lässt Waldbr. — γ. en dollen W. nicht recht gescheiter Mensch (in Anlehnung an wan II »toll«) Remschd-Hasten, Wippf-UBrochhg. — δ. Neckn. derer von Rheinb-Stotzh (s. o.), Wäiläpper derer von Aach-Euchen. — b. sachl. wanən- schäbiger Hut Rees-Brünen. Wann-mächer wanə- Hunsr [urkdl. sonst wannemeker Rees 1412; wenmecher Aach 1576; wannmecker Xanten 1612] m.: ein Arbeiter, der Wannen anfertigt (veralt.). Wann-mande wmǫŋ Kemp f.: dicht geflochtener Korb, in dem bes. Mehl getragen wird. Wann-mühle [Bd. 9, Sp. 251]
(s. S.) Rip, Nfrk, dazu Saarbr-Ludw, in Saarl, Merz u. Daun, Altk verbr., sonst Blas-, Fegwann, Fegmühle, Rip auch Fochmühle f.: Windfege, landwirtschaftl. Reinigungsmaschine für das Getreide; im Innern befinden sich hölzerne Flügel, die durch eine Kurbel in Tätigkeit gesetzt werden; durch den entstehenden Wind werden Spreu u. Staub aus dem Getreide, das sich auf einem Schüttelsieb befindet, herausgeblasen; de Froch durch de W. drähnen Rip, Allg.; im LRip heißen die abgeschlagenen Ähren, dicke Körner udgl., was eben nicht bei der W. durch das Sieb läuft, auch nicht als Kaf wegfliegt, sondern sich auf dem hinteren Brett (Schaues »Schoss«) der W. sammelt u. von dort in einen untergestellten Korb (Wann) gelangt Gekrenzel (s. Krienzel). RA.: Dick wie en W. Saarl-Hüttersd. Er singt wie en al W. Merz-Büschf. Dem geht der Arsch wie en W. vom schwerfälligen Gang beleibter MenschenSieg-Hennef. Wannemöhle make es min Werk, groot en klein en ok well stärk en öm ene gerenge Lohn mak ek ow de W. schon Hausinschrift in Geld-Kevelaer. Du wulls uch nicks vür (vorne) us der W. so neckt man ein wählerisches, hochmütiges Mädchen Gummb-Wiehl. De hät en Flapp met der W. gekriən ist halbnärrisch Gummb-Hesselb Wiehl. — Rätsel. Et rüddelt sech on schüddelt sech on meckt en Höppke (Häufchen) onger sech? Heinsb-Erpen. In de Medden frett et, an beide Enden drett (scheisst) et? Rees-Brünen. wann-mühlen wanmø·l.- Aden-Marthel schw.: Getreide w., wannen 1. wann-multern wanəmǫldərə Rees-Elten schw.: dass. Wann-ofen wǫnōwə Saarbr, in der Spr. der Glashüttenarbeiter m.: grosser, trogförmiger O., der das geschmolzene Glas enthält. Wann-pläcker wę·n. Sieg-Honnef m.: -läpper 1. wann-schön wānē:n Bitb-Geichl [urkdl. 3 malter Gerste wanschoener früchten Kref-Fischeln 1598; reinen wannschoenen Korns Ess-Stoppenbg 1680; 12 sester wanschöner lieberhafter Gerste Bitb-Ernzen 1752] Adj.: w. ist das Getreide, wenn es von aller Spreu u. allem Unrat befreit ist. Wann-schüssel wę·n.otəl Malm-Hünning f.: geflochtene Sch. Wann-sift wan- Saarbg-Faha n.: grosses Sieb.
wannen I -a-, –ǫ-, –ā-, –- (s. Wanne) [-ę- Kreuzn-Bretzenh, Kobl-Kaltenengers] Allg. schw.: 1. Getreide w., mit der Hand- od. Blaswanne reinigen (auch schon maken Klevld). RA.: Liehr och dou dorschen on w., drenks dou ut Schemmelskennen (dou Water met Kanne), l. dou Latin, dann dr. dou Win Geld-Leuth Wachtendonk, Erk-Heyenbg (et W. ut der K.). So lang, wie mer wannt, es et noch net rēn Gummb-Nümbrecht. Mer muss an (in) der Scheier dreschen, eawer vir der Puərt w. zweideutig, auf den Geschlechtsverkehr bezügl. Bitb.-Rittersd. Ber wannt, hät gedrescht Neuw-Dernb. Om Lechtmess hät der Drescher et W. gewonne er kann nun bei Tage das tagsüber gedroschene Getreide w. Heinsb, Erk. Wann danzen de Erten (Erbsen) op de Wiən? Wenn se gewannt were Geilk-Grotenr. Wammer Eier wannt, git et leddige Döpp (Kogge) leere Schalen, verspottet man den Pläneschmied, der oft »wenn« im Munde führt Rip. Et Geld gewant hun sehr viel Geld haben, [Bd. 9, Sp. 252]
G. in Überfluss haben Bitb. Der es gwannt on gekrenzelt raffiniert Grevbr, MGladb. Wer sech wie Water lett w., dem mosste wie der Düvel bannen Heinsb. — 2. übertr. einen w., prügeln Bitb-Speicher, Aden-Weibern. — Abl.: die Wannerei, dat Gewann(s).
er- wannen: einen e., zur Rede stellen, zurechtweisen, ausschelten WSaarbg, WBitb.