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Rheinisches Wörterbuch 
 
ver-waisen bis walbern I (Bd. 9, Sp. 205 bis 206)
 
  PfWB ver-waisen meist nur Part. fərwęist, –ę·i.- (u. -ē:- Eup) schw.: nach dem Nhd.

Waj I wā = grosser Kolk s. Wade II; Waj II wā = Zugnetz s. Wade III; Waj III wai = Weide I (s. d.).

Wak -ā- = grosser Stein s. Wacken.
 
 
wak -ā- Grevbr-Wickr Schallw.: den Ruf der Gänse, Enten nachahmend; auch wackwack.
 
 
Wake -ā- Kref-Anr f.: der frühere Graben um Anrath, jetzt angefüllt u. mit Gras bewachsen.
 
 
Wäke das Wort, mit dem Wacken, Wocken, Weck, Wieke auch begriffl. zu vergleichen sind, ist LRip in Eusk-Kommern, Rheinb-Wald, Bergh-Blatzh, Jül-Calr, Neuss-Heckhv u. SNfrk in MGladb-Mülfort bezeugt, u. zwar wk, –ə-, Pl. -kə f.: Pack, Bündel Heu.

wakeln -ā:- s. wackeln; Wakelter, -ä- s. Wacholder; Waken -ā- = grosser Stein s. Wacken.
 
 
wäken vereinz. May-Kehrig -- schw.: die Wand mit Lehm bewerfen.

[Bd. 9, Sp. 206]

wal I -ā- s. wohl.
 
 
wal II -ā- [vgl. wan] Kref-Stdt Adj.: wackelig, schwankend.

Wal I -ā- = Wiege s. Wale; Wal II -ā- = Wallung s. unter wallen II; Wal III -ā:- = Gerstenkorn am Auge s. Warre.

Wäl I -- = Heidelbeere s. Wäle; Wäl II = Gerstenkorn am Auge s. Wärl.
 
 
Waläutsche wāløytə, Pl. -tən Gummb-Stdt f.: eine mit Wasser angefüllte, breit u. tief ausgefahrene Wagenspur.
 
 
 PfWB Walben walwə Sg. u. Pl. Verbr. in Saarbr im Ostert m.: Walmdach am Hause.

Walb-dach waləfdāκ{??A} Bo-Mehlem Plittersd n.: Walmdach.

walben -alv- ebd. schw.: dat Dach es gewalf.

walbig -alw- Saarbr, in der Bergmspr. Adj.: das Dach od. die Sohle des Bergwerkes ist w., uneben.

Walber s. Waldbeere.

walbern I s. bei Walburgis.