PfWB PfWB LothWB LothWB Trolles droləs, –ǫ-, Pl. -əsə m.: 1.a. verächtl. einer, der stets umhertrollt, herumlungert, Bummler, der mit der Arbeit nicht voranmacht Merz, Saarbg. — b. Kind, das sich in jedem Schmutz trollt Merz-Saarhölzb. — c. schweres, kugeliges Kind,; kleiner gedrungener Mensch, Dickwanst; en decken Tr. Saarbr, Wend, Saarl, Merz, Trier-Thomm, Wittl-Bruch. — 2. Rolle mit Holzstäbchen in der Karrassel Wittl-OKail. Trölles trø·l.əs m.: 1. ene gode Tr. gutmütiger Mensch Ahrw. — 2. Sg. t. a. scherzh. ein guter, starker Kaffee Sieg-Fussh, Waldbr. — b. Kopf Geld-Stdt.
trolligen droljən Saarbr-Völkl schw.: refl. sich tr., balgen u. wälzen.
trollzen drolts-, –ǫ- Wittl-OKail, Neuw-Datzeroth schw.: sich tr., umherrollen, sich im Bette wälzen, sich in einer Gegend umhertreiben od. in Wirtshäusern. — Abl.: die Trollzerei, dat Getrollz.
Trollinger drǫl- Mos (veralt.) m.: Traubensorte, schwarzer Muskateller.
Trölmes trølməs, Pl. -əsə Neuw-Ohlenbg m.: verächtl. unbeholfener Mensch, Tölpel.
Tromme das Wort, ahd. trumba, mhd. Lexer trumbe, trumme, hat auch im Rhein. die Grundform trumme, u. zwar Rhfrk drum, -o-; Mosfrk -o·m., –u-; sonst tro·m. [Köln-Stdt, WSelfk, MülhRuhr -u-; um Kemp-Dülken -ǫ-] [das Berg hat schon neben tro·m. das nhd. tro·m.əl; ebenso neben drom auch droməl Birkf, Ottw; druməl »Kindertr.« Simm-Laub] [urkdl. trom Siegbg 1583; dromme gespilt Trier 1594; lermen vf der Trummen Siegld 1610; mit der trumel Aach 1662; die trom geschlagen MüEif 1676; Thrum MGladb-Neuwerk 1686]; Pl. -ə(n), Demin. selten -imχə(n), –e-, –ø-, –kə f.: 1. wie nhd., das Musikinstrument; de decke Tr. die Pauke; de klen Tr. od. kurzweg de Tr., die mit Schlegeln geschlagen wird; de Tr. schlage; en de Tr. schlage (haue) Rip, Allg.; en Tr. ness (nett als) en Tonn fassförm. Trommel Geld; de Regimentstr. Pauke Simm. RA.: de hät ene Buch wie en Tr. Rip, Allg. fress der ene Bauch (Panz) wie en Tr! Simm, Trier, Bernk; e Arsch wie e (gross, dick) Tr. Birkf-Idar, Schleid-Hellenth. De Fra (der Kerl) es su dick wie en Tr. Goar-Weiler, Allg.; su satt (voll, v. gefress) wie en Tr. Rhfrk, Mosfrk. De Tr. hät e Loch kräge die Freude ist gestört worden Köln-Stdt. Do's de Tr. drengeschlage scherzh. man bekommt zur Kirmes leichtes Bier Kemp. Mer ment, mer hät en Tr. en de Uhren bei anhaltendem Lärm od. lästig werdendem Geschwätz Prüm. De hät en Tr. onder de Schöərt (Schürze) ist schwanger Mörs, — de Tr. ömgehange Kemp; he hät ihr en Tr. angehange Sieg-Rhöndorf. Fremb, frech on fromm schleht övverall de Tr. Dür-Gürzenich. De es de Tr. am verjöcke bringt sein Geld durch MGladb. Er hot of sei Fra geschloh as wie of en Tr. Westerw, Allg. En de Tr. haue das Heft in den Händen haben Rip. Deə wellt Hase met de Tr. fange er will unmögl. Dinge tun Aach, Eup, — ene Wolf mö'r Tr. fange [Bd. 8, Sp. 1388]
Monsch-Kalterherberg. Met de Tr. gewonne, met de Flöət verspeəlt in harter Arbeit erworben, spielend vertan Aach, — met de Pife verlore Köln-Stdt; met et Flötche gewonne, met der Tr. verteərt Heinsb. — Scherzfr.: A.: Wesste och, wat et schwerts Enstroment es? B.: Enä. A.: Da well ich der et sage: en decke Tr. voll Gedresse (Geschissen) MüEif. — Im Kinderld.: Rubbededupp (rubbediwupp), de kölsche Zupp (de franze Z.), der Tambour hät ejen Bocks gepupp (geschissen)! Nachahmung des Trommelschlages Heinsb. Tromm, tr., tr., sag den Bur, ich komm; nemm em Koh un Kälver af on sag och net, warom; tr., tr., tr., ich ben em och nit fromm! Dür-Stdt; tr., tr., tr., höu (hüte) dich, Bur, ich komm, ich breng dich nüs, ich nemm dich nüs en ben ouch net sihr fromm! Aach-Stdt; tr., tr., Triselke, wie roppelt dech dem Buk? Dat deht die kalde Bottermelk on de wärme Kuck (Kuchen) usw. Kemp-Grefr. Trommeldelomm, de ditsche Tr., honnertonvier es e Weltpläsier! Siegld. Tralalabomm, der Petter schläht de Tromm; et Lisett setz sech henge drop, der P. schl. met der Klöppel, drop tr. bomm! Aach-Warden. Herm, schlag Derm, schl. Pip, schl. Tr.! Heinsb, Dinsl. Hermen, schla Lermen (Lärm an), schla Pipen, schla Pummen, der Kaiser will kummen met all sinen Mannen (met iseren Stangen), w. Hermen ophangen! Gummb (nach einem alten Landsknechtld.). Heinzelche, kumm, schla mir de Tr., fihr mir dat Lehnche in Birkefeld rum, schrumm, schr., schr.! Birkf. Marieche, M., wo es dann dinge Jong? Om Nümart, om N. on schleht de decke Tr.! Rip. Ross, R., rill, Fillen wollt net lafen, wollt et de Bauer verkafen; se reiden on (in) et Feld on hon kai Geld; Tr. geschlahn, Bichs geladden, ein Häs'chen moss geschossen sein! Koch-Laub. Brölloəss, setz dich op de Kölleporz; wann de Kölsche komme, dann schlohn mer op de Tr.! Dür-Stdt. Annelies, Katzekies (-käse), setz dech en de Bunne; wenn et zwölf Uhre sin, dann kumme se met de Tr.ə! Köln-Widdersd. — 2. übertr. a. sachl. Trommelartiges. α. der muldenförm. Verbindungsteil des alten Säulenofens mit dem Ofenrohr; er hatte eine Öffnung nach oben, in die man Kochgeschirre einsetzen konnte, sonst mit einem flachen Eisendeckel mit Stiel verschlossen, Rip, SNfrk. — β. eiserne, hohle Ackerwalze Kemp, Klevld. — γ. Fischreuse SNfrk, Mörs, Dinsl, Duisb. — δ. Walze an der Dreschmaschine mit Zähnen, die das Getreide ausschlägt Allg. (vielf. in nhd. Lautung -əl). — ε. hölzerner Kasten zur Deckung der Mühlsteine Goar, Saarbg, Prüm, Gummb. — ζ. Haspel am Webstuhl, von der die Kette auf den Kettbom gebömt wird Kref, MGladb. — η. grössere Dose aus Blech od. Holz, bes. Brottr., in der das angeschnittene Brot aufbewahrt wird Allg., meist in nhd. Lautung -əl; Radkasten an Schiffen Rheinschiff; eiserner Behälter, in den die noch glühenden Backofenkohlen gescharrt werden Bitb, Wittl, Bernk, Koch, Kobl, Goar, May, Daun, Rip, Düss, Erk, MGladb. — En isern Trömmche (Behälter der alten Öllampe), en fett Pühlche (Öl), en wüllen Lömpche (Docht), owen drop en Pitter-Wellemche (Flamme); wat es dat? [Bd. 8, Sp. 1389]
Gummb-Berghsn. — θ. -məl Ventilator mit Handbetrieb, in der Bergmspr. Saargeb. — ι. scherzh. en decke Tr. sehr dicker Bauch od. ebensolches Gesäss Rip. — b. persönl. verächtl. α. en (decke) Tr. dickes, watscheliges Frauenzimmer Trier, Bernk, Zell, Koch, Rip, Geld, Mörs; trø·m.əlχə Sieg-Scheiderhöhe; -y- Köln-Stdt (u. tru·m.əl m.). — β. tro·m.əl m. einfältiges Weib Monsch-Witzerath.
Trommen- in der Zs. -mə(n)- u. daneben sehr oft -əl, wie –fell, –klüppel, –korde, –schlag, –schläger wie nhd.; dazu Trommen-beine -ē- Gummb-Berghsn Pl.: Tr. han klumpig gewachsene, klobige, nach innen gekehrte Füsse haben; auch für O-Beine. Trommen-bühne -byn Gummb (veralt.) n.: Söllerkammer, die durch einen Kasten, der mit dem Ofenrohr der Stube in Verbindung steht, erwärmt wird. Trommen-deckel Rip, SNfrk m.: Deckel auf der Ofentromme (s. o. 2 aα). Trommen-dietrich -əldēreriχ Siegld m.: verächtl. einer, der sich zu allen mögl. Dienstleistungen missbrauchen lässt. Trommen-fell -əl- Allg. n.: das Tr. des Ohres. RA.: Der härr en deck Tr. hört nicht gut od. will nicht hören Altk-Birnb. Trommen-fucke -əlfuk Klevld f.: runde Fischreuse, im Gegens. zur Flögelf. Trommen-fuss -fūt Gummb-Berghsn m.: -beine. PfWB Trommen-knüppel -øp- Rip, Nfrk (u. -əlts-) m.: 1. Klüppel, mit welchen die kleine Trommel gerührt wird. — 2. übertr. Aronstab, Arum maculatum Geilk-Brachelen. Trommen-ofen -mən- Rip, Nfrk m.: Ofen mit Tromme 2 a α. Trommen-pinn -əltspen MülhRh-BGladb m.: scherzh. Finger. trommen-satt -msat Ottw-Eppelborn Adj.: durchaus gesättigt. Trommen-stecken m.: 1. -mən- –knüppel Sol. — 2. -əlttękskə scherzh. Finger MGladb. Trommen-steipe -·m.ətīp Heinsb f.: Stütze für die Tromme 2 a α. Trommen-stock -əl- Rhein, Mos, Saar m.: 1. spitze Eisenblechhülse auf dem obern Mastende des Schiffes. — 2. übertr. -tk Pl. Skabiose Dinsl-Hünxe. PfWB Trommen-sucht -əl- Verbr. nach dem Nhd. f.: Blähsucht des Rindes. PfWB Trommen-taube -əldū:f Köln-Stdt, Mettm f.: Taubenart, die einen trommelähnl. rollenden Ton von sich gibt. trommen-voll -·m.əfǫl Trier, Wittl, Bernk, Koch Adj.: voll gefressen, vom Rind. Trommen-weg -əl- Koch m.: steiler W.