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Rheinisches Wörterbuch 
 
Streitstifter bis Strem (Bd. 8, Sp. 824 bis 825)
 
  PfWB Streit-stifter Trier-Conz, Koch-Weiler, Prüm-Ormont, Heinsb-Haaren m.: wie nhd. Streit-stippeler -e- Rhfrk, Mosfrk m.: dass. Streit-stocher -ǫx-, χ-, –ǫux-, –yχ-, –ək-, ȳək- Rip, Nfrk; -xələr Wend-Merzw; -χ- Jül-Linnich; -y- Eup-Raeren m.: -ər(ə) f.: dass. streit-stöchig -yχ- Monsch-Vossenack, Dür; -k- MGladb-Schelsen; -χəliχ rip. Sol; -yχəriχ Jül Adj.: -süchtig. Streit-stuppeler Neuw-Dernb m.: -stifter. Streit-sucher -:kər (s. S.) Rip, Nfrk m.: dass. streit-suchig -:kiχ MGladb-Viersen Adj.: -süchtig. PfWB streit-süchtig -y-, –- Rip, Nfrk Adj.: wie nhd. Streit-teufel -dęiwəl Bernk m.: -macher. Streit-vogel (s. S.) Saarb-Söst, Trier-Conz NMennig, Neuw-Rossb, Altk-NFischbach, Remschd m.: dass. streit-wütig -:d –Sieg Adj.: -süchtig. Streit-zange -tsaŋ Wittl-Dörb f.: zänkisches Weib.

 PfWB  ElsWB streiten das Verb ist allgemein, meist steht dafür aber Streit mit einem han, sech zänke, s. kabbele; in der Kompos. ist es geläufiger; Rhfrk -airə, –ęi-, Part gətrīt. Mosfrk -ęid-, –ęi- [WBitb -ęd-, sonst Bitb -ęgd-, Prüm -egd-], Part. gəstrīt, –dən; SONeuw, SOAltk -airə, –ęi-, –lə- Siegld -īrə, Prät. -ē, Part. gəstrērə; NPrüm, Rip -eg-, –i- [Monsch-Witzerath -ed-, wo trīt, –it herrscht -id-; Monsch, Eup-Ld, Aach -īə], Prät -et, Part. jətredə, –i- [May-Rieden jəstrǫtə]; OBerg -id-, he –it, Prät. -ēt, Part. xətrēdən, –ī-; SNfrk -iə, –ijə, he -it, Prät. -īət, –ē-, Part. jətrīən, –ēən; Klevld -iĭə(n), hęi –it, Prät. -ēi, Part. jətrējən st.: 1. (sich) mit einem str., um etwas (einen), wie nhd., str. die sech dōə, Gott wet wie long, övver son Efällighet; se wore sech met Wöərt an't str. Kemp, Allg.; tegenstr. dagegensprechen, wie nhd. Klevld. RA.: Vergliken on verdragen es besser äs str. on klagen Sol. Die str. sech, dat de Gass hallert (widerhallt) Saar. Met Gelehrden is nit got str. Köln-Stdt. Michelsdag str. de Winn (Winde), welche Richtung sie nehmen sollen Saarl. De Häschemänner (Bettler) str. sich im Magen kollert es Saar. Den as fir ze str. gebur er ist streitsüchtig Trier-Benratherhf. Dat Zohlen (Zahlen) as fir Borgen got; dat Schreiwen as fir't Str. g. Wittl-Meerf. Se str. sech öm Kaisers Bart on kriegen noch kenn Hor Mörs, Verbr. Wedderstr. anfechten, ablehnend antworten NBerg, n. Ruhr. — 2. zu gehen anfangen, von kl. Kindern Kobl-Kettig Stdt. — Abl.: die Streiderei, dat Gestreid(s), der Streider, die Streidersch(e), je nach landschaftl. Lautung.

ab- streiten: 1. einem etwas abstr., wie nhd., ableugnen; hej strej et hoch on heilig af Klevld, Allg. RA.: De stritt dem Düwel de Schoken (Beine) af von einem Rechtshaberischen Lennep, Mettm. — 2. eine Gegend, die Häuser a., abschreiten Kobl-Kettig Stdt. be -streiten: 1. etwas b., abstreiten; dat sallste doch wall nit b. welle? Kemp. — 2.a. eine Zahlung, Arbeit b.; Könntje den Ärbet noch ömmer alleng (allein) b.? Kemp, Allg. — b. de Katte sot bestreje dor in aller

[Bd. 8, Sp. 825]
Ruhe u. Gemütlichkeit Dinsl-Gahlen. ver -streiten: etwas v., ableugnen Sol-Pattschd.zer -streiten: sich z., immerfort str. Mosfrk, Rip.

streiterig -ęid- Trier Adj.: streitsüchtig.

 PfWB  LothWB streitig (s. streiten) Rhfrk, Mosfrk in Bitb, Altk, NBerg in Lennep, LRip in Eup, Aach Adj.: 1.a. gern streitend, zanksüchtig Allg. — b. str. sin mit äm verfeindet, sich gegenseitig ärgern; die sin sich str. wor Rhfrk, Altk. — 2. -id-, einem etwas streitig machen, wie nhd MüEif; -īd- Elbf.

streiwen -ęi- = sträuben (s. d.).

Strejjel = Striegel s. Strigel; Strek I -ē- = böser Streich III (s. d.); Strek II -ē- = Strich (s. d.); Strekel I -ē- = Taugenichts s. bei Streich III; Strekel II -ē- = Wetzstein s. Strichel; Strem -ē:- = Striemen s. Strimen;