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Rheinisches Wörterbuch 
 
zustoppen bis Stoppsajett (Bd. 8, Sp. 747 bis 748)
 
  PfWB  ElsWB zu -stoppen: 1.a. etwas z., wie nhd. Allg. RA.: Dat es e neu Loch machen, öm en alt zozost. von Schulden Köln, Allg. Dich stoppt men och noch ens dat Lok (de Mule) tau! zum Prahler Kemp, Allg. Äpel z. zudecken, um sie vor Frost zu schützen Bitb-NWeis. — b. sich z., sich im Bette zudecken; stopp dech zergotst zo! Bitb. — 2. einem

[Bd. 8, Sp. 748]
etwas z., heimlich etwas zustecken, zuschustern; de Kerl sieht so schlecht aus, eich mecht nore wisse, wat dem fählt; eich duhn em alle Schlag hinnerricks ebbes z., et helft awwer alles neist Rhfrk, Allg.

Ein-stopp entop, Pl. -ø- Eusk-Lechenich m.: Setzling.

Stopp-arsch m.: Pflanzen, gegen Durchfall gebraucht. 1. Sumpfmädesüss, Filipendula ulmaria Bo-Mehlem Geislar. — 2. Mäuseklee, Trifolium arvense Sieg-Sieglar. — 3. Baldrian, Valeriana Sieg-EudenbODollend. — 4. Blutwurz, Potentilla tormentilla Neuw-Asb. Stopp-auf -op  Wittl-Dörb: St. spillen Versteck spielen. PfWB Stopp-brett Eup n.: Verschlussbrett des Wagenkastens. Stopp-büchse (s. S.) Altk, Siegld, Mörs-Orsoy f.: Abdichtung, z. B. an dem Teile des Zylinders, wo die Kolbenstange ein- u. ausschiebt, Nabenbüchse am Rade [Knallbüchse der Knaben Wend]. Stopp-dose (s. S.) Verbr. f.: beim Strümpfestopfen. Stopp-driss -drēt Mörs-Neuk m.: durch die Bienen eingetragener Blütenstaub. Stopp-eisen (s. S.) n.: 1. Fugeisen Mörs-Neuk. — 2. Werkzeug des Schieferdeckers, mit dem er die stehengebliebenen Nägel bei fehlendem oder zerbrochenem Schiefer herausholt Aach-Stdt. Stopp-farbe (s. S.) Sieg, MülhRh, LRip, SNfrk, Klevld f.: Glaserkitt. RA.: De es esu ärm, dat e de St. van de Finstere friss Dür. PfWB  LothWB Stopp-garn (s. S.) Allg. n.: wie nhd. PfWB  LothWB Stopp-hacke -hak Kref-Osterath f.: Spitzhacke, gebraucht beim Einstopfen des Schotters unter die Schiene. Stopp-haken -hgə Siegld, Altk, in der Spr. der Hüttenarbeiter m.: Eisenstange mit einem löffelartigen ungebogenen Ende, mit der nach einem Abstich die im Stichloch zurückgebliebenen festgewordenen Roheisen- u. Schlackenteile entfernt werden. Stopp-haus -hys Emmerich n.: St. spelen Versteck spielen. PfWB Stopp-körbchen (s. S.) Allg. n.: K., in dem das St.geschirr liegt. RA.: Gangk no Hus on leg dech en't St., dann ment di Modder, dat wüər Wass (Wachs)! zum lästigen fremden Kinde MGladb. PfWB Stopp-kraut Saarbr-Sulzb: Grosser Ampfer. PfWB Stopp-loch -obs- Ottw n.: Ampfer, Rumex obtusifolius. Stopp-mal Zell-Enkirch n.: M., an dem der Sucher beim Verstecksp. anschlagen muss. Stopp-mändchen -ma·n.djə Geld n.: -körbchen. Stopp-mann Kemp, Heinsb m.: in der RA.: Loppmanns on Stoppmanns Hus stoəhn et längs man muss die Kleider länger geflickt als neu tragen. Stopp-maschine Saar, Mos f.: M., zum Eintreiben des Pfropfens in die Weinflaschen. Stopp-mich topmiχ Saarbr-Bübing n.: Gänsefingerkraut. PfWB  ElsWB  LothWB Stopp-nadel (s. S.) Allg. f.: 1. wie nhd. RA.: De hät ene Bart (so borstig) wie St.nolde Düss-Kaiserswerth. Pitter, Paul, gangk no Waul (Wald), holl dinner Muder en St.naul! Neckspr. auf Sol-Wald. — 2. en gequetschde St. verächtl. magerer Mensch Aach-Stdt. Stopp-pip -ī- Barm, Elbf: St. donn Versteck spielen. Stopp-reiser Bitb-Wiersd Pl.: R., zum Einfriedigen von Gärten. Stopp-sajett -zejęt Mettm-Vohwinkel f.: -garn.