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Rheinisches Wörterbuch 
 
Schulschwänzer bis Schulemachen (Bd. 7, Sp. 1883 bis 1885)
 
  PfWB Schul-schwänzer Verbr.; -tsərt Saarl; u·l.əwęntsər Kobl m.: wie nhd. Schul-spezial olpetzəręiər Rees-Dornick m.: -kamerad. PfWB Schul-tabel Kemp m.: -ranzen. PfWB Schul-tante -tant Trier-Mesenich, Prüm-Oos Wawern, Aach-Herzogenr, Waldbr-Hespert; u·l.ə- Aden-Ohlenhard Pitschd, Bergh-Hubbelr f.: 1. Frau des Lehrers, von den Kindern so genannt. — 2. -tantə Leiterin einer Kinderverwahrschule Barm, Wermelsk. Schul-trabant

[Bd. 7, Sp. 1884]
Verbr. m.: kosend –kind, bes. die jüngsten. PfWB Schul-vetter -fidər Meis-Meckenb, Simm-Dill m.: Lehrer. Schul-wäs-chen Saarbg-Nohn, Wend-Urexw, Goar-Macken n.: Frau des Lehrers, von den Kindern so genannt. Schul-wicht (s. S.) n.: 1. –kind Rip, SNfrk, Mörs. — 2. Schülerin Berg.

Schulen-bleiber -blī:vər Rip m.: verächtl. ein Schulkind, das in der Schule nachsitzen muss. Ziehen die Krähen abends in dichter Schar krächzend heim, so rufen die Kinder ihnen nach: Sch., Sch.! Jül. Schulen-fister -fesər Altk-Horhsn m.: verächtl. ABC-Schütz. Schulen-geschirr -ēər Koch-Lutzerath n.: verächtl. 1. dat klän Sch. die jüngsten Sch.kinder. — 2. übertr. en kl. Sch. sehr kleine Kartoffeln. Schulen-heinz Kobl-Stdt m.: verächtl. Anträger in der Schule. Schulen-kläffer -f- Bergh-Kirchherten m.: dass. Schulen-pfaffe -paf m.: Neckn. für einen aus Kreuzn-Johannisbg. Schulen-quant Sieg-Scheiderhöhe m.: verächtl. ABC-Schütz. Schulen-schisser -es- Neuw-Heimb Weis, Koch-Leienkaul, Wittl-Spangdahlem (-lər-), Saarbg-Winchering, Saarl-Lisd Falschd (-lər-), Saarbr-Lauterb Berschw (-lər-); u·l.- Bernk-Lösnich, Daun-NWinkel m.: 1. verächtl. ABC-Schütz, Sch.kind. — 2. u·l.ə- Schmetterling Aden-Quiddelb Reifferschd Wimb. Schulen-streich -trikskəs mākə Duisb n.: die Schule schwänzen. Schulen-streicher -ik- Mörs m.: verächtl. –schwänzer. Schulen-weck uMos m.: W., der früher an Kaisersgeburtstag an die Sch.kinder verteilt wurde.

 PfWB  LothWB schulen schw.: 1. der ös gəschu·l.t gewitzigt Sieg-Fussh. — 2. -ūl-, einem den Ball udgl. sch., zuwerfen Kreuzn-Stdt (s. Schule 2 c).

aus- schulen: in der Wend.: Einer, der sich überklug gebärdet, is ausgeschōlt bis iwer de Buckselein (Hosenbund) Simm-Laub.

schulenieren u·l.ənē:rt Schleid-Hellenth Part.: gesittet.

Schuler- in der Zs. (statt Schul-) ist geschlossen in WWend, Ottw, an der Saar, an der Mos von Trier bis Bernk u. in Bitb mit Schulerbu (-bube), -junge, –kamerad, –kind, -mädchen, dann für Dinge, die zum Scholaren gehören -gescher, –sack, –kaschten (-ranzen), -lei, –tafel, u. zwar ūlər-, –ō:-, –o·u.-, –u- (wie bei Schule); ausserhalb des Geb. noch ūlərbū Bernk-Rhaunen; u·l.ərzak (-tasche) May-Rüber u. īlər-, eilərken Birkf-Idar; īlər-, ēlərkinn die Gesamtheit der in eine Schule gehenden Kinder, bes. dann, wenn die Schule von Knaben u. Mädchen gemeinsam besucht wird; dazu im geschlossenen Geb. noch ō:lərgigs scherzh. verächtl. ABC-Schütz Saarl-Hüttersd; o·u.lərgnǫp (-knopf) ein Knabensp.; die Kn., die noch zwei oder mehr Jahre in die Schule gehen müssen, laufen den Kn. des letzten Schuljahres nach; wird einer dieser gefangen, so muss er die Knöpfe, die er im letzten Jahre im Knopfsp. gewonnen hat, an die Verfolgenden verteilen Merz-Waldhölzb; ōlərgnup; –gnibχə (-knupp) dass. Ottw, Bernk-Hilschd; u·l.ərgringt (-kränkde) Schulfieber Bitb-NWeis; ōlərlōn Schulgeld Ottw; ō:lərsāxən Schulaufgaben

[Bd. 7, Sp. 1885]
Saarl; s. auch ūləresər- bei Schulen-; abseits noch īlərsęgəl Ackertäschelkraut Thlaspi arvense u. Hirtentäschelkraut, capsella bursa pastoris uNahe.

schulern ø·l.ərə MGladb-Rheind schw.: einen sch., ihm Anweisungen geben.

schulzig ū:ltsĭχ Bitb-Mettend: Sch. spielen Schule spielen, von Kindern.

Schulemachen  Saarbr-Blittersd im Neckr. gegen den Juden: Sch., Sch., e kauscher Jüddel geht nit unner!