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Rheinisches Wörterbuch 
 
Schnutenbutzer bis Schnutentier (Bd. 7, Sp. 1690 bis 1691)
 
  PfWB Schnuten-butzer m.: verächtl. 1. -bots- Barbier Kemp-Lobberich. — 2. -puts- Schnurrbart Kreuzn-Kirn. Schnuten-dreck Gummb m.: verächtl. Nasenschleim. Schnuten-düppen (s. S.) Allg. m.: Topf mit Ausgussrinne. Schnuten-feger (s. S.) Berg, Ruhr, Jül, MGladb, Kemp, Geld m.: scherzh. (verächtl.) Barbier. Schnuten-hobel (s. S.) Mettm-Stdt Vohwinkel m.: scherzh. Mundharmonika. Schnuten-hübel -hȳəbəl, –yw- (s. S.) Waldbr-Bladersb OAgger, Gummb-Büttinghsn m.: dass. Schnuten-hündchen -høŋdχən Gummb-Berghsn n.: du Schn.! zu einem kleinen Hunde, mit dem man Spass macht, indem man ihn neckend mit ausgebreiteter Hand an der Schnauze zu packen sucht u. sie wieder zurückzieht, dies oft wiederholend, wobei der H. knurrend, fast bellend nach der Hand schnappt. Schnuten-junge -udjoŋ Siegld m.: verächtl. Grünschnabel. Schnuten-käkel -k- Gummb-Schwarzenbergisch

[Bd. 7, Sp. 1691]
m.: getrockneter Nasenschleim, Nasenpopel. Schnuten-kanne (s. S.) Allg. f.: K. mit Ausgussrinne. Schnuten-knüsel -øz- Wippf m.: verächtl. Nasenpopel. Schnuten-krätzer Erk-Keyenbg scherzh. verächtl. Barbier. Schnuten-ling -ȳtəl- Ess-Werden m.: eine Apfelsorte. Schnuten-loch (s. S.) Berg n.: Ausgussloch der Schnute. RA.: Jo, jo, mer kann ock en Finger im Schn. terbreken. PfWB Schnuten-macher -āk- Geld-Hinsbeck m.: verächtl. missgelaunter, mürrischer Mensch. Schnuten-nase -nā:s Ahrw-OWinter f.: verächtl. Stülpnase. Schnuten-orgel Remschd; -ut- Dinsl-Stdt f.: scherzh. Mundharmonika. Schnuten-pick(er) Gummb, Wippf m.: verächtl. einer, der in der Nase stochert, bohrt. Schnuten-plack Eup-Lonzen Stdt, MGladb-Rheind m.: verächtl. Taschentuch. Schnuten-pott Rip, NFrk m.: Topf mit Ausguss. Schnuten-pütter(er) -øt- OBerg m.: -picker. Schnuten-schnüsse -utnis Koch-Fankel verächtl. aufgeworfener Mund, Schmollmund. Schnuten-schrapper Ess m.: scherzh. verächtl. Barbier. Schnuten-suppe (s. S.) MülhRh, Düss-Kaiserswerth, Kemp-Dülken SPeter, Kref f.: in der scherzh. Wend.: He koch (kockt, mäckt) Schn. er macht eine Schnute, verzieht schmollend, beleidigt den Mund, spricht den ganzen Tag nicht. Schnuten-tasse (s. S.) Allg. f.: T. mit Ausflussrinne. Schnuten-tier -dī·ă.r Elbf n.: Kosew. für Geliebte, Schatz.