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Rheinisches Wörterbuch 
 
zerschnitzeln bis schnöbbeln (Bd. 7, Sp. 1637 bis 1638)
 
  PfWB  PfWB zer- schnitzeln: etwas v., in kleine Stücke schneiden.

 PfWB  PfWB  LothWB Schnitzel-bank Altk, Sol f.: Hobelbank des Schreiners. RA.: Der hat en Kopp wie e Schn. Altk-Herpteroth.; Bastelbank des Bauern OBerg-Homburgisch; s. u. Schnitzbank. PfWB  ElsWB  LothWB Schnitzel-messer (s. S.) Bernk-Veldenz, Altk n.: Zieh-, Fegmesser des Schreiners. Schnitzel-quecke -ęk Ahrw-Altenahr f.: Schafgarbe, achillea millefolium.

 PfWB  ElsWB Schnitzeler Sg. u. Pl. m.: 1. einer, der gerne schnitzelt. — 2. Schreiner Sol 1870.

 PfWB  ElsWB  LothWB schnitzen in der MA. ist schnitzeln beliebter, schnitzen mehr für die Tätigkeit des Holzschnitzers schw.: 1.a. nach dem Nhd., fast nur in der Wend. Er ös us kenem goren Holz geschnetzt Altk, Allg. Wat schnetzt de in (ein Gesicht) Siegld-Freudenbg. — b. Kartoffeln schn., in lange Streifen schneiden Birkf-Herrst. — 2. übertr. verächtl. lügen, aufschneiden Saarbr-Völkl. — Abl.: die Schnitzerei (das zu häufige, lästige, schlechte Schn. u. geschnitztes Bildwerk), dat Geschnitz.

 PfWB aus- schnitzen: etwas a., nach dem Nhd. Allg. PfWB ver -schnitzen: etwas v., verkerben; Hoz v., durch Schnitzen 1 a verbrauchen Allg.

Schnitz-bank -tsə- Siegld (Stdt -tsəl-) f.: eine Vorrichtung, um den mit dem Schnetzəlmässər zu bearbeitenden Gegenstand festzuhalten; in einem ausgeschnittenen Längsspalt der Schn. sitzt, durch einen Bolzen festgehalten und um diesen Bolzen drehbar, ein zweiarmiger Hebel; am Ende seines oberen Armes ist er mit einem Holzkopf versehen, am Ende des längeren, unteren Armes mit einem Trittbrett; indem der rittlings auf der Schn. Sitzende auf das Trittbrett tritt, neigt sich der Holzkopf nach vorne und klemmt damit das auf der Schn. liegende Werkstück fest. RA.: Dā hät ən äjənə Kǫbb wē ən Schn.; dā hät ən Kǫbb wē ən Schn. einen harten Kopf. En Kopp so hart wie en Schn.bankskopp. Schnitz-bogen -its(əl)bə Simm-Biebern m.: Säge zum Schnitzeln. Schnitz-eisen uNahe (Weinbaugeb.) n.: sichelartiges Messer, zum Aufschneiden der Weidenbänder am Rebstock u. zum Beschneiden des R. PfWB Schnitz-häpe -hēp ebd. f.: dass. u. Baummesser Wend-Ulmet. PfWB  LothWB Schnitz-messer Siegld; Ld überwiegend -etsə- n.: eine Art M. mit Griffen an beiden Enden, um damit Stiele für Geräte usw. auf der Schnetzəlbank herzustellen. schnitz-schneeweiss -itsə-  Simm-Laub Adj.: schneeweiss.

Schnitzen -etsə Sg. u. Pl. Köln-Stdt m.: Schnitzel; keine Schn. krigste!

 PfWB  ElsWB Schnitzer Sg. u. Pl. m.: 1. einer, der schnitzt Allg. — 2. übertr. a. Lockr. u. Kosen. für die Katze Koch-Pommern. — b. Fehler; e Schn. machen

[Bd. 7, Sp. 1638]
Trier-Stdt, usw. in den Städten nach dem Nhd. verbr.

schnitzen I s. o. bei Schnitz; schnitzen II = schneuzen (s. d.); Schnitzert = Schnupfen s. ebd.

Schniwel -ī-, –ē- = Schnabel (s. d.); Schniwwel = Schnippel II (s. d.).

Schno I -·ə. = Weidengerte, Sprössling von Sträuchern, Striemen s. Schnade; Schno II - = Geruch, Geschmack von einer Speise s. Schnaue I.

Schnobbel -ob- = Nasenschleim, Lumpen, dummer Junge s. Schnubbel; schnobbeln, schnöbbeln -o-, –ø- = naschen s. ebd.;