ein -schneiden: 1.a. wie nhd.; zieh nit so fest zu, sust duht de Farem jo inschn.; de Wiesbam es vor egeschnidd Rhfrk, Allg. — b. Kohl, Gemüse e., in den Topf, in die Einmachtonne Rhfrk, Mosfrk. Schneid Weck in! Nachahmung des Dreidreschertaktes Simm-Riegenr; dau Deckkopp, schn. Sopp an (ein); wen esst se, dau D.? Trier-Welschbillig. — 2. dat Ingeschnej edles Eingeweide des Schlachttieres Geld-Kervenh Mörs-Birten, Klev; det Egeschnē Runkeln-, Rübenstücke in der Viehsaufe Siegld-Dreisb. ver -schneiden: 1.a. etwas v., in kleine Stücke schn. Rhfrk. RA.: Der hot meh se v. wie dau er besitzt mehr als du Saarl-Pachten. — b. die ganz Hand horre sich verschnid zerschnitten Rhfrk. — c. einen Stoff (Kleid) v., beim Schn. verderben Allg. — 2. sich v., falsch schn. Allg. PfWB vor -schneiden: 1. einem Speisen v., zu Portionen vorschn. Allg. RA.: Fürgeschniən Brot es bal op Gummb. — 2. übertr. einen v., ihm räumlich oder zeitlich zuvorkommen, ihm den Weg abschn.; eich hun e fiərschniden Bitb, Prüm. zer -schneiden: 1. etwas z., in Stücke schn. Allg. (nicht Rhfrk, wo ver-). — 2. einen, sich z., durch Schn. verletzen Allg. (Rhfrk ver-). PfWB zu -schneiden: 1. einen Stoff zu einem Kleide, Leder zu Schuhen z., wie nhd. Allg. — 2. drauflosschn.; schneck zo! Rip, Allg. Schneid-apfel -ap- Rheinb m.: A.sorte, Grünapfel mit scharfen Kanten. Schneid-back Geld, Mörs, Klev, Rees m.: Gerät zum Häcksel, Stroh, Bohnen, Rübstiel schneiden, bes. Futterschneidemaschine, Häckselbank mit Back (Kasten, in dem das zu schneidende Stroh liegt), Mess (Messer), Wipp (die das M. hinaufhebt), Trej (Trete), Stokert (Stochert; zum Nachschieben des Strohs), Spanntau. RA.: Hej hät Ben as ene Schn. O-Beine Klev-Asperden. Schneid-backe Sol f.: Greifteil an Zange und Schraubstock, eigentlich Beck, ferner Eisenstück in der Schneidkluppe, das die Gewinde einschneidet. PfWB LothWB Schneid-bank (s. S.) f.: 1.a. -back, Häckselbank Kreuzn, Bernk-Hunolst, Kobl, May, Westerw, Sieg, MülhRh, OBerg, Eusk, Bo, Heinsb, Ess; Teile: Bank, Schnickmetz, Trettholz, Schwengel, Schwungkrot (-rute), Stochholz so MülhRh-BGladb; Bank (Lade), Metz, Treərspon (auf dem Kolwen liegend), Schwickru (-rute), Schuwtung (Schiebezunge) Gummb-Berghsn. — b. Gerät des Holzarbeiters, eine Art Hobelbank zum Anfertigen der notwendigen Geräte; sie besteht aus einer roh gezimmerten, langen, schmalen Bank, deren Beine aus vier runden Pfosten, sog. Stempeln, bestehen. In der Mitte der Sitzplatte ist ein länglich-schmales, rechteckiges Loch eingeschnitten; quer durch die Sitzplatte ist ein ziemlich dicker Stab aus festem, zähem Holz (Eichenholz) oder Eisen so [Bd. 7, Sp. 1594]
eingelassen, dass er das rechteckige Loch, u. zwar in dessen Mitte, durchquert; dieser Stab dient als Achse für eine ziemlich dicke u. etwa 20 cm breite Bohle, die unterseits nicht ganz bis auf den Erdboden reicht und etwa ebensolang über die Sitzplatte hinausragt; am unteren Ende ist im rechten Winkel dazu, und zwar nach vorn 15—20 cm vorragend, ein Brett fest eingefügt, der sog. fūs; am oberen Ende der Bohle ist dagegen ein kopfförmiger Klotz fest aufgesetzt; es ist also oben wie ein Kopf halbkugelig geformt, während seine waagerechte Unterfläche so gegen die Bohle vorspringt wie das menschliche Kinn gegen den Hals. Dieser Kopf wird durchweg der neidbankskob genannt; tritt der Arbeiter, der sich rittlings über die Bank vor das rechteckige Loch setzt, mit einem Fuss auf das Fussbrett der Bohle, so weicht diese in ihrem unteren Teil nach hinten zurück; dadurch aber neigt sich der Kopf der Bohle, die als ein zweiarmiger Hebel wirkt, nach vorn, dem Arbeiter zu; zwischen letzterem und der Bohle ist jedoch auf der Sitzplatte ein kleiner Aufbau befestigt, dessen obere Platte nicht ganz bis an den Schneidbankskopf heranreicht. Wird dieser in der erwähnten Weise weit genug vorgedrückt, so kommt er mit seinem vorderen Rand auf die Platte des Aufbaues fest aufzuliegen; das zu bearbeitende Holz, etwa ein Schippen- oder Spatenstiel oder die Speichen oder Felgen eines Rades udgl., werden zwischen Kopf und Platte des Aufbaues so eingeklemmt und dadurch festgehalten, dass man sie bequem mit dem Messer bearbeiten kann Rhfrk, Mosfrk, Rip. — 2. übertr. eine Bank oder auch ein Baumstamm vor dem Hause, auf welchen sich abends die Nachbarn zum Plaudern setzen Bernk-Neumag. PfWB Schneid-bankskopf (s. S.) Rhfrk, Mosfrk m.: 1. K. an der Schn.bank 1 b, zum Festhalten des zu bearbeitenden Holzes. — 2. übertr. verächtl. a. er hot e Schn. einen aussergewöhnlich dicken, eckigen Schädel mit stark entwickeltem Hinterkopf, hervorstehender Stirn u. einen eigensinnigen K. Allg. — b. sehr eigensinniger Starrkopf Allg. — c. -kęp Pl. α. Mitglieder des Gemeinderates, die zu allem »ja« sagen Allg. — β. Neckn. derer von Simm-Rohrb. Schneid-banks-schwelles Merz m.: verächtl. dicker Kopf. Schneid-banks-stahlen Wippf Pl.: Stempel der Schn.bank 1 a. Schneid-beissel Sol m.: Beissel mit scharfer Schneide zur Bearbeitung harter Gegenstände. PfWB Schneid-bock Siegld, OBerg m.: Gestell, auf dem der Zimmermann einen Baumstamm zu Balken zersägt, auch Dillenschn. Schneid-bohnen (s. S.) Mosfrk, Jül, Aach, Eup, Mörs, Emmerich; -idχəs- Saarbr-Rentrisch Pl.: Stangenbohnen, die in Würfel geschnitten werden. Schneid-brett (s. S.) Verbr. n.: Br., auf dem der Schuster das Leder zuschneidet. Schneid-beutel -ęidəbairə uNahe m.: Hirtentäschelkraut, capsella bursa pastoris. Schneid-eis = Glatteis s. Schmied-. PfWB Schneid-eisen (s. S.) n.: 1. Messer des Schusters, mit dem er das Leder schneidet Kobl-Winning, Ess, Mörs. — 2. M. der Häckselbank Bo. — 3. Kluppe zum Gewindeschneiden Klev, Berg, [Bd. 7, Sp. 1595]
Köln; Schrämeisen, in der Bergmspr. Wurmgeb. Schneid-ende -ege·ŋ. Sieg n.: Messerschneide. Schneid-fels Saargeb., in der Bergmspr. m.: eine gefährliche, dünne Schieferschicht, die beim Gebirgsdruck nicht standhält u. sehr oft unerwartet hereinbricht. Schneid-gemüse -ī:jəm:s Kref n.: wie nhd., etwa Spinat. PfWB Schneid-gras n.: 1. Segge (alle Arten), carex Rhfrk. — 2. Binse, scirpus silvaticus Saarbg-Beurig, Kobl-Dieblich. — 3. Rasenschmiele, aira caespitosa Wend-Heimb, Birkf-Siesb, Saarbg-Winchering, May-Kirchesch, Aden, Monsch-Hammer, Bo-Vilich, Geilk-Randerath, Heinsb-Breberen, Erk-Golkr. — 4. weisses Straussgras, agrostis alba uNahe. — 5. ein scharfes Schilfrohr Heinsb-Dremmen. Schneid-haken -g- Goar m.: hakenförmiges Messer an langem Stiel, zum Herabziehen dürrer Äste. Schneid-hammer (s. S.) Wurmgeb., in der Bergmspr. m.: Kreuzhacke. Schneid-häpe -h:p f.: 1.a. sichelartiges Messer zum Schneiden der Weiden u. Lohstangen uSieg, zum Beschneiden der Reben Sieg-Königswinter, Ahrw-Altenahr (früher, jetzt Schere), zum Ritzen der Lohrinde Sieg-ODollend. — b. Getreidesichel Dinsl-Aldenr. — 2. übertr. verächtl. Adlernase Sieg-ODollend.