| Rheinisches Wörterbuch | ![]() | ||
schlitzen bis schlo-bäucheln (Bd. 7, Sp. 1363 bis 1364) | |||
schlitzen aufschlitzen durchschlitzen Schlitz Schlitz-augen Schlitzäuger Schlitzblume Schlitzfenster Schlitzgraben Schlitzhobel Schlitzholz Schlitzhusar Schlitzloch Schlitzmaul Schlitzohr schlitzohrig Schlitzreuter Schlitzsäge Schlitzer schlitzern schlivern Schliwer schliwern I schliwern II Schlo schlo-bäucheln Schlobbeck schlobbern I schlobbern II Schlobbert Schlober Schlobohr Schloch Schloch- Schlochmaul Schlöcher schlöcherig Schlöchert schlöchig geschlöchig schlochten schlock Schlock Schlock schlocken schlöcken Schlocker schlockern nachschlockern Schlocker I Schlocker II Schlocker-apfel Schlockerbeeren Schlockerbeutel Schlockererbsen Schlockerfass schlockerfett Schlockerkopf Schlockermesser Schlockermilch Schlockerpitz Schlockerpost schlockerig Schlockert ver-schlöckern schlocksen schlöcksen I schlöcksen II Schlodder schloddern Schlodder I Schlodder II Schlodderapfel Schlodderarsch Schlodderdose Schlodderdüppchen Schlodderdutz Schlodderfass schlodderfett Schloddergang Schlodderherrgott Schlodderhorn Schlodderkauz Schlodderpott Schlodderich schlodderig Schlode schloden-weiss Schlöder Schlof Schlöf I Schlöf II Schloff I Schloff II Schlöff Schlöff-chen schloffen I schloffen II Schloffes Schlöf-lech | PfWB auf- schlitzen: etwas a., bes. Weiden a., nach dem Nhd.; die hon em de ganze Bauch ufgeschlitz, dar em de Därm erausgehongk hon Rhfrk, Allg. PfWB durch -schlitzen: sich d., sich eiligst durchzwängen, –drängen Sol, Elbf. PfWB ElsWB LothWB Schlitz -i-, –e- [Trier, Bitb auch -a-, Prüm -ǫ-] Pl. wie Sg. u. -tsə(n) m.: 1. schmale Öffnung, z. B. der Türe, der Hose, für die Tasche im Kleide, Schl. im Frauenkleide Allg. nach dem Nhd.; unregelmässiger Riss im Kleide Saar. Kalemer Dötz met lange Schl., met rude Röck, met decke Käpp (Köpfen)! Neckr. hinter denen von Koch-Kalenborn. — 2. übertr. a. verhüllend, Scheide bei Frauen Saarl-Berus, Gummb. — b. verächtl. mageres Weib; magerige Schl. Schleid-Schöneseifen. PfWB Schlitz-augen (s. S.) Allg. Pl.: nach dem Nhd. Schlitz-äuger -jər Gummb m.: 1. einer, der Schl.augen hat. — 2. übertr. eine Kartoffelsorte um 1870. Schlitz-blume -bō:m uWupp f.: Kuckuckslichtnelke, lychnis flos cuculi, weil die Blumenblätter tief vierspaltig sind. Schlitz-fenster -ats- Trier-Conz Riol n.: Giebelloch. PfWB ElsWB Schlitz-graben (s. S.) Ottw-Schiffw m.: kleinste Nebenrinne bei der Wiesenbewässerung. Schlitz-hobel -ub- Eusk-Lechenich f.: H.art. Schlitz-holz Goar-Brey n.: Gerät zum Schleissen der Weiden. PfWB Schlitz-husar Rees-Wesel m.: verächtl. Dirne, Hure. PfWB ElsWB Schlitz-loch Ottw n.: Giebelloch, Zugloch in der Mauer des Heustalles. Schlitz-maul May-Bell f.: verächtl. Mund mit Hasenscharte. PfWB Schlitz-ohr Kreuzn n.: verächtl. durchtriebener Bauer. PfWB schlitz-ohrig Nahe, Merz-Nunk, Elbf-Adj.: schlau, verschlagen, durchtrieben, eigennützig, bes. vom Bauern. Schlitz-reuter -rȳtər Gummb-Schwarzenbergisch [Bd. 7, Sp. 1364] PfWB ElsWB Schlitzer -e-, Pl. -rə(n) m.: 1.a. eine Taubenart mit blauem (gelbem, rotem, schwarzem) Gefieder u. weissen Schwanzfedern Köln-Stdt. — b. Kartoffelsorte um 1870 Wippf-Kreuzbg. — 2. Schletzere Pl. Bruchstücke von Glas oder Porzellan Ottw-Hangard. schlivern -ī:v- = mit Lehm bewerfen s. schleibern; Schliwer = Splitter s. Schliber; schliwern I -ī-, –i- = splittern (s. ebd.); schliwern II -ī- = Eisbahn schlagen s. schlibern II. Schlo -: = hölzerner Hammer s. Schlage bei schlagen. schlo-bäucheln = heftig atmen s. schlagbei schlagen;
| ||
| © 2002—2010 by Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier Home | Impressum | Kontakt | ![]() | ||