| PfWB Schlag-baum (s. S.) m.: 1. ein B., Balken, der aufschlägt. a. der Stampfer der Ölmühle Heinsb. — b. der obere Balken der Flachsbreche Bernk-Morb. — c. labām Balken beim Webstuhl Trier-Braunshsn. — d. Schranke, z. B. an Eisenbahnübergängen Allg. — e. Gatter, Falltor an einer Viehweide Monsch-Witzerath. — f. starker Stempel in Wagenhöhe, quer über das Geleise gelegt, zur Sicherung auf abfallenden Strecken, in der Bergmspr. Saargeb. — g. Trennbalken zwischen den Pferdeständen im Stall Bo-Dersd N- u. OHoltorf. — h.Wiesbaum bei Heuwagen Düss. — i. Langbaum, durchgehende Längsstange des Wagens Gummb, Köln-Poll, Aach-Kinzw, Geilk, Klev-Hassum. — k. Opschlag- Rundholz, das den Karrenrumpf auf der Karre waagerecht festhält, auch Püllbom Gummb. — 2. ein Grenz-, Merkbaum, meist alte, knorrige Eiche, die im Walde die Grenze der Schläge anzeigt Saar. Schlag-beil (s. S.) Koch, Köln, Bergh, Dür, Kref-Osterath m.: -axt des Zimmermannes, einseitig geschliffen. Schlag-beissel -ēs- Bitb-Dudeld m.: Spaltmeissel. schlag-bereit -āx- u. -·ə.nsbrēt Heinsb Adj.: gerne schlagend. Schlag-betrag -āxbədrāx Monsch, Eup, Aach, Geilk, Heinsb, Erk-Körrenz m. [n. von einem Weibe]: verächtl. Tölpel, unbeholfener, nachlässiger, leichtsinniger, geistesabwesender Mensch Allg.; langes, dummes, starkes Weib Aach; e geck Schl. (n.) toller Mensch Eup. RA.: Schl.s-troug (-trog) hat jet a jene Knouch (Knochen) eine faule, träge Magd ist stark Aach. Schlag-beutel -bęidəl Goar-Leiningen m.: der vom Zylinder bewegte B. in der Mahlmühle. Schlag-bock [Bd. 7, Sp. 1221]
(s. S.) m.: 1. dreibeiniges Gestell, auf das der Huf des Pferdes beim Beschlagen aufgesetzt wird Neuw-Dierd; sonst Beschlag- Rhfrk, Westerw, Siegld. — 2. Schlag-, Kippkarre Geld-Hinsbeck. PfWB Schlag-bohr das Wort ist nach Wk. V 22 verbr. an der Saar, Mos bis Bernk, in der WEif in Trier, Wittl, Bitb, Prüm, Malm, u. zwar -āxbr Saarbr, Merz-Nunk, Wittl-Seinsf, Prüm-Lambertsbg Steffeln, Malm-Bütgenb Wirtzf; -ābr Saarbr, Saarl-Beaumarais, Prüm-Laschd Welchenhsn, Malm-Vith Aldring (-a-); –:br Wittl-Eisenschmidt, Bitb-Gemünd, Prüm-GrKampenbg Ihren (u. -bər); Lützkampen NHersd (-būr); sonst -:bər, –pər [-bərt Saarbg-Serrig]; -āwər Merz-Erbring Hilbring Krettnich Schweml, Bernk-Commern; -:w- Merz-Stdt Wadrill, Saarbg-Beurig Greimerath Irsch Ockfen, Trier-Beuern Pluwig, Bernk-Lückenbg Sg. u. Pl. n.: eiserner Meissel des Schreiners, Zimmermannes, Steinmetzen, Holz-, Eisen-, Stänschl., zum Aushöhlen eines Gegenstandes, zum Vorschlagen beim Bohren weiter u. tiefer Löcher. schlag-bohren -bərn Bitb-Mettend Wiersd schw.: mit dem Schlagbohr ein Loch meisseln. Schlag-brett (s. S.) n.: 1.a. Br. zum Niederschlagen des Mistes auf der Karre Lennep-Westhf. — b. Br., zum Glätten des Wandverputzes Kreuzn-Nussbaum, Mörs. — 2.a. Klappdeckel über dem Schweinetrog Wermelsk. — b. Verschluss, Schutzbrett des Wagenkastens Sieg-Königswinter, Grevbr-Evinghv. Schlag-bruder (s. S.) m.: verächtl. 1. Faulpelz Saarbr-Malstatt. — 2.Dieb Kref-Stdt. Schlag-buch enlaxsbøkskə Kref n.: B., in das die Lieferungen des Webers eingetragen wurden. RA.: Də tīt es lęit, aləwīlə es ət pufbøkskə jrøtər als ət enlaxsbøkskə man hat so wenig Arbeit, dass man von seinem Verdienst nicht leben kann, ohne zu borgen. Schlag-buckse -bots, –boks (s. S.) Schleid, Monsch, Aach, Jül, Dür-Pier; -ā:γə- Aden-Antw, Aach-Stollbg, Erk-Holzh, Grevbr, Neuss-Rommersk f.: Knabenhose mit Klappe. Schlag-busch -ø- Gummb m.: ein Waldteil, in dem man früher (etwa bis 1880) alle 15—20 Jahre das Holz schlug u. nur einzelne Eichen stehen liess. PfWB Schlag-bütte -bit Nahe f.: eine grosse B. (Fass), zum Aufbewahren der gemahlenen Trauben (Traubenmaische), unten breit, oben enger, 1200 l enthaltend; in diese Schl. laufen die gemahlenen Trauben über das Abladblech aus dem Ladfass; von der Schl. kommt die Maische auf die Kelter oder in das Ladefass zum Weinhändler. — Ausschlagbitt Saarbg-Schoden. Schlag-dach -ā- Bo-Card, Dür-Nideggen n.: nach der Schl.seite (s. d.) abfallendes Dach, zum Schutze gegen Schl.wetter. Schlag-dar -āxdər Malm-Montenau m.: verächtl. mageres Weib (eigentl. imperat. Wortform »schlag dahin«). Schlag-doppelt -āxdubəl Daun-Neroth 1860, Rip in Eusk, Bo, Köln, Bergh, Dür, Jül, Aach, Monsch, Sieg, MülhRh, SNfrk (-·ə.ndubələ) Kref-Fischeln), Gummb-Lobschd, Wippf, Sol, Mettm (u. -ǫnt-), Elbf, MülhRuhr, Dinsl; -ǫndobəlt Mörs (-dbəlt Honsbeck); -ādbəl, –d-, -dǫbəl; –tdpəlt Klevld (-idǫbəlt Cranenbg); -n-, [Bd. 7, Sp. 1222]
-ǫn-dǫbəlt n. Ruhr (-d- Rees-Brünen, Ess; -ndøbəlt u. -t-dbəl Emmerich; -idybəlt Rees-Haldern) m.: verächtl. langer Schl. langer, aufgeschossener, magerer, schwacher Mensch (eigentl. imperat. Wortform). Schlag-drauf -drop Köln-Stdt m.: verächtl. zum Schlagen geneigter Mensch. PfWB Schlag-eisen (s. S.) May, Siebengeb., Köln, Berg, Eup-Raeren m.: Steinmeissel mit zwei vierkantigen, konisch zulaufenden Spitzen, mit dem im Rohen um die obern Steinkanten herum die sog. Schläg gehauen werden, die in ihrer Tiefe angeben, wie tief die ganze Fläche glatt herauszuhauen ist. Schlag-ende (s. S.) NBerg n.: das dicke Ende des Hammers, auch platte Seite, Eff-, Nagel- oder Plattende genannt, im Gegensatz zum Pinn- oder Spitzende oder zur Finne. Schlag-fass -fāt, –fętə Neuss, Kref n.: Jaucheschöpfer. Schlag-feder (s. S.) Allg. f.: stärkere F. am Vogelflügel. Schlag-fenster -i- Berg, Köln n.: 1.a. Fensterladen (je zwei am Fenster). RA.: O, dat es en guden Keərl, der hält gen Iserbahn em Fahren op, der stippt (tunkt) gen Schl. en den Kaffe, der schluckt gen Radnägel, der dritt (scheisst) ok nich in de Kerke Gummb-Berghsn. — b. Dachfenster Ahrw-Bachem. — 2. übertr. scherzh. Klappe der Knabenhose uWupp. schlag-fertig (s. S.) Verbr. Adj.: nach dem Nhd. Schlag-flügel (s. S.) Malm-Mürring m.: Schaufel an der Welle des Butterfasses. | |