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Rheinisches Wörterbuch 
 
einsäen bis Safranskopf (Bd. 7, Sp. 685 bis 686)
 
 ein -säen: den Samen e., säen; e engesät Stick besätes Feld Rhfrk, Mosfrk, WEif, Jül, Heinsb, Kemp.um -säen: das zum erstenmal Gesäte umpflügen u. neu s. Bitb, Prüm. PfWB  ElsWB ver -säen: sich bərz. den Samen zu dicht s., dass die Saatfrucht nicht reicht Trier-Mehring.

Sä-fass -fat (s. S.) uWupp, Sol, Düss, Rees, Klev n.: der länglichrunde aus Stroh geflochtene Korb, aus dem das Getreide gesät wird. Sä-kar Mörs-Gerdt n.: dass. Sä-kleid -ē- Erk-Gevenich n.: lange, den Oberkörper umschliessende Schürze, aus der der Bauer das Getreide sät. Sä-korb (s. S.) Verbr. m.: -fass. Sä-laken Bo-Alfter n.: -kleid. Sä-mande -mę·n.χə Koch-Treis, Ahrw-Neuenahr; -mant Rees-Bergerfurth f. (n.): -korb. PfWB Sä-maschine (s. S.) f., n.: nach dem Nhd. neuzeitl. PfWB Sä-sack Birkf, Allg. m.: Sätuch. PfWB Sä-scholk -ǫ- Kemp-Vorst n.: -kleid. PfWB Sä-tuch (s. S.) Prüm, LRip, Sol, Mörs-Gerdt n.: -kleid.

Säde eine Abl. im OMosfrk u. Rip; -t, Pl. -də(n) f.: 1. z:t a. Säkorb, us Strüh geflöch (geflochten) orer us Holzschinnen gefetzt orer us Blech (so Altk-Seifen) Neuw, Altk, Sieg-Fussh Eudenb Ägid Scheiderhöhe Stield, Prüm-Schlausenb; -də Sieg-Hönschd, Altk-Betzd; zī:t Malm-Herresb Hünning Rocherath, Eusk, Köln-Stdt, MülhRh-BGladb, Sol-Hild; z:tə Mettm, Gummb-Homb; ztχə Goar-Weiler. — b. -ī:- Mehlkorb, in der Bäckerei Köln-Stdt, MülhRh-BGladb. — 2. Simmers:t

[Bd. 7, Sp. 686]
ein Landmass, 1 S = 8 Ar; 1 Morgen = 3 S. Koch, May-Ditschd.

saf -ā- = zart, weich s. sanft; Saf I -ā- = Saft (s. d.); Saf II, Säf -ā-, –- = Seife (s. d.); säfen -- nicht dicht sein s. seifen II; Saff I = Saft II (s. d.); Saff II = Sieb s. Sift.
 
 
Saff III zaf Merz-Erbring n.: in der ablautenden Formel des Bastlösespruches: Huppe, H., Annekätt setzt of de Weiden, hat en dicke Botterweck, schmeisst en (ihn) en de Bach, det et Siff, Saff kracht!

Safoj(en) = Wirsing s. Savojen.
 
 
 PfWB  ElsWB Safran das Wort ist in Wend. allg., u. zwar Rhfrk safrān, –frn ; Mosfrk zaf(ə)r:n (); Siegld sęf(ə)r; Rip, Berg tsaf(ə)r:n, –fər·ə.n, -ən; Eup, SNfrk saf(ə)r·ə.n; Klevld -n [Dinsl tsa-]  Sg. t. m.: wie nhd. crocus sativus u. die daraus bereitete hochgelbe Farbe, früher dem Kuchenteig beigemischt, auch in Fleischsuppen; Z. un Blöumcher Gewürznelken Wippf; noch in RA.: So gäəl wie S. MGladb, Allg.; su düər (teuer) wie Z. von einer Sache, von der man zu teurem Preise nur eine kleine Menge erhält Malm, Monsch, MüEif, Bernk-Gonzerath. Du gehs jo mem Anstochsholt üm (so sparsam), as wann et S. wör Gummb-Wiehl. Minne Peəper (Pfeffer) es so got wie dinne S. mein Geringwertiges wirkt so gut wie dein teurer Gegenstand Heinsb. Was haben wir gekocht? scherzh. Antwort: Biskwitten un S. Bitb-Fliessem. Wenn enne Buər för ene Grosche S. hoəle mott, donn spannt he Kar on Peərd an Kemp-SPeter, — nemmt he de Schuffkar Ess. Wat kennt de B. van Z.! Rip, Nfrk; va S. kennt dem B. nicks un de Kuh n. vam Sunndig MülhRuhr. Do k. he so völ van wie de Kuh (en Sau, der Esel) van S. (van S. freten) Mörs, Klev, Duisb, Eup, Sieg-Scheiderhöhe. — Mädsche, du häs Tiə (Tee), ech han S.; drom welle wər tusame goəhn on make ene Kroəm (einen Haushalt); wenn wər dann tus. sind, wo kriəge wər dann en Hus? Da krupe wər en e Fosseloək (Fuchsenloch) on kike same drut! Heinsb-Aphv. Beər well gode Koche backe, deər moss och han siwwe Sache, Eier on Schmalz, Botter on Salz, Melch on Mehl, S. micht de Koche gel! Kobl-Weissenthurm, Allg.

Safrans-beutel -bȳ:dəl Düss-Stdt m.: verächtl. alter Mann. Safrans-düppen -øp- NBerg n.: dass. Safrans-kopf -kǫp Remschd m.: dass.