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Rheinisches Wörterbuch 
 
Raben-aas bis Rabell (Bd. 7, Sp. 8 bis 9)
 
  PfWB Raben-aas -ā:s (nicht -:s) NBerg; -:s Köln-Stdt n.: durchtriebener Geselle. Ich bin ein wahres R., ein arger Sündenknüppel; Herr Jesu, nimm mich Hund beim Ohr, wirf mir den Gnadenknochen vor u. schmeiss mich Sündenlümmel in deinen Gnadenhimmel! (aus einer alten Schrift) Wermelsk. Raben-auge (s. S.) Simm-Laub n.: in der Antw. auf die Klagen eines andern über seine Kriehnauen (Leichdorn): Mach se schwarz, dann sin's Raweaue! Raben-ei Rhfrk n.: Krähenei. Raben-feder (s. S.) Rhfrk f.: Krähenfeder. Raben-genist -gənit Goar-Trechtinghsn n.: kleines, dürres Reisig (wie es die Raben zum Nestbau gebrauchen). Raben-horst -hărs Dinsl m.: Krähenansiedlung. Raben-huhn (s. S.) Jül-Merzenhsn n.: schwarzes H. Raben-kobes (-jakob) Barm m.: männl. Rabe. Raben-krähe (s. S.) Geld-Schravelen, Mörs-Hülsdonk Vinn, MülhRuhr-Ickten f.: wie nhd. Raben-hölzchen Kreuzn-Bockenau Pl.: dürres Reisig (wie es die Raben zum Nestbau brauchen). PfWB Raben-mutter -mū:r Sol, Elbf f.: wie nhd. Raben-nacht Kobl-Stdt f.: dunkle N. PfWB Raben-nest (s. S.) Rhfrk n.: 1. Krähennest. RA.: Der schneid e Gesicht wie e Ochs vor em R. Kreuzn-Oberhsn. — 2. übertr. a. Neckn. für

[Bd. 7, Sp. 9]
Neuw-Ohlenbg u. Ockenfels-Leubsd. — b. du schwarz R.! verächtl. schmutziges Weib Sieg-Rhönd. Raben-reiser Neuw-Dierd Isenbg Pl.: kleines, dürres Reisig (wie es die Raben zum Nestbau gebrauchen). PfWB raben-schwarz  Rhfrk, Siegld, Elbf (kohl- ist allg.) Adj.: tief schw. PfWB Raben-vater -fā:r Sol, Elbf m.: wie nhd. PfWB Raben-weib -wīf Eusk-Zülp n.: verächtl. streitsüchtiges W. Raben-zahn -taŋk Kref m.: im Fingerratesp.: Pek, Pohl, R., gef dem Bur de flake Hangk (Hand), de Fus (Faust)! Wat steht? Dümke! D., D., e gebacke Prümke (Pflaume), Pek, Pohl, R.! Raben-zweimen Birkf-Gimbw, Wend-Aulenb Pl.: kleines, dürres Reisig (wie es die Raben zum Nestbau brauchen).

raben -āb- Kreuzn schw.: krächzen, von der Krähe; se rabt.
 
 
Rabeins-buckse -bukə  (< Dragbändels-) Ruhr f.: Hose mit Hosenträgern.
 
 
 NRhWB Räbel das Wort, eine deminutive Bildung zu einem zu erschliessenden asächs. raba (vgl. mndl. wînraven ‘Weinstock’, westf. hûdrawe ‘Gundelrebe’), also im Ablaut zu rëbe ‘Rebe’ (im benachbarten Rip Riffel zu riffeln ‘flechten’) ist im NBerg u. in Bed. 2 c Klevld in Geld, Mörs verbr. m.: 1. Flechtgerte in Fachwänden, in die Quere zwischen die senkrechten Stäwele geflochten, u. zwar ręvəl, Pl. -əln uWupp, Wippf; -w- Lennep-Dhünn Tente, Elbf; -eiw- Wermelsk; -əw- Sol-Höhschd; -īəw- Remschd, Mettm; -iw- Haan; rwəltər Pl. Mettm; ręvər, Pl. -ərn Sol-Burschd; rbəl Sol-Ohligs; -ęb- Pattschd; rabəl MülhRh (o. O.). — 2. übertr. a. in der Wend.: He sett hender den Reweln im Gefängnis NBerg (o. O.). — b. -w-, Pl. -əln Sitzstange der Hühner Sol-Kreuzweg Stdt Wald. — c. -w-, Pl. -əlts Holzbalken vor der Kuhkrippe, an den das Vieh angebunden wird u. Verbindungsstück (Eisenstange) zwischen Nackholt u. Krippe als Trennungsstück zwischen den einzelnen Tieren Kref-Linn, Kemp-SHubert (-īə-), Geld, Mörs; s. für Klev, Rees -p- bei Reipel. — d. rwəl grosse Schnitte Brot, Speck Mörs-Neuk Wallach; Buckriwel Stück Bauchfleisch vom geschlachteten Schwein Mörs-Lütting.

Räbel-holz rwəltsholt Mettm; rbəl- Ess n.: Räbel 1. Räbel-wand rwəlwaŋk Mettm-Cronenbg f.: Fachwerkwand.

räbeln -ęv- uWupp; -- Sol schw.: ein Fach stävveln on r. mit senkrechten Hölzern u. Flechtgerten versehen.

Rabell,