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Rheinisches Wörterbuch 
 
Pfeifenhacke bis Pfeifenmacher (Bd. 6, Sp. 691 bis 692)
 
  Pfeifen-hacke pīphak Dür-Golzh, Jül-Boslar, MGladb-Giesenk, Klev-Appeldorn f.: Anschwellung des hinteren Sprunggelenks beim Pferde. pfeifen-hackig ebd. Adj.: von dieser Anschwellung befallen. Pfeifen-halm Köln, Duisb m.: unteres Ende des Strohhalms. RA.: Gedrete (geschissen) op en P. lött sich wit schmitte! abschl. Antw. Duisb. Pfeifen-häus-chen -hyskə Erk-Örath, Heinsb-Breberen

[Bd. 6, Sp. 692]
n.: Deckel auf dem Kopfe der Tabakpfeife. Pfeifen-hengst Schleid-Oberhsn Udenbreth m.: Stocher für die Tabakpfeife. Pfeifen-holz -hōts Aach-Dorff n.: deutsche Waldrebe, clematis vitalba. Pfeifen-klas -:- Neuw-Leutesd m.: in der Antw. auf die Frage ‘wer war das?’ de P. Pfeifen-klistier Bitb-NWeis f.: Strohhalm (udgl.), zum Reinigen des Rohres der Tabakpfeife. Pfeifen-knaster(ich) Sieg, Waldbr, Köln m.: -dreck (s. d.). Pfeifen-kopf -kǫp Allg. m.: 1. K. der Tabakpfeife. RA.: Geht einer zu den Soldaten oder verlässt er sonst die Heimat, so sagt man ihm: scheck mer e P.! ein Andenken an dich (anknüpfend an den Brauch der Soldaten, ihren in der Heimat weilenden Kameraden zum Andenken an ihre Dienstzeit einen P. mit Bild u. Widmung zu schicken) Ottw-Eppelborn. Den woll ek well op de P. gemollt häbbe! ich verachte ihn Klev. Hüs, Schür en Schopp voll; wenn me bien (beieinander) düht, is et noch kene P. voll? Rätsel vom Rauch Mörs-Sonsbeck. — 2. übertr. a. verächtl. etwas spitzer, langer K. des Menschen Waldbr-Wildbg, Düss, Rees. — b. persönl. verächtl. α. Schimpfw., dau P. Schafskopf, Unaufmerksamer Trier-Stdt, Erk-Örath; oller P. Rees-Wesel. — β. -kęp Neckn. derer von Saarbg-Faha. — Zs. -koppsdeckel. Pfeifen-korde (s. S.) Allg. f.: Schnur mit Troddeln an der Tabakpfeife. Pfeifen-koreln Bitb-Preist Pl.: Hausgrillen. Pfeifen-kötzer Sieg-ODollend m.: verächtl. einer, der das Tabakrauchen nicht vertragen kann. Pfeifen-krampen Sieg-ODollend m.: an jeder Seite der Mellpief in der Mühle der Haken, woran der Sack zur Aufnahme des Mehls befestigt ist. Pfeifen-krap -:- Trier-Olk m.: -dreck (s. d.). Pfeifen-kräser -(:)z- NBerg m.: Draht, Stock, der dünne Knochen aus dem Hasenlauf, zum Reinigen der Tabakpfeife. Pfeifen-kratz Wend-Steinb; -ę- Ottw-Sotzw m.: -dreck (s. d.). Pfeifen-krätzer MGladb, Kref m.: -kräser (s. d.). Pfeifen-lade -lā:t uWupp 1870 f.: der hölzerne Behälter für eine kurze irdene Tabakpfeife. Pfeifen-laden (s. S.) m.: L., Geschäft, in dem Tabakpfeifen feilgeboten werden. pfeifen-längs Elbf Adv.: senkrecht; et Water lep p. de Wäng (Wände) eraf. Pfeifen-lauch -lōk Geld, Kref; pipkəs- Emmerich m.: Schalottenlauch, allium ascalonicum. Pfeifen-lipp Aach-Merkst m.: verächtl. leidenschaftlicher Tabakraucher. Pfeifen-loch (s. S.) Allg. n.: 1. L. im Schornstein für das Ofenrohr Allg. — 2. scherzh. pif- After uWupp 1870. Pfeifen-lohe -lō Rees f.: L. von den dünnen Eichenstämmchen. Pfeifen-macher -āk- Klev-Goch m.: Zigarrenmacher.