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Rheinisches Wörterbuch 
 
obenhinauf bis Oberhaupt (Bd. 6, Sp. 319 bis 320)
 
  PfWB oben-hinauf,  PfWB oben-hinaus,  PfWB oben-hinein,  PfWB oben-hinüber, oben-hinunter nur Rhfrk: wie nhd. oben-langs : oben vorbei Allg. oben-über : 1. örtl.; o. es Zucker gestraut; o. es noch e Zemmer (meist o.drüvver) Rip, Allg.; o. hät se Wolangen (Volant) on dronger de Klöngele hangen! hui-pfui Sol-Höhschd; de kimmt o. gebückt heran Bernk-Merschd; O. bei der Schere die Draufseite des Blattes Sol. — 2. übertr. a. o. werke zu hastig, oberflächlich; ene O. Aach. — b. dat es mär esu jet o. von einem Mädchen, das mit leerem Flitterkram geputzt ist Aach. — c. dau bescht ach gleich o. verwirrt, aus dem Häus-chen Saarl-Pachten, Zell-Merl. Oben-unter ǫwəno·ŋ.ər Wippf, Sol n.: die Zimmerdecke. oben-wider : 1. örtl. o. stusse; bes o. Rip, Allg.; ech sen o. satt voll

[Bd. 6, Sp. 320]
gesättigt Sieg; voll bis o. Wittl. — 2. übertr. er es gleich o. erregt, beleidigt, erzürnt Saarbr-Berschw, Saarl-Schaffhsn, Trier, Koch, Kobl, Goar, Ahrw. oben-zu ōwətsū:s Goar: in der Richtung nach oben.

obent nur noch selten: ūə(r)wənt, seltener -ənts Merz-Saarhölzb; ǫvənt u. -vət, o- MüEif, Sieg-Ägid (veralt.) Präp. mit Dat.: oberhalb.

obenzig ūəwəntsiχ uSaar von Merz-Bergen an, Trier-Ld w. Trier-Stdt, Bitb, Prüm-Leidenborn Adv.: nach oben.

 PfWB  PfWB  ElsWB  LothWB  LothWB ober I Präp.: dafür steht Rhfrk, Mosfrk über [u. uwĭχ, o-, ū- usf. Nahe, Hunsr, uMos May, Aden, uAhr, Neuw; -əχt Koch, Altk, doch nicht so häufig gebraucht wie hinnig, s. hinter]; über auch Rip, Berg, SNfrk; doch ist hier bover, böver (Rip, Berg auch -vən) noch fest im Gebrauch [ǫvər, o- im Rip selten MüEif, Sieg-Ägid], wobei über mehr den Nebensinn ‘höher als, weit drüber hinaus’ hat u. bover schlechthin ‘oberhalb’ bedeutet; im boven-Geb. (s. o. bei oben) herrscht nur bōəvər ‘oberhalb’, u. im Klevld steht für über -, ǫ-, -, wər; dor för häbb ek necks o. nichts übrig Klevld; o. Bens sin nach langer Krankheit wieder gehen können Rees (Eup oəver make übrig machen, Gewinn m.); s. über u. bober.

ober II: s. Lautung bei oben; doch daneben mit Umlaut ęwər Saargeb.; e- Meis, Mos, Saar, Wittl, Daun; əw- OBerg; - NBerg; v-, ø-, y- Jül, Aach, Geilk, Heinsb, Erk, Kemp; im Rip, Berg, Nfrk daneben bovər, –ø-; auch im boven-Geb. findet sich neben b. auch ōəvər, w-, ǫw-: 1. dieser Komparativbegriff findet sich nur in Zs.:  PfWB Oberarm, Ober-bergamt usf. nach dem Nhd., Oberbett (meist Über-),  PfWB Oberdorf (in Wend, Saargeb. ęwər-), Oberfläche, oberflächlich, Obergang (auf dem Schiffe), Obergatter (obere Hälfte der Gattertüre), Obergraben (beim Hammerwerk), oberhalb,  PfWB Oberhand (meist Über-) (Mannshaind, O. Eup),  PfWB  PfWB  ElsWB Oberhaupt,