Ge-maren gəmrən nur noch vereinzelt u. veralt. WMosfrk in Bitb-Speicher, Bernk-Stdt, Koch-Lutzerath; -ǫ- Daun-Neroth 1860; -măr Bitb-Ehlenz Pl. t.: als Genossen, zusammen, in Wend. wie: G. fohren (gihn usf.) zusammen, gemeinsam Allg.; zu G. zu zweien oder mehrern.Ge-mar-man gəmrmān Trier-Welschbillig m.: dem sei G. Helfer, Mitteilhaber.
mären I -- das Wort, mhd. Lexer merren, marren entsprechend, ist an Saar, Mos, Rhein in der Spr. der Schiffer heimisch [-- u. -ī- Saar; mrtən Trier-Stdt] schw.: 1.a. einen Nachen, Kahn, ein Schiff m., an einer Kette, an einem Pflock am Ufer anbinden, festmachen; hoste de [Bd. 5, Sp. 857]
Nache gemärt; mär de N.; mär die zwen N. anenanner! uMos, Allg.; das Schiff an Land heranbringen; ein Schiff festlegen, meist zur Unterstützung des Ankers durch Märdrähte oder M.taue, die z. B. an andern Schiffen oder an den am Ufer stehenden M.pölen (-pfählen), M.ringen befestigt werden Rheinschiff. RA.: A.: Wuhin gaht de Ras (Reise)? B.: Wass net; wu mer lände, do m. mir uMos. — b. ein Stück Vieh m., an den Pflock auf der Weide anbinden May-Löf, Kobl-Dieblich. — 2. übertr. a. de han se gemärt verhaftet; der (die) es gemärt bei einer Verlobung Kobl; der es gemärt wer eine Hypothek auf seinem Hause hat, dessen Land verpfändet ist, der durch einen Vertrag gebunden ist Koch-Mesenich. — b. in der Wend.: Mer welle sehn, wo er märt wo er anlangt, was er erreicht Koch, Kobl.
an- mären: ein Schiff a., anbinden Verbr. wie das Simpl.ver -mären: -mę·r.t Part. boshaft, rücksichtslos im Streit Trier-Zemmer.
Mär-draht, märpfahl, märring, Märtau (s. S.) s. o. bei mären.
mären II -:- Eup, MGladb-Rheind schw.: sich m., sich bemühen, beschäftigen; zaudern, lange machen, statt sofort aufs Ziel loszuarbeiten; he märde sech en frasselde sech met de Ärbeit.
ab- mären: sich a., sich abmühen Eup.
Mär-jan -ā:- MGladb-Rheind m.: derjenige, der immer märt.
mären III -- = Teig anrühren s. meren.
Maren blümchen, {ete}Mären-blümchen = Massliebchen s. Maden-.
Mares-pferdchen mārəsp·ə.rdχən nach Wk. III 20 in Prüm-Dahnen Daleiden Preischd; m- Bitb-Geichl Gemünd Outschd; məs- Biesd; mātəs- Prüm-Dasbg n.: Marienkäfer, Siebenpunkt.
Marette marętə Köln-Stdt (veralt.): im Abzählr.: Ene, mene, Mikuh, kale Rette, sich (sieh) zu, os M., k. R., ene, mene, Mikuh!
märf = mürbe s märbe.
marfetz = Ausruf s. mar, Maria, Mord 2 b.
Marg, Märg I = Knochenmark s. Mark I.
Märg II mę·r.(ĭ)χ, Pl. -jə(n) f. (n.): 1. veralt. Kurzf. für Maria (s. d.) (aber noch zahlreich in Pflanzennamen; s. Marien-). In Jül-Dürboslar die Verehrung der drei Märgen: der Bäll-, Schwell-, Krischmärg je bei Abmagerung, Geschwülsten, anhaltendem Weinen der Kinder angerufen. Möhnche (Muhme) M., goht er met no Löfteberg (Rheinb-Lüftelberg)? Nä, M. Girdröck (Getrud), et hät noch net zesammegelöck (-geläutet)! Ahrw-Remag. Dag, Möhn M., goht ühr met nom Alenberg (MülhRh-Altenbg)? Nä, Möhnendröck (-gertrud), moərn kummen de Zimmerlück (-leute)! MülhRh. RA.: Dat gung aus, we op Märgen Huchzett; do wor neist, un kom n. un blif n. Daun-Neroth 1860. — 2. übertr. a. persönl. α. verächtl. böses Weib, unausstehliche [Bd. 5, Sp. 858]
Person May, Aden, Schleid, Eusk, Rheinb, Bo, NBerg; dumm-gutmütiges, faules Weib Kobl-Kettig, May-Kollig; schmutziges Weib Koch-Leienkaul; Saum. MüEif; al M. altes Weib Ahrw-Remag; decke M. dickes W. May-Trimbs, Ess-Altenessen; faul M. träges W. Koch-Lutzerath, May-Kollig, Schleid-Hellenth, MüEif; schnippige M. kleines Kind oder Katze, die ihre Kost nicht essen Köln-Frechen; Kannerm. Mädchen, das viel mit Kindern spielt Prüm-Burb; doll Märgel tolles Mädchen Bergh-Heppend. — β. krīmę·r.jə gern weinendes Mädchen, Kind Schleid-Wollenbg; -mę·r.jəl Dür-Langerwehe, Jül-Linnich, Aach-Münsterbusch Stolbg. — b. sachl. α. męrĭχ verächtl. alte Puppe Gummb-Berghsn. — β. mę·r.jələs Pl. Massliebchen Mettm-Velbert, Ess-Kettwig Oberhsn; mę·r.mələs MülhRuhr-Fulerum Saarn Styrum.
margängsig marjęŋksĭχ Monsch-Kalterherbg Adj. attrib.: verdammt, verflucht; du bes en m.ə Prickt ein Quälgeist, wie es kaum ein zweiter gibt. — S. Mord 2 b.
Margarete die volle Form fast nur noch in Bauernregeln, u. zwar Rhfrk mārgrēt , heute auch ; Mosfrk margrī:t, –grit, –grikt (s. Grete) [mr- Daun; mōr- WBitb; męr- Koch] ; Rip marjrī:t [veralt. mę·r.(ə)-] ; Nfrk mār-, męrjrī:t, –ēt; Kurzf. marja jüngst nach dem Nhd.; hēt(a) Mörs; sonst Rhfrk grēt(χə), –dəl; Mosfrk grē:t, –ī:-, –i-, –kt, grē:ta, –ti, –da, –di; Rip grī:t, grē:tā; Nfrk jrī:t, –ē-, –ta, jritə, γretə (s. Grete) f. (für die Hl.), n. (für den Rufn.): 1.a. die hl. M. u. ihr Tag (20. VII.). Barbara mat dem Turm, M. mat dem Wurm, Katharina mat dem Rädchen, dat sin drei heilige Mädchen Trier-Schleidw. In Goddes Name on sint M., et mag os dann glöcken oder net! betet der Sämann MGladb-Bockert. De Wipperfürther Gretsches brengen wat Nates (Nasses) odder nehmen et met bezieht sich auf die früher am Johannistage übliche Prozession der W. nach Hardenbg Elbf. M.dag, da kunn de Schof (Schafe) e jen Zog on de Beien e jen Flog (Flug) Prüm-Mürlenb 1860. Jokobs (Johanni) Blot (Blüte) däht selde got; M. Bl. däht nömmer got bei der Traubenblüte uMos. Margrot brengt dem Werk (Flachs) den Droht Malm-Amel Emmels. Zent Margrot es de beste Röbesot (Rübensaat) Geilk, Jül. De örschte Per (Birne) brengt M., drop övverall de Ernt ageht Eup. Margeridder brengt de Schnidder (Schnitter), Jokob on Anna brenge se widder Neuw-Heimb Gladb. Hät M. kene Sonnesching (-schein), küt et Heu net drüg (trocken) hering Rheinb, Altk-Willr. Wenn et regent op M., dann r. et verteg (40) Dag Geld-Veert, Verbr. Ren op zint M. mächt R. vier Weəke (Wochen) lang Kref-Lank. Op M.dag Regen brengt kenne Segen Mörs. Wie et as M., sö as et, wann de Bauer meht (mäht) Trier-Thomm. — Volksgl. Gehannsdag net klommen (klimmen), M.dag net [Bd. 5, Sp. 859]
schwommen (schwimmen) Bernk-Burgen. Verbr. ist der Glaube, dass, wenn es auf M.tag regnet, die Haselnüsse faul werden: Wann et op M.dag rent, dann faulen (ersaufen) de Ness (am ‘im’ Wasser), — get et kä N. Bitb, Allg., — gin de Hoselniss falsch Saarbg-Soest, — daf (taub) Merz-Nunk, — komme de Wörm en de Nöss Grevbr, — schreit de N. owih un ach Köln-Stdt; op M.dag e Gewitter, gen de Ness bitter Daun-Tettschd; man sagt scherzh. zingk M. (oder derb et Griet(che)) piss en de Nöss, — hät de N. bepiss (besächt, beseck, verpisst; s. d. W.); do hät de fulle Griet dren gesete Mörs-Veen; Gretchen, du musst wissen, dass du heute nicht darfst pissen; sonst verderben alle Nissen! Daun-Üdersd. — b. der sehr häufige weibl. Vorn. M.che, M., dei Hemche (Hemd) gaukt (guckt) fir, zieh't aus doch, z. aus doch, dann danz eich met dir! Bernk-Gonzerath. Sebella, Kathrina, schärmante M., schöne Spillewerken on sch. Alltit (-zeit)! Mörs-Xanten. Im übrigen s. Neckr. u. RA. bei Grete. — Doppeln. Gədrenməgritt Katharina M. Neuw-Datzeroth; Marimargrēăt u. Mimmergr. Siegld; Gredellies-che, hieb (hebe) dei Fiss-che (Fuss), danz e biss-che! Tanzld. Birkf; heissa, hopsa, Grerelies, more kemmt de Tante, brengt e Sack voll Lewerwirscht on die Musigante! Birkf-Idar. Annemargretche, wohingähste? Of Trarbach Bire (Birnen) lesen usf. Bernk-Wehlen. — 2. übertr. a. persönl. α. M.chen weibl. Hirschkäfer Saarbr-Heiligenwald, Ottw-Wiebelsk, Saarl-Ensd, Merz-Reimsb, Trier-Langsur Stdt, May-Andernach; Greredel Goar-Holzf. — β. M.chen Beerenwanze Merz-Honzr, Altk-OLahr. — γ. Gretche (-ī:-) scherzh. Made in Obst, Käse, Fleisch Wend-Mainzw, Merz-Düppenw Mettlach, Bernk-Veldenz, Schleid-Berg, Eusk-Elsig Euenh Firmenich Wissk, Geld-Kervenh (fulle Gritt) Winnekendonk (in Nüssen), Mörs-Sonsbeck. — δ. Grittchen die grosse Heuschrecke Bernk-Merschd. — ε. Griet Feldhuhn Geld. — b. sachl. α. M.chən Pflanzen. αα. Massliebchen, bellis perennis Verbr. Saar, Trier, Bitb (verbr.), Prüm-NLauch, Wittl-Manderschd Monzel Sehlem Stdt, Bernk-Kesten Lieser Neumag Rapperath Rhaunen Wehlen, Zell-Lautzenhsn, Birkf-Bosen Eckelhsn Eisen Eiw Nohfelden Selb Sötern Schwarzenb, Siegld-Würgend, Dür-Stdt; -γretə Mörs-Hombg, Rees-Diersfordt [mar(ə)grēdəlχə, –ērəl- Saarbr-Eiw, Saarl verbr., Ottw-Dirming Thalexw Wustw, Merz-Büschf, Saarbg-Ayl Wawern; -grī:dərχən Merz-Silwing; -grid-, –grit- Bitb verbr.; magrē:nχə Saarl-Lisd; grēdălisχə Ottw-Hüttig Rassw; anəmagritχən Trier-Büdlich; migrē:tχən (-e·i.tχən) Merz-Bergen Brotd Losh Merching Wahlen]. RA.: De Märgrī:tχər bleihen! die Ferse schaut aus dem Strumpfloch. — ββ. gross M.chen weisse Wucherblume, chrysanthemum leucanthemum Saar; Magret Bernk-Rhaunen; Margeritt Bo-Geislar, Bergh-Stdt; [Bd. 5, Sp. 860]
welde Margritt Geld-Schravelen; Margeritten Gummb-Berghsn (neu). — γγ. Wiesenschaumkraut, cardamine pratensis Kemp-Stdt SHubert Vorst, Geld-Aldekerk. — δδ. Gartenstiefmütterchen, viola tricolor Mörs-Ginderich Lütting Veen. — εε. gemeine Nachtviole, hesperis matronalis Kref-Willich. — ζζ. Grietche em Heu Hauhechel, ononis spinosa Rheinb-NDrees. — ηη. Märgrī:dərχən weisse Pflaume Merz-Mond. — β. Margriet n. Gerber-, Kirspelholz Köln-Stdt. — γ. M.chə scherzh. Margarine Kreuzn, Simm, Goar, Saarl, Wittl-Bausend, Prüm, uMos von Bernk an, Daun, May, Neuw, Altk, Rip u. OBerg u. SNfrk verbr. RA.: Wann mer mänt (meint), et M. wär im Dibbe, dann is et schonn wiere draus Simm-Leideneck. M., o du schlechte Butter! Koch-Klotten. — S. weitere übertr. Bed. bei Grete.
Margareten-apfel (s. S.) Trier, Bo-Berkum Geislar m.: frühreife A.sorte. PfWB Margareten-birne (s. S.) Verbr. f.: frühstreife B.sorte [grē:dəl- Saarbg-Onsd]. Margareten-blume, Margareten-blümchen f., n.: 1. Margrete-, –gretches-, Gritten- (setze die Vokale ein!) Massliebchen, bellis perennis Verbr. Merz-Steinbg, Saarbg-NZerf Wehr, Trier, Wittl, Bernk, Zell-Reidenhsn, Koch-Kaisersesch, Daun, Bitb, Prüm, Malm, Schleid-Waldrf, Aden-OElz, Bo-Villip, Köln-Stdt [jrī:təmăbl:mχən Daun-Weidenb]. — 2. Wucherblume, chrysanthemum leucanthemum Wend-Gronig, Goar, Kobl, May, Daun, Ahrw, Schleid-Sötenich, Bo-Küdinghv, Bergh-Habbelr, MülhRh, Wermelsk, Barm. — 3. Wiesenschaumkraut, cardamine pratensis Neuw-Isenbg, Kemp-Vinkr, Geld-Hartef Nieukerk Wachtendonk, Dinsl-Vörde.