letz I = letzt (s. d.).
letz II -ę- das mhd. Lexer letze entsprechende Wort ist Rhfrk in Saarl-Überherrn, Saarbr, Wend-Baumholder Aulenb, Birkf-Stdt Idar Oberst Hettenr, Meis-Meddersh Staudernh, Kreuzn-Windesh (u. -t) verbr. Adj. präd., Adv.: verkehrt, nicht richtig, irrig; do beschte l. dran im Irrtum; de Strump l. herum anhon nach links.Letz I -ę- = Schulaufgabe s. Letze; Letz II -e- = Litze (s. d.).
Letze das alte aus lat. lectio stammende Wort (mhd. Lexer lëcze, letze) ist zunächst noch vereinzelt im Rhfrk, Mosfrk, Rip, dann geschlossen im Klevld bezeugt, u. zwar letsə Pl. (jetzt kaum mehr angewandt) Simm, Bernk-Rhaunen, Birkf-Stdt; lets nur in sei L. san einem Herzen Luft machen Saarbr; lęts Saarl-Stdt 1870; ltst, Pl. [Bd. 5, Sp. 408]
-tən Prüm-Mürlenb 1860; -ę- Prüm-Ihren Reuth Steffeln; lęts Bo-Hangelar (besondere Bed.), Sieg-Much; lęs uWupp 1870; -- Köln-Stdt; lęts Bergh-Blatzh, Dür-Stdt 1880; lęts, lęs Aach-Stdt; lęts Eup; lęks Mörs; lęs Klev, Rees; Pl. -ə(n) f.: 1. Lektion, Schulaufgabe, bes. aus der biblischen Geschichte; häs de din L. all (schon) gelehrt, — gekönnt; de L. opsägge Mörs, Allg. RA.: Ein tüchtiger Mann versteht sing L. Prüm-Mürlenb 1860. Dor hät se ömmer sewe (7) L.ə van davon erzählt sie immer Mörs-Wallach. Hej kregt de L.ə gelesen Vorhaltungen Klev, Rees, Mörs, Aach-Stdt. — 2.a. Lesezeichen im Buch, Schnur, Faden zwischen den Blättern Prüm-Ihren, Sieg-Much. — b. bedrucktes Blatt; en L. us dem Boch erusrisse Bo-Hangelar Geislar. — c. Schreibheft ebd., Mörs. — d. de Letzen lauden Sterbeglocke läuten Saarl-Berus.
Letzen-kaule -kǫ·u.l Wittl-Meerf f.: die Stelle, wo ein Wildschwein gelagert hat. Letzen-korde -k·ə.t Heinsb-Erpen f.: Lesezeichen, aus verschiedenen farbigen Fäden geflochten. Letzen-zeichen -teiχən Sol 1870 n.: dass., auch ein Papierschnitzel zu diesem Zwecke.
Letze(n)ter lętsəndər Eup-Stdt; -tsətər Aach-Stdt; lęsnər Geld-Straelen, Klev, Rees, Duisb Sg. t. m.: 1. Lese-, Musikpult, bes. Lesepult in der Kirche Eup, Aach. — 2. kommodenartiger Schreibtisch mit ausziehbarer, umlegbarer schräger Platte Geld-Straelen, Klev, Rees, Duisb.
letzen I -ę- = sich ergötzen s. latzen IV.
letzen II das Wort, mhd. Lexer letzen entsprechend, vereinzelt -ęts- MüEif 1904; -ęt- Geld-Straelen schw.: schaden; dat letz nüs schadet nichts, tut nichts zur Sache; dat sall mich net l. ist mir gleichgültig; dat krommp Ben letz en (ihn) en der Ärbet net MüEif. Wette (wetzen) kann nie lette, wenn me mar (nur) niet steht, dat den Tit (Zeit) vergeht Geld-Straelen.
ver- letzen: -ęts-, einen, sich v., nach dem Nhd. Rip in Gebrauch; ke Mann verletzt! das Sprengloch hat keine Kohlen hereingeworfen Saargeb.
letzig s. ein-.
auf- letzig oplętsĭχ Eif (o. O.) Adj.: zweifach; s. einletzig.
letzt das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk u. mosfrk. Saar bis zur t/st-L. lett, –ę-; n. davon lętz(t) [Trier-Ld (Mos, n. Mos), Bitb, Wittl, Bernk (Mos) ltst]; doch n. u. w. Malm-Wirtzf, Monsch-Simmerath, Schleid-Hellenth Dreiborn, Dür-Brandenbg Heistern Winden, WErk, WMGladb, nach Kemp-Süchteln, Erk-Elmpt, Heinsb umbiegend Formen mit -s(t), u. zwar Malm, Monsch lst; Schleid lęis; Dür, Jül lęzs, lęis, –-; Aach lęis; Eup, im sndfrk. Teil ls [MGladb ls u. lęts]; Grevbr, OMGladb, Neuss, Kref, Kemp haben lęts, das nach Mörs hinein bis Labbeck Neuk Orsoy reicht [Kemp-SPeter UWeiden lts]; im übrigen Mörs, Geld, Klev, Ruhr, n. Ruhr lęst Superl.: 1. Adj. räumlich [Bd. 5, Sp. 409]
u. zeitl. wie nhd. [den ēmn:ltstən zweitletzte, vorletzte Trier-Mehring; en n·ə.lętstə Kemp; sonst der zweit-, dritt-, viertl.]. a. mit Subst. verb.; merke de letzte Weək letzter Teil der Woche, am Ende der W.; des anger l. W. Ende der nächsten W. SNfrk; die l.ə Garf s. Garbe; et l.ə Mol (de l.ə Kihr) Rip, Allg.; l.ə Liffrauw Maria Geburt Geld-Kevelaer. RA.: De moss emmer gucke, wo der l.ə Ma hingeaht er hockt bis zuletzt im Wirtshaus Siegld. De mott (muss) der l.ə Mann der Sock (Sack) ophelpe der bleibt immer lange aus Heinsb. Et as beim l.ə Man sagt man von einem Gegenstande, bes. Porzellan, der in Gefahr kommt, zerbrochen zu werden Trier-Mehring. Wenn de l.ən Hond van Ochen (Aachen) könnt zu unbestimmter Zeit Prüm. Irschter Gewenner (im Spiel), l.ər Verspiller Mos. De l.ə Koh beschisst der Stall gesagt, wenn beim Spiel der letzte die höchste Treffzahl hat Aach-Merkst. Den ersten Oss (Ochse) meckt et Hecke (Fallgitter zur Weide) los, de l.ə Kuhw meckt et tu Klev. Ech well och sehn, wo de l.ə Stohl (Stuhl) hingestallt werd gesagt, wenn man bei einer Sache nichts mehr zu tun hat, aber doch bis zum Ende dabei bleibt, um zu sehen, wie die Sache ausläuft Neuw-Datzeroth. De l.ə Mai es de Stert vam Wengter MGladb. Et l.ə Kleid (Totenkleid) het keng (keine) Täsche Elbf. Der l. Einsatzklicker es et l.ə Blot (Blut) Jül-Hottorf, Kemp-Breyell; von ihm heisst es: et l.ə Gut steht op Hande en Fut (Fuss), op Stewels en Spore, et geht (niet) verlore Emmerich; l. Brötsche geht net vom Höttsche; l. Bruət schmeck emmer got MGladb-Geistenbeck; l. Foder (Futter), hal mech an, dat ech noch as (einmal) spelle kann May; wer ihn verliert hat et l. Bruət verloəre Grevbr-Garzw. Ech söchen (suche) den l.ən Groschen net ich sehe bei diesem Handel nicht auf den äussersten Preis Neuw-Rodenb. We'n l.ən Droppen ut en Kruk drinkt, de fällt en Deckel op de Nas Ess. De l.ə Schlag (Nachtschlag der Kinder) nemmen eich net on (an), moren kümmt dei Breidigam! sagen die Kinder bei dem Nachtschlag Altk-Bachenbg. Met döm hat ühr et l.ə Engd (Ende) noch net gesiəh mit dem werdet ihr noch bittere Erfahrungen machen Aach-Stdt. Der Mildtätige gef den l.ən Brock Dinsl-Walsum, — scheut de l.ə Penning nit Mörs. Jet der l.ə Najel us jen Mur koste Dahingabe des Restes seiner Habe zur Erlangung seiner Gesundheit Aach-Stdt. Dat es der l.ə Dreck, de der Düvel gedriəte (geschissen) hät von schlechten Sachen, vom Wetter Kref-Fischeln. En hat de l.ən Dr. geschass wenn ein Stück Vieh geschlachtet wird Trier-Mehring. Dat as de l.ə Kresch (Kreisch, Schrei), den de Gess (Ziege) deht das L., was zur Aufrechterhaltung eines Geschäftes möglich ist Bitb-Dudeld. Et l. Wort han (spreche) mosse Rip, Allg. (hollen Saarl). Dat l.ə Broat het Gott im Schot über das Lebensende verfügt Gott MülhRuhr. Mer darf [Bd. 5, Sp. 410]
et l. Brot net eweggin, wemmer noch net an (in) de Mihl geduhn hat Bernk-Neumag. Der dem Tode nahe hat och et l. Himm (Hemd) un (an) WEif, Aach-Warden, — der l.ə Rock a Aach-Stdt, — sich de l.ən Trunk ageschott (eingeschüttet) Bitb-NWeis, — et l.ə Brut gebacken NBerg, — et l. Fuder (Futter) em Räf (Reifen) Saarbr, Saarl, — et l.ə Heu op der Räupe NBerg, — de l.ə Pif geschmokt Düss-NCassel, — de l.ə Surkohl op Emmerich; der geht (löf) met dem l.ə Kopp Rip, Berg, SNfrk, — of de l.ə Bän (Fössen) Mosfrk, Allg., — op de l.ə Söck (Schohn) MGladb, Allg., — en sinne l.ə Schoh Siegld, — flöt (peift) om l.ə Loch Rip, Allg., — treck am l.ə Sel (Seil) Rheinb-Mömerzh, — hat et om l.ən Enn (Ende) gepackt Bitb, — hät an der l.ər Dür gesonge Schleid, — es am l.ə Kapitel Allg. He steht an de l.ə Mämm (Zitze) er hat nicht verstanden, sich eine günstige Stellung zu erwerben Rees-Ringenbg. Der wart emmer bes op der l.ə Stipp (Augenblick) Rip, SNfrk. Et fend sich alles im l.ə Deppchen (Topf) (in der l. Tut) Birkf, Kreuzn. Op dem l.ən Del (Teil) es he hangen bliwen er hat das L. übernehmen müssen, z. B. bei einer Versteigerung Gummb. — Meddels en l. Lifrow en Oktov der 15. August u. 8. Sept. mit Oktaven, die Hauptpilgerzeit in Kevelaer. — b. unverb. (mit zu ergänzendem Subst. u. bei adv. präpos. Verb.). RA.: Ech ben l. (u. l.ər) in der Reihenfolge der Klickerspieler Allg., wo nicht leck(ert), lech, lesch (s. lech III) steht [ech han l. SNfrk o. O.; lętsərt Gummb-Rospe Stdt]; moschte donn emmer der letscht sen; das sen die l.ə aus em ganze Dorf die sozial am tiefsten Stehenden Saarbr, Allg. De L.ə mott (muss) de Sack (Pann) lappen für alles einstehen Verbr. — moss bezahle Sieg. Der L.ə deəht de Dör (Türe) zou der überlebende Ehegatte wird, wenn keine Kinder der Ehe entsprossen sind, mit Ausschliessung aller übrigen Verwandten des Verstorbenen einziger Erbe Aach-Stdt. Den L.ən bitt (kriet) der Hongd (Hund) sagt der, der zur Eile mahnt OBerg. Der L., der kriet de Quetsch Saarl-Kerprich Hemmersd. — Et L. vam Mai es de Stert (Sterz) vam Wengkter Kref. Et L.ə ös et Beiste der Abschiedsschmaus, l. Gewinnmöglichkeit Aach; et L., et beis Schleid; et L. es et best Mörs-Xanten. Öt L. tröck en e Täsch beim letzten Geld, das man einsetzt, gewinnt man Kemp-Süchteln. Hej well et L.ə üt et Tüttje hämme er will alles haben Klev-Warbeyen. De git et L.ə fort der Mildtätige Rip, Allg., — dat L.ə us dem Mull Siegen, — dat L.ə, wat et hät Rip, Allg. Dat as dem sein Erscht un sei L. er gebraucht dieselben Ausdrücke immer wieder Bitb. Eich haən deich, dat de mänscht (meinst), et wer dei L.! Merz-Bergen, Wittl-Dörb. Hei deht sin L. en Best alles, was er leisten kann Geld. — Dau bist ach (auch) acht Da en ordlich brav Kind, awwer haut (heute) is der l. (von den acht Tagen) Simm-Schlierschd, — drei Do [Bd. 5, Sp. 411]
merssi, haut as de l.ə Saarbg-Nittel. On (in) den irschten (Tagen, anfänglich) kennt de Kranke noch gohn, on de l.ən (zuletzt) musst he steif leien (liegen) Prüm-Ihren. Dat hei (hier) es de l.ən (Schnaps, Glas Bier udgl.), den drenken mer zu Ehren des Pluwiger Hannes, den iwer'm Schnudeln erwirgt es sagt der Leichtsinnige, der angeblich das Wirtshaus bald verlassen will u. sich immer noch ein Glas bestellt Saarbg-Greimerath. Die L.ən gohn net got vam Hetzen (Herz) die l. vier Klicker, die man noch hat, verliert man selten, da man gewöhnlich wieder andere hinzugewinnt Sieg-Rhönd. De L.ən sin de Beschten Lose im Lotteriesp. Saarl-Berus. — Den L.ən utgeəwen seinen Freunden (vor der Verheiratung) in der Wirtschaft zum l. Male einen (Schnaps, Bier) ausgeben Gummb-Berghsn; den L. gevve Sieg; die (der) L. geəve MGladb, Erk, Heinsb, Birkf (die). — Die L. gewen den L.schlag, Nachtschlag. den sich die Kinder geben, wenn sie, bes. nach dem Spiel, abends auseinandergehen Rhfrk, Mosfrk; der L.(ə) Rip, Berg, SNfrk, Klevld (auch et L.); der Allerletz Neuss; et Letzche Sieg-Ägid; den L.ə afschlohn Geld-Kevelaer; dabei sagt das schlagende Kind: De L. äs ming, de Deubel äs ding! Neuw-Asb, Köln Trier-Mehring; L.ər miner! Wippf; der L.ə ohne Widderschlag! Kobl-Vallendar, — öm W.! Bergh-Bottenbr, — ohne W. bis am gröne Donnerschdag! Jül-Linnich, Remschd; de L.ən äəs de beəsten! Malm-Bütgenb; der L.ə, der beiste, der Duətschlag! Aach-Stdt; hä, L., märge krigste de Krätz! Mörs-Orsoy; de L. holen eich net an, dei Vadder äs e Bedelman! Trier. — L. lope alle Kinder laufen bis auf eins; dieses sucht ein anderes zu schlagen, das dann an seine Stelle tritt Geld-Aldekerk Pont Straelen; L.ən jagen Barm; L.ən Gummb-Lantenb. — Jetz es Matheies am l.ən (Kapitel) am Ende, vor dem Ruin Allg. Am L.ə küt e net schliesslich, wahrscheinlich Sieg; an et L.ə Aach. Uf die L. schliesslich, am Ende Simm; op et L.(ə) Rip, Nfrk; op et L. van de Leikel Eup; op et lange L. Eup, Selfk; et geht op et L. zu Ende Mörs; et geht bei mech op et L. van de Weək (Woche) an ich bin schwach bei Kasse Kref; et geiht bes op et L.ən af er arbeitet, bis er nicht mehr kann; er säuft bis zum letzten Groschen Selfk; se geht op et L. ist schwanger, wird bald niederkommen Mörs-Friemersh. — in et L. Mörs-Neuk. An (in ) der L. schliesslich Trier-Ld. On met der L. (wonn's eromkommt) hon ich gar necks meh Saarbr. Fir et L. zum letzten Male, z. B. wer fir't L. lacht, de lacht am besten Saarbg, Trier, Bitb; för et L. well ech et noch ens beigeəve (zugestehen) MGladb. Zu (ze) guder L. schliesslich Allg. (te goden L. Elbf; te guje L. Klevld). — 2. Adv. a. zuletzt, im Gegens. zu ‘zuerst’, u. zwar delętt, –lętst (usf.) Rhfrk; dər- Mosfrk, Siegld; et l. Rip, Nfrk [Mosfrk, Rip daneben nach dem Nhd. am l.ən u. Rip daneben seltener [Bd. 5, Sp. 412]
zol., zəl.; Prüm auch zum l.ən]. RA.: Wemmer mänt (meint), et wier am beschten, dann es et am l. Saarbg-Faha. Ze l. könnt et auch a der Rottmeister zuletzt erfahre auch ich von der Sache Aach-Stdt. Der Langsame kimmt zu allerletzt un dann noch net Trier-Schleidw. Wer et l. en de Sack krüch, kr. et iərsch wedder drus wer zuletzt zu einer Versammlung kommt u. zuerst wieder fortgeht Sieg-ODollend, Prüm-Ihren. Wer et irschte kömmt, de schurt de Fuhr (Furche), we et l. kömmt, de kickt derdur Dür. De es et iərsch en der Schottel on et l. bei der Ärbet Rip. De beste Gäs (Gäste) komme et l. MGladb. Wer et l. küt (zum Essen), de setz kolleg (übel) odder he iss k. Schleid, Eusk, Rheinb, Bo, Bergh, Dür, Eup. De Hengeschte (Hinterste) kommen et l. der lange zögert, hat das Nachsehen Aach-Stdt. Ene Fohrmonn geht et l. gohns noə de Schmeck (Peitsche) Heinsb-Myhl. We et l. lach, lach et beste (fröh genog) Rip, Allg. Wer am l.ən isst, left am längsten Prüm-Burb; wen am l.ən do os, kregt et Gromberesland all Prüm-Ihren; wer et l. lef, de kann de Dessem (Sauerteig) metbacke Ahrw. De et l. us der Kann drink, dem fällt (schleht) der Deckel op de Nas Rip, Nfrk. — b. dərltst, –ę- kürzlich, vor einiger Zeit, neulich Bitb, Prüm, Wittl. — c. (ə)l:lętst (usf.) kürzlich, neulich Birkf-Idar Oberst, Merz, Saarbg (et l. Saarbg-OLeuken), Trier, Bernk, Zell, Koch-Leienkaul; lǫtlętt Saarl; d:- Ottw, Saarbr-Friedrichsth, Trier-Mehring, Schleid, Monsch, MüEif, Dür-Brandenbg. — d. lętzt (usf.) jüngst, vor einiger Zeit, kürzlich Birkf, Wittl, Trier-Ld n. Mos, Prüm, Malm, dann Neuw, Altk, Rip geschlossen, Eup, SNfrk; ls (kaum noch gebraucht) Geld-Straelen; u(n)lęis Aach-Breinig Walh, Geilk-Frelenbg; nu l. Aach-Waldh; do l. Dür-Brandenbg; itslętst Siegld; itsəlętzt Sieg-Fussh; lęstən, meist nu l. Mettm, Barm, Sol (u. -ts), uWupp; lętstən Wermelsk, Gummb; lstən Heinsb-Dremmen; lętstə Kemp-Stdt; l. wor ech noch bei em. RA.: Leis (letzthin), sat de Beis (Grossmutter) Aach-Stdt.
Ab- letzt: abls m. der letzte Schlag, den die Kinder vor dem Verlassen der Strasse sich geben SNfrk (o. O.).An -letzt: erster im Klickersp. Bergh-N u. OEmbt.
un- letzt: s. o. l. 2 d.vor -letzt: 1. der Vorl.ən in der Reihenfolge Allg.; den Füərl.ən drinken (utschödden) immer noch einen trinken Gummb-Berghsn. — 2. fȳərlęts Adv. vorletztes Mal, unlängst Sieg, Rheinb. PfWB zu -letzt: wie nhd. (s. dər l., et l.).
Letzt-ende lęisę·ŋ.t Aach-Stdt n.: Hintertuch, in der Tuchweberei. PfWB letzt-hin lęthin Saarbr Adv.: wie nhd. PfWB ElsWB LothWB letzt-lich Prüm-Steffeln Adv.: kürzlich. Letzt-schlag ls- Dür-Heistern m.: Nachtschlag der Kinder. Letzt-träger lętstəndrər Waldbr-Wildbg m.: das Kind, das den letzten Schlag empfängt.
aus-letzten ütlęstə Mörs-Marienbaum [Bd. 5, Sp. 413]
schw.: durch Werfen mit dem Klicker nach dem Malstrich bestimmen, wer erster oder letzter in der Reihenfolge ist.