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Kreissäge bis Kreischheide (Bd. 4, Sp. 1454 bis 1458) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Kreissäge kreisen auskreisen Kreisch kreischen kreischen I ankreischen aufkreischen auskreischen bekreischen nachkreischen verkreischen Kreisch kreisch-achtig Kreischarsch Kreischaugen Kreischäuger Kreischbeste Kreischbeutel Kreischblag Kreischbruder Kreischgang Kreischgänger Kreischgesicht Kreischgilles Kreischheide Kreischjunge Kreischkätt Kreischkirsche Kreischkopf Kreischkotten Kreischkuchen Kreischleder Kreischmärgen Kreischmaschine kreischmass Kreischmaul Kreischmühne Kreischmutter Kreischpfannenkuchen kreischrot Kreischsack Kreischsäckelchen kreischsauer Kreischstimme Kreischelchen Kreischeling kreischeln kreischerig Kreischert Kreisches kreischig kreischen II ankreischen aufkreischen auskreischen nachkreischen verkreischen Kreisch Ankreisch Kreisch-bär Kreischbeutel Kreischhals Kreischmattes Kreischmaul Kreischpanz Kreischpaulus Kreischsack Kreischert kreischen III abkreischen auskreischen Kreisch-pfännchen kreissen Kreit I Kreit II Kreite Kreit-laus kreiten I Kreit Kreit-aal Kreithals Kreitmaul kreitrot Kreitsack kreitsauer Kreitschwalbe kreiterig kreitig kreiten II abkreiten ankreiten auskreiten verkreiten Kreit kreit-achtig Kreitblagen Kreitbuckse Kreitelster Kreitfadem | kreisen schw.: 1. -ēts- die zu jagenden Tiere einkesseln; der Jäger geht kr., auch enkr. MüEif. — 2.a. -ts-, de Grumbere kr. die Kartoffeln nur ringförmig teilweise schälen, gälzen (u. dann quellen) Simm-Laub. — b. -eits- ritzen (schlechthin) Eup. — c. -ę·i.z- im Klickersp. versuchen, die in den Kreis eingesetzten Kl. herauszuschnellen Altk-Keschd; -ēts- Sieg-Süchterschd, Bo-Rösbg, Dür-Poll; -ēt- MülhRh-Neuenhsn; -ts- Zuruf, um die Lage des Schiessklickers ändern zu dürfen Simm-Külz. — d. -eits- einen Strich, eine Schramme, Ritze anbringen, bes. beim Klickersp.; wenn man von seinem Standpunkte aus den Klicker des Gegners nicht gut treffen kann, darf man kr., d. h. mit der Ferse einen Kreis ziehen von der Stelle aus, wo der eigene Kl. liegt, mit dem Kl. des Gegners als Mittelpunkt; von jeder Stelle der Kreislinie aus darf man dann nach dem Kl. des Gegners schnellen Monsch, Aach, Eup; -ēts- Zuruf, um vom Malstrich aus schnellen zu dürfen (Gegenruf kreze nicks dich!) Aach-Stolbg; [Bd. 4, Sp. 1455] aus- kreisen: uskrezens (dich)! Zuruf beim Klickersp., der den Gegner zwingt, vom Malstrich an zu schnellen Aach-Alsd Bardenbg; Bahn uskreizen! Aach-Kellersbg. Kreisch s. kreischen I, II. kreischen I dieses Zeitw. ist n. einer L. Ost-Grenze von Saarbr u. Ottw, einschl. SWWend, n. Err-, Idar-, Soonw (die uNahe umfassend), im gesamten Westerw, im ganzen Raume lrhn. bis Heinsb-Dremmen Arsbeck Karken, Geld-Straelen (-īs-) Nieukerk Aldekerk, Kemp-Breyell Amern Süchteln, Kref-Anr Fischeln Oppum, rrhn. bis Düss, Mettm (in beiden Kr. bis zur Ürd-L.), Elbf, Lennep [n. davon krīten; im sndfrk. Geb. mit jrīnə konkurrierend], u. zwar Rhfrk, Mosfrk (n. der o. a. L.) -ęi-, –äi-, –i- (oft -- in NWend, im Gegens. zu -ǟ- bei kreischen II), -ei- [uMos -øy-; Malm-Vith- -ē-]; -i- Siegld [wo im gleichen Geb. kr. II steht, ist dieses deutlich von kr. I getrennt -ai-, –äi-, –-, –ǟ- schw.], Prät. (nur Mosfrk) -e [Bitb -a- (Conj. -e-) (älter), jetzt -o-; Prüm -ǫ-, –ę-], Part. gəkri, –e- [NWSaarbg, Bitb, WWittl, Trier-Ld -a- (älter), meist jetzt -e-]; sonst -īə [Siegld -i-], Prät. -e [uSieg, LRip auch -ež, –ē-, –ei-], Prät. jəkreə, –ø-, –-, –ǫ-, –ę- [uSieg, LRip auch -ež-,- ø-, –ē-, –-, –ei-, –øy-] [Aach Prät. -īət, Part. jəkreiə]; SNfrk Prät. -īə u. -īdə, Part. jəkrīəə u. jəkrīt; OBerg Part. jəkrīt u. jəkriən st.: 1. aus berechtigtem Grunde weinen, bei Schmerz, Leid (das geläufige Wort für diese Bed., ohne irgendwelchen verächtl. Nebensinn) [OOttw, SWend, SNfrk, Berg, Siegld auch mit gellender Stimme schreien, weinen]; dat Kengk krisch su arg, et hät met de Zängcher (Zähnchen) ze dohn; wie de Motter storf, han se hart gekresche; dat Wech (Kind) hält sech am kr; wofür krischste dann su? Rip, Allg.; dat Kr. kann der net helfe; kreisch net so enaus; do kommt se her on kreischt äm es Haus voll; der kreischt vor alle Dreck um jede Kleinigkeit Ottw, Allg., — fir jede Batz Saarbg; en hot batterlich (bitterlich) gekrasch Bitb, — läddenhart (läuten-), — an (in) den Himmel op g. Bitb-NWeis, — langk eweg g. Aach-Stdt; se han sech ene Pohl (Pfuhl) zesamme gekrösche, — en Bütt (Säckelche) voll g. — su hart g., dat mer et van ferns hüre konnt; vam Kr. wiərd e net mih levvig (lebendig) Rip, Allg.; all krischens kom dat ärm Stömpche (Kind) op mich angelofe LRip; et Kand hot sech eweggekrasch ihm ist beim Weinen der Atem vergangen [Bd. 4, Sp. 1456] [Bd. 4, Sp. 1457] an- kreischen: 1. einen a., gegen ihn hin weinen, ihn anweinen; de arm Frau hät mech agekrösche, ävver ech konnt ihr och net helpe Rip, Allg. RA.: Engen a. wie ene jongen Hongk (Hund) Aach. — Ech künnt dat schlech Wedder a. ich bin unglücklich darüber Rip. — 2. einen a., mit lauter Stimme anschreien, aus Angst, Zorn, Erregung; einen derb anfahren Mosfrk. auf -kreischen: laut aufweinen, schreien Allg.aus -kreischen: 1.a. wegweinen; sech de Oge uskr. Rip, Allg. RA.: Et grösste Led (Leid), dat es en Nut (Not), die krisch mer us on schwig mer dut (tot) Dür-Gürzenich. — b. sich a., sich ausweinen; krisch dech ens us, dann wiərd et der lechter! Rip, Allg. — c. häste (oder böste) bal usgekrösche? zu Ende mit Weinen Rip, Allg. — 2. einen a. a. ausschimpfen Rhfrk, Mosfrk. — b. jmd. in Verruf bringen, böse Gerüchte über ihn verbreiten; met su Leit geft mer sech net dron, do kommer en de ganze Stadt ausgekresche wire Hunsr, Saarbr, Saarl, Westerw. be -kreischen: einen, etwas b., beweinen; du häs en genog bekrösche; de wiərd bal (bald) bekrösche sen vergessen sein Rip, Allg.; den as schwönn (schwinde) bekrasch Bitb.nach -kreischen: einem n., nachweinen. RA.: Dem (Missachteten, Überflüssigen) krisch och kener no (nach seinem Tode) Allg.ver -kreischen: 1. sich die Augen v., durch [Bd. 4, Sp. 1458] Kreisch -ī Rip, Geld-Aldekerk Sg. t. m.: das Weinen, in folg. Wend.: Sengen Kr. hale; ene Kr. an sech han; de Wechter (Kinder) kunn us dem Kr. net erus Allg.; dann küt mer alleweg der Kr. en de Auge Köln-Stdt 1840; he hat der Kr. a jen Mull Eup-Raeren. kreisch-achtig -īətəχ Monsch Adj.: et es mer kr. ich möchte weinen. Kreisch-arsch -īā Sieg-Fussh m.: gerne weinendes Kind. Kreisch-augen (s. S.) -ī- Sieg, MülhRh, Neuss-Hülchr Pl.: verweinte Augen, stets tränende A. Kreisch-äuger -ī:jər MülhRh-Overath m.: einer, der stets tränende Augen hat. Kreisch-beste -ībəs Monsch-Ruhrbg f.: Grossmutter, alte Frau mit tränenden Augen; en Gesit (Gesicht) we'n Kr. Kreisch-beutel -ībøgəl Sieg-Eitorf m.: stets weinendes Kind. Kreisch-blag -ī- Düss-Gerresh n.: dass. Kreisch-bruder -ībrō:dər, meist Pl. -:d- Düss-Stdt m.: die gedungenen Leute, die beim Leichenbegängnis gewöhnlich zu beiden Seiten des Leichenwagens schreiten, oft Kränze oder Fackeln tragen, auf dem Friedhofe den Sarg selbst tragen. Kreisch-gang -ījǫŋk Kemp m.: das zu schnelle, überstarke Gehen des Teiges; marr effes (eben) blutwärm mengen; ongersch (anders, sonst) kömmpt de Kr. dren! Kreisch-gänger Kemp m.: flottes Pferd. Kreisch-gesicht (s. S.) -ī- Allg. in diesem Geb. n.: 1. weinerliches G. — 2. übertr. jmd., der oft oder leicht weint. Kreisch-gilles (-ägidius) -ī- Köln-Widdersd m.: der hl. Ägidius, angerufen für Kinder, die viel weinen; Kr. brängk de Freichener (Frechen) Kirmes. Kreisch-heide -īhę·i. Erk, Kemp f.: Sumpfglockenheide, die beim Niedertreten einen kreischenden Ton von sich gibt, erica tetralix.
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