Wörterbuchnetz
Rheinisches Wörterbuch 
 
Kohlen- bis Kohlenhock (Bd. 4, Sp. 1120 bis 1121)
 
 Kohlen- in der Zs. wie –bunker (Rheinschiff), –dampf, –dunst, –dreck, –feuer, –fuhre, –fuhrmann, –gabel, –handel, –händeler, –karre, –keller, –korb, –lager, –luke (Rheinschiff), –pfanne, –schiff, -schuppen, –wagen, –zange wie nhd.; dazu: Kohlen-asche -ę (s. S.) Allg. [k·ə.l- SNfrk] f.: wie nhd. Kohlen-back Monsch, Eup, Aach, Jül, Dür, Grevbr, Erk, Geilk, Heinsb, Geld, Mörs, Klev; k·ə.l- MGladb, Kemp, Kref, MülhRh m.: -kasten unter dem Herde. Kohlen-bäre -b:r Bitb-Herforst f.: ein Kind op de K. holen huckepack tragen. Kohlen-bauch Siegld, Altk m.: der zylindrische Teil des Hochofens

[Bd. 4, Sp. 1121]
zwischen Rast u. Schacht. Kohlen-blech Simm-Argenth n.: der eiserne Topf, in den die noch glühenden Backofenkohlen hineingescharrt werden. Kohlen-bohrer Altk m.: langstangiger B. mit Handhabe, mit dem man die zur Sprengung der Braunkohlen nötigen Bohrlöcher bohrt. kohlen-brämelenschwarz -br:mələ- (-brombeeren-)  Ahrw-Remag [kǫl- Sinzig] Adj.: tiefschwarz. kohlen-branntenschwarz  Koch-Urschmitt Adj.: tiefschwarz. Kohlen-brenner [-brī·ə.r Prüm-Ihren] m.: 1. Köhler, noch in RA.: Eso schwarz wie e K. Birkf.-Idar. Gleich on gl. gesellt sich (ger), sot (sagte) de Deiwel zom K. (do hollt e nen met) Eif; de Düvel sät: glich bei gl., do setz e sich növve ene K. Eusk; gəleche Vieh beleckt sech, sot der Deiwel zum K. Prüm-Ihren. Beim Erblicken eines Köhlers sangen früher die Kinder: Engeländer, K., Stuppschwanz! Trier-Heidenbg. — 2. übertr. Kohlmeise Zell-Enk. Kohlen-bude -bū:t Mayf f.: Aufbewahrungsort der Kohlen, im Steinbruchbetrieb. Kohlen-dülk -ę- Neuw-Dernb f.: -blech. Kohlen-dümper -ø- Sol m.: dass. Kohlen-düppen -eb- Trier, Bernk, Zell; -øp- Gummb n.: dass. Kohlen-eimer (s. S.) [k·ə.l- Kemp] m.: wie nhd., allg. vor dem Gebrauch der K.becken. Kohlen-eisen Birkf, Simm n.: Bügeleisen, mit glühenden Holzkohlen angefüllt. Kohlen-fass (s. S.) [kǫl- Elbf; kōl- Lennep] n.: 1. F., mit dem die Holzkohlen gemessen wurden Eif. — 2.a. –blech Verbr. — b. –becken im Zimmer Lennep. Kohlen-feiss Köln-Stdt f.: verächtl. hoher oder aussergewöhnlich grosser Herrenhut. Kohlen-gard -gat Saargeb. m.: 1. Aufseher auf einer Halde. — 2. übertr. schmutziges Weib Ottw-Wemmetsw. Kohlen-gitz Aach, Eup m.: 1. ein K.treiber, der in früheren Zeiten die Kohlen in Säcken auf kleinen Pferden zur Stadt brachte. RA.: Suə schwarz wie ne K. Flocke (fluchen) met et hellig Woərt wie ene K. Glich bei gl., sät der Düvel, du sprong heə op ene K. K. setzt op der Kitz, loss die Mähre drenke, loss se net versenke! Aach. — 2.a. Schimpfn. für den K.arbeiter, –träger; Neckn. derer, die aus dem K.revier stammen, z. B. für Aach-Morsb [k·ā.lits Aach-Walh]. K., K., hat ene schwarte Nasekitz (-spitze)! Neckruf Eup. — b. unsauberer Mensch. Kohlen-grube kōlngrōw Siegld-Freier Grund; ko·l.ə- Neuw-Datzeroth; ko·l.- Altk-Horhsn, Gummb f.: Kohlenmeiler. Kohlen-grubern kōlgrūwərn Bernk-Merschd Monzelf Pl.: Kartoffelsorte. Kohlen-hak -·ə.- Heinsb-Effeld m.: Gerät zum Herausscharren der noch glühenden Backofenkohlen. NRhWB  PfWB Kohlen-hengst Simm m.: sehr starkes Pferd. Kohlen-hitzen -hitsə Pl.: Neckn. derer von Aach-Würselen. Kohlen-hock -ǫ- Düss-Stdt, Klev; kōl- MülhRuhr m.: Verkaufsplatz auf dem Hofe für Kohlen; K.handel.