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Rheinisches Wörterbuch 
 
durchgucken bis Guddel (Bd. 2, Sp. 1481 bis 1482)
 
 durch -gucken: etwas (einen) d., durchschauen: de Wand d. an eine Stelle stieren; de mächt Aue, als wenn e enen d. well Allg.nach -gucken: nachschauen Allg. PfWB um -gucken: (sich) u., umschauen; dau wirscht noch u.! eines besseren belehrt werden Allg.ver -gucken: sich v., sich versehen; an dem verguckt mer sich Allg. PfWB vor -gucken: mit sachl. Subj.; hervorstechen; dat musste wegmache, do tärf (darf) doch neist v. Simm, Allg. PfWB  ElsWB zu -gucken: zuschauen Allg.

 PfWB  ElsWB  LothWB guck -u-, –ū-: Ausruf zum kleinen Kinde, das sich versteckt u. beim Verstecksp., zum Zeichen, dass der Suchende kommen darf; et es g. Kobl; gucke hä! Neuw-Dernb; gūkches! Kobl-Rübenach.

 PfWB Guck-äugelchen -ę·i.əlχə (s. S.) Allg. n.: Auge, in der Kinderspr. Guck-dingen (s. S.) Allg. n.: Fernrohr. Guck-eichelchen -ēχ-  Malm-Dürler n.: Eichhörnchen. PfWB  ElsWB Guck-kasten Allg. m.: 1. K. zum stereoskopischen Sehen; photographischer Apparat. — 2. scherzh. Haus mit vielen grossen Fenstern, bes. Eckhaus.  NRhWB Guck-loch (s. S.) n.: 1. Giebelloch Kobl, May (auch juklək Geilk-Gillr, Düss-Kaiserswerth; -lkskə Düss-Angermund). — 2. -lęχər scherzh. Augen Verbr.

 NRhWB  PfWB Gucke guck, Pl. -gən f.: 1. Giebelloch Trier-Ehrang; -ū- Bernk-Neumag. — 2. verächtl. Gesicht, Miene; en hät en deischter (frech) G. Merz.

Guckelchen Saarbr, Ottw. Pl.: Augen in der Kindersprache.

guckeln -ug- Wend-Freisen schw.: blinzeln.

Ein-gucker iŋ- Kreuzn-Sponh m.: vom Stamme her eingelegte Rebe.

Guckes -gəs, Pl. -əsən m.: 1. Schielender;

[Bd. 2, Sp. 1482]
scheeler G. Trier-Schleidw. — 2. -gəsχər Pl. Augen, in der Kindersprache Kobl.

gucksen -o- Wend-Reichenb schw.: lo erumg. umherschlendern, müssig einhergehen.

Guckert = Hahn, Tannenzapfen s. Gückel; Guckes I = huckepack s. Guck; Guckes II = Schielender s. gucken; Gucksch = Gerte s. Gutsche IV; Guckuf = Kuckuck (s. d.); Guda = Süssigkeiten s. gut; Güdde = lange Tonpfeife s. Gütze.
 
 
Guddel -ud-, Pl. -əln, gern Demin. -əlχən Saarbg f.: Mädchen, das unordentlich angezogen ist u. doch meint, es sei fein.