| NRhWB Gans-gras n.: Vogelmiere, stellaria media Kreuzn, Birkf, Simm, Ottw; arenaria serpyllifolia uNahe; Vogelknöterich Goar-Trechtinghsn. PfWB ElsWB Gans-gretel -ēd- Saarbr n.: Hüterin der Gänse. Gans-hahn LRip verbr. m.: Gänserich. PfWB ElsWB LothWB Gans-haut f.: in der Wend. nach dem Nhd.: Ech word doch suə verfihrt (erschrocken), ech habb en Gashut op de Ärme, on et löppt mech kolt de Röck herop Kemp-SPeter, Verbr. PfWB ElsWB LothWB Gans-himmel m.: in der Wend.: Em G. sen; en de G. gerode (kommen) ohnmächtig sein, werden Trier-Stdt, May, Ahrw, Mettm, Kref, Kemp. PfWB ElsWB LothWB Gans-hirt m.: wie nhd.; doch heute kaum mehr bekannt. RA.: Hat jmd. ein Auge verbunden, so fragt man ihn: Willst du op der Schibbahn (MGladb-Schiefbahn) Gasheərt weden? MGladb. Gans-huhn LRip verbr. n.: das weibliche Tier. Gans-hüter -ē:d- Wittl-GrLittgen m.: Gänserich. PfWB Gans-keil m.: 1. wie nhd.; er dient dazu, beim Sieben der Getreidekörner leichte Reste der Grannen wegzunehmen Allg. — 2. K. zum Schreiben (veralt.) Rätsel: Aus Fleisch gebuaren, et as awer ken Fl.; fir hot et en Spötz mat em Schlötz; sticht mer et an (in) en schwarz Loch un liss (lässt) et spaziere guhn, sou kan et bei Heren un Damen bestuhn Trier-Schleidw. Gans-karl Saarbr-Sulzb m.: Hüter der Gänse. Gans-keik j:zəkīək Heinsb-Karken m.: gedankenloses Stieren, Dreinschauen. Gans-kopf -kǫp Dinsl m.: Mensch, der sich alles gefallen lässt (wie der K. der Gans beim G.köpfen, –reiten). Gans-kraken j:skrākə Erk-Doveren Pl.: Apfelsorte. NRhWB Gans-kraut Rhfrk, Mosfrk verbr. n.: mittlere Sternmiere, stellaria media [Feldgauchheil, anagallis arvensis Bitb-NWeis]. NRhWB Gans-küken Nfrk n.: 1. junge Gans. RA.: Ech bön suə doll wie en G. schwindelig Kemp-SPeter; so voll as en G. Rees. — 2. übertr. ausgelassen lachende Person Kemp. Gans-küttel -ø- Nfrk f.: 1. –kot. RA.: En Gesecht wie ene beremde (bereifte) G. Kref. — 2. en bevroəre G. Mensch, der nicht gut Kälte ertragen kann. PfWB Gans-marsch Verbr. m.: in der Wend.: Em G. gehn hintereinander gehen. PfWB ElsWB Gans-mist (s. S.) m.: wie nhd. Ra.: Angermond (Düss-Angermund), so felsenfest, es gebaut von G. Gans-penne -zəpęn Rees, Klev f.: -kiel zum Schreiben. Gans-pillchen -pīləkə Geld-Aengenesch, Rees n.: junge Gans. Gans-pinn -e- [Bd. 2, Sp. 1017]
Sol m.: scherzh. Möhre. Gans-pitter Barm m.: scherzh. Gänserich. Gans-pott Rees m.: G. spöle Gänsesp., wobei Nüsse oder Zuckerklümpchen im P. als Einsatz gelten. NRhWB Gans-reiten s. Gans. Gans-reitentag j:srī·ə.ndāx Geld, Kemp m.: Fastnachtsonntag (veralt., etwa bis 1865). Gans-samen jā:s:m Jül-Gevelsd Tetz Müntz m.: Spitzwegerich, plantago lanceolata. | |