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Rheinisches Wörterbuch 
 
duften bis dukig (Bd. 1, Sp. 1544 bis 1545)
 
  NRhWB duften schw.: 1. unpers. a. -ø- niedersinken, vom Nebelregen Sieg-Fussh, Schleid-Hellenth. — b. -o- reifen Merz-Saarhölzb. — 2. trans. -e-, –i-, –ø- dämpfen, stillen, z. B. et Feier, de Pein, de Streit d.; auch einen d., demütigen, bescheiden machen, der vorher hochfahrend u. prahlerisch war Merz, Saarbg, Trier bis Bernk, Wittl, Bitb; geduft gedrückt Saarbg-Nennig. — 3. intrans. a. -ø- Gestank verbreiten, muffen, bes. durch Furzen Rip. — b. -o- qualmen, von der Lampe Altk-NFischb. — Die nhd. Bed. fehlt.

be-duftet: 1. -doft bereift Koch-Lutz. — 2. -u- muffig, fade, nach Schimmel riechend u. schmeckend Heinsb-Karken. — 3. -y- betrunken uMos 1787, Westerw. — 4. -ō- bescbwichtigt, von einem Erregten Daun-Boxbg.  NRhWB  PfWB ver-duften: 1. intrans. jets is alles verduft der Blumenduft ist hin Saarbr-Krughütte. — 2. trans. a. etwas v., verbergen, vertuschen Koch-Clotten. — b. sich v., sich fortmachen Allg.; auch absol. wenn der Kerl auch nit bal verduft Simm.

 PfWB Düftes døfəs Ahrw-Remag m.: übler, muffiger Geruch; starker Geruch aus dem Munde.

 NRhWB duftig Rhfrk -u-; Mosfrk -o-; Rip -ø-, –y- [dufiχ Sol, Grevbr-Wevelinghv, Neuss; -y- Bergh-Elsd Bottenbr; -ø- Sieg-Ägid, Köln-Niehl] Adj.: 1. nebelig. — 2. mit Rauhreif überzogen. — 3. dunstig, dumpf schwül. — 4. döfteg Gras fett, üppig wachsendes Gr. Bo-Muffend.
 
 
dufte I dufdə Zell-Senh: in der Wend.: Dat sieht d. aus recht sonderbar.
 
 
 NRhWB dufte II -o- Düss-Calcum m.: dat es ne Dofte ein rechter Kerl.

düfteln s. tüfteln; Duge = Daube (s. d.); dugen = taugen (s. d.).
 
 
Düggel: im Kosereim: Nüggel, Düggel, Müggelche, bes jo och mi Schnüggelche Köln.

düggeln -yg- Kref schw.: lieb nehmen, an sich drücken, bes. den Säugling; sich d., sich anschmiegen. S. duckeln.
 
 
 NRhWB dügges -yg- uWupp 1870; -ø- Sol 1870 Adv.: in der Verb. ze d., te d. tüchtig, vollkommen gut, z. B. ze d. mischen.
 
 
Duisburg dysbarχ: die Stadt D. an der Ruhr. Ich bin so alt wie der Duisburger Wald, siebenmal gemollt (abgeholzt) u. s. gekollt u. doch wieder bewachsen mit Mühlenachsen usf. aus einer berg. Sage; ech ben su alt wie der D. W., ävel ha im Leve net gehuərt, »dät em Erte en ne Niehhot gieft« ebd. — Düsberger Speck Salat (scherzh.) Duisb.

[Bd. 1, Sp. 1545]

 
 Duisseren døsərə: Vorort Duisburgs. Du häs de Sege van Klosterkamp (in Mörs) on de Friede van D. du bist fein heraus; in beiden Orten vordem Wallfahrtsklöster.
 
 
 NRhWB  PfWB Dukas dukas  Mosfrk, Rip verbr.: 1. in Wend. De solls mech net en D. fihren in Versuchung Prüm-Mürlenb 1860; en D. en Tentaziones sin in Verlegenheit, Schwierigkeiten Köln (veralt.); in D. gohn zugrunde, verloren gehn Verbr.; he es en D. im Schlafe Erk-Körrenz; aus dem Schlusse des Vaterunsers et ne nos inducas in tentationem. — 2. Gefängnis Bitb-Speicher, Simm-Laub. S. Duckes.
 
 
 NRhWB  PfWB  ElsWB Dukat Rhfrk dugāt, Pl. -də, –rə; WMosfrk -k:t; sonst dukā:t, tu- . Pl. tə(n) m.: die Münze, noch in RA. En Lut Märzenstaub (-stepp) es en D. wert Koch-Laub. Ne gode Ren os D.ə wert Schleid-Hellenth. Rent et em Mai en de Soten (Saaten), da rent et Dukoten Saarbr-Güding. Ne Dronk op die Schlat (Salat) schad dem Dokter en D. Eusk-Glchn. We treckt över de Stroət, hät vloəren en D. wer viel umzieht Kref-Osterath.

Dukaten-drisser Bergh-Hüchelhv m.: Knauser. NRhWB Dukaten-gold Elbf n.: feinstes G. Dukaten-schisser Simm-Schlierschd m.: -drisser. RA.: Do kennt mer jo grad en D. brauche wenn man Geld nötig hat Kobl-Bend.

 NRhWB Dukaton dekədon  Siegld m.: Krontaler (veralt.).

duken s. ducken.
 
 
 NRhWB düken -ȳk- Grevbr, MGladb, Kemp, Geld schw.: küssen.

 NRhWB Dük -ȳ-, Pl. -kə, gern dykskə m.: Kuss. Blout (Blut) tüht (zieht), sät Hongskann, du goəf e si Kalf en D. dur en döəren Heck Kemp-Dülken, — sät de Mann, du goəf he sinen Oss (Ochs) en D. Allg. — In Mörs-Xanten Moder gujə Nacht ducke einen Gutnachtkuss geben.

Düker = Teufel s. Deuker.
 
 
dukig dū:keχ Trier Adj. präd.: aller Klicker verlustig.