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Rheinisches Wörterbuch 
 
Bruch II bis Bruchwind (Bd. 1, Sp. 1025 bis 1026)
 
  NRhWB Bruch II Rhfrk brūx, Pl. -iχərə [ö. Kreuzn-Spabrücken Argenschwang Bockenau Sobernh OStreit Sg. -u-, Pl. -iχ-; w. u. s. Kreuzn-Nussbaum Auen, ausschl. Seesb Simm-Kellenb -ou-, Pl. -eiχ-]; Mos-frk -ō:-, Pl. -ē:χ [mSaar -o·ŭ.-; Trier, Bitb -ū:-, Pl. -ī:χ]; Rip -ō:-, Pl. -:χ; SNfrk -ō:k, Pl. -:ker [-o·u.- um Heinsb-Gangelt

[Bd. 1, Sp. 1026]
Waldfeucht; im n. SNfrk -u- s. Geld bis einschl. Geld-Vernum Winternam Neukerk Eyll Aldekerk Stemden, Kemp-Schmalbr Mülhsn STönis; im SO, am Rhein -ō:- in Mörs Hohenbudbg Kaldenhsn, Kref-Traar; -o- Kref-Kref Fischeln Willich Anr Vorst]; Klevld -ūk, Pl. -ȳkər m. [n. Nfrk]: Sumpf-, Moorland; Sumpfstelle in einer Wiese. — Strauchdickicht am Wasser; sumpfige Buschparzelle, Waldung, z. B. bei SHubert, Hüls, Aldekerk, Stenden usf. Nfrk. RA.: De sitzt im Br. in der Klemme Simm-Ellern. Et Br. es em Bronk, sät de Gos (Gans), du schet se op et Is Nfrk (o. O.). Et es kenn Gänsken en't Br., of et het enne Kopp Mörs. Wenn me in jen Fel es, dann kann me ijen Br nit en sin Geld-Stenden. Enen en den Piwiksbr. wönschen auf den Blocksberg Wippf-Dohrgaul. De Sonn geht inner an (in) e Br. (in dunklen Wolken), dann göt et mor noch Ren genog Trier-Mehring. — Oft, bes. Nfrk in ON. Niərsbruk. SHubert bestehend aus den 2 Gemeinden Orsbroich u. Broich.

Bruch-bände LRip f.: Sumpfwiese. Bruch-blume Koch-Laub Masbg f.: Dotterblume, caltha palustris. Bruch-erde Nfrk f.: Tonerde mit fetter Bergerde vermischt, für die Töpfereien. NRhWB  PfWB Bruch-graben Mettm-Wildenbg m.: Wiesengraben. Bruch-hase Nfrk m.: ein im Walde lebender H. Bruch-hausen brō:xhū:zə: Ort im Kr. Neuw. RA.: Die Uhr geht nom Br. Backes sie geht schon so, geht schlecht Sieg-Rhönd. Bruch-hengst Kemp-SHubert m.: spöttisch für einen, der viel ins Bruch geht. Bruch-käfert -w- m.: Mistkäfer Ottw-Neunk; Borkäfer Ottw-Eppelborn. Bruch-kirmes Rees f.: die anfangs Mai stattfindende Auftrift der Viehherde ‘up Reissbroick Bruch-kirsche Bernk-Hottenb f.: K., in bruchiger Gegend wachsend. Bruch-kohl Saarbg-Hentern m.: Bitterklee, menyanthes trifoliata; die Blätter werden gegen Magenschwäche, Bleichsucht, Gelbsucht, Wassersucht verwandt. Bruch-köze f.: Wowerer Br.kize Spottn für die von Merz-Wawern. Bruch-lämpchen -lampkə Nfrk (o. O.) n.: Irrlicht. PfWB Bruch-land Allg. n.: bruchiges L. Bruch-mähre -mēər Kemp f.: altes Pferd, das man wohl in einer Br.weide hielt. Bruch-mann Koch-Eller m.: Rinderbremse, Dasselfliege. Bruch-panzer Trier-Heidenbg m.: Sumpfdotterblume. Bruch-pfand -pandər Mörs-Baerl Pl.: Anteile aus dem früheren Gemeinbesitz des Busches u. Bruches. Bruch-pferd -pərt Kemp n.: -mähre. Bruch-salat -sal:t Bernk-Merschd f.: Kresse. Bruch-schlange Monsch-Roetgen f.: Blindschleiche. PfWB Bruch-schnepfe -nęp Hunsr, Saarbr, Ottw, Saarbg f.: Bekassine. Bruch-wasser Allg. n.: mooriges W. Bruch-wäle -w:l Merz-Saarhölzb, Bernk f.: Preisel-, Moosbeere. Bruch-wind -wøŋk Kemp m.: in der Wend.: Da's ene reiten Br. Nordwind, aus dem nördl. Kemp liegenden Bruch kommend.

[Bd. 1, Sp. 1027]