| Batalje bataləχ Verbr.; bataljə Eup f.: Schlägerei, Keilerei, Streit. — Spektakel Ottw-Wiesb.
PfWB Bataillon batəljū:n Rip, Nfrk; badəl- Mosfrk n.: wie nhd. RA.: Ek hau ere dek enen, dat dek de Täng b.swis ut em Mul rutflegen! Elbf.
Batavia: in dem Ausruf leichten Ärgers, Schreckens, Bewunderung, gutmütig: Himmel B.! Heilig B.! Saarbr-Sulzb. — Du dehs besser on gehs no Patavia Ape fange Jül.
Batefier batəfīr Mörs-Wallach; bǫtəvīr Geld-Nieukerk Straelen m.: kleiner, gesetzter, wohlgenährter Mann.
NRhWB baten I Nfrk, NBerg bātə, et bat, Prät. et badə, Part. jəbat [Klevld Prät. badə, badnə; Kref-Fischeln, Kemp-Süchteln bānə, et bat, Prät. bānət]; LRip bis zum NRand der Eif (durchweg) bātə, et bāt, Part. jəbāt [Malm, Schleid, Eusk (auch Siegld) badə, et bat, Part. jəbat]; RRip (Sieg, Westerw, hier auch -d-) batə, et bat, Part. jəbat [Altk-Betzd barə, Part. jəbart]; Mosfrk durchweg badə, Part. gəbat [-a- u. -ā- Saarbr-Sulzb, Trier; bāxtə Birkf-Idar Oberst; băxtə Bitb-Dudeld, Prüm-Mürlenb; bdə Saarbg-Zerf, Wittl Monzel; -- Merz-Bergen]; Rhfrk (uNahe) barə, es bat schw.: helfen, nützen, fruchten, förderlich sein, vorangehn. 1. absol., in RA. Do notzt ken Hölpen on ken B. jet Wippf-Binsf. All Bades helft Prüm-Ihren. All Boachten hölft, soat de Wolf, du schlöckden en Möck Prüm-Mürlenb. — 2. intrans., durchweg mit unpersönl. oder sachl. Subj. u. oft mit Dat. der Person; meist in stehenden Wend. a. mit unpers. Subj. Et bat; et well net b.; et kos neks b.; dat kann üch doch neks b. usf. Nfrk, Allg. RA.: Bat düt nit, bat dat nit, dann bat et uch all nit wenn Schmiede zu dreien auf den Amboss schlagen, sagt jeder der Schm. eine Zeile Remschd. Bat et nit, dann schad et [Bd. 1, Sp. 497]
(ok) nit wenn man einen Rat erteilt Nfrk, Allg., auch Mosfrk. Dat bat esu vell, äs wenn en Wolf en Möck schnapp Sieg-ODollend. Dat boacht esu vill, äs wenn en Möck ejen Dom fliegt Prüm-Mürlenb. Wu der Beəssem (Hausfrau) net dog, doə bat et net Kemp. — Im Mosfrk ist meist folg. Verb. gebräuchlich. Et höləft on boacht neist verlorene Liebesmühe, an einen verschwendet, bei dem Hopfen und Malz verloren ist, an einen Unverbesserlichen. Dot kann naut barre on naut helfe du musst es tun. Et helft on bat der naut, enaus mussde Westerw. — Das Mass der Hilfe ist angegeben nur durch allg. Zahladv. Et hät noch winnig gebat. Et wiərd net vill b. Rip, Nfrk. — Subj. ist wat. Wat kann dat alles b.? Nfrk, Rip. Wat bat et, wann de Kauh en Emmer Melk get on schmitt se ümmen? Ess. Klappspohn (Anträger), dörft nit över de Strot te gohn. Wet gej wat, wat öm bat? Näjt öm ne roje Lapp op et Gat! Geld. Wat kann et notze on b., helfe mosse mer! Rheinb-Flammersh. — Je nach dem Zusammenhange nimmt die Formel et bat die Bed. an ‘es geht voran mit der Arbeit, mit dem Geschäft, mit der wirtschaftl. Lage’ Rip, Nfrk. Dat bat on flupp bei dem. Et well em net b., he kann apacke, wat et well. Wanmer all apacke, da moss et doch b. Wann et Glöck am Mann sök, dann kann et b. Sieg-Rossb. — Im Berg, Sieg u. Kemp-Süchteln, Kref-Linn, je nach dem Zus.hange = es genügt, reicht aus. Dat bat äver noch nit, do mott ihr noch ene Grosche droplege. Bat et nu bal? ist es bald genug; wird das (Lärmen etwa) nun bald aufhören? (im Ärger). Et mott b. es muss genug sein, enden, aufhören Sol. Dat bat nett langt nicht, bes. bei Schilderungen (Zahlangabe) gebraucht. Jetz hät et mir (mek) (äver) gebat jetzt ist es mir aber genug, ernst; nun weiss ich, was ich tue Berg. Der rut Win stoppt, hat der Mann gesät; he seit äver: Et bat nit, ech han noch emmer de Ferschten dur de Hosen hangen Sol. — b. mit sachl. Subj., in vielen RA. Schnüsse mache bat der niks, Schnüsse dat sin Scherve Köln. Do bat kei Maulspetzen kein Zögern Altk-Bachenbg. Wat bat mei en moje Schottel, wenn neks Guts drop legt! Klev-Kessel. Et Höhnerkackeln bat niks, se mötten ok Eier leien Elbf. Gen Beəne (beten) schad, gen Floke bat Kemp. Anhalden bat Mörs-Xanten. Kallen (reden) bat Geld-Lenth. We de Pennek net at (achtet), dem de Dahler net en bat Monsch. Dem enen bat de Pott, dem andern de Salf Mörs-Neuk. We net sehn konn, dem bat och ge Leuten (leuchten) Geld-Leuth, Kemp, Mörs-Xanten Neuk, Dür-Gürzenich. Dem bat ke Löchte Sieg-ODollend. [Bd. 1, Sp. 498]
Alle Höləpə b. viele Kleinigkeiten machen ein Grosses; besonders gesagt, wenn noch schwache Kinder den Eltern bei der Arbeit helfen Rip, Nfrk. All Helf bat Koch. Scherzh.: Alle Hellege b. gesagt, wenn bei einer Arbeit genügend Leute sind und es kommt noch einer, um zu helfen Grevbr-Belmen. Mit scherzh. Fortsetzungen: All de Hölpen b., sät de Möck, du pischet (pessde, seckte) se en de Rhin Nfrk, — sät der Wof, du froat heə en Möck Nfrk, — en schleckde en Möck Eup, Aach, Monsch, Jül, Bitb-Dudeld, — on schnappde no en Möck, wie he jüs e Schoap geschlongen Grevbr-Osterath, — sät de Frau, du spannet se en Möck (en Knüəsel) vör de Schörrekskar Geld-Leuth, — do spannden se der Hahn (en Knuəsel) en de Schörrskar MGladb. Alle (Völle) Betjəs b Klevld, Geld; mit scherzh. Forts. — sät de Beginn, dor pessde sej in de Rhin, — sat de Möck, du hat se in de Rhin gepesst, (— du wor et Water te leg Mörs-Pelden). All Bate bat, sag de Mügge, da pissen se in de Rhin, do gengen seiben Möilen van Ess. Was bat mich e schener Abbel, wann e innewennig is faul. Was bat mich e schen Mädche, wann's hot e frech Maul! Volkslied Meish. — Tautologisch: Fuddele baddet, däjt (gedeiht) net Siegen. — c. mlt persönl. Subj. = taugen Altk-Wissen, Sieg-Ägid, Bergh-Hüchelhv, Bernk-Hochschd. Der bat aver och ze gar nüs. Dat es en Onducht, der bart neks Wissen. — Das Wort ist Nfrk, Rip allg., doch auch hier meist auf freilich viele feststehende RA. beschränkt mit unpersönl. oder sachl. Subj. in der 3. pers.; die Formen et bat, et hat gebat überwiegen bei weitem. Aus Kref-Linn meldet ein sicherer Mitarb.: Mir nur bekannt in der Wendg.: Dat bat neit das genügt, taugt nicht, bes. bei Schilderung, Zahlangabe gebraucht. Aus Erk-NCrüchten: meist nur et hät gebat. Die Verwendg. mit persönl. Subj. ist äusserst schwach bezeugt. Im Mosfrk, wo auch die Form bachten zu bemerken ist wie im Schwäb., beschränkt sich der Gebrauch durchweg auf die Formel et helft on bat neist. Bezeugt ist b. im Mosfrk aus Saarbr-Sulzb, Saarl, Merz-Bergen, Hunsr, Bernk-Hochschd Bollenb, Koch, Kobl, Trier, Bitb-Dudeld, Prüm-Mürlenb Ihren Steffeln, Daun-Strohn. Bat -ā- Nfrk; -a- Rip, Pl. -də m.: 1. Nutzen. In allg. Redeweise nur selten noch gebraucht Sieg-Ägid, Erk-Elmpt, Mörs-Xanten, hier bes. von ärztlicher Hilfe. Hej hät B. gekrege Xanten. Do hät me kenen B. van Ägid; dann in der Wendg. te Bate Eup, MülhRuhr, te Bat Kref. Wat ges dou mi te B.? — In RA. ist das Wort dagegen verbreiteter. Jeng Hölp noch B. ha weder Hilfe noch Rettung finden Monsch, Aach, Klev. — [Bd. 1, Sp. 499]
Bes. in der Bed. kleiner Vorteil, kl. Gewinnst, geringste Hilfe. Alle B.ə bat Ruhr-Steele; alle B.ə helfe Ahr (— helpe Heinsb-Karken); alle Batjes bate Mörs-Wallach. Alle B.ə helpe, sät der Woəf, do schleckde er e Möck af Heinsb-Bocket, — du frot er en M. op Heinsb-Höngen. Alle B.ə bat, hat de M. gesag, do (speide) hat se in de Rhin gepesst MülhRuhr. — 2. geldlicher Vorteil, nur Kemp-Waldniel. He hät dem B. dervan. He nömmt dem B. för de Schang (Schande). Zu -bat tūbāt Klevld m.: Zugabe an Realien zum Dienstbotenlohn. Bat-sucht bātsoxt (sōət) Kemp, SGeld; bārt- Erk-Elmpt, Kemp-Waldniel; bā- Kemp-Born f.: Geiz, Habgier, Sucht nach Bat, Gewinn. bat-süchtig -zøχteχ Adj.: geizig, habgierig. De ös te b., dat e sich satt ett. bater bātər Sieg-Süchterschd Adv.: besser, eher. Dat bat b. Dat es b. jet wiərt.baten II = eindämmen s. Bat I; baten III s. bachter(n); bäten s. bet.
batieren Sieg-Fussh schw.: umgehn. Batist I s. Baptist.
Batist II m.: wie nhd., Stoffart.
PfWB Baton badoŋ Hunsr, Saar; badō Merz-Saarhölzb, Wittl-Neuerbg; badęŋ Wend-Ausw; badaŋ Trier-Clüsserath; batof Wittl-Olkenb m.: Stock, Knüppel zum Prügeln; frz. le bâton.
batsch I -ā- Schleid, Monsch, Aach, Geilk, Heinsb, Erk; -a- Heinsb-Karken Lümb; bātə Eup 1. Interj. des Ekels, Abscheus, bes. zu Kindern, um sie von dem Anfassen schmutziger Dinge, von schmutziger Spielerei abzuhalten = bā, bākəs. Volksreim: Kackt ens en et Keisselche, rührt ens met et Leffelche, kort (probiert) ens, Frau, b., wie got dat dat schmäckt! Aach. — 2. Adj. Dat es b., de Häng dervan! Du bös ene batsche Jong Heinsb-Lümb. — Adv. Dot schmackt b. hässlich. — 3. Subst. m. Schmutz (Kinderspr.). RA.: Spöə ut, mi Höngke; du has B. em Möngke! sagt man scherzh. zu einem, der etwas Bitteres gegessen hat Erk-Keyenbg.
batsch II -a- u. battĭχ Rhfrk, Mosfrk; auch Rip neben pat [bęttiχ neben -a- Saarbr; bitbęttiχ Saarbr-Sulzb] Interj.: den Schlag mit flacher Hand auf einen blossen Körperteil begleitend. Du, sa mol bitsch! dann sagt der andere batsch! u. gibt ihm scherzend eine Ohrfeige Saarbr. — Bei einem Schlage ins Wasser, beim Fallen von Gegenständen auf den Boden. De N. es von der Breck b. ent Wasser gefall. — –ā- plötzlich, auf einmal Kobl. — Im folg. sind Abl. von diesem Schallworte aus Gründen der Bed. u. der Verbr. getrennt. batschen schw.: I. intrans. einen klatschenden Ton hervorbringen oder von sich geben, was auf verschiedene Weise geschehen kann. [Bd. 1, Sp. 500]
1. mit der Hand. a. die eignen Hände zusammenschlagen zum Applaus oder zur Erregung der Aufmerksamkeit anderer. — b. in die Hand eines andern schlagen, z. B. beim Viehhandel zur Bekräftigung des Verkaufs. — c. mit der flachen Hand auf den Tisch schlagen. — 2.a. mit flachem Gegenstand auf etwas Weiches schlagen oder treten, z. B. auf Wasser, Morast. Wemmer so of's Wasser schläht, das batscht Rhfrk. Durch Schmutz und Dreck waten. Durch de Dreck (et Wasser) b. De Frau batscht ger em Wasser hält gerne Wasche. De Kinner b. em W. (erem) matschen, spielen gern mit W. Rhfrk, Mosfrk; hier u. da auch Rip neben patsche. — b. plump dahergehn. Gebatscht kommen Nahe, Goar, Kobl, Neuw. — Mit schmutzigen Schuhen in die Stube treten Kobl-Güls. — 3. mit Geräusch und batschendem Aufschlag herunterfallen, von weichen Gegenständen. De Äbbel sen erunner gebatscht. Et rent, dat et batscht Mosfrk, Rhfrk. — 4. einen dumpfen Ton hervorrufen durch Peitschenknallen, Schiessen, Klopfen Saar. — 5. -a- u. -ā- bersten. S. Batsch V. — II. trans. 1.a. -a- u. -ę-, meist -a-, einen b., mit der flachen Hand auf die Backe oder aufs blosse Gesäss schlagen Rhfrk, Mosfrk; Rip hier u. da (Altk-Wissen, Neuw-Bruchhsn, Sieg-Ägid, Ahrw-Sinzig, Malm); meist hier patsche, watsche. Ich hon ne links un rechts gebatscht, dass er Feier in Holland gesehn hat Rhfrk. Den hon eich gebatscht us der Herrlichket Saar. — WMosfrk neben -a- btən (seltener -ā- Trier) mit der spez. Bed. das blanke Gesäss verhauen, während -a- ohrfeigen bedeutet. Em den Oasch b. RA.: Den hot e Gesicht wie en (fresch) gebätschten (Kenner)oasch WEif. De sieht aus wie e g. Hiringk Saarbg-Greimerath. Esu bätscht de Miller seng Kanner sagt man, wenn man ein Kind quer über den Schoss legt und kneift Bitb-Geichl. — b. die Wasche bātən, damit beim Schwenken die Seife besser herausgeht Saarbg. — Die Milch btən entrahmen Saarb-Faha. — c. einen batə, auf ein billiges Angebot, das ihm augenscheinlich nachteilig ist, durch sofortiges Zuschlagen festlegen Kreuzn-Boos, Kobl-Bend. — d. absol. mit dem dicken, eisernen Klicker spielen Zell-Sohren, Altk-Keschd. — Abl.: die Batscherei, dat Gebatsch. auf- batschen: aufbersten, bes. von Geschwülsten Saar.durch -batschen: einen d., prügeln Trier-Thomm.ein -batschen: absol. durch Handschlag den Handel gültig machen. No, batsch en! Sieg-Ägid.ver -batschen: einen v., verhauen Rhfrk.zer -batschen: einen z., verprügeln Sieg-Ägid. PfWB Batsch bat, Pl. -tən u. -ęt Rhfrk, Mosfrk, Rip hier u. da neben pat; bęt, Pl. -tən Saarbg-Faha, Trier-Mertesd, Zell-Alf, Aden-Weibern: 1. m. Schall infolge eines [Bd. 1, Sp. 501]
Schlages, klatschender Schlag, Fall, z. B. von einem flach ins Wasser fallenden Gegenstand. — 2. f. Ohrfeige, Schlag mit der flachen Hand auf einen blossen Körperteil, die gewöhnliche Bezeichnung im Rhfrk, Mosfrk. B. ohne Widderschlag bis Grendonnerschdag! beim Nachtsschlag der Kinder Koch. RA.: Do hon ich mer e B. gen mir selbst Schaden zugefügt Saarb. Der har e wischt B. kreit Geschäftsverluste Birkf. — 3. f. Beule Merz-Conf. — 4. f. in der Kinderspr. Batschhändchen, Hand Bitb-Dudeld, Prüm-Mürlenb, Westerw. | |