PfWB Backen-zahn Rhfrk, Mosfrk bakən-; Rip, Nfrk bak- m.: wie nhd. Ich schlahn der an de Backe, dat der die B. wackele Hunsr, Allg., — kräche Köln-Keldenich, — dat de B. kotz Rip. Enem de B. revidieren Allg. Ech breng dech ens [Bd. 1, Sp. 367]
ant B. speien! Nfrk. Dem kammer de B. zihle so mager ist er Kreuzn. Hen hat de B. noch net all er ist noch dumm Bitb. Die kreit ouch ken B. mih sie ist älter als sie scheinen will Sieg-ODollend. Dem rabbele de B. es geht mit ihm zu Ende Kref-Linn. Dem doəhnt de B. net mih wih er ist gestorben Rip, Allg. Ens hösch (sachte) nom B. föhle auf etwas bei jmd. anspielen Dür, Jül. Den knuərt dur de B. knurrt zwar, schimpft aber nicht Kemp-S.Peter. Ma ment, de kretscht (kriegtest) B. schwatz nicht so dumm Ottw-Wiesb. — Träumt einer, er verliere einen B., so stirbt bald ein Erwachsener aus der Familie Bergh.Backes bakəs Merz, Bernk, Aach, Wittl, Bitb, Aach, Klev-Appeld m.: Pausback, bes. ein Kind, das gesund u. wohlgenährt ist; Flegel Merz-Losh. S. a. Bacchus.
Backs Elbf f.: Backpfeife.
Backel Saarbr-Sulzb m.: in der Wend.: Om Hackel on Backel komme alles verlieren (veralt.).
Bäckelchen bękəlχən Eup; bękskə Eup-Lontzen n.: Kosenam. für Ziege.
Backelötsch bakəlt Sieg-ODollend: in der Wend.: En Kend B. drohn Huckepack.
NRhWB backen Rhfrk, Mosfrk bagə, du baks, Praet. Mosfrk eχ bū:k, Conj. bī:k, Part. gəbak [Saarbr, Birkf gəbakt]; WMosfrk n. der Mos bākə, in einer Anzahl von Ortschaften bāxə, dau beχs (u. bāxs u. bāχs), en beχt, Praet. eχ bū:x, Conj bī:χ, Part. gəbāx(t); Rip bakə, du bęks (RRip -i-), er bęk (-i-), Praet. eχ bō:k, Conj. b.k, Part. jəbakə; Nfrk bakə [Kempld -ǫ-], du baks (u. -ę-), er bak (-ę-), Praet. eχ bakdə [Klevld baknə], Part jəbakə (γəbakt) [doch schwankend, z. B. bakə, bīk, γəbakə Dinsl-Aldenr. Mörs-Xanten; bǫkə, bē:k, jebǫkə Heinsb-Lümb] st.: I. trans. 1. ohne Obj. Im weitesten Umfange alle auf die Bereitung des Brotes gerichteten Tätigkeiten umfassend = ze b. mache. α. den Sauerteig (Dampf, Deissem, Gest, Sauer, Krimmeln, Heveling) weichen, krimmeln. — β. den Sauerteig in 4—5 l Wasser und etwas Mehl zum Gehn (Treiben, Heben) ansetzen (anmengen, anrühren, verrühren, meren, anmeren, einmeren, einmachen, einmengen). — γ. diesen Vorteig (Ansatz, Dampf, Heft, Merschel) nach 7—8 Stunden mit zwei Eimern Wasser, drei Groppen Salz und dem übrigen Mehl vermengen (dämpfen, entdämpfen, eindämpfen, deissemen, säuern, nachmachen, verrühren, vermengen). — δ. den Teig kneten (überkneten, treten, fortmachen). — ε. den T. ausbrechen (ausstechen, abstechen, ab-birden). — ζ. die Teigklumpen auf dem Wirktisch nachkneten (verkneten, verarbeiten, walgern, wirken). — η. von den grösseren Teigkl. kleinere abkneten. — θ. diese abwiegen (abwagen). [Bd. 1, Sp. 368]
— ι. diese formen (wirken, durch-, aufwirken, machen) u. auf die Dielen (Brotbretter) setzen. — κ. die Brote salben (bräunen, abstreichen). — Dann die Arbeiten am Ofen. α. den O. anlegen. — β. ihn anstecken (anstochen, anbüssen). — γ. die brennenden Scheite auseinanderstochern (stippeln). — δ. die glimmenden Kohlen herausscherren (-krapen, –kragen, –kratzen). — ε. den O. mit dem Wisch ausputzen (-fegen, –wischen, –kehren). — ζ. die Brote einschiessen (eintun). — η. die Br. rücken (ver-, umrücken). — θ. die gebackenen Br. ausschiessen (austun). — ι. die Br. salben (bräunen, frischen, abwischen). — κ. die Br. auf die Brotram legen (s. d. W.). — Wend. u. RA.: Ovends wiərd ze b. gemach Vorbereitungen zum B. Rip, Allg. Ech ha mengen Jong an et B.ə gedoəh lasse meinen J. das Bäckergewerbe erlernen Aach. Wenn e Mädchen heirote wöll, muss et kenne: bauchen, b. un e Mannshim machen Trier-Mehring. We schlöf bis Dag, de beck bis Meddag wer spät aufsteht, kommt mit aller Arbeit zu spät Sieg-ODollend. Wammer braue, hammer Ber; wammer b., hammer Brut; wammer sterve, si mer dut Köln. Den hot net bei mir geback ist mein Freund nicht Prüm-Mürlenb. De kallt och, wie her gebocke hätt wie es gerade in seinen Kram passt Heinsb-Erpen. De löp, als wenn en et B. verbijə woll er läuft sehr eilig Kemp, Geld. Net dat de bicks, ih de Miəhl häs Bergh-Blatzh. Fif (5) gebocken on seəss (6) gelent von mittelloser Grosstuerei Kemp-Grefr. Vanem schüne Gesicht kammer net b. sieh bei der Heirat nicht nur auf ein schönes Gesicht Altk-Horhsn. Du host gut b. du hast gut tun Wittg-Erndtebr. Dat es wei gebackt schön geraten Saarl. Dem is es wire nit geback behagt es nicht Simm-Rheinb. Weə nit backt, dem niks brennt Kref-Fischeln. Der dämpt (raucht stark Tabak), as wenn en armer Mann am b. es (der nur schlechtes, grünes Holz hat) Allg. — Abschlägige Antw.: Jo, b.! Ottw. Jo, morge b. mer Allg.; mit scherzhaften Fortsetzungen: — dann krist de ach e Werschtche Hunsr-Kirchbg, — en Wursch Mörs-Neuk, Siegld. — da kreste de Schess (Brotschiesse) ze lecke WEif, Saarbg, — da kreischte'n Him (Hemd) up de Bitt dann kannst du mit Wasche bauchen Saarbg-Soest. Morge und gebackte! Birkf-Herrst. — Au, backe! Ruf der Verwunderung Ottw. — B. on bräuje fällt net ömmer eveduəhn us Aach, — gerit net allziggs (alle Kehre) Köln, — fällt selden allens Mörs-Xanten, — gerit net gliche got Burgf-Blatzh, — geht onglich her Eusk-Billig, — löckt net immer ens Jul-Linnich, — geht net emmer ens Monsch-Bollesbr. Wen niet backt on braut, den [Bd. 1, Sp. 369]
messrot ok neks Mörs. We net bräut on net bäckt, dem niks messlöckt Erft. B., braue en Fleisch uthauen eine Sache vollständig fertig stellen Geld-Nieukerk. Das geht emmer der Reih no, wie 's B. en der Humes (Ort mit Gemeindebackofen) Saarbr-Sulzb. De michts wie der Bäcker vun Stee (Steg b. Oberwesel); wann de ke Mehl hot, dann backt er nit Simm-Horn. — Wenn im Herbste oder vor Christabend der Abendhimmel gerötet ist, heisst es: Der hellege Mann (de Klos) es am b. Rip, Allg.; et Kreskendche backt May, Allg. — 2. mit bestimmten Obj. a. das tägliche Brot b. RA.: Üəverall b. se Bruət überall gibts zu leben Kemp-SHubert, Sieg-ODollend. Sei Brut gebach hon in guten Verhältnissen leben Bitb-Geichl. He hät et letzte Brut gebacke der Bäcker stirbt bald NBerg. Ess, wat de gebacke häs! du bekommst nichts anders Sieg-Ägid. — b. Weck, Kuchen, Platz, Gebäck aus Weizenmehl im Backofen b. De Bäcker backt uf sei eige Hand Simm. De bäckt Weck of de Lore (Laden) tut alles, um angestaunt zu werden Westerw. Kristemess backt jederman; Ustere, wer kann; Pengste kömmt niks dovan Düss-Mündelh. Im Kirmeslied heisst es: Han mer och gebacke? Jo, mer han g.! Appeltart on Prummetart, alles wiərd Zaldat gemat Bergh. Es is nit immer Kirb, wan die Bauere Kuche b. Saarbr. Das weinende Kind neckt man: Heulwatz, back mer en Platz, schneid mer en Stöck, ech well nöt! Koch-Leienk. Meddag, Hohnekrach, iwermor os Usterdag, da hon de Leit ke Weck gebach! Ruf der Klapperjungen in der Karwoche Daun-Tettschd. Backe, b. Kuchen, de Bäcker hot gerufe; wer will gure K. b., der moss hawe 7 Sache usf. Rhfrk, Allg. En die Midde van de Weək (Woche), dann b. wer all de Koke; der Monn, der schmiert de Botter te dick, die Frau fängk an te floke Kemp-Dülken. Abzählr.: Ene, bene Ditzel, wer backt Bretzel, wer b. Kuchen, der mouss suchen Merz-Bachem. Stuten b., dat sal schmacken, plutsch in et Water! Gummb. — RA.: Back mech en Kuk, wenn ek dot ben! abschlägige Antw. Geld. Öm en Ei blift den Kuk nit ongebacken Geld-Nieukerk. Wann de dat net mags, loss der en Zuckerplätzche b.! Sieg-Ägid. Jo, mor b. mer Kochen! abschläg. Antw. Trier-Mehring. He werde kein Birrebrütcher gebacke grobe Arbeit muss geleistet werden Köln. Lieverkükskes werde net all Dag gebacke es geschieht nicht nach deinem Wunsch Kemp-Dyck. — In Geldern rief vor 25 Jahren am Fastnachtsmontagmorgen der Bäcker: Ruketutut, die wärme Wecke sin all gut; wen hät se gebacke? Janticke, J.tacke, J.tut! — Gemeinhin nennt man die [Bd. 1, Sp. 370]
kleinen Weissmehlbrote Brütche. Backe, b. Br. op dem zinne Tellerche mit diesen Worten tragen zwei grössere Kinder ein kleineres auf verschlungenen Händen zwischen sich Sieg-ODollend. Holz schniə, alle de Wiə; Brütche b., dat sall knappe; Klompe mache, die suden krache; pu en de Backoven heren! Grevbr-Gind. RA.: Klein Weckskes b. schlechte Geschäfte machen Geld-Nieukerk. De bäckt och noch ens klen Brötsches dem wird das grosse Maul noch einmal gestopft Kref, Nfrk, Rip. Ich weərd doch wahl för dem geng kleng Brütchere b. ich gebe dem nicht klein bei Aach. Den mott klein Brötsches b. unterwürfig sein, nicht viel zu sagen haben Nfrk. Süte Brötsches b. gute Miene zum bösen Spiel machen Nfrk. — c. Pfannenkuchen b. RA.: De Füss (Füchse) b. Pangkich wenn in den Wäldern stellenweise Nebel aufsteigt WEif. Blinde Welt, wat back gej dolle Pannekuke! Klev. Ist eine Arbeit misslungen, scherzend: Su geiht et en der Welt, wemmer Erpel (Erdäpfel) schellt on Rifkuəken backt, de nit schmackt Mettm. Fastnachtslied: Die Fasnacht, die F., die Kichelcher sen gebackt, geb mer ens (2 mal), ich stech es en mei Sack Ottw. In May-Fornich, Goar-Steeg, deren Häuser nur an der Bergseite liegen, scherzend: Mir b. nur op aner Seit de Pannekuchen. — d. Eier b. Nüna heijo, bach dem Kengkche en Eiche, dohn em och jet Zückerche dren, kritt dat K. ne gode Senn Dür. RA.: Back mech ens en Ei, wenn ek dot bön! Mörs-Neuk. Du kriegst de Eier gebackt! Schläge auf den Hintern Wend, Saarbr, Saarl, Merz. Eier b. einen Stein über eine Wasserfläche hüpfen lassen Saarbr-Rockershsn Burb Luisenth. — e. Fleisch b, braten. RA.: Me ment, de kreg alle Karfreidag en Hawermaus geback so mager ist er Simm-Laub. Ech back dech en Böckem! werde dir einen Streich spielen Geilk-Würm. De kret de Dier gebach er hat es gut Daun-Tettschd. Gebacke Vilche (Vögelchen)! abschläg. Antw. Merz-Saarhölzb. Gebacke Wilzche (Nieren)! dass. ebd. — f. Obst b. RA.: Hej es ok mihr ene gebacken Appel ein Tölpel Geld-Straelen. Sein siwe gebacke Bire zesammeräffe (packe) sich aus dem Staube machen Mosfrk. Den hot en Gesicht wie en gebachen B. Trier-Welschbillig. Gebacke B.! abschläg. Antw. Trier, Kobl. Morre b. mer B.ə, da gres du et Still! abschläg. Antw. Prüm-Winterschd. Hotzeln sin gebackne Birn; Mädche, loss dech net verfihrn Siegen. De krit dat für ene gebacken Appel zum Spottpreis Rip, Nfrk. Was haben wir gekocht? Antw.: Gebacke Feie, wer se net mag, lässt se leie Neuw-Segend. Gebacke Promme es wech Obs! abschläg. Antw. Schleid-Hellenth. — g. Ton, Erde b. RA.: [Bd. 1, Sp. 371]
Den Frauen, die Steinkrüge verkaufen, rufen die Kinder spottend zu: Dreimol gebacke on noch net gar! Köln-Frechen. Dat ös Nürrenberger War, dr. geb. on noch net gar von schlechter Ware Sieg-Thomasbg. Wat en et Döppche gebacken es, spölt mer net drus angeborene Fehler sind nicht zu beseitigen Sieg-ODollend. — h. gebackene Blumen künstliche Bl. Allg. Gebackene Bohnen gedörrte B. Saar. — i. o ha hor, e Sömmer Köttele (Kot) on e Fass Kor, do kammer 14 Dag van b., äver net 14 D. van esse Scherz MGladb-Rheind. Wat häste lever, ene Platz en de Sonn gebacke oder ene schwarze Mann am Galge? Kuhmist oder Weintraube Sieg-ODollend. — 3. Obj. das Pron indef.; hierbei nimmt b. die Bed. ‘bereiten, etwas Ungehöriges ausrichten’ an. We hät dat gebacke? verbrochen Mörs-Xanten. Do häs de dech jet tesame gebacke selbst Unangenehmes bereitet Nfrk, Rip. Dem han se äver jet (schwer, vill) ze b. gemach Schwierigkeiten bereitet Nfrk, Rip. Mach der nüs ze b.! bilde dir nichts ein Eusk. Dem sall ik wat b. einbrocken Klev. De hät et moj gebacke schön getrieben Klev-Grieth. Enem wat b. abschläg. Antw. geben Kref, Sol, MülhRuhr. Back der jet, da häste jet! dass. Rip, Nfrk. — Ich back dich glich eng! (Ohrfeige) Aach. Ene jet bocke Streich spielen Heinsb-Lümb. — Auch mit bestimmtem Obj. Ech han dem äver en Spillche gebacke, dovon hät e noch lang ze fresse Sieg-Ägid. De hät em en nett Stöckske gebocke hässlichen Streich gespielt Kemp. En Strek b. spielen Klevld. Du backs dön ens en Spass Aach. — 4. übertr. auch auf Menschen, in bestimmten Wend.: Den os ze winnig (net fas, half) gebacke schwach im Verstand Eif, Allg. De es net gar (red) gebacke von Geburt kränklich Allg. Den as schwach (od. möll) gebach geistesschwach und ängstlich Prüm-Mürlenb. Den os nemmen half gebachen halber Narr Prüm-Ihren. De es dreimol gebacke un doch noch net gar Gummb. De moss noch gebacke weəre, de mech jet wis mache well Rip. Dat woss ech at, ih du gebacke woərsch Sieg-ODollend. De es mer lewer rih, bi de annere gebacke Kobl-Bend. Loss der ene b., dann kannst en uffresse, wann er de nit gefalle duht! zu einem Mädchen, das alle Freier abweist Simm-Horn. Dau kimms mer gebacke zur unrechten Zeit, — wie gebacke wie gerufen ebd. Du kanns mer gebacke werde! weg mit dir ebd. In de Nacke, dor sin se gebacke Mörs-Xanten. Dat es en gebacke Jong stämmig Merz. Du spreks (kalls), wiste gebocke bös so gut wie du es gelernt hast; töricht Heinsb-Lümb. Heit sen mer en de Sonn gebackt wor Hunsr, Allg. — [Bd. 1, Sp. 372]
II. intrans. 1. Backfähigkeit besitzen. De Oven bick net got hat keine Heizkraft. Auch refl.: Dat Korn bick sech arg schlech Rip, Allg. — 2. kleben. Dat Ploster es fos gebocke Kemp-Dülken, Allg. De Ogen semmer düs Nach zesammegebacke Rip. De Schnei back er ist so feucht, dass er beim Ballen klebt Köln. — Besonders ‘frieren’, eine feste, zusammenklebende Kruste auf der Erde bilden. Et backt es ist am Frieren, auch nach Graden: Et hot hent hort, geherig, düchteg, en bes-che gebake WMosfrk, Allg Schneit et en de Dreck, dann früs et, dat et bäck wenn der Schnee auf nassen Boden fällt, friert es gewöhnlich stark in der Nacht Rip, Nfrk. — Die Eifel- u. Moselorte mit bāxən haben auch in der Zs. u. Ableitung bāx-, z. B. bāxūwən, dat Gebāx; aber stets bākəs und nach dem Nhd. bękər; Bitb-Ehlenz auch bākūwən.
NRhWB ab- backen : 1. de Kösch (Kruste) es afgebacke hat sich beim B. vom Brote abgelöst Rip; locker gebacken Neuss. — 2. einen Ofen voll Steingut fertig b. Bitb-Dudeld. NRhWB an -backen : 1.a. beim B. ankleben an der Backform oder am Herd, vom Teig gesagt Allg. — b. ankleben, von andern Gegenständen. Et Hemb es mer agebacke Rip. — 2.a. als erster in der erlosten Reihenfolge b. Hunsr. — b. den ersten Grad der Backreife erreichen, anfangen zu b. Wann et Brot angebacke is, werd et umgerickt Hunsr, Allg. — c. in der Wend.: Sej ös an et anbacke von einer schwangeren Frau Mörs-Neuk. — 3. obenhin frieren. De Erd es even angebacke Wippf-UBrochhg. auf -backen: aufbersten beim B. Et Brut ös opgebacke Rip, Allg.aus -backen: intrans. mit ‘sein’, gar b., wie gewünscht b. RA.: Der ös noch net usgebacke grüner Junge Rip. PfWB durch -backen: et Brut durchb. losse gehörig b. lassen Rip, Allg. Et Br. es net durchgebacke oder durchbacke Allg. NRhWB ein -backen : intrans. mit ‘sein’; an Gewicht beim B. verlieren, hart b. Eup. ver -backen: 1. Mehl v., wie nhd. Wer sei Mehl ze Blätz verbackt un sei Fleisch ze Worscht verhackt un sei Holz ze Spähne heit (haut), de kimmt nit weit Simm-Horn. — 2. etwas v., anstellen, verbrechen Erckörrenz. — 3. verbackt. a. verkümmert, verkrüppelt, von Pflanzen; klein, schief, mit allerlei sichtbaren körperlichen Gebrechen behaftet, vom Kind Prüm-Rommersh, Bitb-Geichl Betting. — b. erbost, eigensinnig, störrig, vom Vieh Bitb-Geichl, Trier-Mehring.
Back f. Rhfrk, Mosfrk; m. Rip, Nfrk; 1. das Backen, bes. vor Festen (Kirmes-, Hellegemannsback). Den B. halen (halten). Für den neuen B. sorge Rip, Allg. — 2. die Gelegenheit zum B. im Gemeindebackhaus. Die Backe were verlust bes. vor Festtagen, indem der Vorsteher aus einem Säckchen ein [Bd. 1, Sp. 373]
Holzdöschen, in dem ein Namen steht, herausnimmt; der Betreffende muss anfangen Hunsr. — 3. das, was gebacken ist; die Gesamtheit des Gebackenen Allg. Die letzt B. is gut gerot Hunsr. — 4. Backgeschäft, Bäckerei gewerblicher Art Aach, Eup. Der B. lihre. An(t)back ā- u. ānt- Hunsr m.: das durch das Los bestimmte Recht, im Gemeindebackofen als erster zu b., bes. an Tagen, an denen mehrere Familien b. wollen.Aus -back m.: Aufsprung beim Brote Kobl-Horchh. NRhWB Ge-bäck gəbęk n.: 1.a. das, was auf einmal gebacken wird Rip, Nfrk. RA.: Alle Gebacke en Gebraue falle nit egal gut üt Emmerich. Der Mann hätt se (die Frau), mit der er nicht zurecht kommt, besser ziehe sulle beim erschde G. Brot Simm-Laub. — b. -bęks Backwerk im Gegensatz zu andern Nahrungsmitteln Rip. Gebacks Kuchen, Zuckergebacks Konfekt Siegld. — c. übertr. -bęks Gesichtszüge MGladb, Kemp. Ech kenn öm ant G. der Ähnlichkeit mit den Eltern. Dat senn ech ant G. an der Ähnlichkeit. Ob zu Beck Mund? — 2. das zum einmaligen Brotbacken nötige Mehl Siegld, Waldbr.
Back-apfel m.: RA.: En Gesicht wie en Backappelche voll, rund Düss. Back-aule -ū:l verbr. wie S. f.: eiserner, zylinderförmiger Behälter zur Aufnahme der noch glimmenden Holzkohlen. NRhWB Back-barst bokbār Kemp m.: Riss an der Oberfläche irdener Geschirre, der beim Brennen entstanden ist, der aber Flüssigkeiten nicht durchlässt. Back-blech Allg. n.: Blechplatte, auf der die zu backenden (kleineren) Teigwaren in den Ofen geschoben werden. PfWB Back-brett bakbręt Westerw; bakə- Siegld n.: Br., auf das die geformten Brote gelegt und zum Backes getragen werden, wenn die Herstellung in der Stube erfolgte. De hät Enfäll wie e B., nur net so gross Siegen. Back-bürste Monsch-Kalterherbg f.: B. zum Salben der Brote. PfWB Back-diel uNahe, Simm, Goar, Kobl, Koch m.: -brett. Back-fisch m.: 1. wie nhd. — 2. Backpfeife Saarl, Trier, Bernk, Eusk, Sieg. — 3. junges Mädchen.