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Rheinisches Wörterbuch 
 
Altweiberkall bis ältlich (Bd. 1, Sp. 151 bis 153)
 
  PfWB Alt-weiber-kall, Alt-weiber-tratsch (m.): wie nhd. Alt-weiber-schiss : im Fluch: En Donnerwer möt de Alwiverschiss Bergh-Kirchhert. Alt-weiber-sommer verbr. m.: Herbstzeit, wo das Spinngewebe umherfliegt; das Sp. selber. No Allerhelligensummer kemmt den Aleweiversummer Trier-Ehrang. Alweiwersummer dauert munnigmoal nimmen von 12 Auer bas Möttig Bitb-Betting, — dürt van 12 Uhre bes Hochmeddag Klev-Goch, — zwei Stond May-Kell. Aldewiwersommer — Herwst drög Klev-Frasselt. Die alte Jungfer kömmt en den Aulwiwersommer Sol. NRhWB  PfWB Alt-weiber-tanz m.: in der RA.: Allehellegesommer on Alwivedanz sen net van lange Dur LRip. Morgens Ren on Alweiwerdänz halen gewöhnlech net lang an Ahrw, — hat gleich en Enn Trier-Aach, Verbr. Alt-zeug altsyχ Dür-Langerw n.: Asche, Kohle, durch den Rost gefallen, aber noch brennbar.

Alten-kirchen: Kreisstadt auf dem Westerw. RA.: Dat blänk wie Alekerche ironisch Westerw, Sieg, Ahr. Dat blenkt wie Aldekerk, dat va Roass verhop fällt Kref-Osterath. S. Almeskirchen. Alten-hoven s. Aldenhoven. Alten-rath : Ort im Kr. Wippf. RA.: Su alt wie A. Wippf-Bechen. Alten-teil aldəndeil Mörs-Orsoy n.: wie nhd. Op et A. trecke, sette.

Altätchen alt:tχə Köln n.: Seltenheit, sehenswerte Kleinigkeit, namentlich kleiner Guckkasten, in der Kinderspr.

Altchen ęltχən Daun-Neroth, ā- Prüm-Mürlenb n.: Grossvater; Allcher Grosseltern (veralt. ca. 1860).

 PfWB  PfWB  ElsWB Älte ę·l.də durchweg LRip, SNfrk neben seltenerm ę·l.t; :ldə Siegld; ę·l.t Sieg, OBerg (u. ę·l.də); ·y.ldə NBerg; :lt u. ę·l.t Mosfrk n. Mos [a·l.də Malm-Hünning, Aach-Gressenich; ·l.də u. ·y.ldə Sol (rip.), Lennep-Beyenb; də Heinsb-Lümb; ę·l.ts Neuss; ·l.st Bitb-Betting] f.: Alter in relativem Sinne von jeder Lebensstufe. Nur in Wend., wie: He es van

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menger Älden. He hät de Ält wie ech. Et geht der Ä. no. De es für seng Ä. ene kräftege Jong. En schün Ä. hohes Alter.

alten a:lən usf.; ę·l.dən Sieg-Rhönd ODollend schw.: alt werden. We et Kor (Mehl) lit ale, et Brut lit kale, de kann (op) et Johr ene Mann mih hale Dür, Aach. Man hört: du als arg; de hät zönt dem letzte Johr arg gealt; doch heute mehr alt werde.ver -alten: 1. wie nhd. — 2. unter dem Einfluss des Alters leiden, zu alt sein.

 NRhWB Alter Saarbr, Ottw, SBirkf ęldər u. ęltər m.; Birkf, Simm, Zell, Goar ę·l.ər f. [ę·l.dər m. Bernk-Neumag; :lər m. Bitb-Rittersd (neben. ā:lər, ā:ldər), MüMaif; ę·l.ərt m. May-Collig]. Sonst Trier-Mehring bis Prüm-Ihren ā:lər, ā:ldər, aldər [Remschd, Sol, Elbf, Ruhr ǫ·u.lər; n. Ruhr ldər; Heinsb ·u.ər]. — Die n. der Mos belegten Formen stehen durchaus nicht fest; in Sprchw. heisst es sogar altər; in derselben MA. oft mehrere Formen, z. B. Sieg-Ägid ā:lər, ā:ldər, a·l.dər, aldər n. [m. s. o., dazu Kemp-SHubert, Heinsb]: 1. Lebensalter in relativem Sinne. Er es gross genug fir sein Älter. — Wo ‘Älte’ (s. d.) herrscht wird ‘Alter’ kaum in diesem Sinne gebraucht; nur — 2. hohes Alter. 70 Johr, dat as e schingen Äler Bitb-Rittersd. Er spirt den Äler Trier-Mehring. Wat de jong nit deihs, motts de flich em Auler donn Sol. Wat en der Jugend (sic!) ene Wolf, wörd em Alder ke Schop Grevbr-Wickrathh. Em A. gedonn es got gedonn Aach-Gressenich. Et A. sollste ehren, de Jonge met Stöcke schmeren Schleid-Rohr. Wer en de Jugend net towt, der towt em A. Saarl-Ensd. Jung Blut, spor dei Gut, em A. kemmt et dir gut Mos. We de Besserung bes op et A. spart, de hät sing Sach schleət verwahrt Jül-Warden. Em A. werde ze Kölle de Lück och fromm MGladb-Rheind. Van Frage word me wis, va A. word me gris Klev. Et Aler es e bes Maler Siegld, — e schwer Malder Jül-Linnich, Aach. A. geht fir, sot Eilespiegel (der Deiwel, de Jong, de Schneider), do hot en sei Motter (Grossmotter, Gruss, Vadder) de Trapp erofgeworf (-geschmass, –gestuss) Mosfrk, Allg. E Weibsleumaul on e Strehsal sei em Aler gleich sie franseln aus Westerw. — 3. fyr ā:lər MülhRh, Sol (rip.); ǫ·u.lər Sol (nfrk.); vǫn alder hər Kempld vor alter Zeit.

Alter-jünchen ǫ·u.ərjȳ:nχə Aach n.: altkluges Kind. PfWB Alter-tum aldər-, ā:lər, ǫ·u.er-, ǫldər-, ǫdərdom m.: 1. hohes Alter WMosfrk, Rip, Nfrk in Sprichw. u. Wend.: De Jungktum as motwöllig, den A. as mih verstännig Bitb-Mettend. J. os geckig, on den A. (oder Alttum) os flappig Prüm-Ihren. Auerdom schötzt för Dülheit nit Eup-Lontzen. 80 Johr, dat es ne nette A. Dür-Winden, — e finen

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Oderdome Eup, — e schönn A. Monsch-Kesternich. Du kanns noch vill metmache (erleve), ih de van A. stirfs Rip, Allg. Me hat jet te översette, iəh me van Oderdome duət es Eup. — 2. -dömche altertümlicher Gegenstand, mit dem -dumskrimere handeln. alter-wetts alder- (ǫldər-, ǫuər-) węts Selfk, Klevld, -t Aach [Emmerich ǫldərwęrts, Rees-Brünen, Mörs-Xanten -węlts] Adj.: altertümlich, antik, altfränkisch, altväterlich. Godori, wa's dat en moje olderwettse Kast. alter-zeits ǫ·u.ə(n)tits Eup; ǫ·u.ərtsks Eup-Raeren Adj.: dass. En auerzicks Froə, auetitse Krom, auetitse Lü.

Alteren heute durchweg nach dem Nhd de ę·l.dərə oder seltener de ę·l.ərə; dagegen min ·y.lər Mettm, ·y.ləs MülhRuhr, ǫ·u.ə Selfk Pl.: Eltern.

älterlich ęldərliχ Saarbr-Sulzb; ę·l.əriχ Neuw-Datzeroth; ·y.lərĭχ NBerg Adj.: ältlich.

 PfWB altern Rhfrk aldərə; WMosfrk :lərn; Rip ā:lərə u. ā:ldərə, a-; NBerg ǫ·u.lərə; Ruhr ·y.lərə; Kemp a·l.dəre [ęl.dərə MüEif, Köln, Bergh-Hüchelhv; ę·l.ərə Neuw-Datzeroth; ·y.ərə Aach-Merkst] schw.: 1. älter werden, (mit ‘haben’) — 2. alt machen. — 3. alt, ranzig schmecken oder riechen Kobl 1787. ver -altern: alt werden Kemp, Mörs. He es döchteg veraldert.

Alt-heit ǫuthētə Geilk, Heinsb Pl.: Altertümer.

ältlich ęltlĭχ Trier; -dələχ MGladb-Rheydt Adj.: älterer. Dat es schons en äldlije Mann.