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Zwacke bis Zwang (Bd. 9, Sp. 879 bis 884) | |||
Zwacke Zwackel zwackeln abzwackeln zwacken abzwacken verzwacken Zwacken Zwack-karre zwackerig zwackig Zwaddeling Zwadder Gezwadder Zwadder-kopf Zwaddernickel Zwaddernickkopf zwadderig zwaddern verzwaddern Zwalge Zwälge Zwalke zwalkig Ver-zwälgung zwandern Zwanderich Zwang Zwang-huf Zwangmühle Zwangnagel Zwangpension Zwangverkauf Zwangzange Zwängel zwängen durchzwängen Zwanke zwanzig zwanzig- Zwanziggroschenstück Zwanzigtalerpferd zwär zwar ver-zwasseln Zwatter Zwatter-bock zwatterig zwattern verzwattern zwatzelig zwatzeln verzwatzeln Zwatzel-arsch zwatzelig ver-zwatzen zwatzern verzwatzern zwatzerig zwechen Zweck Zwecke I Zwecken Zweck-bohr Zweckköpfe Zwecknägel be-zwecken Zwecke II Zwecken-bock Zwehl zwehlen aufzwehlen auszwehlen Zwehler Zwehr zwei ent-zwei zweien Zweier zweier-lei Zweier-lingchen Zwei-ähre zweiährig Zweiast Zweiback Zweibahnen Zweiball Zweibein zweibeinig Zweiblatt Zweibock Zweideckelskörbchen zweideutig zweidick Zweidraht Zweidreher zweidüppern zweieinhalb zweieisern zweifach | [Bd. 9, Sp. 880] Zwackel m.: 1. -ak- Zweig-, Astgabelung SWesterw. — 2.a. -ǫg- Baum, der nicht gedeihen will, der im Wachstum zurückbleibt Kobl-Güls. — b. -ak- scherzh. Buckel, Höcker Kreuzn-Langenlonsh. zwackeln -akələ Goar-Gondershsn schw.: handeln, feilschen. ab- zwackeln: 1. änem ebbes azwackele schnell entreissen Goar-Liesenf. — 2. abfeilschen, herunterhandeln SWesterw. PfWB ElsWB LothWB zwacken das einfache Verb ist nur sporadisch bezeugt, u. zwar Rhfrk an der Nahe u. im Hunsr -agə(n), sonst -ake; letzteres auch an der Saar, Rip, soweit bezeugt; Heinsb-Birgden twǫkə; Remschd, Barm twakən schw.: 1. zwicken Birkf-Idar, Hunsr, Saarbr-Völkl, Merz-Merching; zupfen Remschd. — 2.a. ärgern trans. Aach-Merkst. — b. plagen, roh behandeln MüEif, Schleid-Hellenth, Heinsb-Birgden (auch tückisch schlagen), Remschd, Barm; de Löck (Leute) zw.ə mit Härte behandeln, ihnen Steuern usf. auferlegen MüEif; packe on zw.ə Schleid-Hellenth. — c. mit Bitten bestürmen Birkf-Idar. — d. abnötigen, abdingen, abpressen Kreuzn-Hahnenb, Monsch. ab- zwacken: -agə(n), –ak- (diese Zs. ist weiter verbr.), einem etwas a., im Spiel, betrügerisch, durch inständiges Bitten u. Quälen abnötigen, abdingen, abnehmen; auch auf nicht ganz redl. Weise einen Preisnachlass erwirken Rhfrk in Simm, Saarbr-Güding Sulzb; Mosfrk in Saarl-Hüttersd, Trier, Zell-Sohren, Bitb-Dudeld, Neuw-Rodenb; Rip in Sieg, MülhR, rip. Wippf, Ahrw-Remag, Schleid-Lückerath, Monsch, Malm-Bütgenb, Dür-Bürvenich, Köln-Berrenr, Bergh-NEmbt, Aach-Merkst, Eup-Stdt, Grevbr-Otzenr; SNfrk in Rheydt (-tsw-), Kref-Stdt (-tw-); NBerg in Remschd (-tw-), Elbf (-tsw-); ach, jetz wollen ihr a noch ebbes a. dran vom Preis Saarbr-Sulzb.ver -zwacken: nur Part. -tswakt. 1. verästelt Wittl, Daun-Neroth. — 2. übertr. verwickelt, schwierig zu behandeln Merz-Brotd, Bitb-Dudeld (doch kann hier auch –zwickt vorliegen, s. d.); er is v. wei en Gäss Brotd; dat elo as e Bəzwackten er hat einen bösen Sinn Dudeld. PfWB LothWB Zwacken -agə, –akə(n) Simm-Argenth Laub, Saarbr-Sulzb, Wend-Dörrenb, Ottw, Daun-Tettschd (-ā-) m.: 1.a. Zweig, Astgabelung Wend-Dörrenb, Ottw. — b. Ableger Simm-Argenth. — c. Zinke an der Gabel Daun-Tettschd. — d. Pl. die Wurzelzacken des menschl. Zahnes Saarbr-Sulzb. — 2. Auswuchs an Kartoffelknollen Simm-Laub. [Bd. 9, Sp. 881] ![]() [Bd. 9, Sp. 883] zwackerig -əreχ Birkf-Idar Adj.: in zw. Morte Mohrrübe mit zwei od. mehr Wurzeln. PfWB zwackig Merz-Nunk, Daun, Prüm, Neuw-Datzeroth Adj.: gabelig, vom Ast, Zweig. Ge- zwadder: Gewirr von (dürren) Ästen Saarl-Hüttersd, Merz-Konf. PfWB Zwadder-kopf -ǫ-, –- m.: 1. –nickel (s. u.) Saarbg-Wellen. — 2. starrköpfiges Rind Merz-Saarhölzb. Zwadder-nickel -ø- Saarbg-Wellen m.: Kind, das die Haare durcheinander hat. Zwadder-nickkopf -nīkp Saarbg-Stdt m.: = Zwadder 2b α. PfWB zwadderig -adər-, –adr- Wend-Marping, Ottw-Neunk Uchtelfang, Merz, Saarbg Adj.: 1.a. verwirrt, vom Haar Merz-Saarhölzb, Saarbg; dat (Mädchen) hot zw. Hor. — b. sehr grob, vom Stoff; en zw.ən Stofft Merz-Saarhölzb. — c. zwadderig Geschir verkrüppelte, oft halbreife, fest an den Wurzeln haftende, kleine Kartoffeln ebd. — 2.a. unbrauchbar; wat es dat lo en zw.ən Kerl Merz-Losh. — b. verdriessl., missgelaunt Saarbg-NLeuken. — c. eigensinnig Wend-Marping. — d. ungeduldig, auch aufgeregt, nervös Ottw-Neunk Uchtelfang PfWB zwaddern -adərə Ottw-Neunk schw.: der hat gezwaddert vor Rasch gezittert vor Wut. ver- zwaddern: 1.a. er v. fast verzweifelt fast abseits Kreuzn-Stdt (-atərt), Birkf-Ld. — b. er is ganz v. verwirrt ebd. — 2. sich ungeduldig gebärden Ottw-Neunk Schiffw; ich se ball verzwaddert vor Ungeduld Saarl-Pachten Diefflen. [Bd. 9, Sp. 884] zwalkig Siegld Adj.: verästelt, viele Queräste habend. Ver-zwälgung -twę·l.juŋ MGladb-Günhv f.: Verästelung. Zwanderich ebd. m.: zerfahrener Mensch.
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