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Zein bis zeisen (Bd. 9, Sp. 742 bis 744) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Zein Zeine I Zein-bänder Zeinkarre Zeinmächer Zeinmesser Zeine II Zeinen-baum Zeinenbaumreuter Zeinenkarre Zeinenklump Zeinenlöffel Zeinenpumpe zeinen zeinens Zeip I Zeip II Zeipe zeipschen Zeip-kittel zeipig zeise zeis-haftig zeisig ge-zeisigt zeisen Zeis-draht Zeistau Zeisig Zeisig-männchen Zeisigweibchen Zeiss Zeissel Zeit Gezeit Unzeit Vorzeit Zeit-verkürzung Zeitlang zeitlebens zeitlebenstag zeitlich(s) Zeitlichäpfel Zeitling zeitlings Zeitlose Zeitmännchen Zeitmariännchen Zeitvertreib Zeitvertreiber Zeitweibchen zeitweilig zeitweise Zeiten-beutel Zeitenläufer zeitenletzt zeiten gezeiten zeiterig unzeiterig zeitig überzeitig unzeitig Zeitig-birne zeitigen Zeitung Zeitung- Zeitungpapier Zeitungwolf (Ge-)zeiter Ge-zeits Zeize ze-jahr Zejätt Zejames zeken Zekorsch Zekreit Zekrit Zel I Zel II Zel III Zelack Zelderei Zelebrand zelebrieren Zelesterberg Zelg Ge-zelg zell Zell Zelle Zellemochum Zellerie Zellich Zellie Zellini zelmol Zelotes Zelsius | PfWB ElsWB Zeine I zu ahd, zeina, mhd. Lexer zeine, got. tainjo »Korb«, anord. teina »Reuse«, anscheinend zu obigem Zein eine Kollektivform; trotz der nahen Bed. Verwandtschaft hat es mit Zeine II (s. u.) nichts zu tun; α. ts:n in May-Ettring, Aden, Ahrw-N u. ODürenb NZissen; -ē:- Ahrw; -e·i.- Löhnd Heimersh Sinzig [tse·i. Bodend]; dann β. tsē:nχən Sülzt (veralt.) u. tse·i.n u. tsē:n OAltk; tsāi, tsi, ts, tsē, tsŋ Siegld, Ol. -nə(n), Dimin. -χə(n) f.: 1.a. einhenkeliger Korb aus geschälten Weiden geflochten, für Kartoffeln, Obst; Schinnenz. Verbr. im Geb. α. (u. ts:mχən Obstkörbchen mit Hängebogen u. Haken zum Pflücken Saarl-Berus). — b. ein aus Holzschienen geflochtener viereckiger Korb mit Griffen an beiden Seiten od. Stangen zum Tragen, bes. die Kohlnz., die aus Eichenschälholzschienen an zwei Tragstangen, als Kohlenmass dienende Z., mit welcher der Messer die mit der Kohlnraize, –köze angefahrenen Holzkohlen mass; auf einer Kohlnr. waren bei guten, nicht zu steilen Strassen, wenn eine Kuh als Zugtier benutzt wurde, 5 Z.ə geladen; die Grösse der Kohlnr. richtete sich nach Gelände u. Zugtier; der Köhler, der die K. mit dem Fellwəs (Lafass, Lowes) belud, rechnete, dass etwa 4 Fellweser auf 1 Z. gingen; die geeichte Z., in welche die Kohlen mit einem gebogenen Krämmer aus der K. gezogen wurden, fasste 1 hl; der Messer rechnete nach vollen Z., u., wenn ein Rest blieb, ursprüngl. nach sechstel, später nach achtel Z.; 10 Z. ergeben 1 Wagen (Wawel) Verbr. OAltk, Siegld (veralt.). — 2. übertr. verächtl. a. faul Z. träges Weib Ahrw-Lorsd. — b. Frau, die nicht gut gelitten ist Ahrw-Heimersh. Zein-bänder -bęnər Siegld m.: Arbeiter, der bei den alten Holzkohlenhütten die Holzkohlen vom Fuhrwerk in die Schuppen u. aus den Schuppen auf die Gicht brachte; ursprüngl. wohl der Hersteller von Z. Zein-karre -karχə Siegld f.: Schubkarre, eine kleine Zeine statt Kasten habend. Zein-mächer ebd. m.: -flechter, jetzt nur noch in FamN. Zein-messer ebd. m.: jmd., der die auf die Eisenwerke gelieferte Holzkohle mit der Zai mass. [Bd. 9, Sp. 743] Zeinen-baum tsi·ŋ.(ən)bōm, tīən(ən)- usf. [tsī:mbōm Grevbr-Allr Hochneuk, Sol-Burschd; ti·m.- Erk; tī:m- Kemp-AmernSAnton; tsī:- Jül-Hasselsw Münster Titz, Bergh] Allg. veralt. m.: Stange, woran die Z. 1 n getragen wurde. Zeinen-baumreuter -ryktər uWupp m.: wer früher von einer Hochzeit zu früh nach Hause ging, wurde von den jüngeren Leuten zurückgeholt, indem sie ihn auf einen Zingbom setzten u. wieder zum Festhause trugen. Zeinen-karre, Zeinen-klump, Zeinen-löffel, Zeinen-pumpe Verbr. wie Z. 1 c: Geräte beim Jauchefahren. Dölker Jecke kome getrecke, habbe ken Schöppleəpele, mödden ut de Tinklomp eəte! zeinen tīnə, –i- schw.: 1. Jauche fahren; de Bäng (Wiese) t. Verbr. wie Zeine 1 c. — 2. das Vieh tränken Kemp-Süchteln. Zeip II s. folg. [Bd. 9, Sp. 744] zeipschen -īp- schw.: spitz fressen od. trinken Sieg-Ägid. zeipig -ēp- ebd.; -- BGladb Adj.: langsam sprechend, arbeitend. zeis-haftig tse·i.s- MülhRh-Overath Adj.: leicht empfänglich für Krankheiten. zeisig diese Bildung ist unter den Einfluss des Vogelnamens Zeisig (mhd. Lexer zîsec) geraten, und so finden wir Formen, die auf -ei- und auf -ī- zurückgehen. α. -ei- liegt vor in -ē:z- Daun-Katzwinkel, Aden-Kaltenborn, Schleid-Dollend Hellenth Reifferschd, Monsch [-:- Höfen], Dür-Pier, MülhRh-Ensen, uWupp; -e·i.- Daun-Wiesbaum, Prüm-Steffeln (an beiden Orten < -ī-?), Ahrw-Remag, Mülh-Rh-BGladb, Sol-Steinbüchel, Eup-Raeren, Aach-Stdt, Kemp-Breyell; te·i.s- Düss-Erkr, Mettm; β. -ī- liegt vor in tsī:s- Rip allg., Grevbr, MGladb, Erk, Geilk, Heinsb (n. der Ben.-L. aus dem Rip stammend) Adj.: 1. empfängl. für eine Krankheit, erbl. belastet; he es der Krankhet z., — z. op de Bros (Brust), — met sengem Hals ärg z. Rip, Allg. — 2.a. -ī:z-, he es ärg z. empfindl., trinkt z. B. nicht aus dem Glase eines anderen Erk-Doveren. — b. -ē:z- langsam, zaudernd uWupp. — c. -ī:z- reif, vom Obste Erk-Körrenz. — d. -ē:z- eiternd, vom Geschwür Schleid-Dollend. ge-zeisigt jətsøziχt Prüm-Mürlenb 1860; -tsī:ziχt Neuw-Leutesd Part.: zeisig 1.
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