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Widde II bis Widder-lamm (Bd. 9, Sp. 484 bis 487) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Widde II Widd-darm Widdholz Widdkasten Widdkorb Widdmesser Widdpiff Widdwind Widdwinde Widdel widden Ge-widde widdig Widdse Widdsen-baum Widdsengrient Widdsenhäpe Widdsenhöcke Widdsenstrauch Widdel widdeln widdelig widder Ge-widder Widder Widder-lamm widderig widdern I widdern II widdern III widderigen Widdersdorf widdig I widdig II Widdse Wide I Wide II Wide III Wid-dock Widdopp Widhammer Widhapp Widhei Widhopf Widhuck Widkopf Widwal Widwein Widel wideln wider wider- widerachtig Widerbart Widerborstel widerbränderig Widerbucht Widerbürste widerbürstig Widerbusch Widerdopp Widerfriste Widergadde Widergang Widergans Widergewächse widerhaarig Widerhaken Widerhall Widerhalt Widerhälter Widerholz Widerkehrde Widerklang Widerlage widermündisch Widermut widermütig Widerpart Widerpein Widerpfahl Widerrist Widerruf widerruflich Widersacher Widerschall Widerschein widerscheinig Widerschlag Widerschnapp Widersinn widerspänig widerspenstig Widerspiel Widerspruch Widersprung Widerstand Widerstoss widerstrebig Widerströpp | [Bd. 9, Sp. 485] Widd-darm wet- Prüm-Willwerath m.: Schlund des geschlachteten Schweines. Widd-holz wīdən- Saarbg-Beurig n.: wolliger Schneeball, Viburnum. Saft,. S., W., de Beck hät e junge Wolf, er werft en en de Grawe, er fresst em alle Rawe! Bastlösespruch. Widd-kasten widən- Lennep m.: K. des Schuhmachers, mit W. verschliessbar. Widd-korb witkarəf Altk-Bachenbg m.: K. aus ungeschälten Weidenwidden, in Eimerform. Widd-messer wetəmęts Mörs-Orsoy n.: M. am langen Stiel, zum Herabziehen dürrer Äste. Widd-piff widəpif Kobl-Bendorf (sonst hier Weidenpeif für die grössere Flöte) f.: kleinere, schmale Weidenflöte. Widd-wind witweŋk rip. Wippf, uWupp 1870 (RhKlaaf); s. Wiwind m.: Wirbelwind. Widd-winde (ags. wiþewinda) witwe·n. kurköln. Neuw, Sieg (u. -wę·n., –we·ŋ., –ǫ-, –-) [Sieg-Eitorf wikw·n.]; wīətwe·ŋ. Gummb-Homburgisch; witwe·ŋ. Bo (rrhn.), MülhRh, Sol [widəwi·ŋ. Burschd]; -wø·ŋ. Köln-Sinthern Widdersd, Bergh-Blatzh f.: Ackerwinde, Convolvulus arvensis, Zaunwinde, C. sepium, auch Sammelname für Schlinggewächse des Waldes, z. B. Geissblatt. Widdel wetəl, Pl. -lə LRip in Jül-OMerz, Aach-Alsd [Eup-Raeren wet, Pl. -tə] m.: gedrehtes Stroh, Strohschlinge, an der das Fleisch hängt. PfWB ElsWB widden schw.: 1.a. -īd- eine Gerte w., drehen, dass sie eine Widde I wird Wittl-Meerf; -i- Koch-Leienkaul, Prüm; -e- Schleid-Marmagen; -ǫ- Sieg-Fussh. — b. -īd- etwas w., hin- u. herbewegen, z. B. eine Axt, die im Holz festsitzt, am Stiel w., dass sie sich wieder lockert u. man sie herausziehen kann Prüm; -i- Malm. — c. -i-, einen w., mit einer Widde schlagen, prügeln Trier-Hermeskeil, Bernk (o. O.). — 2. sich w. a. sich biegen, drehen lassen, von einer Gerte; et Holz widd sech Schleid-Urft, Prüm. — b. -i-, ein im Gefüge lockerer Teil widd sech, schwankt hin u. her Aden-Herschb. — c. -i-, sich vor Schmerz hin- u. herwinden Prüm, Malm, Schleid-Blankenh. — d. -ī- sich zurückziehen, weigern, zögern; wer bei einem Unternehmen allzu bedenklich ist, wid sech wie en Wurm Prüm. — Abl.: die Widderei, dat Gewidd(s) (s. u.). [Bd. 9, Sp. 486] Ge-widde jəwit Daun-Tettschd Sg. t. n.: in der Wend.: Un't (ins) G. kunn (sein) in Angst kommen (sein); un't G. dreiwen in A. jagen. widdig Adj.: 1. -id- zäh, widerstrebend, schwer lenkbar, vom Menschen, bes. aber vom Zugvieh, Ochsen Prüm-Ihren Leidenborn Welchenhsn, Malm-Amlen. — 2. -īd- durchtrieben Trier-Fell Mehring. Widdse mndl., ndl. wisse entsprechend wes Klevld, Geld bis zur ss/ts-Linie; dann wets, –i- Geld, Mörs-Wallach, Erk-Elmpt (u. wīət), Selfk, abseits Monsch-Rötgen, Schleid-Reifferschd; Pl. -sə, –tsə, Dimin. -skə, –tskə, –χə f.: 1. im Klevld (s. o.), wo für Salweide Wej, für Kopfweide Wilg herrscht, ist W. eine Bindrute aus Weide, u. die Salix viminalis heisst dort Bende-, Mandew., an Flussufern zur Befestigung derselben gepflanzt; sonst ist W. Salix viminalis (im Selfk auch wī·ə., aber meist »Pappel«). RA.: Wenn me ut Wänn (Wortsp. mit »wenn«) Monge (Manden) mackt, sind de W.ə düər Selfk. De geht W.ə schniə (schneiden) läuft davon Geld-Nieukerk. Ene de W. bijhaute (-halten) sich nicht unterkriegen lassen Heinsb-Breberen. Wann danzen de Erten (Erbsen) op W.ə? in der Wanne Heinsb. — Teppe, t., tape, ek woll en Flöcke (Flötchen) make van Esse (Esche) of v. Wesse; v. W. sin de beste; half af, gans af, bitt de Kuhw de Stert af! Bastlösespruch Geld-Schravelen. — 2. übertr. die aus Korbweiden geflochtene Schüssel Selfk. RA.: De W. bihaue (beihalten) sorgen, dass das Kuchenmesser immer etwas auf der Schüssel vorfindet, übertr. einen niederhalten. Wann de Schenk dervan es, dann stenkt de W. wenn der Mohr seine Schuldigkeit getan hat, kann er gehen. Widdsen-baum -ō- Mörs-Sonsbeck, Selfk m.: Korb-, Kopfweide. Widdsen-grient -jrent, –ŋ Selfk m.: Korbweidenanpflanzung. Widdsen-häpe -hī·ə.p ebd. f.: Hippe, zum Schneiden der Widdsen. Widdsen-höcke -hk Heinsb-Millen f.: Hippe, etwas gebogen, mit längerem Stiel. Widdsen-strauch -u- (s. S.) Allg. m.: W.strauch. RA.: De Lir (Viol) [Leier, Geige] in de W. hange seine Arbeit, sein Geschäft drangeben. Widdel s. o. bei Widde II. [Bd. 9, Sp. 487] widdelig Allg. Adj.: behende, emsig; e w. Dingen (Mädchen) [w. ist ein junges Mädchen, das beginnt, nach den Burschen Ausschau zu halten Malm-Ameln]. widder s. wider u. wieder; Ge-widder s. Gewitter. Widder-lamm -lamp Bernk, Daun n.: männl. Schaflamm.
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