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weben bis Webermesser (Bd. 9, Sp. 322 bis 324) | |||
weben verweben Web Web-baum Webgestell Webgezaue Webkamm Webkammer Weblade Webling Webstuhl Webtau Ge-webe Webelchen webeln webels Weber Weber-bas Weberbaum Weberkardenboll Weberknauf Weberknecht Weberknoten Weberlämpchen Weberlitum Webermesser Weberpräumchen Weberschiffchen Weberstuhl Webertau Webervogel Weberei webern Webersche wech Wech I Wech II Wech III Wech IV Wechen wechen wechseln abwechseln auswechseln umwechseln verwechseln Wechsel Wechsel-balg Wechselbalken Wechselbau Wechselbäumchen Wechselfeld Wechselfrucht Wechselgeld Wechseljahre Wechselkors Wechsellade Wechselland Wechselloch Wechselplatte Wechselrahmen Wechselsaat Wechselschacht Wechselstück Wechseltag Wechseltisch Wechselwender Wechselier Wechselung Verwechselung Wecht weck I weck II weck III Weck I Weck II Weck III wecken Weck IV Weck-back Weckblume Weckbock Weckbohnen Weckbrei Weckbrett Weckbroche Weckbrocken Weckbrot Weckbrücke Weckbutterramme Weckbuttersch Weckbutterstück Weckdiel Weckditz Weckdorn Weckdung Weckdutz Weckfettmännchen Weckflapp Weckflechte | PfWB ElsWB ver- weben: etwas v. 1. Garn v., das Gespinst im Tuch. — 2. falsch w. Allg. Web vereinz. węf Sg. t. m. Eusk-Lechenich; wēbχə, Pl. -χər n. Saarbr-Sulzb: 1. Witz, Streich; wess de noch de W.? Lechenich. — 2. luftiges Gebilde, tanzende Punkte vor den Augen; W.cher siehn vor den Aue Sulzb. Web-baum (s. S.) Allg. m.: B. am Webstuhl, worauf das Garn gewickelt wird. Web-gestell Gummb n.: -stuhl. Web-gezaue -jətsǫ·u. uWupp 1870; -jətǫ·u. Heinsb-Karken 1880 [urkdl. wevegezauwe Aach 1387] n.: -stuhl. Web-kamm WEif, Siegld m.: K. des Webstuhls. Web-kammer (s. S.) Saarbg. Trier, WEif f.: Raum, in dem der Webstuhl steht. PfWB Web-lade (s. S.) WEif, Sigeld f.: die L. am Webstuhl mit dem daransitzenden Webkamm. Web-ling wwəleŋ Nrhn. m.: Sprosse der Strickleiter (Want) am Kahne. PfWB ElsWB Web-stuhl (s. S.) Allg. m.: wie nhd. Web-tau (s. –gezaue) Klevld n.: dass. PfWB Ge-webe -wf(s) [Siegld -wp, -wăf] Sg. t. n.: 1. das Gewebte; sej hät G. in de Kis Mörs, Allg. — 2. Spinngewebe. Webelchen -ęw-, Pl. -χər Altk-Birken Steckelb n.: Blütenkätzchen des Haselstrauches. webeln schw.: 1. -w- mit Garn weiten, reichen Prüm-Stdt. — 2. -ēə- hin- u. hergehen Heinsb-Karken. [Bd. 9, Sp. 323] PfWB webels wwəlts (adv. Genit. zu mhd. Lexer wëwel »Einschlag beim Gewebe« od. zu Lexer wëbeln »schwanken«) an der Saar in Saarbr, Ottw, Merz-Stdt Zwalb u. veralt. wēăwəlts, –īă- Bitb-Dahlem Seimerich Stdt Adj. praed.: ich sen w. wor es ist mir ausgegangen; mer wäre en vier Woche noch net w. Wasser wor das Wasser wäre uns nicht ausgegangen; wemmer siewe Brout hät o gäht un't Backen, da get (wird) mer net w.; ich sean w. Geld, leihnt mer ebbes! Saar; eich sein der Sach w. habe nicht mehr damit zu tun, — w. am (im) Geldbegdel (-beutel) bin übel dran; ganz w. Geld Bitb (s. o.). PfWB ElsWB LothWB Weber Sg. u. Pl. [Pl. SNfrk auch -ər, Klevld -ərs] m.: 1.a. wie nhd.; die Bauern webten ihr Leinen selbst, es gab aber auch Linew. von Beruf; sogen. Gebildw. handwerkl. geschult; Samt-, Sidw. RA.: Die Öllampe brennt so trüb, as wenn en W. freijt Rees-Ringenbg. Ne W. on en Get (Geiss), dat sind allebeds e Paar ärm Dieres MGladb. Der W. es en ärm Dier: stif spanne, heəl (hart) schloəhn, Gott en alle Mensche schöldeg; weə mich doran ermahnt, dat deə verkröppelt en verlahmt; weə mich dova sprecht, dat dem der Düvel der Hals zerbrecht! Abzählr. Aach. Et sall sech wahl doke (tuchen, Tuch werden), sät de W., do sprong e met de Föt (Füssen) en et Gare, — do hong he met de Ben en et G., — do schlog he de Klompe dren SNfrk. Klevld. Wat de schlemme Gewennde (Gewohnheit) nit deiht, sat der W., do stohl he sich sin eige Gaan Köln-Stdt. Der W. sät: o wih, min Fott (Gesäss), wenn ich spole mott; o w., min Enkel, ich mott no de Wenkel (Webstuhl)! Kref. De Schnider sät: dor hängt et Speck; de Schuster s.: dor let den Dreck; de W.s.: hatt ek et, hatt ek et! Rees-Ringenbg. Öm letzte Lefrau (Liebfrauentag) krit de W. de Lomp (Lampe) an et Getau Geld-Leuth. Wann de W. net böng (bände, knüpfte) on net brüək (bräche), dann wüər he gau (rasch) rik; möt dem Knöppen on Bengen kömmt der W. derhenge (dahinten) nicht vorwärts MGladb-Korschenbr. De mäk e W.sch Gescheck ist ungeschickt bei Bauernarbeit ebd. Dem W. es en Katt en de Kett komme es reissen ihm zu viele Fäden Heinsb. Wer em W. et Scheffche ofrafft, kreit en Usterei Neuw-Dierd. Deck on glik (grob u. gleich gesponnenes Garn) mäk der W. rik SNfrk. Me süht selden ne rike W. ebd. Dat Lämpken borrt (brennt), as wenn de Mad ene W. frejet Geld-Leuth. Glich on Gl. hürt zosamme, sat der Düvel, do hott he ene Advokat on ne Schnider, ene W. on ne Möller em Sack Jül-Linnich. Dat Mingscheleəven glickt der Spol vam W. läuft allmählich ab MGladb-Korschenbr. Folgende Wocheneinteilung för den W.: Mondag, Lieferdag; Densdag, Lieferdagsschwoger; Mettwoch, Stelljustig; Donnerschdag, Pöngelsd.; da bleiben Freitag u. Samstag zur eigentl. Arbeit MGladb. — Neckverse: Möller met de Moldersack, W. met dat Spolrad, Schnider met sin Schnippelschiər, wo komme de drei Diere her! Jül-Linnich. De W. hat e Brick gebaut von laurer Speck un Sauerkraut! Wend-Dörrenb. Klene W., hopp, h., h.; kl. W. hät et Haus gebocht mot Bottermelch on Sauerkraut! Prüm-Duppach. De Lewer ös fir de kranke W.! Trier-Stdt. W., lott weəeve, dann hant wer te leəve; koflitter, koflätter; [Bd. 9, Sp. 324] Weber-bas -vər- Aach m.: -meister. Weber-baum -vər- u. -vər- SNfrk m.: Webbaum. PfWB Weber-kardenboll -vər- Geld-Schravelen m.: Kardendistel, Dipsacus fullonum; sie wurde früher zum Rauhen der Tuche verwandt. Weber-knauf -vər- knōp SNfrk m.: ein kunstvoll verschlungener Knoten, beim Ausbessern der Kettfäden üblich. PfWB Weber-knecht (s. S.) m.: 1. -vər- Webergeselle Aach; -vərs- MGladb. — 2. übertr. Spinne mit langen Beinen Verbr. Hepp, h., Heppelebän, hepp iwer de weisse Stän! singen die Kinder Trier-Geizenbg. Weber-knoten -gnōrə Siegld; -gnūədən Bitb m.: -knauf. Weber-lämpchen -vərlęmpke Heinsb, Erk n.: kleine Hängelampe ohne Fuss, wie sie die Weber benutzen. Weber-litum n.: Neckn. für Eup-Kettenis. Weber-messer -męts Sol n.: Messer mit stumpfer Spitze u. Vorsprung auf dem Rücken, mit dem der Weber den Faden schneidet.
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