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Wandel bis Wänder II (Bd. 9, Sp. 243 bis 245) | |||
Wandel Wandel- Wandelspiere Wandelstock Wandeltag wandeln bewandeln umwandeln verwandeln wändeler Wandelung wandern bewandern zerwandern Wander-bündeltag Wanderkrähe Wandermann Wandermaus Wanderschaft Wandertag Wandertisch Wandervögel Wänder Wanderung Wänder I Wänder II Wändel wanderterr ver-wandt wane I wane II Waner Wäner er-wanen Wang I Wang II Wäng Wange Wangen-stück Wängert wangele wängeln wängern Wangert Wangk wängseln wängscheln Wank I Wank II Wank III wankeln wanken Wankert Wankum wann I wann II wann III wann-ehe(r) Wann I Wann II Wanne Wann-blume Wannflicker Wannkorb Wannläpper Wannmächer Wannmande Wannmühle wannmühlen wannmultern Wannofen Wannpläcker wannschön Wannschüssel Wannsift wannen I erwannen Ge-wännsel Wännef wannen II wannen III wännen Wannung wansch wan-schaffen wan-schauen wanscheln wänscheln Wänscho wansen wansig Wanst wanstig want Want I Want II Wanten-handschuhe Wäntchen Wante wanten | Wandel- in Zs. [wandelbar, –fertig, –kauf, –leute, –mann, –schuhe, –steine sind urkdl. bezeugt]; dazu: Wandel-spiere -dəl- f.: obere waagerechte Stange des Heckgeländers Rheinschiff. Wandel-stock -dəl- Klev-Wyler m.: Spazierstock Wandel-tag s. Wander-. PfWB ElsWB wandeln schw.: 1. trans. a. wanələ; gelegentlich einer Gemeinde, zu der jede Familie, die Bürgerrecht besass, eine erwachsene (d. h. über 14 Jahre alte) Person stellen musste, wurden sich einige Burschen einig, irgendeines der anwesenden Mädchen sə wanələ; nach beendeter Arbeit (wobei mitunter von der Gemeinde Freibier gespendet wurde) griffen die Burschen das Mädchen, legten es zu Boden u. hielten es an Armen u. Beinen fest, während ein weiterer Bursche dreimal unter dem Mädchen hindurchkroch u. es zum Schluss küsste. Umgekehrt vereinigten sich auch öfters (mitunter aus Rache) mehrere Mädchen, um einen Burschen in gleicher Weise sə wanələ; wer gewanelt wurde, betrachtete den Vorfall als eine Kränkung u. sann auf Wiedervergeltung (veralt.) Simm. — b. wanələ sich w., sich ändern Siegld. — c. wndələn, sich w., sich wälzen Klev-Goch Hassum Pfalzdorf. — 2. intrans. mit »haben«. a. wandələ(n) spazieren gehen; w. gohn Geld, Klev; -a·ŋ.- MGladb, Heinsb-Myhl; -ǫ- Heinsb-Karken Kirchhv; -a·n.d- Aach-Stdt (all wandelens wandernd); -a·i.nd- Eup. RA.: En wandelnde Kroh (Krähe) föngk (findet) he on do ein Geschäftsmann, der hinausgeht, findet immer etwas zu verdienen Rheinb-Meckenh (nur in dieser RA.). — b. -a·n.d- ausziehen, vom Gesinde Saarl-Gerlfang Ihn, Saarbg-Wehing, Wittl-Honth, Daun-Brockschd Kerperich Hermersd Schalkenmehren Strohn; s. wandern. — c. -a·n.d-, em Tram w. nachtwandeln Trier-Pelling; -nd- träumen; eich hun nächter gewändelt Bitb-Nussbaum. — d. -a·n.d- beim Kartensp. nicht richtig bekennen Prüm-Burb. — Abl.: die Wandel(er)ei, dat Gewandel(s). be- wandeln: einen b., im Kartensp. durch W. 2 d hineinlegen Prüm-Burb. um -wandeln: nach dem Nhd.; der Jung ös of ämol be imgewannelt Koch, Verbr. [Bd. 9, Sp. 244] wändeler wę·n.dlər Merz-Nunk: im Auszählreim: Ändler, w., zickler, zoll, Ribche, Bibche, knoll! PfWB ElsWB LothWB Wandelung Sg. t. f.: 1. wa·n.tloŋ die hl W. in der Messe Allg. nach dem Nhd.; mdl. et kläpp half. Volksgl. Schlägt die Turmuhr während der W., so stirbt bald ein Gemeindemitglied Allg. Während der W. beobachtet der mit Warzen Behaftete die Leute; sieht er einen schwätzen, so berührt er mit der einen Hand die Warzen u. spricht: Was ich sehe, ist Sünd, was ich berühre, vergehe geschwind! — 2. wa·n.dələŋ Spaziergang Heinsb-Karken 1880. PfWB LothWB wandern schw.: 1. wanərə wie nhd.; no, dann welle mer wedder w. nur vereinz. Saarbr, Saarl, Siegld; -a·i.nd- Eup-Stdt; -and- n. Ruhr. In Ra.: En wandernde Kroh (Krähe) fengt (findet) mih wie en settende Sol-Wald. We wit gewandert es on alt, de mag legen (lügen) met Gewalt Erk-KlBoslar. Muss w., muss w. von einem Jahr zum andern usf. im Ringelreigen Saarl, Verbr. Ringlein, R., du muss wandern, von dem einen Ort zum andern (an einer langen Kordel läuft es durch die Hände der im Kreise sitzenden Mädchen; ein im Kreise stehendes Mädchen muss den Ring suchen) Gummb. — 2. im übrigen in best. Anwendung; wanərə, –a·n.-. a. sich unstät verhalten, aus einem Bett ins andere wollen, von einem Kranken Wend, Merz-Riml. — b. umziehen mit den Möbeln von einer Wohnung in die andere; auch mer sen gewannert, wenn man in demselben Haus die Zimmer ihrer Verwendung nach vertauscht Saarbr, Goar-Weiler. — c. umziehen, von der Braut in das Haus des Bräutigams od. umgekehrt der Bräutigam in das der Braut, wo eben die Wohnung der knüftigen Eheleute sein soll Rhfrk. Michaelis trat der neue Hirt seinen Dienst an; dann wurde er von den Bauern gewannert, seine Habseligkeiten wurden ins Hirtenhaus geschafft; anschliessend eine kläne Kirb (Freibier) auf die Kosten der Gemeinde Birkf-Vockenth Siesb. — d. umziehen, die Stelle wechseln, vom Gesinde Rhfrk, Mosfrk in Saarl-Bisten Leiding, Saarbg-Eft Körrig Nohn Palzem, Trier-Hochw. Wittl-Altrich Dodenbg Flusb Rievenich, Zell, Koch-Bruttig Lütz Wollmerath, Daun-Schönb u. Rip in Ahrw-Neuenahr. — e. -a·n.d- ein Klickersp.; ein Kl. wird ausgeworfen; ein anderer Spieler wirft einen Kl. nach; trifft er den ersten od. bleibt er nur eine Spanne von ihm entfernt liegen, so hat er ihn gewonnen; sonst bleibt auch er im Spiele liegen, so daß die Anzahl der Klicker immer wächst; jeder darf so lange werfen, bis er fehl wirft Bo. — Abl.: die Wader(er)ei, dat Gewander(sch). be- wandern: in der RA.: Bewander der Mann (wandere mit ihm) on lof em dann! Neuss.zer -wandern: tswandern hin- u. herlaufen Siegld-OSetzen. Wander-bündeltag wānərbendəldāκ{??A} Wittl-Piesport m.: Ziehtag des Gesindes. Wander-krähe wa·n.ərgr:n Goar-Dörth Niederbg f.: Kr., im Gegensatz zur Standkrähe. Wander-mann -nər-, –ndər- Verbr.: wandernder Handwerksbursche. Wander-maus wanər- Kreuzn-Langenlonsh f.: Mäuseart. PfWB ElsWB LothWB Wander-schaft -nər-, [Bd. 9, Sp. 245] Wänder węndər, Pl. -dərs, Dimin. -dərkə Klev m.: schmaler Gang zwischen zwei eng nebeneinanderstehenden Häusern. S. Wanderung 2. PfWB Wanderung wanəriŋ Siegld; waŋ- NSiegld Sg. t. f.: 1. Wanderung. — 2. schmaler Gang zwischen zwei in der Strassenfront stehenden, aber nicht Wand an Wand gebauten Häusern Siegld-Bühl Hilchenb Kromb. Wänder I s. o. bei wandern. Wänder II,
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