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Wage bis Wag-geld (Bd. 9, Sp. 183 bis 186) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Wage Anwage Wage-balken Wagebolzen Wagegang Wagehammer Wagekelter Wageklöbchen Wagenagel Wagepiddel Wagepinn wagerecht Wageschale Wagescheid Wageschwengel Wageschreiber Wagestift Wagestösse wagen abwagen auswagen einwagen verwagen vorwagen Wag Wag-geld Waghals waghalsig Wagkorb Wagmeister Wagnis Wagstück Wagtag Wagel wageln wagen I wagen II Ge-wage Wagen Beiwagen Wagen- Wagenbaum Wagenbitze Wagenbügel Wagenbuss Wagenbütte Wagendiel Wagenfelge Wagengelenk Wagengraben Wagengräute Wagenhaube Wagenhausen Wagenhebel Wagenhexe Wagenkläz Wagenkranz Wagenlager wagenlaufen Wagenläufer Wagenläutsche Wagenleine Wagenleise Wagenleise Wagennagel Wagenpferd Wagenpinn Wagenplank Wagenrad Wagenring Wagenrinne Wagensack Wagensattel Wagenscheit Wagenschild Wagenschlitten Wagenschlüssel Wagenschmied Wagenschmier Wagenschmierhändler Wagenschmierkrämer Wagenschick Wagenschopp Wagenspreite Wagenspor Wagenstange Wagenstell Wagentanzer Wagenteer Wagentrane Wagentrog Wagentuch Wagenvoll Wagenwage wagenweit Wagner Wagner-beil Wagnergehölz Wagnerhang Wagnerei | [Bd. 9, Sp. 184] NRhWB An- wage : 1. guter Punkt zum Ansetzen des Hebels Simm-Laufersw, Neuw-Datzeroth. — 2.a. Waage 2 c Meis-Meddersh. — b. Waage 2 b Trier Mettnich. — 3. der starke, etwa 4 m lange Druckbalken über der Kelter, eingelassen in die Kelterwand, am anderen Ende ein Fäss'chen mit Wasser als Gewicht; er drückt auf den darunterliegenden kurzen Balken u. so auf den Deckel der Kelter, unter dem die mit Hefeschlamm gefüllten Bandelsäckchen, zwei nebeneinander auf dem Boden, dann zwei rechtwinklig zu den ersten, liegen; durch den Druck entweicht der im Hefeschlamm befindliche Bandelwein uNahe. PfWB Wage-balken w-, w:γə- Allg. m.: eiserne Stange mit Aufhängevorrichtung an der Balkenwaage; an den kürzeren Hebelarm wird die Last gehängt; W.balkenschmied Hersteller der Balkenwaage (veralt.) NBerg [urkdl. waigbalck Mörs-Rheinbg 1554]. RA.: der Aprilsnarr soll de glasere W. holle Dür. Wage-bolzen w:γəbolts Grevbr-Glehn m.: eiserner, hammerähnl. B. zum Befestigen der Wage 2 b an die Deichsel. Wage-gang w:janŋk Prüm-Mürlenb 1860 m.: ein ca. 4 Fuss schmales Brett, worauf ein zweites kurzes Br. in horizontaler Stellung, auf beiden Seiten des leichteren Erkennens halber schwarz u. weiss angestrichen, befestigt ist; Instrument zum Nivellieren. PfWB Wage-hammer w- Nahe, Saarl, Merz, Bernk-Monzel, Zell-Sohren m.: -bolzen. Wage-kelter w:x- Ahr, Siebengeb. f.: älteste Kelterart, dabei liefert ein langer, schwerer Eichenstamm, mit Steinen beschwert, den Druck. Wage-klöbchen w:xklfχə Sieg n.: Vorrichtung an der einschaligen Waage, in der sich die Zunge bewegt. PfWB Wage-nagel (s. S.) w-, w:γ(ə)- Rhfrk, Mosfrk, Gummb-Berghsn, Mettm-Hochdahl, Dür-Nörvenich m.: -bolzen, –hammer. Wage-piddel w:γən- Wippf-Lindlar m.: dass. Wage-pinn wγənpen Wippf-Thier m.: dass. wage-recht -γə- Adj.: nach dem Nhd. RA.: Eich kann of zihn Meder en e w. gehal Flasch scheissen wer starken Durchfall hat Trier-Stdt. PfWB Wage-schale w-, w:x- (s. S.) Allg. f.: wie nhd. RA.: Dat kammer och net op de W. lege wie nhd. Allg. PfWB Wage-scheid w:xēt Sieg-Leuschd n.: Waage 2 b. Wage-schwengel w:γən- Wippf-Thier, Lennep-Hückeswg Mesenholl Neuenhs m.: dass. Wage-schreiber w:xrīvər Mörs-Neuk m.: Rechnungsführer der Gemeinschaftsmühlen, der den Multer (s. d.) verkauft u. am Ende des Jahres den Ertrag an die Genossenschaftsmitglieder verteilt. Wage-stift w- Simm-Heyw m.: -bolzen. Wage-stösse w:γətī:s Trier-Mehring Pl.: die kleinen Ketten, die von der Wage 2 b an die Presse der Achse gehen. wagen lautend wie Wage, also wə, wǫ:ən, –:γ-, –ǫ:-, –·ə. [in Aach neben -·ə.γ- auch -·.ə], in der Bed. 1 beschränkt verbr., Bed. 2 allg. schw.: 1. zu Wage 1. a. intrans. an Gewicht schwer sein Saarbg-Weiten, Bitb, Prüm, Zell-Briedel Rip, Eup, Heinsb, Kref; sonst schwer sein; he wog noch ken hongdert [Bd. 9, Sp. 185] ab- wagen: etwas a., abwiegen Verbr. wie wagen 1 b.aus -wagen: etwas a., dass. ebd.ein -wagen: beim gewichtsmässigen Verteilen einer im ganzen gewogenen Menge durch ungenaues Abwiegen Schaden haben ebd.ver -wagen: fərwə verwegen, waghalsig; dem verwoəne Kerl gehn ich immer aus dem We (Weg); wie sieht de so v. aus! Rhfrk, Saarl; e verwoter Mensch Raufbold Ottw-Neunk; hean hat e verwogene Kapp (Kopf) Bitb-Rittersd.vor -wagen: sich v.; er hat sich zu weit vorgewot un wär nächst unnergang, wenn de anner en nit noch am Rock verwischt hätt; sich in eine [Bd. 9, Sp. 186] Wag w:x Sg. t. m.: 1. gewagtes Unternehmen, Risiko Prüm-Mürlenb 1860; wa·i.χ f.; en de W. schlinn ein gewisses Wagen beim Handeln; e hat ze viel en die W. geschlo zu viel gewagt; et es en die W. gange misslungen Kobl-Stdt 1875; op welle Woəg tollkühn Kemp-Dülken. — 2.a. Neigung, Wendung nach irgendeiner Seite Altk-Hellert. — b. Augenblick; im W.; wart noch ene W.! Malm-Grüffl; domet hät et guət W. (n.) das verlangt seine Zeit, geht nicht so schnell Mettm-Haan. — c. in der Wend.: Etwas em W. hon od. en de W. kreien etwas bemeistern Prüm-Mürlenb 1860. PfWB Wag-geld Verbr. wie wagen 1 b u. Berg n.: G., das man bezahlen muss für die Benutzung einer öffentl. Waage.
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