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streuen bis Streukasten (Bd. 8, Sp. 826 bis 828) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
streuen ausstreuen bestreuen einstreuen verstreuen vorstreuen zerstreuen Streu Streu Streubüchse Streubühn Streubüsch Streuengelchen Streufurke Streugabel Streugreife Streuhacke Streuhäcker Streuhäpe Streuharke Streuhäuer Streuhaus Streuhölzer Streukar Streukarre Streukasten Streukindchen Streukrumme Streukuchen Streulaken Streuloch Streulock Streumesser Streuplatz Streupulver Streuräuze Streurechen Streusack Streusand Streuschopp Streusense Streusöller Streustall Streusteipe Streustroh Streutuch Streuzeche Streuzeit Streuzucker Streuels Streues Streufel Streufer Streufer-mäher Streuferloch Streuferplatz Streule Streul-laub Streules Streusel Streusels-heu Streuselskrumme Streuselskuchen Streuselsleiter Streuselsrechen Streuselsschopp Streuselssense Streuselstuch streuseln Streuzel streveln strewetzig Stribbel stribben Stribben-ditzchen Striben stribeln stribitzen Strich Aufstrich Ausstrich Beistrich Umstrich Zustrich Strich-bock Strichbahn Stricheisen Strichlatte strichlings Strichregen strichüber Strichvogel strichvoll Strichwachs Strichen-trecker Ge-striche Strichel I Strichel II stricheln strichen I | [Bd. 8, Sp. 827] aus- streuen: wie nhd. Allg.be -streuen: wie nhd. Allg. RA.: de Brütt b. bei Hochzeiten stand vor 50 Jahren an der Kirchtür eine alte Frau, u. wenn das Brautpaar aus der Kirche kam, streute sie gegen die Braut Blumen, wobei sie sprach: Brütt, et guje Lewen es üt, ek sall beje (beten) öm't Glöck! dann erhielt sie ein Trinkgeld Geld.ein -streuen: Häute e., mit Salz u. Alaun, in der Sprache der Gerber.ver -streuen: wie nhd. Allg.vor -streuen: etwas v., z. B. der Kuh op dem Weg Koəhlblar vüərstr. OBerg, Allg.zer -streuen: etwas z., wie nhd. Allg. (nicht Rhfrk, wo ver-). RA.: Winnig gedeiht, zovill zerstreut Köln-Stdt. PfWB ElsWB LothWB Streu Rhfrk -āu; Mosfrk an der Saar -ā:; Hochw -ǫ·u., Wittl-Binsf, Zell, Koch; -ā:w Saarl-Berus, Trier-Heiligkreuz; sonst -ā·i., –ę·i.; Siegld -au; Rip, Berg -ǫ·u. u. -·y.; Eup-Stdt -; SNfrk -·y. (Klevld nicht bezeugt) Sg. t. f. (Trier-Neuhütten n.): 1.a. Heidekraut, Ginster, Moos, Laub, Stroh, unter das Vieh im Stall gestreut, heute durchweg nur Stroh, bes. Heide völlig veralt. [urkdl. strauw und lauff Sieg-Seelschd 1602]; Strau mache Heidekraut abmachen u. trocknen Allg., — scheren, — harken Berg, — holle Allg.; Strau für et Veh Rip, Allg.; Hede-, Lof-, Ströhstr. Berg; dem Veh de Str. mache die alte Str. ausfegen u. neue aufstreuen Rip, Allg. RA.: Em März wird de Str. sibbemol nass un sibbemol drü (trocken) MülhRh-BGladb. Destele em Heu es gut för de Str. Kref-Lank. Dat holt me doch nich unger (unter) der Str. furt! greift man doch nicht aus der Luft Gummb-Stdt. Tünsdorfer Str. Neckn. f. Saarbg-Tünsd. — b. Pferdestand im Stall Düss-Erkr Gerresh Rating. — c. Strohlager, bes. in Wirtshäusern, wenn es an Betten fehlt Siegld, Rip. RA.: Dat deht, dat die op de neue Str.sen kunn gesagt, wenn Eheleute nach Bezug einer neuen Wohnung wieder ein Kind bekommen Sieg-Ägid. — d. die gestreuten Blumen auf dem Prozessionswege, in den Wetterregeln: Wie Herrlichnemsdag de Str., so werd och et Heu so trocknet auch das Heu Kref-Osterath. Ränt (regnet) H. en de Str., dann r. et och en et Heu Jül-Linnich. — 2.a. lange [Bd. 8, Sp. 828] PfWB Streu in den Zs. zu Streu u. streuen: PfWB Streu-büchse -bøs (s. S.) Rip, Verbr. f.: Streubüchse für Sand, Pfeffer, Salz. Streu-bühn -byn Gummb n.: Lage für Streu 1 a über dem Stalle. Streu-büsch -bøy Sieg-ODollend m.: Wald, in dem grosses Heidekraut wächst. Streu-engelchen Rip n.: kl. Mädchen, das Blumen vor dem Allerheiligsten während der Prozession auf den Weg streut [in Aach-Stdt aus einem über der Strasse hin- und hergezogenem Kästchen]. Streu-furke -furək, –o- (s. S.) Mettm, Bergh, MGlad f.: Holzgabel mit 2 Zinken, mit der man im Stall die Streu auflockert, bearbeitet, auseinanderspreitet. PfWB Streu-gabel -jafəl (s. S.) Rip, SNfrk, Geld-Winnekendonk, Dinsl-Stdt [urkdl. eine streuwgapfel Goar-Halsenb 1635] f.: dass. Streu-greife -f Altk-NFischb f.: dass. Streu-hacke Gummb u. Wippf f.: H., mit welcher man Heide loshackt. Streu-häcker ebd. m.: Mann, der Heide loshackt. RA.: Hä ett wie en Str. Streu-häpe -h:p (s. S.) Sieg-Fussh Hennef; -hępə, –:- Lennep, Sol, uWupp f.: Hippe, Art Sichel, mit der man Heidekraut abschlägt. Streu-harke (s. S.) OBerg f., Wippf-Biesf, MülhRh (-hęrkəl) m.: Rechen zum Zusammenharken der Heidestreu. Streu-häuer OBerg m.: -häcker. Streu-haus Zell-Neef Senh, Koch-Bremm Ediger Eller Ernst n.: Raum in einem Schuppen, in der Scheune, wo die Streu gelagert wird. Streu-hölzer -o- Ahrw-Dernau OBreisig, Rheinb-Maulb, Bo Pl. t.: der Holzbelag (Knüppelbelag) auf der Obertenne (der Stalldecke; auf die Deckenbalken kommen Gerten, darauf Reiser u. auf diese Rasen, mit der Grasseite nach unten Rheinb-Maulb). Streu-kar Rheinb-Ludend n. (f.): aus Strohseilen geflochtener ovaler Behälter, aus dem der Sämann die Saat streut. Streu-karre (s. S.) Allg. f. (m.): K., zum Transport der Streu. Streu-kasten Goar-NGondershsn m.: Roggenstand auf dem Felde mit Hut.
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