PfWB ElsWB LothWB sein I das Wort ist allg.; s. die lautl. Formen bei dein, mein Pron. poss.: 1.a. präd. in der Wend.: Dat ös s. (n fällt hierbei nie aus), Siegld sin u. sinner; meist dat ös em (ihr) gehört ihm; dat bleift s.; dat ös s. von ömmer von jeher Trier, Allg. RA.: De glaft (glaubt) och, de ganze Welt on e kla Därfche wär s. er prahlt Westerw; mer ment (meint), ganz Hellendal (u. so mit andern Dorfn.) wär s. Rip, Allg.; de deht grad, als wüər ganz N. (Dorf) sing zo Grevbr. Wann he nit pareert (gehorcht), kann he gonn, dann es för der Dör (Türe) s. Köln, Allg. — b. attrib. statt dat es s. Hus meist dat es dem s. H.; Franz s. Frau ihr Schwester die Schw. von Franzens Frau; em (ihm) s. Vatter; wem s. Perd es dat? Rip, Allg.; dor steht die Koh si For (Futter) SNfrk; sinne t'Hüs Heimat Klev; se Leəve net niemals (auch für die 1., 2. Person; s. Leben) Aach, Allg. RA.: En hot s. Del (Teil) wie nhd. Bitb, Allg. Et beis (beste), mer let (liegt) en sengem Bett im eigenen Heim ist es am besten Schleid, Allg. — Genit. in best. Wend.: Er is seines Kopps eigensinnig, will, dass es nach seinem Kopfe geht Rhfrk, Mosfrk, Ahr, Schleid, — sinnes Höts MGladb-Rheind; seiner Weg gehn Kreuzn, Allg. — c. mit zu ergänzendem Subst. α. ohne Artikel; der es der Senge der Junge ist ihr Schatz; di es dem Seng das Mädchen ist sein Sch.; bei Seng bei (zu) seiner Frau Rip, Allg.; em neng (neun Uhr) geht jiderene bei seng nach Hause zu seiner Frau Prüm-Ihren. Den hot seint gemach sein Schäfchen im Trocknen, er ist reich; e werd seint fannen (finden) seinen Lohn erhalten WMosfrk. Dat es seines das ist seinig, was er wünscht, was er bedarf, bes. seine Lieblingsspeise Mosfrk (Rhfrk seins); den hat en Maul, wat net seines er schwatzt viel Saarbg-Weiten; er gung senges zwechtens zu zweit Prüm-Ihren. — β. mit best. Art.; dat (der) es der sinne; dem der sinne; dat ös dem et sinn SNfrk, Allg.; bei de Sinn komme [Bd. 8, Sp. 58]
zu den Seinigen Eup, Allg., zu Bewusstsein k. Eup, Aach; dem et si (sint) Kemp, Allg. De Welt es voll Ping (Pein), un jeder föhlt de sing Köln, Rip, Nfrkt Der net well eəsse met de Seinen, kann freəsse me. anner Leits Schweinen Koch, Verbr. Der ka för gen Dör (Türe) gohne, do es et sine! Eup. Malk (jedem) et Sinn (Sinnt), dann krit der Düwel nicks Klevld, Allg. (Seint, Singt); jeder et Sinnt un de Quoən (Bösen) nicks Geld-Leuth; duhn jedem et Sinne on holl (halte) do et Dinne! Dinsl. Jedem et Sinnt, sät der Bur, do oət (ass) heə sin Kengk (Kind) de Papp ut Kemp-Grefr. Jederen hät et Sengt seine Widerwärtigkeiten Schleid; jeder wess et Singk sein eigenes Leid Sieg; he hät nu et Singte drane gedonn Sol, Allg. Duwen on Kanin hölpen dem Mann öm et Sinnte NBerg. Dat eəs des Sinnes seine Lieblingsspeise Malm, Schleid (Senges). — 2. seiner (usf.) Genit. Sg. der dritten Pers. des Pron. person., nur in der Wend.: Eich hon s. gedacht Rhfrk, Allg., — der senger g. Altk-Birken. PfWB seines-gleichen (s. S.) Allg.: wie nhd. Ver (der Bur on der Börger) sennt (sehen) et jeden Dag, der Kaiser on der Köneng selden; Gott, de doch alles süht, s. et niemols? Antw.: S. MGladb, Allg.
PfWB seinet-halben, PfWB seinet-wegen, PfWB seinet-willen (s. S.) Allg.: wie nhd.
seinig ət zinəjə, zī- Nfrk [zi·ŋ.ĭχt Prüm-Mürlenb 1860]: wie nhd. RA.: Lehr wat, dann köj (kannst du) wat; stehl wat, d. häj (hast du) wat en lat ider et S. Klev. De es net miəh be de Singige bei Trost Aach.
PfWB ElsWB LothWB sein II Allg.; die lautl. Darstellung der Formen mit Auswahl für jedes Hauptgeb.; Rhfrk sain, –ęi-, Indic. Praes. iχ sin, –e- [an der uNahe bin], də bist (-t), –e-, ər is, –e- [im t-Geb. veralt. is], mər sīn, –e-, dir sait, –ęi-, sə sin, –e- [im Saargeb. Pl. mər, dir, se sin; in SSaarbr bin; Mosfrk sein, –ęi-; in Saarl iχ ben (zen), də bet, ər es, Pl. zen Merz, Saarbg iχ zen [Saarbg-Rehling -a-], də bet, se es, mər zen, dir zę·i.t, zə zen; sonst Mosfrk iχ zein, –ęi- [WBitb statt -ei- –e-], də bes, ən es, mər zein, –ęi-, dir zę·i.t, zə zein, –ęi- [in den Geb., wo i zu tiefst gesenkt wird də bas, ən as, –ę-, –ǫ-, –o-, –u-, –ø-, –-; in NOAltk iχ, mər usf. zęn; Altk-Luchert ihr zekt]; Siegld sin [siŋ Johannld; -ę- Wilnsd Wilden Wiederst Zeppenf; sī N u. WSiegld; sīə, siə Volnsb, südl. Teil des Amtes Netphen, weiter südl. bis Rinsd; sēă, seă Rödgen Obersd Eiserf Eisern; säi Wilgersd; säin Struthütten Altenseelb Neunk Salchend, Freier Grund sai, säi oFreier Grund u. Hickengrund]; ech sin (s. o.), du best (-eă-, –ę-) [Hickengrund saist], he es (eas, –ęs), miər, se sin, iər sit [Obersd Eisern Eisenf sēăt; Wilgersd Freier Grund sait, säit; Rip zen (seltener -i-, z. B. Köln-Stdt)]; eχ ben, də bes, ər es, mər zen, –ȳr zit, zə zen [statt eχ ben dringt zen ein; in den Geb. mit Senkung des i bøn, –-, –ę-, –ǫ-, bøs, øs usf.; wo mər, zə hant, stǫnt, jǫnt gilt, steht mər, zə zent; OBerg zin, –ī-; ek sin, də bis, –e-, ər is, –e-, fə zint, ət zint, zə zint, –e- [um Waldbr-Sotterb, Gummb-Nümbrecht ziŋ, –e-, eχ ziŋ, ir zit, mər, zə zēŋ, –e-]; [Bd. 8, Sp. 59]
NBerg zin, –e-, älter auch -ī- [um Wermelsk bøn], ek zi, zī, də bøs, ər es, fə, ət, zə zint [um Wermelsk īr zēt]; Eup zīn, zinə, –e-, eχ bęn, du bes, he es, wi bzw. zei zønt, r seit; SNfrk zin, –e-, –īə-; eχ bøn, də bøs, hę es, mər zint, –e-, ør zit, zə zint, –e- [in der WSelfk statt zint zinə, zi; Klevld zin; ek zin (u. bøn), ge zit, hę es, we zin, ge zit, zə zin [Dinsl, Rees ek sin (bøn), do bøs (γe zit), hę øs, we zent, γet zend (γe zit), zə zent, in Rees (Brünen z. B.) Pl. zønt u. bønt] [im ganzen Geb. bei auf -n auslautenden Formen kann dies n ausser vor Vokalen, h u. vielfach auch vor Dentalen ausfallen; bei enklitisch angehängten Pron. bs, biə »bist du« Rhfrk; simər »sind wir« Allg., wo wir mər lautet; erər, elər »ist er« Rhfrk, Westerw; ęwa »ist es wahr« Koch-Mörsd; bøsə »bist du«; zifə »sind wir«; ziχət »seid ihr« NBerg; zi »bist du, seid ihr«, ziwə »sind wir« Klevld; zeŋər »sind ihrer« im Mouillierungsgeb.]. — Der Conjunct. Präs. fehlt, dafür der C. Prät. wär (s. u.); doch an der uSaar u. Merz, Saarbg iχ zę·i.f, də zę·i.ft, mər zę·i.wən; in WBitb zef, –ø-, mər zefən, –ø-. — Imperat. Rhfrk sai, sęi, Pl. zait, –ęi- [wo die 2. Pers. Pl. zin lautet, zin]; Mosfrk zę·i., Pl. zę·i.t [im Geb. vom Conj. Präs. zę·i.f lautet der Sg. zę·i.f, zef, –ø-]; Siegld sī, si, sēă, sai, säi; sonst bes, –ø- usf., Pl. zit, –e-; Klevld sit (Sg. u. Pl.); Mörs zi, zit. — Ind. Prät. wr [im Rhfrk auch wār], -:-, –ō:- [WBitb auch wa·r.], -·ă.-, –ōi·ă.-, –·ə.- [Wermelsk -o·u.; Siegld-Freudenbg veralt. was; im Klevld neben wr auch was, Pl. wasən; ebenso wās Schleid-Bereschd, MGladb-Rheind], du wō:(r) usf. [Siegld uFreier Grund wărdst; oFerndorft, Litfet, Heest u. anschliessend bis nach Alchen mīər wǫărnə; īər wărt, Land meist wărdet]. — Conjunct. Prät. wr, –ē-, –:- [im WMosfrk n. Mos auch -ī:-; WBitb wę·r.], -·ə.-, –ī·ə.- [im SNfrk auch -y·ə.-]. — Part. Rhfrk gəwēst, –ə-, –t [Saargeb. -wn-; Saarl -we·ə.n]; Mosfrk in Merz, Saarbg gəwīəst, –wīərt, –wēăt; sonst gəwēs(t), –ēă-, –-; Siegld gəwst, –ēă- [Siegld-Kromb -wsə]; Rip jəws; Siegld -wst, –sn; OBerg jəwēst; NBerg -wēst, jünger -wēzen [Wermelsk -ei-]; SNfrk -wst, -ə-; Klevld u. Kref -węs(t). — Der Infinit. wezən in der Verbr. et sall w. Rees: wie nhd. 1. der Infinit.; loss dat s. Rip, Allg.; et kann s., k. och niet s. Mörs, Allg.; dat sall woll s.! Zustimmung »ja« OBerg, Allg.; der well wat s.! der Prahler; dat soll och jet s.! das ist doch nicht schwer Rip, Allg.; et hät su söllen s. Trostspruch Rip, Allg.; wat moss et s.? was muss ich zahlen (Antw., wenn die Leistung geringfügig war: et Wiərkomme!) Aach; et giht om S. on nöt S. Trier, Allg. Wat sen sall, dat scheckt sich wahl Monsch. Ka s., och net, sot de Man, du lefte noch von einem Geheimniskrämer Prüm-Mürlenb. Lot jiden s., wat he es, dann blifst du, wat du bös! Elbf. — 2. als Verbum finitum. a. absol.; du bös du musst sein, bist beim Auszählen etwa als Hascher ausgelost worden Allg.; aus, Jud, bleib draus, kumm mer nit erin, sunst musst dau s.! Auszählr. Simm-Kirchbg; et es! Zuruf: wir haben uns versteckt Allg. (di, di, [Bd. 8, Sp. 60]
doos! Trier-Clüsserath); der wor! der Wurf mit dem Ball hat getroffen, der Klicker ist getroffen Allg. Hei (hätte ich), wüər on wenn sind wit (weit) van dänn (dannen) zu dem, der gerne »hätte ich, wäre ich« im Munde führt Heinsb (s. weiter bei haben). — b. mit Bestimmungen; sag mech, womöt de gehs, on ech sag dich, wer de bös! SNfrk, Allg.; wo ech noch nit sein! Antw. auf die Frage: wohin gehst du? Altk-NFisch; ech wöll, datste wüərsch, wuste (wo du) wahl w.! auf dem Blocksberge Heinsb, Aach; nu, sid mer stell (im LRip alt: st. gesin, im SNfrk st. gewes)! Allg.; ühr sid net klok (klug, u. so mit jedem Adj.) Rip, Allg.; bös de kalt? ist es dir k.? Kref; et seif dem Deiwel lef (lieb) odder läd (leid) Merz; der os nit grad esu do der kann sehr böse werden u. vertritt dann sehr fest seine Ansicht, was man ihm eigentl. sonst gar nicht anmerkt Aden, Allg.; bös at (schon) net esu (ech well och net e. s.) gib doch nach Rip, Allg.; wenn de nit so wärscht, dann w. de nit eso! ironisch Saarbr; dat es och esu! Zustimmung Rip, Allg.; et es su, dat et esu es bestimmt Jül; et äs esu, on wann et net andersch wiərd, blif et esu scherzh. Sieg; et eas, be (wie) et eas; komm, be de beas, ech han och ka Himm (Hemd) an sagte der Bräutigam am Abend des Hochzeitstages zu seiner Braut May-Trimbs; bischt es odder b. es nit? sagt man in der Dämmerung, wenn man jmd. nicht genau kennt, aber auch, wenn sich jmd. plötzlich anders gibt als sonst Saarbr, Allg.; dau Labbes (u. a. Schimpfwörter), dousde bas! Bitb, Allg.; der (Genit.) Kort s. Karten spielen; der Leit s. wobei die Kinder die Rolle der grossen Leute spielen Bitb; ser wat s. ein Spiel spielen Siegen-Ld; des Kleckern s. Eiserf; Kleckerches s. Netphen; Kleckersch s. OAltk; Schibbelches, Kreis-ches, Käälches, Knipp-ches (usf.) s. Altk (Sieg); besde met? spielst du mit ebd.; es et, dat mer den Här spreiche kann ist es möglich, gestattet? Rip; den denkt ock, hei wör et er ist eingebildet Mörs; dat wör su jet, — w. dir pass (moss), — no denger Mulen! abschl. Antw. Rip, Allg.; dat wär et och noch! dass. Koch; no wei es et (met dir)? wie geht es? Merz, Allg.; mir es et net (rech ze Mot) geht es nicht gut Rip, Allg.; et es mir gar net wie annern Märercher, säde os Groassfadder Siegld-OSetzen; mir es et net gesonge on gelacht Siegld; all wellen't werden, geiner well't s. d. h. alt Ruhr; se woren, wat du bös, on du wiərst, wat se send es geht dir wie allen Lennep-Hückeswg; me wett (weiss) wahl, wat me es, ävver net, wat me noch weərde kann MGladb; wat ni üs, kann noch werden MülhRuhr, Allg.; dat es noch lang net, wat soll dat nicht einerlei Rip; wat gewes es, do git der Jüdd nicks für Jül; he deht, als of nicks gewes wüər stellt sich unwissend, harmlos; we nicks ut sech mäckt, de es och n. MGladb, Allg. — Fort, eweg, drop herus, derbei s. (usf.) wie nhd.; doə woər jet dra das Gerücht hat sich als wahr erwiesen; su wohr, wie ich hei (hier) s.! Goar-Weiler; an dem es net vill dran er ist wenig wert, gleichgültig Rip, Allg.; et es an dem es ist soweit, steht unmittelbar bevor; es verhält [Bd. 8, Sp. 61]
sich so (meist negat.); se s. em an de Äppel sie stibitzen ihm die Äpfel im Garten Rip, Allg.; ausser sich s. ohnmächtig, besinnungslos, sehr erregt s. Allg.; op jet ut s. darauf erpicht sein; ärg op jet s. es gern haben (mögen) SNfrk, Allg.; bei alles s. alles mitmachen Rip, Allg.; dat es met öhr esu sie lässt sich sittliche Verfehlungen zu Schulden kommen Aach; van sech s. ohnmächtig s. Rip, Allg.; (va) vöm bes du? welches sind deine Eltern, wie heisst du? Aach, Allg.; den as fir sech er lebt einsam, erzählt nichts Prüm, Allg.; et es tum (zum) op de Böm klemmen, — Wäng (Wände) eroplopen! zum Verzweifeln Gummb, Allg. — Et send (woren) drei Uhr NBerg; et es noch net zehn geschlage Aach-Stdt; sinn se su got on get mer dat Köln; ech sen dat vergesse Rip, Allg. — Zum Ausdruck der noch dauernden Tätigkeit: he ös bade, — ene Bref am schriwe; he wor grad am schlofe; ech wor an em Bref am schrive Rip, Allg. (SNfrk, Klevld an't).
ab- sein: 1. dau bos ab! im Auszählr. Koch, Allg. — 2. müde, matt sein Allg. RA.: Emmer möd on af, Här Dokter, verschrift mer e Sofa! Eusk-Lechenich. an -sein: 1. angezogen, angekleidet s. Allg. — 2. zu Mute s. Gummb-Berghsn. auf -sein: 1. aufgestanden sein; in Blüte, im Laube stehen Allg. — 2. offen s. Allg. bis zum nfrk. oəpen-Geb. aus -sein: 1. ausgezogen, ausgekleidet s. Allg. — 2.a. zu Ende sein; et Stöckelche (Erzählung) es us Rip, Allg. — b. beim Spiele gewonnen haben Trier. bei -sein: ech sen dir bei habe dich eingeholt, bin ausgeglichen mit dir Rip, Allg.zu -sein: geschlossen s. Allg.
sein-lass(en) zeil:sən Prüm-Steffeln, Malm-Amel (ze-); zeil:s Bitb-Wiersd, Malm-Vith Adj.: fahrlässig, leichtsinnig, unbedachtsam, verkommen. sein-lassen fərzēl:sən Malm-Amel schw.: etwas v., vernachlässigen. sein-lassig zeil:siχ Malm-Bülling Neiding Vith Wallerode, Schleid-Blankenh; -lēsiχ Bitb-Geichl; -l:- Bitb-NWeis, Prüm-Ringhuschd, Malm-Büttgenb; -lī:- Prüm-Mürlenb; zīl:sĭχ Schleid-Ahrhütte Adj.: -lass. — De Seilossigkät (-lä-) Leichtsinn.
Seind = Sand (s. d.).
Seip = Seife (s. d.).
Seipel das Wort, zu dem Seibel u. Seiber (-e·i.w-) zu vergleichen sind, ist als zbəl, –pəl an der Saar von Ottw-Hangard an, weiterhin WMosfrk im Hochw, in Trier-Mehring, Bernk-Neumag verbr. Sg. t. m.: Speichelfluss, Seiber.
seipeln -- schw.: 1.a. den Seipel ungewollt fliessen lassen, von Kindern u. alten Leuten Allg. — b. die Flüssigkeit beim Trinken langsam herunterlaufen lassen Hochw. — 2.a. et as um s., et säpelt es regnet fein, es fiselt Saarbg, Bitb-Geichl (-ē-). — b. zpərn sickern, durchsickern Trier-Mehring. — Abl.: die Säpel(er)ei, dat Gesäpel(s), den Säpeler(t).
be- seipeln: sich, das Kleid b., durch Seipeln 1 a besudeln Allg.
Seipel-matz uSaar m.: verächtl. einer, der seipelt 1 a. Seipel-maul Allg. f., n.: dass.[Bd. 8, Sp. 62]
seipen = huckepack tragen, seifen (s. d.).
Seip-ling zeipliŋ, Pl. -ŋən OBerg in Gummb-Berghsn m.: junge Setzforelle.
seiren = seiden s. bei Seide;