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Rheinisches Wörterbuch 
 
spitz bis Spitzbubenkram (Bd. 8, Sp. 371 bis 376)
 
  PfWB  ElsWB  LothWB spitz das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk -i-, –e-; sonst -e- [in den mosfrk., rip. Geb. tiefster Senkung -ęə-, –a-, –ę-, –ǫ-, –ø-, –-; doch fehlt -u-, –o-; SSiegld -eă-] Adj.: 1. wie nhd.; ene sp.ə Tuərn (Turm), en sp. Hölzche, en sp. Metz (Messer) udgl.; der Greffel es sp.; de Gr. sp. mache Rip, Allg.; et sp. Messer Küchenmesser Nahe; et sp.ə End van'Ei (den sp.ən Tömp van't Ei SNfrk, Klevld) Mörs, Allg.; dat Spatzet dass. Saarbg-Soest; sp.ə Wegblärrer Spitzwegerich Saarl-Differten; sp.ər Wegbrät (-breit) dass. Saarbr, Trier-Kenn, Kobl-Kesselh; sp.ə Winrute Weinraute mit spitzen Blättern Gummb; de sp.ə Drei die erste u. die zwei hintern Damen im Kegelsp. Aach-Merkst; de sp.ə Fönf die mittlere Reihe der Kegeln mit dem König Gummb-Berghsn;

[Bd. 8, Sp. 372]
(oben) läft dat Feld sp. zu Rhfrk, Allg.; sp. egen in der Diagonale eggen Prüm-Mützenich; Nadeln sp. schlife in der Nadelfabrikation Aach; ech lott dich sp. luəpe (laufen) auf den Fussspitzen, indem man ihn am Hosenboden hochhebt Kref. De Uhler (Kr. Simm) lare de Hawer van hinne sp. un vore sp. un in de Midde wie en Tut Neckspr. RA.: Su sp. wie en Nol (Nadel), — en Sül (Ahle) Rip, Allg. Wat bret afängt, löf gewöhnlich sp. us von allzu grosser Freundschaft Schleid. Zu scharf schneid nit, zu sp. stich nit Rhfrk, Mosfrk, Rip. Sp.ə Hilzcher mache faulenzen Rhfrk. Du kres jet op en sp. Hölzchen! abschl. Antw. Malm-Weywertz. He let (legt) et och net op de sp.ə Kongk (Kante), dat et (Geld) schömmelig wörd er gibt es aus Kemp-SPeter. De hät son sp.ə Nas, dat he en Blutschwär dermet dorchdäuen kann Mettm-Wülfr, — se wär got, fir Schw. opzestechen WEif. Sp.ə Nas (rut Hor) on sp.ə Kenn, do sett der Düvel dren MGladb, Rip, Nfrk. De hät en sp.ə Nas ist vorwitzig Köln, Allg. Zu einem Vorwitzigen: Firwatz, deng N. as sp., — mach de N. sp.! WMosfrk; Füərwetz es henge (hinten) sp.! Wippf-Pütz. Schmal geleppt (mit schmaler Lippe) en sp. genäst (mit sp. Nase) sönd alltitts lus (schlau) gewest Eup. Sek den Kopp sp. maken sich davon machen Gummb-Berghsn. Vum Wasserdranke göt et wohl klor Aən (Augen), awwer sp. Oarschbaken Bitb. Sp.ə Kenn, kodde (böser) Senn ebd. Wer all de Hohnder bütze (küssen) wöll, möt (müsste) en ärg sp.ə Mul han Rip. E sp.ə Mond hon leckermäulisch sein; dat (Vieh) hat en sp. Schniss lehnt das Futter ab u. wirft es aus der Krippe Wittl, Prüm. En sp.ə Mul mache schmollen Rip, Allg. Gott behött (behütet) koə (böse) Köh for sp.ə Höəre (Hörner) Erk, MGladb. De hat en Arsch so sp., dat me enem domit wat ut dem Og krieən kann Gummb-Berghsn. Sp. Glöck han sp. Sachen finden Sieg-ODollend. Sp.ə gödde Morge! scherzh. Morgengruss zu dem, der ein sp. Gesicht hat Erk-Körrenz. Dem kammer en Bonnegert om Kopp sp. mache un darsch (darf) och noch zweimol lans haue er hat ein hartes Fell, lässt sich alles gefallen Rip, Verbr. A.: Wat doht ühr do? B. scherzh.: Müsköttele sp. mache Rip, Prüm, Berg. — 2.a. kränklich, elend u. dabei mager, bes. vom Gesicht; he es arg sp. wuərde, — sieht arg sp. (em Gesich) us; ene sp.ə Jong (usf.); he kick so sp. lans de Backe, — es so sp. as en Geit (Geis) Nfrk, Allg.; e sp. Deppe schmaler, hoher irdener Topf, bes. zum Milchaufbewahren; dat Kend es so klai, dat ka mer en e sp. D. doh Siegld, OAltk. De kuckt esou sp. dren, mer grault bal von einem magern Menschen Merz, Allg. — b. sp. se hungrig sein, Hunger haben Aach-Walh. — c. scharf, von der Luft; sp.ə Loft (Wend); de Wend jät (jagt) sp. Siegld, uWupp, Grevbr, Kemp. — Sp.ə Grind Krätze Wend-Reidenb. — En sp.ə Zong (Zunge) han; en sp.ə Antwort gen; ech gof em sp. ze verstohn in scharfer Weise Rip, Allg.; der hollt (greift) awwer alles sp. heit (heute) legt alles wortklaubend aus Saarbr. — d. de Milch is sp. beginnt sauer zu werden Simm, Goar, SONeuw. —

[Bd. 8, Sp. 373]
e. scharf, genau: der hüərt (süht) arg sp., — hät en sp. Gehüər, — hät sp. Uhre Rip, Allg.; he hüərt zu sp. wie ene Fuss (Fuchs) Dür, — en Kauert (Eichhörnchen) MülhRh-Rösr; sp. messe; dat häs de sp. gerode (geraten); he nemmt (päckt Erk) et sp. ist kleinlich; mer kann et net ze sp. nemme; jet sp. gewahr werde; mer sen arg sp. gefahre am Rande entlang; dat kammer net sp. gewahr werde! Antw. auf eine dreiste Frage (dann pack et ens stupp an Dür); dat wess ech su sp. net; mer moss em sp. op de Fengere sehn; du setz de Kegelskugel (zo) sp. op am Rande der Bahn; dat geng sp. her das eine Rad wäre beinahe in den Graben gekommen, beinahe wäre ein Unglück geschehen; dat ös noch net sp. erus man weiss nicht genau, wie sich die Sache verhält; dat es arg sp. gerechnet; dat wor sp. derlangs (vorbei); sp. d'rnewe es 'em Ritzehowe si Lewe! (das pflegte der alte Ritzenhoven zu rufen; er hatte auf den Kirmessen eine Bude mit einer Lotteriescheibe, die gedreht und mit einem Ruck angehalten werden konnte, und wenn sie dann eine Nummer zeigte, die niemand hatte, rief Ritzenhoven voll Schadenfreude sein Sprüchlein, das im Laufe der Zeit in den Sprachschatz des Volkes aufgenommen worden ist und soviel sagen will wie »beinahe wäre es geglückt«) Düss-Stdt; et geht sp. her steht auf des Messers Schneide; dem küt et sech sp. hält es genau; et geht sp. das langt knapp Rip, Allg.; dat kömmt och suə sp. nit kommt so genau nicht drauf an SNfrk; der es sp. (genau) wie sinnen Aulen (Alten) Sol-Ohligs; he härr et sp. hat es genau heraus Siegld; et sen sp. halver sibbe (Uhr); dat es mer sp. egal gleichgültig; et woren sp. op den Kopp vier Äppel Berg; et woər op et sp.ə Nipe die äusserste Zeit Eup. RA.: Sp. gemess es schwenn gess Bernk, — un glatt gestrach (-gestrichen) hot noch kene reich gemach Wittl-Binsf. Esu sp. kann mer gen Lus en de Fott (Hintern) kike, dat mer de Därm süht. Sp. derlangs e Möppke! beinahe (s. Moppe) Kref. Sp. derlangs es och dernevve Düss. Wat ainer sp. frägt, dat ka he lechte stupp gewahr wearn auf eine zu genaue Frage kann einer leicht eine grobe Antwort erhalten Siegld-Geisw. — He brengt et (net) sp. erreicht sein Ziel [nicht] Siegld-OSchelden Trupb; dat brengt (kreit) der sp. fertig (auch Böses); se werden et bal sp. kreien (brengen) May-Trimbs, Rip, Nfrk; ek kann dat nit sp. kriegen nicht begreifen ebd.; be mech krit men dat neit sp. ist das nicht gestattet Kref. RA.: Et geht, wu et g., morr hej brengt et sp. Rees. — f. dat es em ze sp. zu schwierig, unbegreiflich Aach, Rip. — g. nicht viel; et kümmt dich möt der Zick [Zeit] esu sp., dat mer et op de Goldwog lege moss Grevbr-Otzenr; dat lo es sp. dünn aufgestreut, geschmiert Merz-Brotd; sp. drenke, — drangohn nippen, nicht viel nehmen Rip, Allg. — Der Wein es sp. dünn Mos. — h. klug, witzig; arg sp. sen; e sp. Käppchen hon Bitb, Prüm; allzo spotz (klug u. geizig) os nüs notz Schleid-Hellenth. — i. net sp. sen listig Grevbr-Wickr; op ene net sp. sen nicht gut zu sprechen sein Sieg. — k. rasch Ahrw-Franken. — l. do bös en Spetten Leckermaul,

[Bd. 8, Sp. 374]
wählerisch im Essen Dinsl-Möllen (einziger Beleg mit -tt).

 PfWB  ElsWB  LothWB Spitz meist -i-, seltener Nfrk -e- m.: 1.a. eine Hundeart (hier auch Pl. -tsə(n) mögl.) u. Rufn. für einen solchen Hund, Demin. -itsχə(n), –kə Allg.; e Mannheimer Sp. besondere Art Goar-Niederbg. RA.: Der os hongerig wie en Sp. Aden-Liers. Hej hört (lustert) wie enne Sp. Geld, Allg. Sp., pass op! ein Kartensp. Erk-Örath. Sp., komm; Pastur, der stechelt! hier sind wir nicht gern gesehen (ein Schäfer, der seine Schafe nicht weit von der Kirche weidete, ging Sonntags mit seinem Sp., der ihm nachzottelte, in die Kirche; als der Pastor predigte über das Thema: wer seine Schafe verlässt, ist ein schlechter Hirt, sagte der H. obiges zu seinem Sp.) Rip, Verbr. Sp., komm! sagt der Partner im Klickersp. zum andern, der nach Änderung der Lage des Klickers nun werfen muss Ess. Er hat de Sp. gefröhstöck un de Stötz (Sterz) net verdaut krege er ist nicht gescheit Rheinb-Flamersh. Er es vom Sp. gebesse dass. Düss-OKassel. — b. Rufn. für den Kater Aden-Spessart; Sp.chə Kreuzn-Dalbg. — c. übertr. α. scherzh. Detektiv MGladb; Gendarm Saarbr. — β. verächtl. hagerer Mensch, der wenig isst Merz-Saarhölz, Gummb-Stdt, Rees. — γ. mei liewer Sp. scherzh. mein lieber Freund Goar-Weiler; dat ös ene Sp. va mir ein guter Freund Monsch-Witzerath. — δ. Milchbrötchen; Mamm, bringt mer e Sp. met vum Mort (Markt)! Saarbg-Soest. — ε. der leinene Halskragen, Steh- u. Umlegekragen Aach-Walh. — 2. Sg. t. in der Wend.: Den hät e (klänen) Sp. (eweg) fort, — gekaft (gekauft) hat sich einen kleinen Rausch angetrunken, auch — e Sp.chən Merz, Allg.; allebeds hatten se en netten klenen Sp. am Bängel (Bändel) henger sich lofe Berg; do ka mer lech ene Sp. no' krige Rip, Allg.; de hät sech en Sp. gekoft Aden-Spessart.

Spitz-äpfel (s. S.) Rhfrk in Simm, Goar; Mosfrk in Merz, Trier, Wittl, Bitb Pl.: eine spitz zulaufende Apfelsorte. Spitz-balg Simm m.: der alte Lederblasebalg der Schmiede. Spitz-balken Simm-Riegenr, Ess-Kupferdreh m.: Firstbalken. Spitz-band Neuw-Rodenb n.: der vordere breite Eisenring um die Radnabe. PfWB  LothWB Spitz-bart (s. S.) Allg. m.: wie nhd. Spitz-bauch , gern {ete} Spitz-bäuchelchen (s. S.) m. (n.): wie nhd. Spitz-beck m.: 1. Stechmücke Eup-Raeren. — 2. -bękə Pl. eine Sorte spitzer Kartoffeln Aach-Merkst. Spitz-bei  Aach-Stdt m.: scherzh. Aufstehkragen, Vatermörder. Spitz-bergfeld Lennep-Ronsd n.: -ahorn. Spitz-birnen (s. S.) Bernk-Hottenb, Bitb-Dudeld, Neuw-Leutesd Pl.: spitz zulaufende Birnensorte. Spitz-blatt n.: 1. Spitzwegerich MülhRuhr. — 2. langer, spitz auslaufender geschmiedeter Eisenstift, dessen der Spitze entgegengesetztes Ende ausgeplättet und mit Nagel-, bzw. Schraubenlöchern versehen ist; er dient dazu, Gegenstände an der Wand zu befestigen Siegld. Spitz-blume Köln-Stdt f.: Löwenzahn. Spitz-bohnen Dür-Gey, Mörs-Neuk Pl.: scherzh. Gerstenkaffee. Spitz-bohr Verbr. n.: der in einer Spitze endigende Handbohrer, der seit dem Aufkommen

[Bd. 8, Sp. 375]
der Bohrmaschinen nur noch beim Brechen von Bühnenlöchern Verwendung findet, in der Bergmspr.; Nagelbohrer. spitz-bohren Siegld, Altk, in der Bergmspr. schw.: mit dem Sp.bohr arbeiten. Spitz-boll Grevbr-Kapellen m.: spitzer Dengelamboss. spitz-brav  Kref Adj.: scherzh. nicht ganz ehrlich; (dat es ene Sp.ə). Spitz-breitwisch -brwi Ottw-Heiligenwald m.: -wegerich. Spitz-brust -o- Sieg, MGladb, Heinsb, Kemp, Geld f.: Bruststück der geschlachteten Kuh; auch Sp.broststöck. PfWB  ElsWB  LothWB Spitz-bube (s. S.) Allg., das meist fehlende Dieb ersetzend m.: 1.Dieb. RA.: He hüərt (lustert, git Ach, pass op) wie ene Sp., — hät Oge wie ene Sp. Rip, Allg., — hät Honger wie ene Sp. Waldbr-Hespert Eckenhg, SNfrk, Geld. Der lacht wie en Sp. lacht schelmisch Merz-Nunk, — fihrt be e Sp. sehr schnell May-Kollig, — laift wie en Sp. Goar-Weiler. Dau glechs iher em Sp. wie em Kanarienvuəl Prüm. Frog me Broder ens, of ich ene Sp. sen! so beruft man sich auf das Zeugnis eines Verwandten oder Freundes Schleid, MüEif. Sp.ə sinnt (sehen) ut wie Mensche Kemp-SHubert. Sp.ə en Gaudiewe es en Volk Klev-Warbeyen. Sp.ə on Freier greiele (fürchten) net May-Hatzenport. Wenn ene Möller on ene Bäcker üəver de Stroət gonnt on ene Mann röppt (ruft) henger dene vom Fenster eraf: do es ene Sp., dann kike alle beds öm MGladb, Rees. M. on B. schibbele de Berg erof; ber belift nau owen leien? der Sp. Koch. Wer emol et Wort (den Ruf) hät, blifft ömmer Sp., wann he auch iəhrlech wörd Sol. Von einem kleinen Dorfe scherzh.: dat send sechs Huser on siəve Sp.ə Grevbr, Neuss, MGladb, Rees; do sen zehn Häuser en fufzehn Sp.ə Ahrw. Der Sp. sät: Aller Anfang es schwer, du stohl (stahl) he ene Amboss Rip, Allg., — do st. he för et iərschte en Merl (Amsel) Wermelsk. Des Weək (Woche) fängt got an, sät (ment) der Sp., du hongen se öm Moənes (Montags) morges an de Galg SNfrk, Rip, Prüm-Rommersh, — als he Mondigs geköppt wörd Kref. Dem Glöckliche schleiht kein Stund, s. der Sp., do rümten (räumte) he dem Uhrmächer et Schaufenster us Köln-Stdt. Wenn zwei Sp.ə sich zänke (schänne), krit der ihrleche Mann si Peərd (seng Sach) widder Rip, — hüərt der i. M., wo sing Koh es Ahrw, — kret der Onschöldege senge iəhrleche Name wedder Schleid-Reifferschd, — si Woərt wiər Dür-Langerwehe. Leiver ene Sp. äls enge, deə ömmer osen Herrgott met de Kneie hat Aach-Stdt. Gelegenheit macht Sp.ə Elbf, Allg. Do han mir us (met dem) de Sp. en et Haus gehollt May, Allg.; do hammer de Sp. zom Höder (Wächter) gemach Rip. So fröt (fragt) der Borgermester de Sp.ə us! antwortet man den Neugierigen Gummb-Nümbrecht. Et kann kener besser Sp.ə söke (suchen), als der selver ene es Bergh-Blatzh. Men hät noch kene Sp. eiter (achter) de Dür gefongen (gefunden), of men hät self dereiter gestongen (gestanden) Kemp-SPeter. De kläne Sp.ə hänkt mer, die grosse lässt mer lafe Rhfrk, Allg. För en Sp. ka me de Döar tuschlete, mär ni för en Bedrieger Ruhr. Enen Dag in de Wek (Woche) mutt men för de Sp.ən arbejen Dinsl. Met em Wingertspohl (Weinbergspfahl)

[Bd. 8, Sp. 376]
un er Rung vom Won (Wagen) ka mer gent de stärkste Sp. on (an) Mos. — In Ortsneckereien. Wadern (Kr. Merz) es en Flecken, Noswendel es en Stecken, Thailen es en schen Stadt, die lauder Sp.ə hat. En de ihrleke Leek (Lieck bei Heinsb-Kirchhv), do es gene Bosch af Struk, et springt enne Sp. drut. Und so werden auch die von Birkf-Martin Weierb Sp.ə geneckt. — 2. übertr. a. persönl. α. verächtl. Schimpfw. du Sp., du fussige Sp.! Fule Sp. Faulenzer Rip, Allg. — β. in harmlosem Sinne wie Schelm für einen listigen, gewandten, schlauen Menschen; sune gecke Sp., — ale grise Sp.; der Sp. hät mech krege usf. Rip, Allg. — b. sachl. α. der kleine Finger, im F.märchen Birkf-Herrst, Kreuzn, Elbf. De es en de Pött gefallen, de h. en rutgetrocken, de h. en afgedrugt, de h. en en't Bett geleit (gelegt), on de klene Sp. h. et Vadder on Modder gesat Elbf. — β. das Schlitzohr, Werkzeug des Schmieds Simm, Koch. — γ. Vorrichtung am alten Pfluge, zum Beidrücken der Erde Hunsr. — δ. Kartoffelkloss, lang u. spitz Saarbr-Güding, Ottw-Schiffw. — ε. -b:fχə, –bøfkə das frühere kleine silberne 2½, späterhin 20-Pfg.stück Jül-Müntz, Aach, Geilk, Heinsb, Grevbr-Hülchr. Spitz-buben-ämpelchen (alle Zs. dieser Art scherzh. oder verächtl.) Koch-Leienkaul n.: kleine, runde Lampe, deren Licht man verdunkeln kann. Spitz-buben-finger Daun-Meisbg m.: ein langer F. Spitz-buben-gesicht (s. S.) Allg. n.: der hät en Sp. er sieht aus wie ein Dieb, ihm ist nicht zu trauen Rip, Allg. PfWB Spitz-buben-kram (s. S.) Allg. m.: Dieberei.