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Solper bis Sommer- (Bd. 8, Sp. 200 bis 203) | |||
Solper Solper-bütte Solperfleisch Solperknochen Solpernolles Ge-sölper solpern aussolpern besolpern einsolpern versolpern Solpert sölschen Sölt sölzen Som Som II sömeln I sömeln II sömen I sömen II sommedein Sommer Nachsommer Vorsommer Sommer- sommerachtig Sommeraffe Sommerampfer Sommerapfel Sommerauf Sommerbände Sommerbau Sommerbeschlag Sommerbirne Sommerblume Sommerbrache Sommerbrannten Sommerbraut Sommerdamm Sommerdippeln Sommerdreisse Sommerfädem Sommerfältchen Sommerflause Sommerflecken Sommerflügel Sommerflur Sommerfrische Sommerfriseln Sommerfrost Sommerfrucht Sommerfurche Sommergarn Sommergeck Sommergeiss Sommergerste Sommergräf Sommerhahn Sommerhandschuhe Sommerhäuschen Sommerhochzeit Sommerjohannstag Sommerkamp Sommerkappes Sommerkeidchen Sommerkinder Sommerkirmes Sommerkorn Sommerkropp Sommerkühe Sommerlade Sommerland sommerländisch Sommerlangbaum Sommerläubchen Sommerlecker Sommerleitern Sommerlode Sommermücke Sommermus Sommerostern Sommerpauten Sommerpickeln Sommerplacken Sommerplagen Sommerpocken Sommerpotzen Sommerpürpeln Sommerrapp Sommerreiser Sommerröschen Sommerrübe Sommersaat Sommersäckelchen Sommersalat Sommersalm Sommersamen Sommerschor Sommerschossen | [Bd. 8, Sp. 201] Solper-bütte (s. S.) Allg. im Geb. von Solper 1 f.: B., in der das eingepökelte Fleisch liegt. PfWB LothWB Solper-fleisch (s. S.) ebd. [May-Kehrig zelp-; Köln-Stdt tsolpər- u. tsǫbər-] n.: Pökelfleisch. Solper-knochen Siegld, Waldbr-Dattenf Pl. t.: 1. dass., bes. Schnüss-chen u. Füss-chen vom Schwein. — 2. übertr. verächtl. Beine; doh din S. weg! Solper-nolles (-arnold) tsoləpər- Jül-Boslar m.: verächtl. einer, der breit, plump dahergeht. Ge-sölper -eləbər Neuw-Datzenroth Sg. t. n.: verächtl. geistige Getränke, von den Frauen so genannt. PfWB solpern schw.: 1. -o- Fleisch s., in den Solper legen, einpökeln; hon er eier Fläsch schunn gesolpert; g. Fl. Saar, Bernk (Mos), May, Neuw, Prüm; sonst et Fl. en den S. legen (duhn); zølpərə aus dem Fass herausgelaufene Brühe wieder übers Fleisch giessen Rheinb-Wald. — 2. übertr. a. in schmutzigem Wasser planschen, unrein waschen, Kleinigkeiten, wie Strümpfe, Taschentücher nebenher w. Siegld; tsolp- Malm-Büttgenb. — b. -o- einen Teil des Getränkes verschütten, von Tieren, die beim Trinken oft den Kopf zurücknehmen, auch von unrein trinkenden Kindern gesagt Siegld; zelpərə Koch, Kobl-Kobern, Neuw-Datzeroth; -ø- Altk-OLahr; tsølpərə etwa den Kaffee aus einer Tasse in die andere giessen, dabei schlabbern May-Stdt, Ahrw, Eusk, Rheinb; tso- Aden-Quiddelb; tsølp- »saugen« Bo-Stdt. — Abl.: die Solper(er)ei, dat Gesolper (-ø-). aus- solpern: auspökeln, zu Ende pökeln; 't Fläsch as ousgesolbert, et göt eweil geräicht (geräuchert) Trier-Fell.be -solpern: einen, sich b., mit unreinem Wasser bespritzen, beim nachlässigen Trinken, Essen die Kleider (sich) beschmutzen Siegld.ein -solpern: Fleisch e., einpökeln Verbr wie s. 1.ver -solpern: einen v., prügeln Trier-Hermeskeil. Solpert Sg. t. m.: 1. zolbərt Salzlake Saarl (u. -bər); tsolpərt Monsch-Strauch, Eusk-Commern. — 2.a. tslbərt Sumpfwiese Trier. — b. tsū·ə.pət Morast, schlammiges Wasser Aach-Stdt 1836 (u. -pər). sölschen -ø- = geräuschvoll trinken s. sülschen; Sölt -ø- s. Sülte; sölzen -ø- = einsalzen s. sülten. Som -:-, –·ə.- = Samen (s. d.); Som II -ō- = Saum (s. d.); sömeln I -- = Ähren nachlesen s. sümmern II. sömen I -:- = sich säen s. bei Samen; sömen II -:- = säumen s. bei Saum; sommedein = sogleich s. bei so. PfWB ElsWB LothWB Sommer das Wort, auf Summer zurückgehend, ist allg., u. zwar Rhfrk -u-, seltener -o- [in Birkf, Simm, Zell (Hunsr) auch -ū-]; Mosfrk -u-, seltener -o- [Trier bis Bernk (Mos), Bitb, Prüm -ū-]; Westerw (u. -u-), Siegld -o-; Rip, Berg -o-, vielfach -u- [Remschd, Elbf -ūə-]; Eup -o-; SNfrk -ūə-; Klevld -o-; Pl. -ərə, –ərn m.: 1.a. wie nhd. die Jahreszeit; ene hesse, drüge, köhle, nasse S.; em (huhe) S.; de S. durch; dat schlech Wedder hält bes en de S. eren Rip, Allg.; Sommersch im S. Berg; van ne S. diesen S. SNfrk, Klevld; Einteilung des S. nach der hauptsächl. landwirtschaftl. Tätigkeit: es Gromberesetze, es Kappessetze, es Heimache, es Grommetm., es Korschneide, es Grombereausmache Rhfrk; öm sint Jann en de S. 24. VI. Nfrk. — Wetterregeln. Drifft de Eike (Eiche) für de Esche, häult der S. grute Wäsche; dr. de Esche für de Eike, h. de S. gr. Bleike (Bleiche) Sol, NBerg. Stent (hagelt) et em S., dann wird et schlommer (schlimmer) Schleid-Hellenth. Wenn et kene Wengkter git, dann g. et k. S. Dür, Allg. Drüge S.ə sind de beste Kemp, Allg. Nen dr. S. hät den Bur noch nit vam Hoff gejat, wall äwwer nen naten Sol. De S. muss broden (braten), wat den Hirst soll geroden Mosfrk. Et as ke S. su hess, et erkalt e Schneider oder en Gess (Ziege) WEif. Wenn et blitzt un donnert iwer de kalle Wald, gebt's e S. rauh un kalt Nahe. Es et in de Januar wärm, dann wörd et in de S. ärm Klev. Em Hartmond en Ei schad dem S. er zwei Waldbr-Bladersb. Wie der März, su de ganze S. Prüm-Ringhuschd. Fasselowend es ene Geck, Possen (Ostern) es ene Eierbeck, Pengsten es en groten Her, den brengt uns de S. weər, — Her, St Jann br. ons de S. w. Klevld. Posche huəh (spät), P. neər (nieder, früh), P. kömmt de S. weər MGladb-Liedbg, Kemp. Freh Usteren, fr. S. Prüm-Waxw. Für Servaz (13. V.) kene S., no S. k. Frost Rip, Verbr. Brengk Allerhellige (1. XI.) ene Wengkter, dann br. zint Mäərte (11. XI.) ene S. MGladb, SNfrk, Rip. Sall der Winzer glecklich sein, fällt A. un (in) de S. Bernk. — RA.: En Schwalf mach kenen S. Rip, Allg. Kömmt der S., schwänd (schwindet) der Jommer (Jammer) Eup-Stdt. Der S. es ne Ernährer, der Wengkter es ne Verzehrer Dür-Gürzenich. Das macht (du machscht mir) a (auch) kä S. on kä Wenter! diese Kleinigkeit nützt u. schadet nicht viel Saarbr-Sulzb. Et es marr Oəvend en Morge, sät de Frau, du wor et öm sint Jann en de S. Geld-Wachtendonk. Im S. Is! Ausr. des Erstaunens, wenn einer etwas sieht, das eigentlich nicht dahin gehört, z. B. im Winter blühende Rosen oder im März reife Birnen oder ein alter Junggeselle verlobt sich usf. Gummb-Berghsn. Wer em S. net well gehn mem Reche, wenn de Mecke steche, der moss em Wenter g. m. Strohsäl on froə (fragen): dir Leitcher, wer hat Hau (Heu) fäl? Rhfrk, Mosfrk. Wen in de S. niet ärbet, den hät in de Wenter necks te freten Mörs-Asbg. We em Wengkter lit op de Bank (u. nicht drischt), bei dem hält em S. et Brut net em Schrank, — dem h. em S. et Br. net langk MülhRh. Em S. es denne Meirer (Maurer) kan Schoppe Wein ze deier (teuer) on em [Bd. 8, Sp. 203] PfWB Nach- sommer: wie nhd. PfWB Vor -sommer: wie nhd. RA.: Truckner S., nasse Nosummer Bernk-Lindenschd. Wie de Wand (Wind) Schefsonndig (Schäubsonntag, erster Fastensonntag) kennt, esu k. en de ganze Firsumer Prüm-Waxw. PfWB PfWB Sommer- in der Zs. wie — anzug, — arbeit, — buckse, — hitze, — hut, — kappe, — kleid, — kopftuch, — monat, — mütze, — nacht, — rock, — wetter, — wirtschaft, — zeug (-kleider), — zeit; dazu:
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