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Rheinisches Wörterbuch 
 
Silber bis silberklar (Bd. 8, Sp. 142 bis 143)
 
  PfWB  ElsWB  LothWB Silber silwər, –e-, ze·l.wər, –ø-, –vər Allg. Sg. t. n. [m. Ottw]: 1. wie nhd.; op S. bauen S.bergbau treiben, in der Bergmspr.; de Uhr es van S. Rip, Allg.; Pottjans S. unechtes S. Aach-Stdt. RA.: Kore (Roggen) wie S. üppiger R. Heinsb. All mei S. on mei Gold as mer dorch de Hals (Gurgel, Kehl) gerollt sagt der verarmte Säufer Trier. Gold on S. häff ik nich, wat ik äwwer häff, dat geff ik di Dinsl-Gahlen. He let (lässt) et S. siehn (kike) zeigt die Zähne Heinsb. — S. nennt man auch die silbernen Schilde, die der Schützenkönig trägt; jeder neue Sch. hat ein neues Schild hinzuzufügen; daher die RA.: Dem honge (hängen) se et S. öm, on de ongere hät de Vuəgel afgeschoəte wer das wirkliche Verdienst hat, wird oft nicht geehrt Kemp. Dem hant se och et S. ömgehange er muss für einen andern büssen, auch er muss heiraten, weil er sonst ausserehelicher Vater wird; he mott et S. drage dass. SNfrk. — 2. übertr. a. Zinnfolie, zum Entwickeln von Schokolade udgl. Allg. — b.Geld im allg. Sinne Sol. — c. Buchweizen, s. grau, gelb blühend, im Gegens. zum Bock (s. d.) Prüm-Mauel Olzh. — d. scherzh. verächtl. Rotzfaden MGladb-Odenk. — e. S. on Gold Gemisch von weissen Bohnen u. Möhren Rip; G. on S. gestampfte Kartoffeln mit Möhren Gummb-Marienbghsn Nümbrecht.

Silber-band Kreuzn n.: im Rätsel von der Rotznase: Es hänkt on der Wand un glänzt wie e S.? Silber-beck -bęk Düss-Stdt m.: verächtl. Rotznase. Silber-baum -būəm Remschd m.: -pappel. silber-blank  Eusk Adj.: ganz bl. PfWB Silber-blätter -blrər Meis-Medard Pl.: Mondviole, lunaria annua (biennis). Silber-blumen -ō- Siegld-Allenb Pl.: dass. Silber-blüte -blīt Ottw; -blī Bernk-Rhaunen f.: weissblühende Art der begonia Silber-bohnen (s. S.) Gummb, MülhRh-BGladb Pl.: Stangenbohnensorte, Prinzessbohnen. Silber-dittchen Bo-Poppelsd n.: im Auszählr.: Ittchen, Dittchen, S., I., D., draus usf. PfWB  PfWB Silber-fasan m.: nach dem Nhd. PfWB  PfWB Silber-fisch-chen (s. S.) Verbr. n.: fischförmige Silbermotte. PfWB Silber-fuchs -fus Gummb-Berghsn m.: Rufn. für eine Kuh. Silber-garn -jān Sol n.: dünne, aber starke Schnur. PfWB Silber-geld (s. S.) Allg. n.: wie nhd. RA.: Koərnbrut (Roggenbrot), S. on Böcheholz (Buchen-) es et beste Roggenbrot ist am kräftigsten, S. ist die gangbarste Münze, B. entwickelt die meiste Hitze Sieg-ODollend, May-Trimbs. Silber-gerste -g(r)t Koch-Ediger f.: Gerstensorte. PfWB Silber-geschirr -īr (s. S.) Allg. (in den Städten) n.: -geräte. Silber-glanz Mayf m.: Mühlstein aus Basaltlava, der ohne alle Fehler ist. PfWB Silber-glöckchen -e- Simm n.: im Abzählreim: Eckche, Deckche, S., Eckche, Deckche ous! PfWB Silber-groschen (s. S.) Allg., bis 1810 gangbare Münze m.: 1 S. =

[Bd. 8, Sp. 143]
12½ Pfg. RA.: Fidel (lustig) wie e S. (em Kirmesdag) Rhfrk, Mosfrk; freindlich wie e S. Bernk-Neumag. Beim Huckepacktragen des Kindes: A. (Mutter): Kälfke tu verkope, Lüjkes (Leute), kommt gelope! B. (Vater): Wat soll dann dat K. kosse? A.: Anderthalwe S. B.: Dat es för dat Dierke völ; ek gef enen h. Bessemstel. A.: Gut, dann nemmt dat K. hen; freut mej, dat ek et quittjes bön! Mörs-Rheinbg. Silber-huhn Duisb n.: H. mit silbernem Gefieder. Silber-heidekorn (s. S.) Prüm-Olzh m.: Buchweizen, Silber 2 c. Silber-kaule -kū:l(ə) OBerg: -grube; Stelle, wo angebl. früher Silber gegraben wurde; der höchste Berg im Kr. Waldbr. EtVüəlche (Vögelchen) song: S., duh dich zu; et blift gen Hiərtchen (Hirte) bi der Kuh! Hirtenld. Waldbr. silber-kettig -kęrĭχ Simm (bei Rottm.) Adj.: en s. Säckelauer Taschenuhr mit silberner Kette. Silber-kies -kis (s. S.) Verbr. m.: heller K. für die Gartenwege. silber-klar -:- Aach-Berensbg, Klev Adj.: ganz glänzend, glockenhell.