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Tross III bis Tröster (Bd. 8, Sp. 1396 bis 1399) | |||
Tross III Tröss'chens-beeren Tröss'chensflette Ge-trösse Trosse Trossen-winde trossen abtrossen auftrossen Tross Trosse Tröss Trössel trösseln trössen Trost I Trost II Trost-brühe trostlos trostmütig Trostreif trösten antrösten getrösten vertrösten Tröster tröst-lich Tröstung trosten Trost-beutel Troste trostern auftrostern Troster-arsch Trosternickel Trostersack trosterig Trot I Trot II Tröt I Tröt II Tröt III Trote Tröte Tröten-kerl Trötenmann Trötel I Trötel II tröten I tröten II auströten betröten vertröten Tröter Tröter-horn Trötermaul Ge-tröter trötern tröterötöt Troter trotern Troter-arsch Troterbüchse Troterdüppen Troterjakob Troterjan Troterjowəs Trotermann Trotermatz Troternickel Trotersack Troteres troterig troteln tröteln vertröteln Tröter Troter trötern trotern Trötes Trotsch I Trotsch II Trotsch III Trötsch I Trötsch II Trötsche Trotschel trotschen I trotschen II Trotsch Trotsch-küben trötschen I trötschen II auftrötschen betrötschen Trötsch-regen Trötsche Trött Trott I | [Bd. 8, Sp. 1397] Tröss'chens-beeren trskəsbzə Verbr. nach Wk. III 30 (Johannisbeere) in Geld-Schravelen, Klev, Rees-Emmerich Hüthum KlNetterden Speelbg Pl.: Johannisbeere. Tröss'chens-flette trskəsvlęt Klev-Zyfflich; -vilętə Hülm, Geld-Schravelen f.: Bartnelke, Dianthus barbatus. Ge-trösse -trsə Gummb-Berghsn Sg. t. n.: ein langer Zug, z. B. von zwei hintereinandergebundenen Wagen, die von einem Pferde gezogen werden; dat es en lang G. Trosse trǫs, Pl. -sə(n) f.: 1. schweres Schlagtau der Schiffe Rheinschiff. — 2. seidene Bettdecke Kemp-SPeter. Trossen-winde (s. S.) f.: W., zum Aufwinden der Trossen, in der Schifferspr. trossen verbreiteter als Tross; Rhfrk, Mosfrk (s. u. die Belegorte) drosə(n), –ǫ-; sonst trǫ- (s. u. die Orte) schw.: 1. trans. a. mit Kindern daherziehen, sie tragen, schleppen, mit ihnen spielen; schwer schleppen, arbeiten Mörs-Wallach, Klev-Kalkar Warbeyen, Köln-Stdt. — b. absol. spielend arbeiten, langsam machen, zögern; tross doch nit esu lang! Neuw-Dattenbg, Gummb-Berghsn, Mettm-Haan, Grevbr-Garzw; sich langsam kleiden Sol. — c. etwas, alle zusammentr., herbeitr., zusammenbringen, herbeischaffen (nach langem Suchen), zusammentreiben; er dut ebbes zesametr.; mer han se all zesammegetrosst Meis, Birkf, Hunsr, May-Hatzenport (-drsələ), Kobl-Bendrf, Neuw-Dattenbg. — d. e getrosst Gesicht aufgedunsenes G. Kreuzn-Winzenh. — 2. intrans. a. schwer auftretend, beladen, aber doch schnell gehen; sich tr. sich drehen u. doch rasch fortkommen (meist getrosst); schwer auftreten Rees-Haldern, Geld-Veert; -- Koch-Lutzerath. — b. vor de Märt (Markt) tr. mit einem schweren Korbe zum Markte gehen Klev-Kalkar Warbeyen. — c. eilig laufen Siegld-Obersdorf 1840. — d. herumtr., umherziehen mit andern, langsam schlendern Kreuzn-Monzing, Birkf. — Abl.: die Trosserei, dat Getross. ab- trossen: 1. sich wegmachen. — 2. ech sen so abgetrosst so müde, abgehetzt Birkf. PfWB auf -trossen: 1. etwas a., etwas auftreiben, auffinden, ausfindig machen; se hat sich e Kend afgetrosst hat sich eine Schwangerschaft zugezogen (beim Herumziehen); wo host dau den Hut elo ofgetr.? Birkf, Goar, Kobl, Koch, Bernk, Trier, Wittl, Neuw-Dierd. — 2. ofgetrosst aufgedunsen Ottw-Theley, Zell-Enkirch. Tross -ǫ- Mörs-Wallach Sg. t. m.: schwere Arbeit; den Tr. van schmärges (des Morgens) fif bös soves (des Abends) tihn. Trosse Birkf Sg. t. in der Wend.: Of die Trosse gehn; er es of der Tr. auf die Suche gehen von Ort zu Ort; er zieht umher, auch bei Bekannten im Dorf.Tröss (vgl. schwäb. Tros m. Rückstand beim Pressen; Truse f.) trs, –-, Pl. -sə LRip am WRand in Malm, Monsch, Schleid, Heinsb-Erpen m.: das, was in einem Trinkgefäss zurückbleibt, wenn es ausgetrunken ist; he hät en Tr. gemat; Pl. auch Rest von Brot, Kuchen in der Schublade, im Brotschiffchen. Trössel -s-, Pl. -ələ m.: 1. Tröss Schleid-Hellenth. — 2. Mastfutter, auch von menschl. Speise, die alle mögl. Bestandteile zu einem dicken Brei vereinigt Heinsb-Erpen. trösseln schw.: 1. Flüssigkeiten schlabbern Schleid-Hellenth. — 2. im Wasser planschen Monsch. trössen verbr. wie Tröss schw.: 1. Reste stehen lassen. — 2. eine Flüssigkeit auf dem Tisch umstossen. — Abl.: die Trösserei, dat Getröss. Trost I -o- = eingenähte Falte s. Truste. Trost-brühe -brī: Kobl-Vallendar f.: scherzh. Kaffeegetränk. PfWB trost-los Adj.: nach dem Nhd. Rip hier u. da. PfWB ElsWB LothWB trost-mütig -mī:dĭχ (s. S.) Saar von Saarl an, Trier, Bitb, Prüm, Malm Adj.: schnell niedergeschlagen, mutlos, bei Krankheit nicht mehr an Gesundung glaubend, trostbedürftig; tr. drankucken (drein-); tr. do setzen; en tr. Gesicht; de Tr.midigkät. Trost-reif Trier-Stdt.: sehr tröstlich. trösten drēdən, –ī:-, –ē:sdə(n), –ī:-, –e·i.-, Part. ohne Rückumlaut; trȳ:stə, –ȳ·ə.-, –ȳ·ă.-, –·ă.-, Part. jətrus(t), –ū:-, –o- Allg. schw.: 1.a. einen tr., sich tr., wie nhd.; er kann sich ämol nit dodriwer tr., darr em de Fra so frih gestorb is Rhfrk, Allg.; du kanns dek mit dem NN tr., dem geht et noch schlechter; tröste dek, do geht noch meh hin! wenn einer jammert, dass er etwas hat fallen lassen; tr. d., dat wor dat letzte Mol noch nich! OBerg, Allg. RA.: Mi Vatter, Gott trüəs en (en de Iəwigkēt), — sin Siəl (auch einfach G. tr.!) gesagt bei der Erwähnung eines Verstorbenen SNfrk, Rip, Mosfrk; stirbt ein Bekannter, mit dem man in Feindschaft lebte: Gott trüs sin Sil [Bd. 8, Sp. 1399] an- trösten: das Vieh muss angetruəs werde beim Tode des Bauern od. eines Angehörigen; es wird jedem Stück zugerufen: Stern (Bläss udgl.), dengen Här es duət! Grevbr-Jackerath.ge -trösten: 1. in der Formel: Mei Grusspapp, Gott getrischten! Saarbg, Mosfrk, Rip. — 2. sich g. a. sich fügen, ergeben; sech tr., jet ze verliere; ich hatt mich at getrus, fuffzig Daler anzelege; he kann sich g., he krit seng Klöpp; sich an einem (etwas, auf etwas) g., an seinem Geschick Trost für sich finden; getrüs dich an mir, ich han et noch schlechter wie du Rip, Mosfrk, Nfrk. — b. sich einer Untat g., dazu hergeben; der getrüs sich dozo net; sich des Stellens (et Stelle »Stehlen« udgl.) g. Rip, SNfrk. RA.: We sich des Stellens (et Stellen) getrüs, moss sich och des Hangens (et Hange) g. Dür, Aach, MGladb. — c. he hät sech aller Ihr getrus hat alles Ehr- u. Schamgefühl abgestreift Rip. RA.: Wer sich der Ihr getrus hät, geht der Schangde (Schande) frei Schleid-Reifferschd, — es de Sorge ohn Sieg, Köln. Den hēsst Joust (August), hen os aller Ihre getroust Prüm-Ihren. ver -trösten: 1. einen v., wie nhd.; de kann äne immer so schen uf bessere Zeire v. Rhfrk, Allg. — 2. eich se vertreist! ruft das Kind beim Nachlaufsp., das etwa bei Seitenstechen ausruhen will u. nun nicht angeschlagen werden darf Merz-Waldhölzb. Tröster Sg. u. Pl. m.: 1. wie nhd. allg. RA.: Nem gode Tr. deiht der Kopp nit wieh man hat gut trösten, wenn man keine eigenes Leid hat Köln-Stdt. — 2. übertr. scherzh. a. derber Stock zum Prügeln Kreuzn-Sponh, uWupp, auch sonst verbr. — b. Kaffeekanne, von alten Frauen so genannt Köln; der schwarze Tr. Siegld. — c. Saugstopfen, Schnuller des Säuglings Kobl, Lennep; Trüsterche Altk-Willr. — d. menschl. Kothaufen Altk-Herdrf. — e. penis Verbr.; Jumferetr.
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