| NRhWB tragen das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk drān, drāt, drāt, mər drān, gədrā [du drt, drt Ottw-Dirming]; Mosfrk dr:n, drēt, drēt, gədr(n), mə dr:n, auch dre·i.n Merz (Mondrf Stdt gədr:n); Trier-Stdt dr:n, drāə, drāt, gədr:n, dir drāt; Bitb dr:n, eiχ drin, drs, –t, drūx, –ī:-, drī (Imper.), [Bd. 8, Sp. 1269]
gədr:n; Koch dr:n, eich drī:n, drst, -t, mər, sə dr:n, ir drāxt; May dr:n, eiχ drin, drās u. trīs, drāt, mər, sə drin, dir drīt; Altk drān, eχ drān, drajst, drajt u. drejt, drejt, Prät. drō:x, gədragən; Siegld dr, drdə, gədrt (also schw.), auch gədrā; SRip dr:n, drēs, drēt, mər, sə dr:n, ir dr:t, drō:x, gədr:n [Aden-Hausten Antw Wershf, uAhr, kurköln. Neuw dr:n, dreis, dreit, mər, sə dr:n usf.; Monsch-Witzerath drā:n, drēəs, drēət, mər, sə drā:nt, ir drā:t, drō:x, gedrā:n]; sonst Rip drā:γə, dr:s, dr:t, mər, sə drā:γə, yr drā:t, Konj. Präs. drt, Prät. drō:x, Konj. dr:x, jədrā:γə (hier u. da auch -drāt) [Aach-Stdt drājə, iχ drāx, du dręaχs, hę dręaχ]; OBerg dr:jən, drən, ek drj, jədrjən, (-drən), drχ (Imper.), drūx [jədraxt Gummb-Müllenb]; NBerg in Remschd draγən, drēs, drēt, druox, gədraγən, in Wuppert. drējən, drēg, drēχs, drēχt [u. dreχt], drōx, gədrēγən [Ronsd drājən, drīəs, drīət, drōx]; Wippf drāγən, drs, drt, miər, sə drāgən, ȳər drāxt (drāt), drū:x, gədrāγən u. gədrt; SNfrk im Selfk drāγə, iχ drāx, drī·ə.χs, drī·ə.χt, drō:x, –:-, jədrāγə, Erk, Rheydt drāγə, drāx, dr:s, –:t, drāγə, drā:t, drōx, jədr:t; Kref-Stdt drāγə, drāx, drēχs, drēχt, drāγə, drăxt, drū·ə.x, jədrāγə; ebenso Kemp; Klevld drāγə, drāx, γęi drāxt, he drχ(t), drūx, gədrāγə; MülhRuhr drāγə, drī:xs, drī:x st.: 1. etwas, einen tr., mit persönl. u. sachl. Subj. a. in rein sinnl. Bed., in der Hand, auf dem Kopf, Rücken tr., wie nhd.; eraf-, erus-, eren-, eröm-, eronder-, hin- on her-, dar-, fott-, weg-, hēm-, zesamme-, beiənēn- (usf. mit allen Adv. des Zieles); an der schwere Las dr. sech de Männer noch kapott Rip, Allg. RA.: De dräht we en Eim (Biene) trägt mit Fleiss etwas zusammen, spart Wermelsk. De Esel draht un wāss (weiss) et net, on wenn mer em et sät, dann glaft en et net vom Dummen gesagt May. Gut gehob is halb gedrahn Hunsr, Sieg-ODollend. Besser armselig gegangen als hoffärdig gedräən Waldbr-Bladersb. Schwer se dr. fir e Mannes Mon Merz-Keuching. De Gurmang (Habgierige) helft laden, äwwer net dr. Prüm-Ihren; der Esel het der geholpen laden, avver helpt der net dr. Waldbr-Bladersb. Wat mer net dr. kann, mott mer legge loəte SNfrk, Allg. De kann alt en Bruat dr.! dabei stützt man sich einem kl. Kinde auf die Schultern u. rühmt seine Kräfte Elbf. Dar is e faul Schof, wo sei Wull nit dr. will von einem, dem seine Kleider zu tragen selbst zu schwer sind Rhfrk. Wer de Hott anhängt, muss se ach dr. Saarl-Niedaltorf. All wellen se Här spille, keiner der Sack dr. Köln-Stdt. Dau drähs de Fundel (Fahne), wenn eich sterwen! Trier-Mehring. A.: Et gihn noch vill Eərpeln (Kartoffeln) en den Keller. B.: Nä, et gohn üverhop ken mih ren, se werden gedragen Altk-Hecke. Ich han käne Ochs gefresse, dat ich su en Esel dr. kann! zu einem Lästigen, der sich einem schwer in den Arm hängt Kobl-Sayn; ich han nit gedräump, esu nen alen Esel ze drage dass. Köln-Stdt. Wann me en Kend em erschten Johr nit dr. will, dann muss mer't em zweiden doun Saarl-Berus. De mott de Lüj dr. er wird zum besten gehalten Geld-Nieukerk. Dat kammer in änem Sack fortdr. so wenig ist es Hunsr. Dem dräht de Katz och net de Mage fort soviel hat er gegessen [Bd. 8, Sp. 1270]
May, Allg. Dem kannste möm Bett fottdr. so fest schläft er SNfrk, Allg. De dräht auch ne Ape hem ist bezecht Sol. He kann des Ovends et Geld em Schützel (Schürze) de Trapp erop drage solche Einnahmen hat er tägl. Jül, Allg. En Frauw kann mehr en de Schōt (Schoss) (en de Schlepp) erütdr., as den Mann met Perd en Korr erinfahre kann Klevld, Allg. Se dr. et öm achter on vören erüt er wird betrogen u. bestohlen Mörs, Allg. Ne Heff-em-dropp en Dragem-dervan verächtl. einer, der es an Anwendung seiner Kräfte fehlen lässt Aach-Stdt. Den kenne ich su got, als wenn ech en soebbe Johr en der Kip gedragen hätt Dür, Köln. Dat es su gut, wie Wasser en de Musel (Saar, Rhing, Bach) dr. zweckloses Unterfangen Allg.; dat os W. ene Korf gedrohn Malm-Vith. Ek dräə dek in de Äsche (Asche)! Drohung Radevormwald. He dreht ken Sten no Hus er arbeitet mit Erfolg Sieg-Thomasbg. De de Döppes (Töpfe) becht, de se ok na de Mart dräg wer arbeitet, soll auch den Verdienst haben Kemp-SHubert. Drieh mech hunnertmol iwer de Bach! abschl. Antw. Neuw-Isenbg. De Kerch ums Dorf dr. Umstände machen Kreuzn-Rüdesh. — He dräht de Ärm verbonge (-bunden) Rip, Allg. Die dräht dat (Kind) huckepack (s. d.) en de Höll eren sie verzieht ihr K. MGladb-Rheind. Ech kenn dech su got, als wenn ich dich fel (feil) gedr. hätt Sieg, Rip. Sek vör Fulhet kaputt dr. (vor Faulheit) zuviel auf einmal tr., um den Weg mit geringerer Last nicht mehrmals machen zu müssen Gummb, Allg.; dor kann me sech schäl (schief) dran dr. an der schweren Last Klev; an dem Sack han ek mek müj (müde) gedragen ebd. — Mit sachl. Subj.: den (Dicken, Schwachen) dr. de Ben net mih; he kom gelofe (lef su sihr), wat de Ben en drogen; die schwer Klocke kann de Tuərn (Turm) komm (kaum) dr.; die schwer Last van Stämm kann de Wagen net dr.; der Balken dräht dat nit; der Bom dräht ze vill Äppel, — dräht sech noch kapott; dat Is dräht (udgl.) Rip, Allg.; de Kar drägt let (leicht) (schwor) Ercklinkum. — Im bes. Kleider tr.: Ene Schlips, en Vürhemdchen, Socken, wölle Strömp (udgl.) dr.; dat Kled dr. ech at lang; dat Kl. dreht sech got; Truər (Trauer) dr.; schwarze dr. dass. Rip, Allg. RA.: Den Här van Haag dräht de beste Kleier all Dag Kref, Geld. Wat mer dr. öm de Herd, es der Sonndag neit miər wert ebd. Me frogt de Kender grot niet, wat se klein gedragen häbben Mörs, Geld, Köld. Drähste Truər? zu dem, der schwarze Nagelränder an den Fingern hat Bergh-Blatzh, Rip. — Wend. u. RA. in übertr. Sinne, ohne dass dabei an eine wirkl. Last gedacht wird: He dräht de Hor kuərt (kurz), — lang, — sengen Schnäuzer (Schnurrbart) pil en de Hüht (Höhe) Rip, Allg. Dat drähste (mer) net schlofen das werde ich dir vergelten Trier, Bernk, Bitb, Prüm. Wer alles wēss ze dr., der kann alles woge Bo-Dransd. Heff, wat de dr. kanns; wat der ze schwer es, liess do lige! Köln-Stdt. Die draht ebbes an sich hat Vermögen Kreuzn-Thalböckelh. Dau drähs schwor on em ledige Sak machst dir unnötige Sorgen Bitb. Jederiən dräht ens et Krütz on ens de Fahn gute u. schlechte Zeiten wechseln Kref-Fischeln; [Bd. 8, Sp. 1271]
jeder hät si Krütz te dr. MGladb, Allg.; we sei Krecks net wellt dr., muss et schlefen (schleifen) Prüm, Schleid. Jederēn drägt si Bördsche (Päckske) MGladb, Nfrk. He dräht op zwei Schoəre (Schultern) schlägt sich nicht entschieden auf eine Seite Jül, Allg. He dreht seng Frau op de Häng auf Händen SRip, Allg. Dau kannscht mich hennen erum dr. (un vor stehn lossen)! abschl. Antw. Saarl. Anen heromdr. überall übel von einem reden Kobl, Allg. Jeder mott si Päckske self nom Mart dr. MGladb. De dräht de Kopp (Nas) jet huh ist stolz Köln, Allg., — dr. seng Nas parallel möt dem Hemmel Eusk, — noch höhger wie den Hot Heinsb, Kemp, — de N. wie en Her Bernk-Allenb; de wēss och net mih, wie en de Nas soll dr. Prüm, Allg. En Mensch un e Perd, dat de Kopp huh dräht, es selden jet wert Köln-Stdt, Neuw-Unkel. Dat dräht den Dag gen de Neit (Nacht) das ist ein himmelweiter Unterschied MGladb. — Mit abstrakt. Obj. (s. auch die obigen RA.): Et Eng (Ende) dräht de Last Sol, Allg. Vill Lēd dr. Rip. Allg.; hen dräht schwier drun (an dem Kummer) Bitb, Allg.; den hät viel ze dr. Merz, Allg. User Herrgott schert net mih Led, os wie mer dreht Prüm-Ihren; de Arme, de dr. et (ihr Leid), on de Reiche fohren et ean de Schess (Chaise) May-Trimbs. Do drag ich mer nem Mot (Mut) drop bin stolz darauf Köln-Frechen. Hat dr. zueinander gehässig sein, Groll haben Geld. Enem de Ruh ut dem Hus dr. sofort wieder weggehen wollen Gummb-Berghsn. — 2.a. ohne Obj. in bes. Bed. α. de Koh dräht ist trächtig, — dräht net (mih), — es dragend; en (huh) drage K. Rip, Allg., — hot iwerdrah zu früh gekalbt Wend-Schwarzerden [so nur von weibl. Tieren; aber en Frau dräht e Kengk (onger dem Hätzen) sie ist schwanger, — dr. huh (def) die Gebärmutter liegt hoch (tief) Rip. Allg]. — β. de Beien dr. döchteg sammeln fleissig Honig Mörs, Allg. — γ. der hölten Kil (Keil) drägt nich packt beim Spalten nicht an Gummb-Schwarzenbergisch. — δ. das Feld, der Obstbaum dräht got (ger), — net mih, — von allēn (ohne Düngung); der Bom dr. schwer (vill), — wie der Düvel. — Auch mit Obj. — vill Äppel (Froch), wie auch dat Kapital dr. mir vill (ken) Zense; dat Geld dr. vier Pruzent Allg. RA.: Wann der Bom blömb (blüht), dann dräht e nit Köln-Widdersd. — ε. dat drägt vill am Pongk (Pfund) en Loat macht nicht viel aus Elbf; dat drägt drei Wecken (Wochen) töscher (zwischen) dem Rhing (Rhein) un ouser Gegend so gross ist der Unterschied zwischen der Ernte am Rh. u. der unserer G. Berg. — ζ. dat [de Haf (Haufe)] kann (nit) dardr., — draht dar (nit) reicht (nicht) aus Rhfrk, Mosfrk, Rip; dat dräht dor wie op Mattese Huchzeit sehr knapp; et hot mir nit dargedrohn hat mir nicht gepasst, ich hatte keine Zeit Zell-Traben. — η. de Flent dräht witt, — hondert Meter Rip, Allg. — θ. iwwerdr. gegen den Wind geschützt liegen Goar-Weiler. — b. sich tr. α. sich kleiden; he dräht sich nett tr. schöne Kleider; mallig soll sich dragen no singem Stand Köln, Allg. RA.: Dat dräht sich wie der reinschte Aff Wend-Gronig. We sech dräht busser seng Art, hält en ful Fahrt [Bd. 8, Sp. 1272]
Gummb-Nümbrecht, — hühter dreht wie singen Art, de fiəhrt en f. F. Sieg-ODollend. — β. sich benehmen; er dräht sich wie e Hengst so wild Wend. — γ. de Arwet dräht sich gut das über einer unterirdischen Arbeitsstelle liegende Gestein hält fest zusammen, so dass keine Stempelhölzer gestellt zu werden brauchen, in der Bergmspr. Siegld, Altk. — δ. sich herümdr. sich verbreiten, von einem Gerücht; dat dräg sich herüm Ruhr, Allg. — ε. he dräht sech met allerhand (-lei) Plän Rip, Allg. — Abl.: die Dragerei, dat Gedrag(s). ab- tragen: 1.a. Dinge von einem Wagen nehmen u. wegtr.; en Sack van der Kar afdr. Berg, Allg. — b. der Rock (et Kled) es nu ävver afgedrägen abgenutzt, abgeschabt OBerg, Allg.; auch du sühs afgedragen us in schäbiger Kleidung Rip, Allg. — 2.a. Schulden a., nach u. nach tilgen Allg. — b. ein Gebäude, eine Hecke dreht af, hält Unwetter (Regen, Schnee, kalten Wind) ab Malm. an -tragen: 1. etwas a., herantr., z. B. et Water tu't Afbröjen a. Klevld. — 2.a. etwas a., vorbringen, anzeigen, auf dem Amt Berg. — b. einen a., anzeigen, anklatschen Allg. A.: Ech drohn dech an! B.: Drag mech bos no Bröck (Ort), kreisde e got Botterstöck; drag mech bos no Denn (Ort) en de Säck, kreisde e got Weckestöck! Aden-Liers. — c. sich a., sich anbieten; er hot sich selbst angedrahn, darre Pat sull were Rhfrk, Allg. auf -tragen: 1.a. etwas a., das Essen auf den Tisch; Butter deck (dönn) opdr. schmieren Allg.; en Opdragsgaffel Gabel zum Graben-, Stroh-, Heureichen Bergh-Pütz. RA.: Et es bester, für sech selver Kaf (Spreu) opdr. äs für andere Löck (Leute) Wēss (Weizen) Sieg, Bo, Rheinb. — b. dat lo dut zu viel ufdr., do werd dat zu dick etwas erhöht die Sache Rhfrk. — 2.a. eine Furche a., aufwerfen Siegld. — b. fusdeck opdr. faustdick lügen, aufschneiden Rip, Allg. — c. Kleidungsstücke a., abnutzen; du drägst din Tüg so op, dat et bloss noch Lumpen sind OBerg, Allg. — d. einem etwas a., einen Auftrag geben; hä hät mir opgedrage, ich soll dat esu mache Rip, Allg. aus -tragen: 1.a. etwas a., z. B. Brötchen, Fleisch, Zeitung, das Kind, wie nhd. Allg.; et Eəten utdr. Kemp; et Hüs-chen (Abtritt), dat Äschenschott utdr. draussen leer machen OBerg, Allg. — b. etwas a., weiterklatschen OBerg. — c. einen a., in üble Nachrede bringen Nfrk, Rip. — 2.a. das Kalb a., das Kind a., zur Welt bringen; das Kalb war noch nit ausgedrahn Rhfrk, Allg.; de Koh es bau (bald) utgedrage kalbt bald Selfk. RA.: Den as net ausgedrohn von einem, der immer mürrisch dreinschaut Bitb, Allg. Utgedregene Konden verschlagene, listige Menschen Elbf. — b. dat Lǫngk (Land) ös ock utgedragen hat seine Nährkraft nicht abgegeben Kemp. — c. de Schwäər fengk an uszedr. zu eitern Dür-Langerwehe. be -tragen: 1.a. Wiese od. Feld betragen, mit Jauche begiessen Sol-Höhschd. — b. die Fachwand b., mit Lehm bewerfen NSiegld. — c. einen Amboss met Iser (Stohl) b., eine schadhafte Stelle wieder herstellen durch Anschweissen OBerg. — 2.a. einen b., verleumden, ihn schlecht machen; den hat mich dorch et ganz Dorf bedrohn Malm. — b. sich gut (schlecht) [Bd. 8, Sp. 1273]
b., wie nhd.; bedragt üch got! Rip, Allg. RA.: Dreizihn Stellen in am Johr, sät de Mäd (Magd), seht dir, wie eich mech b., trei o fleissig stiht im Buch Trier-Stdt. bei -tragen: 1. sachl. Hilfe leisten; misst der dann ach (auch) b., wenn die nau (neue) Kerch gebaut werd? Rhfrk, Allg. — 2. mitwirken; dat is schunn milich (möglich), dat dat viel dezu beigedrahn hot, darre so hordig gestorb is Rhfrk, Allg. durch -tragen: etwas d., ein Gerücht verbreiten; weck (weit) on bret han s'et durchgedrohn Sieg.ein -tragen: 1. etwas e., hineintr.; ich gläb, et git Ren (Regen), do misse mer gleich de Wäsch indr.; mer hon heit hunnert Garwe ingedrahn; de Biene dr. fleissig in Rhfrk (sonst erendr.). — 2.a. etwas, einen e., einschreiben; is dat Kind (de Hibodek) schunn ingedrahn? Rhfrk, Allg.; en ingedrage Oss Stier Klev. — b. einbringen; dat dräht mer nüs en davon habe ich keinen Vorteil Rip, Allg. fort -tragen: wegtragen Allg.nach -tragen: 1. etwas n., nachbringen; im elf Auer (Uhr) muss de deim Vadder dat Esse n. Rhfrk, Allg. RA.: Die lött sech den Arss (de Kont) n. ist träge, lässt sich gern bedienen Klevld, Allg. Kinder binden einem anderen etwas hinten auf den Rock u. rufen: Ek wet ene Geck, den dräg wat nor, dat bruck ek nit te dr. Mörs-Rheinbg. Ech kennen dech be ean de Täsch nogedrohn May-Trimbs. — 2.a. einen (etwas) n., nachträgl. eintragen; dat werd in dat Buch änfach nogedrahn Rhfrk, Allg. — b. einem etwas n., nicht vergessen können Allg. um -tragen: 1. etwas u., wie nhd.; Zirel (Zettel) im Dorf imdr. Rhfrk, Allg. RA.: Et Bok (Messbuch) es ömgedrage du kommst zu spät zur Messe, das Essen ist vorüber Nfrk, Aach. — 2. etwas u., zurückbringen; der Stoff es schlech, drag en öm (zum Kaufmann) Rip, Allg. (aber WEif erumdr.). ver -tragen: 1.a. ainem de Kondschaft v., in der Kundschaft untreu werden; ainen kenn Penning v. einem für keinen Pfennig Verdienst entziehen, alles bei demselben Kaufmann kaufen Siegld, Trier, Koch. — b. etwas (über einen), einen v., ein Gerücht verbreiten, Böses nachsagen Köln-Stdt, Aach-Stdt. — c. de Kouh hot (det Kalb) verdrah zu früh gekalbt Wend, Birkf, Meis. — 2.a. etwas v., (viel) Arbeit, Essen u. Trinken ertragen können Allg. RA.: Kannste e Mauler (Malter) Korn v.? dabei kitzelt der Frager den Gefragten am Knie NBerg. Ne gode Mage kann alles v.; ne hungerige M. kann vill v. Köln, Allg. Wer einen guten Magen hat, verdräht alles, norre kä Schuhnäl Rhfrk, Allg.; en Ferkesmage kann alles v. Ruhr; deə könnt Radnägel v. Rip, Bitb-Dudeld. Der kann ene Stivvel v. Rip, Allg. Der kann nicks (ge Wörtche, kenen Spass) v. Rip, Allg. En schlechter Arsch, de kä Schläh v. kann Rhfrk. De kann ene Puff v. Rip, Nfrk. De kann de Sonn (ke Wendche, de Kircheluff) nit v. Rip, Allg.; de Hellege net v. wird ohnmächtig in der Kirche May, Daun. Ek kann et Kettelen (Kitzeln) an de Hals nit v., sät ene van die Räubersch, do sej öm ophange Mörs. Wij kaze (Ball spielen) well, mott den Ball v. wer das Angenehme einer Sache will, muss auch das Unangenehme hinnehmen Klev, Rees. Ein derber Kleiderstoff kann Lesen en Schrive v. Emmerich. [Bd. 8, Sp. 1274]
— b. sich v. α. durch schwere Last sich verderben, krank werden Allg. — β. zueinander passen, von Sachen u. Zuständen. — γ. in Frieden zusammenleben, sich einigen Allg. RA.: Se v. sich wie Katz on Hongk Rip, Allg., — de Deppeflecker, — D.giesser WEif. Se schlohn sich un v. sich abwechselnd Goar, Allg. Jong on Hong v. sech net MGladb, Allg.; al Höhner en jong Mädche v. sich net got Köln-Brühl; Alt un Jung verdräht sich nit Köln, Düss. Pack schleht sich, P. verdreht sich Merz, Allg. Wen sich net bərdräht mat den Seinen, möuss fressen mat anner Leits Schweinen Saarbg-Nittel. Wemmer op alles »jo« säht, kammer sich mem Deuwel v. Wermelsk. Vergliken on V. es besser äs Striden on Klagen Sol. — Ondoge on onverdrage sen unverträglich Jül. vor -tragen: 1.a. etwas v., vorantr. Allg. — b. ein Kind zur Taufe v. Rhfrk. — 2. ein Gedicht v., wie nhd. Allg. zer -tragen: 1. der Rock es arg z. abgeschabt Rip, Allg. (jedoch nicht Rhfrk). — 2. sich z., viel u. schwer tragen müssen Mosfrk, Rip, Nfrk. PfWB ElsWB zu -tragen: 1. einem etwas z., heimlich überbringen, mitteilen Allg. — 2. sich z., vorfallen, sich ereignen; wo hot sich dann dat Unglick zugedrahn? nach dem Nhd. (selten) Rhfrk, Allg. Trag drāx Rip Sg. t. m.: 1. de Kar hät vür ze vil Dr. vorne zu viel Last, — hat den Drag schlägt nicht hintenüber. — 2.a. et Feld es dis Johr schlech em Dr. im Ertrag. — b. soviel ein Mann auf einmal tragen kann; he hann ich ene Dr. Eərpel, de zweide hollen ich jetz Sieg-Meind. — In der Zs. -drχ, –dr (s. u.). Ab- trag: mit Pl. Uferböschung Mörs-Veen.An -trag: mit Pl. enen A. mache nach dem Nhd. Allg.Auf -trag: mit Pl. nach dem Nhd., Allg.Aus -trag: 1.a. A. gen Auskunft geben auf eine Frage etwa nach den Vermögensverhältnissen eines anderen, weniger auf die Fr. »wohin« Rhfrk, WMosfrk, Aach. — b. A. hon Gerüchte, Nachricht über etwas Wend-Dörrenb. — 2. Erledigung; die Sach is nit zum A. kumm Rhfrk, nach dem Nhd. verbr. PfWB Be -trag: 1. mit Pl. B. an Geld, nach dem Nhd. Allg.; dat (!) klein B. sall ek ow wäll börge Emmerich. — 2. Aufmerksamkeit; B. han en jet; de Kerl hät ge B. ene (in sich); do kreg he B., wie he dat hörde; do es ke B. dren sie ist flatterhaft MGladb, Erk, Heinsb, Geilk, Aach-Eschw Merkst; ene zonger B. verächtl. nachlässiger Mensch ebd.; ene Schlagbedr. Aach-Merkst; sich sinner B. schlohn sich einer Person, die in Not ist, annehmen Malm; onbedrās ohne Absicht Erk-Keyenbg. PfWB Bei -trag: mit Pl. nach dem Nhd Allg.Ge -trag: 1. n. soviel, wie man auf einmal tragen kann; en G. (van) Bükere (Büchern), Water, Heu (udgl.) Berg, RRip, Eusk-Lechenich. — 2. n. das Betragen; he hät gei gout G. Heinsb-Millen. Ein -trag: dat mecht him ken Andr. Bitb, nach dem Nhd. Verbr. PfWB Ver -trag: 1. mit Pl. Vergleich Allg. RA.: E magerer V. es besser als e fetter Prozess Allg. — 2.a. Verträglichkeit, Einigkeit; Zänk on Streck (Streit) on kene V. Rip, Allg. — Onverdr. Zänkerei, Unverträglichkeit. RA.: Kein Brut em Schaf (Schrank) (en leddig Sch.) mät (git) O. Köln, Rip, Eup, SNfrk. — b. zänkisches Kind [Bd. 8, Sp. 1275]
Aach. | |