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rugeln II bis geruhigen (Bd. 7, Sp. 582 bis 586) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
rugeln II aufrugeln Rugel rüggen Rügger Ruhe Geruhe Unruhe Ruh-boden Ruhbühne Ruhkissen Ruhplatz Ruhpunkt Ruhstunde Ruhtag ruhen abruhen ausruhen geruhen unruhen ruhig unruhig ruhigen ruh-lich beruhigen geruhigen Ruhm Ruhm-schuttel rühmen berühmen Rühmer unbe-rühmlich Rühr Ruhr I Ruhr II Ruhr-gänger Ruhrkadett Ruhrkei Ruhrpott Ruhrrümpchen Ruhr III rühren anrühren aufrühren berühren einrühren nachrühren umrühren verrühren zerrühren Rühr Ruhr Aufruhr Aufruhr rühr-achtig Rührdamp Rührei Rühreisen Rührfurke Rührgabel Rührgerte Rührhaken Rührherum Rührkarst Rührkäse Rührlöffel Rührmännchen Rührmonat Rührpflug Rührpinn rührsam Rührsteck Rührstock Rührwurz Rührer rührig aufrührig ausrührig gerührig auf-rührisch Rührung Berührung rüig Ruil Ruin Ruine ruinieren Ruj rujen rüjen I abrüjen abrüjen Ruj Ruj-boot Rujdollen rujhalten Rujschloss rujen II rujenieren Ruk I | auf- rugeln: ufrugələ, etwas a. 1. aufrütteln. — 2. in Erinnerung bringen Simm-Laub. Rugel -əl, Pl. -ələ f.: der dickere Klicker R., Speis, Schipp! Fluch Saarbr PfWB rüggen = aus Roggenmehl s. bei Roggen II; Rügger -ø- = Reuter (s. d.). [Bd. 7, Sp. 583] [Bd. 7, Sp. 584] Ge- ruhe: gərux, –ǫ-, in der Wend.: Se g. komme zur Ruhe k., zurechtk. uNahe, Birkf-Idar.Un -ruhe: 1. wie nhd.; der hät en O. an (en) sech, — son O. om Lif Rip, Allg.; de hät de iwige O. am Lif Sieg. — 2. übertr. a. unruhiger, nervöser Mensch; dat es de O. selver, — de iwige O. Rip, Allg. — b. Pendel an der Wanduhr, de O. ankehren Rhfrk, Saar, Mos, Wittl, Bitb, Prüm-Lambertsbg, Daun, May, Sol, uWupp (veralt.) de iwig O. Bernk-Horath Schönbg; Uhrfeder in der Uhr Gummb-Berghsn. Ruh-boden rūbōdə Saarbrg-Scheidterbg m.: die Stelle beim Nachlaufesp., wo ein verfolgtes Kind ausruhen u. nicht angeschlagen werden darf. Ruh-bühne rōbȳn Siegld, Altk f.: in langen Klimmschächten werden die Fahrten (Leitern) in grösseren Zwischenräumen gerne etwas seitlich versetzt, indem man den ganzen Schacht etwas seitlich verschiebt; dadurch entsteht im Gestein ein Vorsprung, die R., auf die der die Leiter emporkommende Bergmann übertritt, wenn er, nachdem er sich auf der R. einen Augenblick ausgeruht hat, weiterklettern will, in der Bergmspr. PfWB Ruh-kissen (mit nhd. Lautung) n.: in dem Spr.: E got Gewesse es e sanf R. nach dem Nhd. Allg. PfWB Ruh-platz rūblats Simm m.: -boden (s. d.). Ruh-punkt Siegld, Altk m.: -bühne (s. d.), in der Bergmspr. PfWB Ruh-stunde rūtun, –dinχə Wend, Simm-Belth, Bernk-Fronhf Hottenb, Zell-Reidenhsn, Goar-Hungenr Pfalzf, also nur im Rhfrk f. (n.): e R. halle rasten, ein Mittagsschläfchen halten. PfWB Ruh-tag Saarbg-Wellen m.: wie nhd. PfWB ElsWB LothWB ruhen das Wort ist nur geläufig Rhfrk, Mosfrk (einschl. Aden), Westerw, Siegld, Gummb-Schwarzenbergisch u. die Pfälzer Kolonie in Klev, lautend wie Ruhe [vielfach in Wittl-Honth, in Zell (Mos), Koch, May, Daun, Aden rō:xə, –γə; Altk vielfach -xə; Koch-Bertrich Hauroth, May-Üss, Daun-Winkel, Aden-Berenb rō:rə; Goar-Macken (Mos) r:ə, Simm-Schlierschd, Altk-Brachb [Bd. 7, Sp. 585] PfWB ab- ruhen: sich a., ausruhen, zu Ende r.; derirscht get sich e bess-chin obgerouht, ihr mer weider schaffen Merz-Saarhölzb. PfWB LothWB aus -ruhen: absol. u. sich a., wie nhd. Allg.ge -ruhen: sich g., ausr. Altk-Almersb.un -ruhen: unruhig sein im Schlaf Birkf-Idar, Kreuzn. PfWB ElsWB LothWB ruhig Allg., u. zwar α. Rhfrk, Mosfrk meist ohne Umlaut rūĭχ, –ō:- usf. (s. Ruhe) [Merz-Erbring rē:iχ; Merz-Merching rī:dĭχ; Koch-Laub rē:rəχ; Aden, NAltk r:ĭχ; Neuw-Kurtschd, Altk-NFischb r:jĭχ; Siegld rēĭχ, –-; Obersd -ē-]; das Geb. β. Rip, Berg r·y.əχ, –ø·y.-, selten -ǫ·u.- [Monsch r·y.əleχ; Mulartzhütte r·ə.liχ; Witzerath r:jəl-; Dür-Froitzh rø·y.əl-; Aach r:jəliχ, rø·y.-; MülhRh, Wippf (rip.), Sol (rip), Düss, Mettm r·y.ləχ; Remschd, Mettm-Wülfr, Wippf-Lindlar, Mülh Rh-Hoffnungst -ələχ]; im Geb. γ. in SNfrk in der westl. Selfk ry·y.ĭχ, r:χ, r:ĭχ [Heinsb-Karken 1860 rū:x], dann nach O. u. N. rø·y.χ, –·y.- seltener -rø·y.ĭχ, –əχ; Geb. δ. Klevld ruχ Adj.: wie nhd.; bös r.! lärme nicht, weine nicht, höre auf mit Fragen, beklage dich nicht; du kanns r. sen hast keinen Grund zum Klagen Rip, Allg.; bes mar r., könns ävver zem Duət (Tod) gib dich nur zufrieden Geilk-Übch; sech r. verhale nicht lärmen; r. blive; r. om Stohl setze; r. stohn blive; schlofe, esse, afwarde; et r. drop ankomme losse; sag et r.; de kanns r. hemgohn (heim-); ech krig et Kend net r. Rip, Allg.; enen (Aufgeregten) r. mache beruhigen Monsch-Mützenich; sech r. betasten Mittagsschläfchen halten Sol; en r. Hus; ech han ken r. Stonn mih; r. Blot behale; r.ə Lof (Luft, Wind); en r. Wasser; e r. Geschäf; r.ə Löck (Leute); e r. Gewesse Rip, Allg.; ruhjəweg ebbes san (sagen) Wend-Winterb. RA.: R., wer kä Bart hät! so gebietet man Ruhe den Kindern, Weibern Wend-OReichenb. R. em Saal, os Pitter kreit Hör! Aden-Kaltenborn. So r. wei'n Meis-chen (Maus) Bitb, Merz-Becking. Et es so r., dat mer en Floh de Nas botze hert Goar-OGondershsn, — de Fleh niesen hert Saarl, — de Floh kleddere h. Saarbr. Wannste net r. bes, kreste Salz en et Mos (Mus)! zu Kindern Bo-Ippend. Sin mar r. (beruhige dich), dann werdste ock fett! Mörs-Schwafh. Du musst esu lang r. sein, bis dat de Katze möt der Kellerdrappe [Bd. 7, Sp. 586] PfWB un- ruhig: wie nhd.; ene o.ə Mensch; ene o.ə Ges (Geist) rastlos Rip, Allg.; en o. Fass Sieg-Süchterschd; der Wein get o. beim Gären Mos. RA.: Der es esu o. wie der iwege Judd Rip, — en Wespel Trier-Mehring, — en Erwes (Erbse) en der Wall Rhfrk, Mosfrk. ruhigen rō:ĭjə Bitb-Seimerich schw.: ausruhen. RA.: Wenn ein strammer Bursche sich mit einem schmutzigen Weib unterhält, so sagt einer: dat kann ech net verstohn, worauf ein anderer: ach, wer möd (müde) as, de rohigt och got op em Mesthof. ruh-lich s. o. bei ruhig. PfWB be- ruhigen: ganz selten nach dem Nhd. bər·y.əlijə Monsch; -r·y.əjə MüEif; -rø·y.jə Erk-Elmpt, Kref-Stdt; -ruəjə Geld-Veert; einen b., nach dem Nhd. ge- ruhigen: gərēχliχ, –- behaglich; de härret em Aler g. Siegld; — -ē:- Koch-Leienkaul; gər:χ- langsam arbeitend Daun-Nerdlen
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