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Riffel, II bis riffelig (Bd. 7, Sp. 423 bis 425) | |||||||||||||||||||||||||||||
Riffel, II Riffel-blech Riffelgerte Riffelholz Riffelknopf Riffelkorb Riffelram Riffelrute Riffelstecken Riffelwand riffeln ab aufriffeln ausriffeln beriffeln durchriffeln nachriffeln Riffel Riffels-bank Riffelsfäden Riffelsgarn Riffelssuppe Ge-riffel Riffels Ausriffels riffelig Ge-riffsel riffen I Riffes-wand riffen II Riffke Rift riften-weise riften Rifter rig Rig(e) Rigder Rigel I Riger Rigel II rigeln rigelig un-gerigelig Riggel(er) Rigger rigolen umrigolen Rigol Rigols-geschirr Rigolswessel Rigoler rih I rih II Rih I Rih II ri-ig Rij Rijert rik Rik I Rik II Rikel Rikelchen rikeln riken Riktius Varus Ril I Ril II Rilch Rilef rilen I rilen II Rilen Rilex Rilf Rilf Rille I Rill-saat Rille II Rillen-bettchen Rillenbettstättchen Rillentarte Rillen Riller Rilles-raltes Rillo Rilpes rilpsen Rils rim Rim I Rim II Rimaukel Rimel I Rimel II rimeln rimen Rimlingen Rimm I | Riffel-blech Altk, Siegld n.: mehrere mm starkes Bl., das in Überbrüchen gern als Standfläche benutzt wird; die Riffelung, d. h. die regelmässigen Erhöhungen auf der Oberfläche des R., verleiht einen sicheren Stand, da sie ein [Bd. 7, Sp. 424] PfWB riffeln -if-, –ef- schw.: 1.a. abs. das Gefach riffeln, mit den Riffeln durchflechten Rheinb, Bo [refə Bo-Ippend Mehlem Muffend], Sieg-Fussh, MülhRh-Glöbusch Odenth Overath, Gummb-Berghsn, Sol-Burschd; r. on steffeln MülhRh (s. o.); r. on steəwern (mit den senkrechten Hölzern) Gummb-Berghsn; de Riffelruən weren geriffelt Gummb, Allg. — b. durchsieben, z. B. Asche, Sand r. Eup, Rees-Dornick. — c. en de Senn r. grübeln, nachdenken, überlegen Köln-Stdt. — 2.a. fasern, u. zwar -ef-, –if- Verbr. n. einschl. Prüm (rip.), Schleid (Süd-Grenze), Daun-Wiesbaum, May-Wassenach (südl. noch Kobl-Stdt), rrhn. n. einschl. Altk-Wissen, Süd-Grenze des Berg, Sieg [uSieg, LRip auch -evf-, –eif-, –īf-; in der Selfk in Geilk, Heinsb -øf- nur intrans. (trans. Fäəm uttrecke)] vgl. ndl. dial. rijvelen, nd. reffeln, rebbeln, ndl. (ablautend) rafelen, ravelen, ofries. rafelen. α. trans. Gewebtes, Gestricktes r., an ihm Fäden ausziehen, den Einschlag von der Kette herausziehen (meist op-, usr.); etwas, an etwas Gewebtem, Gestricktem r., hin- u. herreiben mit den Fingern, dass sich die Stelle mehr oder weniger lockert. — Do wuərd ech gereffelt on geraffelt, gestuffelt on gestaffelt; dat ech den Hals broch, dähten se mech dann schlagen aus dem Rätsel vom Flachs MülhRh. — Riffele die Samenkapseln des Flachses abmachen, reffen (s. d.) Kreuzn. — β. intrans. der Stoff (dat Züg) reffelt fasert aus, die äussern Fäden lösen sich ab; en Doch reffelt, wann et net gesömt (gesäumt) [Bd. 7, Sp. 425] ab: etwas a., drehend zwischen den Fingern abreiben, z. B. ein Fläus-chen Allg.auf -riffeln: 1. trans. die Stelle eines Tuches a., durch ständiges Reiben aufscheuern; Gestricktes a., auflösen; et Lis-che hatt mem Stromp gebruddelt (schlecht gestrickt), seng Motter mot (musste) em e ganz Del widder opr. Rip, Allg. — 2. intrans. aufgehen, vom Gestrickten, Gewebten Allg. aus -riffeln: 1. trans. a. Asche, Sand a., durchsieben Eup. — b. Gewebtes oder Gestricktes wieder auseinanderziehen, reffel mech ens gau (schnell) an dat Hemdenduck (-tuch) de Fäm ut, et ös so scheif geschneən (geschnitten) Mörs, Allg. — c. etwas a., austifteln, zurechtlegen Eup. — 2. intrans.; der Stoff (dat Tüg) riffelt ut fasert aus Gummb, Allg. be -riffeln: bərifəlt schlau, beschlagen Rheinb-GrBüllesh.durch -riffeln: eine Stelle, etwa unten an der Hose, d., durchreiben Allg.nach -riffeln: über etwas nor., nachgrübeln; ech han drövver nogereffelt Verbr. wie r. 2 b γ. Riffel refəl, Aach-Stdt; -øf- Heinsb; Pl. -ələ; refəl, meist Pl. -əlts Klev-Calcar m.: 1. ausgezogener Faden, Charpie Allg. — 2. übertr. a. -ēf- schmales Stück Brot, Speck, Streifen Ackerlandes Heinsb (1 -øf-). — b. -ef- Hieb, scharfe Zurechtweisung Sieg-Fussh. Riffels-bank Rheinb-Buschhv f.: Reffbank, zum Reffen des Flachses. Riffels-fäden -fędəm Rheinb-Wald Pl.: Garn von aufgezogenen Strümpfen. Riffels-garn (s. S.) Allg. n,: dass. Riffels-suppe refəlsup Elbf f.: verächtl. Wassersuppe. Ge-riffel (s) Sg. t. n.: 1.a. die Querhölzer in dem Fach des Lehmfachwerkes Rheinb, Sieg. — b. das durch Auszupfen von Wollstrümpfen, –jacken (udgl.) gewonnene Garn, als Füllsel für Kissen, Betteinlagen verwertet; Charpie Allg. — c. gesiebte Asche Eup. — d. -refəltsə Abfall von Heu u. Stroh Siegld-Netphetal. — 2. übertr. -refəl abgemagerter Mensch Siegld. Riffels rifəlts Köln-Stdt; -e- Remschd Sg. t. n.: Haufen ausgeriffelter, zusammengeknüllter Fäden. Aus- riffels: dass. Köln-Stdt. riffelig -ef- Barm Adj.: ausgefasert.
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