| NRhWB PfWB schweigen I das Wort fehlt im Rhfrk, Mosfrk durchweg, dafür neist san, dat (de) Maul halle, still, ruhig sein; Saarbr, Kreuzn-Hahnenb, Goar-Weiler, Simm-Laub, Saarl-Berus, Zell-Briedel vermelden -aiə, Part. gəwī(χ); Trier-Stdt, Kobl-Stdt [Bd. 7, Sp. 2037]
-ęij-, Part. gəwījən; meist still schw.; Siegld -ijə; -ēχ, gəwējə, meist stell schw.; Rip, Nfrk ist das Wort voll lebendig, u. zwar Rip -ij-, Prät. -eχ, –ē:χ, Part. jəwijə, –ej-, –ē:-; OBerg -īj- u. -īən, Prät. -ēx, Part. jəwējən; NBerg -īj-, dū –iχs, h –iχt, Prät. -ēχ-, –ō:-, Part. xəwējən, –īj-, –i-; Eup -iə, du -iχs, h –et; SNfrk -īj-, dū –iχs, h iχ(t), Prät. -īəχ, –ē-, Part. jəwīəjə, –ēj-; Klevld -īγ-, he –ixt, Prät. -ēx, Part. γəwējə st.: 1.a. absolut, wie nhd., nicht sprechen über etwas, was nicht angebracht ist, meist in diesem verschärften Sinne, sonst auch wie Rhfrk, Mosfrk die o. genannten Umschreibungen; schwig; schw. mer (stell); stell schw. (on ewellige, zogevve); dovan (dorüvver) well ech schw. Rip, Nfrk; dat es ene Schwigstell der nicht spricht Rees; du hötts beəter geschwiəge; ech well liəver schw. SNfrk Allg.; kortstell (kurz-) schw. augenblicklich schw.; schwig met der Kall (Geschwätz)! Aach; de schwigt sich duət Geilk, Eup; schwig de Mull! schweige MGladb. RA.: Legge (leiden) on schw. ös de grüzte Kons Bo-Dransd; (zo richtiger Zitt) schw. es och en K. MüEif, Jül. Schw. on denke deht (ka) nömmes kränke Aach, LRip, Trier-Stdt. E gott Schw. es neit te verbetere (-bessern) lerne schw. zur rechten Zeit Eup. Beəter schw. als der Mongk (de Mull) verbrangkt MGladb, Erk, Aach. Schw. es och en Antwort! Kref, SNfrk. Met Schw. ka mer der Düvelbanne Köln-Stdt, — verred mer sich net NPrüm. De kann schw. wie enne Fösch (Fisch) Geilk-Gangelt, — en Papagei kann nicht schw. MGladb. Schwig, du Pockemanes, du has nüs ze saje! Aach-Stdt; schwig, et Hümme (Hemd) würd dich te kort (kurz)! Heinsb-Süsterseel; nou gangk on schwig, sös mott ech mech breəke! zu einem viel Redenden Kref. Rech häste, schw. mosste nicht überall kannst du deine Ansicht geltend machen Rip, Gummb, Mettm, Siegld; rechtig, mar schw. söj (sollst du), saij den Bur Rees-Haldern. Kinder un al Wiver künne nit schw. Köln. Kriht (kräht) et Hohn un schwig der Hahn, es em Hus mer üvvel dran wo die Frau das Haus regiert, ist der Mann übel dran Köln-Stdt. Wer (met) schwig, der met iss (isst) Dür, Köln. Höt dich för Lüggen (Leuten), de schw., un för Hung (Hunden), de nit lugge (lauten, bellen)! Köln-Stdt; Water, dat steht, on Mensche, die schw., soll me ömmer ut der Weg goəhn Kemp. Me mott schw., dat eine de Mull schümmt (schäumt) Eup. — dat mer schwess (schwitzt) MüEif, Bergh, Dür, Jül, Aach, Eup, Erk-Elmpt. A.: Kasse (kannst du) schw.! B.: Enjo! A.: Ek ok! Barm, Allg. Met Stellschw. verröt sech nömmes MGladb. Dorch Goddes Wedder on G. Well geht der Mensch dorch en schwig stell. Dür. Lang gehopt (gehofft) en stell geschwege, net gegönnt en doch gekrege Emmerich. — Im Kinderld. Heija, Kengche (Kindchen), schwig, di Motter geht nom Dich (Teich), se wisch dir all deng Pläggelcher (Windeln) us, dann küt se widder bei dich! Dür, Jül, Aach. — Scherzfr. Wuröm hant de Fraulü geine Bart? Se könne neit esu lang schw., bes dat se raseert sönd Eup, Dür. — b. mit Obj.; dat moss ech schw. (mehr ver- u. üvver dat m. ech schw.) Rip, Nfrk; [Bd. 7, Sp. 2038]
of er et sät (sagt) udder mer et schwig, se donnt doch, wat se welle Bergh-Hüchelhv; der Namen moss ech schw. uWupp 1870; en Sach dut schw. Rip, Nfrk; ich moss schw., wat ich saje well es ist häufig klug, seine Gedanken nicht laut werden zu lassen Aach-Stdt. RA.: Si ēge Led net schw. könne sein Leid nicht für sich behalten Rip, Berg, MGladb. Et grösste L., dat es en Nut (Not), de krisch (weint) mer us on schwig mer dut Dür-Gürzenich. — Abl.: die Schwigerei, dat Geschwig(s). aus- schweigen: sich a., nichts verlauten lassen Rip, Nfrk.ge -schweigen: 1. schweigen, nach Hilfszeitwörtern; hei kann sin egen Led nich g. OBerg. — 2. ohne zu erwähnen, nicht davon zu reden; ech wöllt em net emol meng Kapp, g. menge Hot lihne noch weniger, vollends, ganz u. gar nicht; er kann sech selver net ernähre, g. noch andere; er wor noch net ze Kölle, va Berlin ze g.; ze g. van allem andere hät e sugar se ege Broder an de Beddelstaf brat; de ös ze bang, en Lus dut ze mache, g. (dann) en Ferke Rip, Nfrk; jəwījəs Sol 1870; wis Mörs-Neuk; gewęi dann Saarl-Berus. ver -schweigen: 1. etwas (einem) v., wie nhd.; he kann sin eige Leid nit v. Köln, Rip, Nfrk; auch Simm-Laub. Wiver v. alles bloss, wat se nit wesse Köln-Stdt. — 2. Part. v. sen (wie et Graf) ein Geheimnis bei sich behalten Rip, Nfrk. NRhWB schweigen II gegenüber dem fehlenden schw. I st. besitzt das Rhfrk in Simm das faktitive -aiə, Part. gəwait schw.: einen schw., ihn zum Schweigen bringen, beschwichtigen; ich hon en geschweit, ich kunnt dat nit meh anhere. ab- schweigen: abwaiə, einen a., dass. Rhfrk im Saargeb, Wend-Dörrenb.
PfWB LothWB Schwein das Wort ist als Appellat. nur an der Saar, im Hochw, an der Mos bis einschl. Koch (nach Süd. bis zur kurpfälz. Grenze), in der WEif bis einschl. Malm heimisch; im Rhfrk u. an der uMos u. OEif u. Westerw (nicht kurköln. Neuw, aber in Zs. -i·ŋ.ə-) steht als Appellat. Wutz f. u. Sau (in Koch Wutz u. Schw.); das Rip, Nfrk hat Ferken (u. Pugg im Klevld), doch OGummb u. Ess auch wīn; lautl. im o. genannten Geb. -ęin, –ei- [WBitb -ęŋ; Prüm, SMalm -e-; NMalm -īn], Pl. -ęin, –ei u. -ę·i.- [Trier-Eisenach -einən, WBitb -ę·ŋ.ən], Demin. -ęinχə(n), –ę·i.- [-ęŋχən, –e-]; dazu kommt -ein nur in nhd. Lautung bei übertr. Bed. noch im OMosfrk, Berg, Rip, SNfrk vor (s. Bed. 2) n.: 1. im Hauptgeb. (die Angabe »Allg.« bezieht sich nur auf dieses Geb.). a. wie nhd., zur Mast bestimmt, Mastschw., zur Zucht best., Zielschw.; Schw. zielen. RA.: We ger emmer wär fein, de kemmt Sonndes we e Schw. Wittl; Werdes f. a (u.) S. wie e Schw. Bitb-NWeis; aussen f., inne wie e Schw. hui-pfui Saarbg, Bitb, Koch. Mer giht nöt wie de Schw. on den Trog ohne vorher sein Tischgebet zu verrichten Trier-Stdt. E frösst (seift) wie e Schw. Allg. En hot e Gesicht (so borstig) wie e wöll (wildes) Schw. Bitb-Dahlem. Dat stäht dir wei em Schw. de Sonndeshauf (Sonntagshaube) Saarbg-Cahren. E Schw. bleift e Schw., on wenn mer et an't Federbett legt Allg., — on w. et of Pengschtdag of de Welt [Bd. 7, Sp. 2039]
komm eas auch übertr. von einem schmutzigen, zotenden Menschen Merz-Nunk. Je dreckiger der Bauer, je sauwerer sein Schw. Bernk-Wolf. Wann de Sau nummen (nur) e Ferkel hot, get et geschwinn e Schw. ein Kind ist leicht zu erziehen Trier-Schleidw. Dau wiərscht e guden Helligen fir op de Stalldir, et gäng kä Schw. eran (herein) Saarbg-NLeuken. E satt Schw. denkt an ke hongriget der Reiche denkt nicht an die Armen Prüm. Wonn de Schw. satt sen, da stoussen se de Kemp (Tröge) em Prüm-Ihren. As et Schw. net mih gefriessig (-frässig), da get et gleich iessig (ässig, ist es gut zum Essen) Bitb-Dahlem. E Schw. fresst met de Leiden (Leuten) vom Desch bekommt fast dieselbe Nahrung wie der Mensch Bernk-Merschd. Wen sich enner de Kleie mengt, de freassen de Schw. Merz, Allg. De Geizhals on e fett Schw. seiht mer em Dud irscht netzlich sein Bernk-Wolf. Wan de Schw. got leien (liegen), da gin se och firun (voran) Bitb-Mettend. Den hot nömmen (nur) dat ä Schw. nur einen einzigen verwöhnten u. verdorbenen Sohn WBitb. Winnig un dack (oft) micht et Schw. plack (fett) Regel beim Schweinemästen Trier-Schleidw. De wess et Schw. ze fehren (führen), dat et em nöt op de Ströck (Strick) scheisst er ist klug, dass man ihn nicht hintergehen kann WBitb. De Schw. an (in) den Aker (Eichelmast) duhn Saarbg-Soest. Den däht, als wenn ich met him de Schw. gehout (gehütet) hät er macht sich sehr intim Bernk-Neumag, Allg. Mat dem sen de Schw. net ze hiden er ist unverträglich Wittl, Bitb. Wen wöll en Herd Schw. h. uhne Geissel (Peitsche)? wer kann viele Kinder ohne Strafe erziehen Trier-Schleidw. Wen de Schw. hit, den gäht lohm am (im) Kop oder an den Benen der Schw.hüter ist geistig oder körperlich minderwertig Trier-Zemmer (s. weiter bei hüten). Loss et Schw. gewearden; wann et feardig as, gäht et vu selwer häm! lass den Raufbold, Zornigen in Ruhe; er wird schon weggehen Bitb-NWeis. Här as H., Jung, holl de Schw. um ich bin der Herr Mos, Eif. En enzigen Sunn (Sohn) un e enzig Schw. liesst (lässt) mer ruhig, wu se sein da sie nur an Gutes gewöhnt sind Trier-Schleidw. Häre Käch (Pastors Köchinnen) on Miller(sch) Schw., die sall mer losse, wu se sen Prüm, WEif. E Schw., wat det Fouder (Futter) verwouscht (verwüstet), es geschenkt ze deier (teuer) Bernk-Merschd. Her kennt de Schw. un (an) de Schnössen (Schnauzen) Saarbg-Faha. Wen et Gleck hot, fehrt de Braut häm, sot de Metzger, du hatt en fir bellig Geld en fett Schw. koft Wittl. De Klänen (kleinen Kinder) sen gewoss (gewachsen) wei de Nos (Nase) um (am) Schw. Saarbg-Nittel. Den hot mat de Schw. um (am) Plog gefohr (gepflügt) sieht schmutzig aus Bitb-Nasing. Wen nöt folge wöll (net hausen, sech net hale w. mat) den Seinen, muss fresse mat annerleits Schw.ən Trier, Allg. Dau hos kan Ahnung vum Här (Pastor) sengem Schw.! davon verstehst du nichts Bitb-NWeis. En as vum Schw. gebass närrisch Saarbg-Tawern. Wat sid dir en Sort Menschen, sot de Bauer, wie he besoff wor, zo sengen Schw.ən Bitb-Wiersd. — Ruf des Schweinehirten: Ihr [Bd. 7, Sp. 2040]
Leitche, losst die Schw. eraus; der Hirt, der Hirt, der fahrt zum Dor enaus! Saar. Kommen die Schw. von der Weide zurück, grunzen sie: O waih, kän Grumbirn on kä Klei! Merz-Mondrf. Schw.chən op dem Aker (Eichelmast) ein Bohnenratesp.; ein Spieler (A.) legt unter einen der sämtlichen stark gekrümmten Finger einer Hand eine Bohne, so dass der andere (B.) sie nicht sehen kann; A.: Schw. op dem A. B.: Ech hon och ent (eines) dabei. A.: Inner welchen Bom? B. bezeichnet darauf einen Finger; ist unter diesem die B., hat er gewonnen Daun-Tettschd; B.: Ech han e Schw.chən em Flor lafen. A.: Onner belchem Stän? Koch-Lutzerath. B.: Et läft (läuft) e Schw.chən durch de Wald. A.: Inner welchem Bämchen setzt et dann? Bernk-Zelting. Dit Föutchen (Füsschen) un dat F. gingen (leipen) tesamen öəwer den Rhin, wo se backen, wo se bräuen, wo se ale Schouh (Schuhe) verneuen, wo se schlachten fette Schw.; do sall unse Kindchen Koch (Brut) sin Gummb. — Rätsel u. Scherzfr. Anwenzig (inwendig) as et rutt (rot), aussenw. as et weiss; wann mer et schleht, su leit (legt) et sich? Trier-Schleidw. Warum wihlt (wühlt) et Schw. op dem Bodem? Et schumt (schämt) sich, well sein Motter en Sau as ebd. Wat as den Unnerschied zweschen osem Herrgott un o. Schw.? O. H. as fir all, o. Schw. fir os allän gestorf Wittl-OKail. — Volksgl., Volksbr. In der WEif brachte man zu Kirchen, die dem hl. Antonius (s. d.) geweiht sind, am Patronatstage (17. I.) Schweineköpfe oder junge Schweine zum Opfer, die versteigert wurden; der Erlös floss der Kirche zu, heute opfert man 10-50 Pfg., so in Bitb-Hütting, Prüm-Jucken Laschd (Schwenglaschəd), Daun-Pützborn. Bei Auftritt der Schweineseuche wurde ein verendetes Schw. vor das Dorf gebracht u. dort verbrannt; die ganze Herde wurde jetzt dahin getrieben, damit die Schw. die Asche des verbrannten Schw. frässen; dadurch glaubte man die Weiterverbreitung der Seuche einzudämmen Birkf-Bundenb (veralt.). Bei Bräune wurde ein Schnitt in die Ohrlappen der Schw. gemacht u. ein wenig Christwurzel hineingesteckt; zog die Wurzel u. schwoll so das Ohr, so wurde das Tier gesund, andernfalls musste es sofort geschlachtet werden Koch (veralt.). — b. übertr. α. auf andere Tiere. αα. Schweinche Kellerassel Saarl-Diefflen, Koch-Stdt; well Sch.(che) Saarbr-Heusw, Merz, Saarbg, Trier-Thomm Schilling, Bitb-Waxbrunn Wiersd, Daun-NWinkel Üdersd, Koch-Bertrich, Malm-Ligneuville Wirtzf. — ββ. Schweinche scherzh. Made Koch-Clotten; fett Schw. Bernk-Lieser. — γγ. well Schweng Kartoffelkäfer, Engerling Prüm-Büdesh. — δδ. well Schw. Hausgrille Prüm-Weinsf Waxw. — β. Schweinchen Samenkapsel der Herbstzeitlose Saarl-Fürw, Trier-Aach Newel. — 2. im Rhfrk, Mosfrk, Rip, Berg, SNfrk. a. in Wend., die den Begriff »unverschämt« wiedergeben; der es so reich (stolz, domm, voll, besoff) wie e Schw. Allg.; et es kalt wie e Schw. WMosfrk; et rent (regnet) wie e Schw. Goar, uMos, May, Neuw; en hot Glick wie [Bd. 7, Sp. 2041]
e Schw.; he hot Schw. unverschämtes Glück Allg., auch Rip, Nfrk in nhd. Lautung. — b. Schimpfw. für einen Menschen (oder Tier), der ausserordentlich beschmutzt, unordentlich ist, u. für einen, der unflätige, unsittliche Handlungen begeht oder solche Reden führt; du Schw.; du bös e Schw. (e Schw.chən mehr kosend, zu Kindern)! Allg.; bute fein, benne Schw. MGladb-Rheind; e faul Schw. Faulenzer; e reich Schw. reicher Mann; e geirig Schw. Geizhals Saar; dat decke Schw. Dickwanst Allg. A.: No, du bös ävver e Ferke! B.: So, dann bös du e Schw., on dann simmer (sind wir) eəve fein! Grevbr-Hochneuk. Et Schw. afgevve sich ungehörig betragen, unmässig essen Rip, Nfrk, Berg; den hät et Schw. afgelat (abgelegt) überfordert Malm; stel dich kä Schw.! Saarbg-Wellen. Schwein- in der Zs. drei Gruppen: α. -ein; β. -nən; γ. -ents:. Schwein-baltes -eibaldəs Bitb-Wiersd m.: verächtl. Schmutzfink, Zotenreisser. Schwein-bauer m.: Neckn. für einen aus Trier-Biewer (am Antoniustage opferten die Bauern der Umgegend in der Kirche Schw.rüssel). Schwein-bernd -eibęrənt Prüm m.: in der RA.: He wor äwwer net ganz voll, he wor bluss jet fruh em Bauch, sät Schw. gesagt, wenn jmd. einen kleinen Rausch hat. Schwein-engel Merz m.: verächtl. Schmutzfink. Schwein-gälzer -ęigltsər Saarbg-Wellen m.: -kastrierer. Schwein-hirt Verbr. im WMosfrk [-nts- Saarl-Saarwelling] m.: Gemeindehirt, der die Schweine der Gemeinde hütete (fast ausgestorben; s. auch Säuhirt); das amt des Schw. wurde jedes Jahr an die Mindestfordernden abgegeben; am dicken Donnerschtig (s. d.) ging er im Dorfe rund u. sammelte Gaben, bes. Fleisch ein. RA.: Besser Schw. os wie Edem (Schnur) (Schwiegersohn, –tochter) on em Haus sen (bei den Schwiegereltern) Prüm. PfWB PfWB Schwein-hund (s. S.) Allg. m.: 1. verächtl. Schmutzfink, Zotenreisser. RA.: Ich hat gement, dir wäart Hohnerhonn (Hühner-), dir sed awer Schw.honn! Bitb-Prümzurley. — 2. übertr. Bündel Bänder, mit dem der Schneider die Kleider vor dem Bügeln anfeuchtet Kemp-Amern SAnton. Schwein-igel (s. S.) m.: 1. Blutegel Gummb-Stdt. — 2. verächtl. Schmutzfink, Zotenreisser Elbf; -inejəl Altk-Flammersf. PfWB schwein-igeln Saarl-Schaffhsn, Zell-Briedel, May, Elbf schw.: Zoten reissen; etwas verschweinigeln beschmutzen, unordentlich machen Zell-Briedel; et schweinigelst es ist hässliches Wetter Koch-Bremm. Schwein-jack Aach-Stdt Würselen m.: verächtl. –igel 2; versoufe Schw. Trunkenbold. Schwein-käufer -eikfər WSaarbg, WBitb m.: -händler. RA.: Geld verdienen wie e Schw. Schwein-kaule -e·ŋ.kǫ·u.l Neuw-Kurtschd f.: Schindanger, wo die verendeten Tiere verscharrt werden. Schwein-kerl -eikrəl ebd. u. Saarl, Trier m.: verächtl. Schmutzfink, Zotenreisser. Schwein-lapp Kemp-Süchteln m.: dass. Schwein-lascheid -eilaət der Ort Prüm-Laschd; in der Kapelle zu L. wird der hl. Arnulf verehrt, zu dem man bei Schweineseuche seine Zuflucht nimmt. Schwein-leder -eilędər Prüm-Ihren Rommersh; -d- Trier-Mehring n.: verächtl. Schmutzfink, Zotenreisser, Wüstling, [Bd. 7, Sp. 2042]
Trunkenbold. Schwein-nickel Saarbg-Wellen, Bitb-Bickend (u. -nek), Prüm, Rip, Düss-Stdt m.: dass. Schwein-pelz Köln-Stdt m.: dass. | |