| NRhWB PfWB LothWB schütten II das Wort, auf schüdden zurückgehend, ist allg., u. zwar Rhfrk an der Nahe irə, –e-, n. davon (an der uNahe n. ausschl. Kreuzn-Hahnenb Hennw Königsau, Soonw, Simm-Rheinböllen Dichtelb) -īr- [in Wend irə, –id- u. -ud-; Meis auch urə], Part. um Wend-Wieselb Ehlenb Ilgesh u. in SKreuzn gəit, sonst gəut, –o- [uNahe auch -ǫ-]; Saargeb. idə, Part. gəut; Mosfrk idən, –e- [Mos in Trier-Ld w. Stdt, Bernk -īd-; Daun-Pelm -ud-], Prät. (nicht überall) ut, –o-, Part. geut, –o-; Westerw ganz im S. von Neuw idə; kurköln. -yd-; um Giershf u. nö. Breitschd Mutschd Linkenb Dernb Wienau Rossb u. SAltk i·l.ə; sonst i·r.ə (NAltk -y-, –ȳ-; Hecken y·ə.n; :n Selb; y·n. Neuhöhe Selb; y·n.ən Elben); Siegld rə, –ē-, Prät. odə; Part. gəot; Rip, Nfrk ydə, [Bd. 7, Sp. 1955]
meist -ød- [Remschd ørən], Prät. ot, Pl. otə(n), Conj. øt, Part. jəot [Prät. ōt, Conj. --, Part. jəōt Kemp-SAnton; Part. auch γəøt Klevld; jəodə Eusk-Lechenich] schw.: 1. rüttelnd bewegen Mosfrk, Rip, Nfrk, also nicht Rhfrk, das nur Bed. 2 »giessen« hat, für Bed. 1 schütteln. a. etwas (einen), an etwas (einem) sch.; den (am) Bom sch.; de (an der) Stang sch.; et Kösse sch.; jet heraf-, eronner-, durchenandersch.; ech han en (an em) geschodd, bes he widder zo sech kom aus der Ohnmacht erwachte Rip, Allg.; er werd geschodd geprügelt Neuw-Dierd; Schüə(t)nbuər imperat. Wortform, plumper Bauernlümmel Mettm. RA.: Enem de Hame (Kumt) sch. ihm schmeicheln LRip, SNfrk. Enem et Hus sch. an den Fachwerkpfosten rütteln bei dem, der sich missliebig machte, eine Art Volksjustiz Sieg. Enem et Koppkösse sch. ihm Sorge bereiten Sieg-ODollend. Enem de Buk (Bauch) sch. ihn prügeln MGladb-Rheydt. Wem die Koll (die glühende Kohle) om Foss lit, der schidd dran wer sich in unangenehmer Lage befindet, sucht ihr zu entrinnen Rip, — schödd, dat e'm (er ihn) afkrit, — quitt wörd SNfrk (s. Kohle). Wej (wenn du) se ok all in enen Sack stoppt en dörēnschödd (durcheinander-), dann wettje (weisst du) noch niet, of den beste bowen kömmt sie sind alle gleich schlecht Klev. De fällt och net vom iərschte Sch. wer viel vertragen kann (z. B. Alkohol); er lässt sich nicht einschüchtern Geilk, Allg. Den han ech ävver eis gehürig us der Woll geschodd ausgeschimpft Köln. En Millinge (Rees-Millingen) sch. se dat Geld van de Willinge (Weiden) Rees. — Im bes. α. Obst (Äppel, Biren, Ness, Praumen, Quetschen) sch., durch Schütteln ernten Allg. (mit der Hand plücken, brechen; im WMosfrk bedeutet sch. nicht nur »Obst schütteln« sondern auch »mit der Hand den ganzen Baum leer pflücken«; de geschoddenen Äppel). RA.: De hät de Bire geschodd ein gutes Geschäft gemacht MGladb; ech weren dir de B. sch.! dich zurechtweisen Aden; de küt och, wenn de B. geschodd sen zu spät Eusk. Wann de Nöss rif sin, dann muss mer se sch. Köln. — De Wei (Weide, Wiese) sch. in einer W. das Obst von den Bäumen schütteln Aach. — β. den Binn sch. den Bienenschwarm abschütteln u. fassen Koch, Allg. — γ. die Kartoffeln sch., sie mit einer Gabel aus der Erde heben u. die anhaftende E. abschütteln Monsch; Queke sch. Quecken im Sommer u. Herbst mit Gabeln aus dem Acker arbeiten Geld; de Erpelsfur (-furche) sch. die aufgepflügte Kartoffelfurche mit dem Karst auseinanderscharren OBerg, Lennep, uWupp, MülhRh. — δ. die Egge sch., sie aufheben u. anhaftende Klumpen, Wurzeln abschütteln Sieg, MülhRh. — ε. Stroh, Garben, Heu sch., locker heben, auflockern; geschodd Strüh für das Bett Prüm, Rip. — ζ. (Kind) wiegen Erk-Merbeck. — η. mit den Fingern schnalzen Erk-Koffern. — θ. hin- u. herschwanken, von nicht fester Masse, z. B. von einer Wiesenbruchstelle Neuss-Rosellen; gerinnen, vom Blute Wippf-Lindlar. — ι. ət odən Wechselfieber (aber -ød- »schütten«) Eup-Stdt. — b. ein [Bd. 7, Sp. 1956]
(mit einem) Glied sch. RA.: Wenn de Bur net mott, schödd he net Hongk noch Fōt (Hand noch Fuss) SNfrk; da sall ek de Hand noch kehrig sch. motte mich regen müssen Geld; do schödds jo de H., äs wenns do in't Verdeng (Tagelohn) an't spenne wörsch Geld-Aldekerk. Den (mem) Kopp sch. den Kopf schütteln Allg.; am K. sch. Elbf; den hat de K. avver geschodd er ist stark abgemagert, bes. im Gesicht (u. dabei ist ihm das Fleisch abgefallen) Malm-Büttgenb; dat (hoffärtige, stolze Mädchen) schödd mem K., als wenn et met de Fott (Gesäss) doll wör Bergh-Blatzh. Kick ens, wat der de Kivve (Backe) schödd! wie er isst Neuss, Kref. De Mul (de Bäbbel) üvver jet (enen) sch. lange, unnütze, hässliche Reden führen, über etwas (jmd.) losziehen NBerg, Köln, Bergh, Dür, Jül, MGladb, Kref; du schödds de M. wie en Eul de Fott (Gesäss) MGladb, — wie de Giət (Geiss, Ziege) de Stert (Sterz) Kref. Doə schödd deə jen Uəhr (Ohr) noə danach (nach der Zurechtweisung) fragt er nichts Bergh, Aach, SNfrk, Mörs. De Scholder sch. die Achsel zucken Rip. De Stir (Stirne) sch. die Stirnhaut bewegen Heinsb-Breberen. Hei kann de Fott (Gesäss) weər sch. kann sich wieder besser helfen Mörs; gej mott nij so sch. met de F., gej m. beter drähje (drehen); anders gätt ow de Bocks (Hose) kapot, on Mojer m. se nähje (nähen)! Geld-Schravelen, Mörs-Rheinbg; gej m. nit so dr. (mit den Kleidern), gej m. nit so sch. met et Gatt; dann kann dem Bur nit säje (säen), dann wäjt (weht) de Wend te hart! zur Frau, die stolziert Klev. Der März schödd der Sterz, der Aprel deht, wat e well Rip, Nfrk. — c. in der Wend.: Enem der Deskamp sch. ihm die Wahrheit sagen Dür. — d. in der Wend.: Dei Rock hät de Färf geschodd geändert, verloren, ist verschossen Merz-Saarhölzb. — e. ongeschodd unartig, frech (nicht genug geschüttelt); o.ə Blage Kref-Linn. — f. sich sch. α. der Bom es ze deck, he schödd sech net lech (leicht), — löt sech net sch. Rip, Allg. — β. de Hohnder (Hühner) sch. sech plustern die Federn auf Rheinb, Dür, Jül, Geilk, Gummb, Sol, — sch. sech de Feəre Kemp; sich das Wasser abschütteln; der Hongd (nur dieser) schotte sek, as e ut dem Water kom; ek fror, dat ek mek för Kälde schodd Gummb, Allg. — γ. sich beeilen Bergh, — δ. dröhnen; de Erd schödd sich Neuss. — ε. sich en bettsche sch. könne sich helfen können, wieder vorankommen Geld. — ζ. de Bom schödd sech van de Appele ist überreich beladen Heinsb-Effeld, — es geschirre voll Goar-Hirzenach. — η. sich entsetzen, sich ekeln; ech han mech geschodd entsetzt. — g. füər Peng (Äkel) (Pein), — g. gent (gegen) de Meletzie (Medizin); he hät sech g. für (va) lache; mer han gelach, dat mer sich schodd Prüm, Rip, Sol, SNfrk, Mörs. — θ. mager werden, bes. nach einer Krankheit, einem Unglück; den hot sich arg geschodd Mosfrk, Rip, Berg, SNfrk. — ι. sech erömsch. sich herumdrehen uWupp 1870. — 2. giessen (g. nur mit der Giesskanne [Rhfrk, Mosfrk nur sprenzen] u. flüssiges Metall g.) Allg. a. etwas (in, auf, aus) sch., bes. eine Flüssigkeit; [Bd. 7, Sp. 1957]
de tärfst nit so langsam sch., sust läft (läuft) alles newe langst Rhfrk, Allg.; schött jet Wasser en de Pott, — en de Teut, — op de Blome, — us dem Emer zo de Bl.; et dreckige W. fort-, wegsch., — de Trapp heraf-, herus-, herongersch., — us der Dür herussch.; Wasser dran-, dren-, drus-, dernevvensch.; noch jet (e bess-che) herensch.; de Emer voll sch. Rip, Allg.; es Wasser kocht schonn, ich sch. ewe iwwer schütte das W. auf den Kaffee Kreuzn, Rhfrk; öwergeschödd voll bis zum Rande Rees; de Pompe schödd sie pumpt das Grubenwasser an eine höher gelegene Stelle, in der Bergmspr. Altk, Siegld. RA.: Ek bön nit bös on werd nit b.; schödd, sch., sch.! ein Kind sagt dies einem nichtsahnenden andern K.: ek wet (weiss), du kas niet säggen: ek bön ...; das Kind sagt es nun gerade u. wird nun mit Wasser begossen Mörs-Schwafh. Der muss sch. sich übergeben, erbrechen Saar. Schüdd mer och noch enen! etwa ein Glas Bier, Schnaps Rip, Allg. He schidd et eronner (eraf) trinkt hastig Kobl, Allg.; loss mer e paar erafsch.! ein paar Schnäpse, Gläser Bier trinken Aach-Würselen; lot us ener derhengersch.! Sol-Wieschd; lot us ene sch. gohn! Monsch-Meckenb, Aden-Nohn. Den hät sech van benne ock es (einmal) weər natt (nass) geschödd sich bezecht Mörs-Veen. Löt der ons es enne achter (hinter) den Tant (Zahn) sch.! einen trinken Klev-Üdem; enen op de Lamp (de Löch »Leuchte«) sch. Allg., — op et Garn sch. Sol-Leverkusen Schlebusch. Mer han op et Oos (Aas) geschodd Wasser auf den Kaffeesatz, also ohne frische Bohnen Rip. Dat schödd der (su) us der Mau (Ärmel) er versteht seine Sache Verbr. wie Maue (s. d.), — use Botzeben (Hosenbein) Aach-Eschw. Enen binner de Pöste sch. einen trinken Gummb. Sech (enem) Weng (Wein) en der Arsch sch. Wein trinken (einen bewirten) Rip. Enen in de Strotte (Kehle) sch. einen trinken Gummb. Dat es Wasser en de Petz (Brunnen), — en de Bach, — en de Rheng, — en de Ren (Regen), — en ne Korf geschodd vergebliche Arbeit Allg. (s. d. W.). Den schödd en och net en de Schohn er trinkt gern Schnaps Malm, Allg. Dat (schlechte Getränk) kammer kenem Esel en et Uhr (Ohr) sch. Rip, Allg.; wa mer er Gäss (Ziege) dat an (in) en Uhr schidd, läft (läuft) se bei der Deiwel Bitb-Mettend, Allg. Anem annere ebbes en de Schoh sch. andern die Schuld geben uMos, May. Ene henger de Bend sch. einen trinken Rip, Nfrk nach dem Nhd. Sich iənen övver de Leəver sch. dass. Kref. Schödd et mek öwer'n Kopp! sagt der Betrunkene, der kein Bier mehr herunterkriegen kann Barm. Den hot e guden erausgeschodd kreit einen scharfen Tadel erhalten Trier-Thomm. Et es better, der Kölner Dom fällt öm, as dat du wat Schnaps (Bier) derneəwer schödds! Gummb. Me schödd nich ihər dat Water fort (weg), as bes me neuet hät man schafft nicht eher etwas ab, als bis man Ersatz hat Gummb-Berghsn. — Andere lose Ladungen aus Behältern in etwas sch., z. B. Kartoffeln aus der Schüssel in den Kochtopf, Kartoffeln, Kohlen aus der Karre in den Keller sch., gemahlenen Kaffee aus dem [Bd. 7, Sp. 1958]
Kästchen der K.mühle in den K.topf, Mehl, Salz, Pfeffer aus Tüten in Behälter, Getreide aus Säcken in den Mühlentrichter, das Futter in die Krippe usf.; duh de Korb nit so voll sch., sust packt mer en nit Rhfrk, Allg.; ich hun de Grombern op e Guppen (Haufen) geschodd Merz, Allg.; de Froch (Getreide) op ene Hof (Haufen) sch., — zesammesch. Rip, Allg.; absol. einen Weg durch den Schnee schaufeln Heinsb-Bocket. RA.: Wo mer Gersch (Gerste) schödd, kann kei Korn (Roggen) lige wer viel trinkt, isst nicht viel Köln-Stdt. Der os mot Glöck övverschodd ihm gelingt alles, er hat viel Glück Schleid-Hellenth. Scherzfr.: We vell Eərze (Erbsen) gonnt en e Döppe? Kenn, de schödd mer dren MGladb. — b. et schidd es regnet sehr stark, in Strömen; wie dat noch ämol schidd; et schidd erunner, — von uwe nab; — richt erob (herab); et rent (regnet), dar et schidd; et schidd meh, als et rent Rhfrk, Mosfrk, Rip, Eup, Ess; et hät dei Not (Nacht) elei näs (noch einmal) geschodd, wat de Kundel (Dachrinne) gehal (gehalten) hät Merz; et schidd (wie) mit Kiwwele (Kübeln) Saargeb., Nahe, — (wie) möt Eimere Altk, Allg., — äs wie met Keətele (Kesseln) Eup; et rent (regnet) wie geschodd; auch do ovve (bovve) sen se widder am sch., — erafsch.; ene wöste (wüster) Ren (Regen), der met Emmere erafschodd Rip; et is von em geschodd beim Nasenbluten, bei der Monatsregel stark geflossen Saarl-Berus; et schödd die Früchte prasseln vom Baume herab; se komme eronnergeschodd Altk, Sieg. — Abl.: die Schüdderei, dat Geschüdd(s). ab- schütten: 1. Appele van de Bom a. abschütteln Klevld (sonst heraf); etwas (von sich) a., abschütteln. RA.: Dem der Koəhl om Foss ligg, de schött sich dem af Jül-Langw, MGladb. He schödd dat af wie der Hongk (Hund) der Ren (Regen) schlägt Ermahnungen aus SNfrk, Berg, Rip. He schödd de Schaind (Schande) af we der Honnd de Flüh Eup. — 2. die gekochten Kartoffeln a., das Wasser von ihnen abgiessen; afgeschotte Eərpel Salzkartoffeln; auch et Wasser van de E. afsch. Rip, Allg.; de E. a. übertr. scherzh. unter Männern, urinieren Rip, Nfrk. an -schütten: Erde a. wie nhd.auf -schütten: 1. aufrütteln; de Erpel opsch. um sie herum die Erde lockern u. sie behäufeln Neuss-Zons; das Getreidebett nach dem Dreschen auflockern mit einer Gabel, damit das Getreide herausfällt; de Bedder opsch. beim Bettenmachen Rip, Nfrk, Allg.; zuletzt noch einmal locker pflügen Kemp-Boish, Hunsr, Saarbr. — 2. aufgiessen; Wasser auf die Bauchbütte giessen Trier; Kaffe opsch. kochendes Wasser auf den gemahlenen Kaffee giessen, den K. zubereiten; op et Oos (Aas, den Hahn) opsch. auf den Kaffeesatz Allg.; de es nuər aimol ofgeschodd der ist etwas einfältig Siegld. — Ofsch. Frucht (Getreide) in den Mühlentrichter, in den Trichter der Wannmühle einschütten Rhfrk, Mosfrk. aus -schütten: 1. ausschütteln; Strih aussch. Stroh a., um die zu kurzen Halme zu entfernen Mosfrk, Allg.; Hawwer aussch. kurzen Hafer mähen Saarl-Berus; de Ete (Egge) schlept (schleift), se mott utgeschodd [Bd. 7, Sp. 1959]
werden Sol. De Engeln schiden de Bider (Betten) aus es schneit Wittl, Aach. Aul Wiewer schodden et Bett ut dass. Mettm-Haan; de Frau Holle schödd de Bedder ut Gummb. — 2. ausgiessen; et dreckige Water utsch.; schödd mi enen ut einen Schnaps; enen utsch. einen Freitrunk geben Berg, Allg.; du kris en Bettern utgeschodd wirst ausgeschimpft Elbf; e hät sei Vermege (Vermögen) ausgeschodd ein Mädchen geschwängert; enem et Hart (Herz) utsch. wie nhd. SNfrk, Allg.; se geht utsch. gebären Nfrk, Rip, ausserehelich, spottw. Prüm-Mürlenb; eich hon äs (einmal) ausgeschodd eine Fehlgeburt gehabt Trier; Utschöddəs n. Strafpredigt Eup. be -schütten: 1. etwas b., die Wäsch met der Gess (Giesse) b. besprengen Altk, Waldbr-Morsb (sonst giessen, sprenzen usf.); die Tragbütten für Trauben b., mit Pech udgl. dicht machen Mos von Wittl an; he hät sich de Nas beschodd ist bezecht Altk, Neuw; de Koh hat (sech) de Ben beschodd mit Kot bekleckert Dür-Merzenich. — 2. einen (sich) b., mit Wasser nass machen; wer hot deich dann so beschudd? Rhfrk, Allg. bei -schütten: Wasser hinzugiessen Allg.; dor häbbe se noch bejgeschodd den Streit geschürt Geld. PfWB ElsWB ein -schütten: 1. Wasser, Getränke e., wie nhd.; de kinnst mer noch en Tass Kaffee insch. Rhfrk, Allg. A.: Schödd dem Ohm ens en! Der Junge: Vatter, et hilp nöcks, he süff (säuft) et emmer wiər us! — Ein Getränk hastig trinken; dat muss mer doch nit so insch., dat duht noch kä Stick Vieh Rhfrk, Allg. — 2. einem Menschen oder einem Stück Vieh etwas (Arznei) mit Gewalt einflössen Allg. nach -schütten: 1. hängengebliebenes Obst nachernten durch Schütteln Wittl, Daun. — 2. Wasser n., wie nhd. Allg. PfWB ElsWB um -schütten: 1. umgiessen; den Kaffe ömsch. eine Tasse frischen Kaffees in eine Tasse giessen u. dann wieder zurückgiessen, damit der mit Satz durchsetzte Ausguss frei wird Allg. — 2. einen Behälter mit Flüssigkeit u., umwerfen, dass die Fl. herausfliesst Allg. RA.: Se hot umgeschudd eine Fehlgeburt gehabt Saarl, Allg.; se hät ene Schöddöm () gehat, — gehale, — gemat Eusk, Bergh, Köln, Düss. ver -schütten: 1. die Farbe des Tuches durch Einwirkung der Sonne oder durch Waschen verlieren; de Farf van dem Doch äss verschodd Malm, Monsch, Eup. RA.: März Sonn on Aprels Wöngk (Wind) v. männech schönn Kengk (Kind) Monsch-Vossenack. — 2. eine Flüssigkeit v., wie nhd. Allg. RA.: Er micht e Gesicht, wie wenn er dem Herrgott se Essig verschodd hätt ein unzufriedenes, betrübtes G. Birkf-Idar, — ousem H. et Fett bərschodd hätt als wär er in Ungnade gefallen mosfrk. Saar, — de Peffer b. h. Merz, Saarbg; met (bei) dem hoste't verschodd dessen Gunst hast du verscherzt Simm, Goar, Bernk-Neumag. Eich ho mich bərschodd zuviel Wasser in den Brotteig gegossen Trier-Mehring, Allg. Et hät verschodd eine Frühgeburt gehabt Neuw-Dierd. — Die umgegrabene Erde hat en verschodd u. -schödd verschüttet; he es v. wuərde nach dem Nhd. Allg.; übertr. er es verschodd bezecht Goar; verschödd (stets mit Umlaut) gohn verloren [Bd. 7, Sp. 1960]
gehen, (heimlich) verschwinden, von Menschen u. Sachen Rip, MGladb; ein Spiel v., durch eigne Schuld verlieren Kobl-Stdt. zu -schütten: 1. hinzugiessen Allg. — 2. eine Grube (udgl.) zuschütten, mit Erde Allg. Schütt -ø- SNfrk Sg. t. m.: 1. in den Wend. MGladb a. Du häs der Sch. die Ehre, jedem eine Tasse Kaffee einzuschütten. — b. der fällt net op der öschte Sch. auf das erste Schütteln, er ist sehr dickfellig. — 2. övver Sch. goəhn zerbrechen Kref-Fischeln. Schütt-affe øtāpə Elbf f.: verächtl. Weib mit geziertem Gang. Schütt-furke øtforək, –fū-, –vǫrək (s. S.) Berg in Gummb-Berghsn, Sieg, MülhRh, Sol, Düss, Mettm, Elbf, SNfrk in Heinsb (schon Aach), Erk-Doveren, Neuss, MGladb, Kref u. in Mörs-Orsoy Vennickel [ot- MGladb-Kleinenbr] f.: hölzerne Gabel mit zwei langen Zinken, ohne Querbalken, zum Schütteln des Strohs nach dem Dreschen, damit das Getreide herausfällt; auch zum Heuwenden. Im Rätsel von der Kuh: Füren en Sch. (Hörner), en der Medde en Kafsack (Spreu-, Leib), hengen (hinten) en Schnickschnack (Schwanz)? Mettm. PfWB Schütt-gabel it-, īt-, øt- (s. S.) Allg. [ut- May-Andernach Münk, Aden-Welchr; ot- Gummb-Berghsn, Elbf; ōt- Erk-KlGladb Klinkum, Düss-Hucking Unterb; -, ē- Siegld; i- Wittl-Altrich, Altk-NFischb; y- Waldbr-Morsb; udə- Ess-Altenessen; -yd- Rees-Haldern; øts- Bergh-Bedbg Hüchelhv, Schleid-Metternich (u. yt-) f.: dass. RA.: Sall ech der jat verspreachen? Sch. os kai Reachen Koch-Laub. Et hat Sch.ə gefall es hat stark geregnet Trier-Braunshsn. Den (Bösewicht) hat de Deiwel of der Sch. gehat May-Hatzenport. Mer mant (meint), mer hätt dech of der Sch. gehat von einem Mädchen mit strubbeligem Haar Koch-Leienkaul. Schütt-gerte øtjərt f.: 1. dass. Aach-Höngen. — 2. lange G., an einem Ende mit einem Haken, zum Herabschütteln des Obstes Sieg-ODollend. Schütt-greife øtγrēp Geld-Pont, Dinsl-Walsum f.: -gabel. Schütt-haus ødəs Bo-Röttgen n.: bes. hergerichteter Platz auf dem Speicher, zum Aufschütten der gedroschenen Frucht. PfWB Schütt-karre (s. S.) it- Prüm-Ihren, Malm-Dürler; -ø- Mettm-Kohlfurterbrück f.: Schiebkarre mit Brettergehäuse (aus dem der Inhalt ausgeschüttet wird). Schütt-kütt ødəkøt Klev-Stdt m.: verächtl. schlechtes, fades Getränk. Schütt-löffel ūtøts- m.: grosser Suppenlöffel Mörs-Friemersh. Schütt-maul søtmūl Lennep-Hückeswg n.: verächtl. Prahler. Schütt-präumchen øtprȳmχər Gummb-Berghsn Pl.: kleine Sorte Pflaumen, die man herabschüttelt. Schütt-rute ītrū:t Trier-Mehring f.: lange R., zum Herabschütteln des Obstes. Schütt-sack søt- Sieg-Birk (veralt.) m.: S. zum Reinigen des Getreides, an Stelle der Wanne. RA.: Er klopp de Sch. us redet sinnlos. | |