| NRhWB PfWB LothWB schreiben das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk -aiwə, –ęi- [Birkf-Idar -ē-; Saarbr im Monophthonggeb. -ī-], Part. an der uNahe ö. einschl. Kreuzn-Boos OStreit BurgSponh Bockenau Argenschwang Spabrücken gərep (innerhalb Eckenr Soonw Schweppenhsn Roth -i-); w. der obigen L. -īp (südl. der bleif/bleib-L.); sonst Part. -rīw [NWWend -īw, –ē-, SO -e-, –ę-, vereinzelt -i-]; Mosfrk an der Saar -ai:wən, –e·i.-, Prät. gərī:f; sonst Mosfrk -ę·i.wən (in Koch auch -·y.-), Part. gərīwən (uMos -i-); [Bitb hat das Prät. rū:f, Conj. -ī:-]; Siegld -īwə, Prät. -ēw, Part. gərēwə, Imp. -if; Rip -ī:və, Prät. -ef (Pl. -fə u. -ftə), Part. jərivə, –e-; OBerg -īvən, Prät. -īf, –ef, Part. jərīvən, –ev-; NBerg -īwən, ek –if, du –ifst, h –ift, Prät. -ēf, Pl. -wən, Part. jərēwən (Wermelsk -ī-, -i-); SNfrk -īvə, eχ –ī:f, du –ifs, h –ift, Prät. -īəf (im O. -ē-), Part. jərīəvə (-ē-) [-īvəntrə Part. Präs. Selfk], Klevld -īwə(n), ek –īw, ge –ift, –e-, he –ift, –e-, Prät. -ēf, Part. jərēwə(n) st.: 1.a. wie nhd. α. absol.; he es grad am schr.; he versteht et Schr. (übertr. auch er versteht es, bei Rechnungen die Preise hochzuschrauben Klevld); he schrif gern (net g., nüt), — got (schün, net g., schlech, wös »wüst«); auch Tinte, eine Feder schrif got (schlech, net); he kann flöck (flott) schr., he schrif arg langksam; schrif doch net esu grus (klen) mit grosser (kleiner) Schrift; schrif grad (richt), net su scheif die Buchstaben gerade (nicht schief) gerichtet; su deck (grof, fing »fein«) schr.; ech han gester noch geschrivve einen Brief; mit präpos. Bestimmungen met dem Greffel, de Fedder, met Tent usf. schr.; op Papier, op de Lei (Schiefertafel) schr.; an enen u. no enem schr. einen Brief an ihn richten; no hem, no Kölle (usf.) schr.; menge Ühm schrift at döckesch (öfter) us Amerika; met enem schr. schriftl. verkehren; öm Geld (udgl.) schr.; ech han dröm geschrivve; he es op der Bahn am schr. hat einen Schreiberposten bei der Bundesbahn Rip, Allg. RA.: Wer gut, deutlich schreibt, schreift wie gestoch, — gedreckt Mosfrk, Allg.; wer eine flotte Handschrift hat, kann schr. wie enne Awwekot (Advokat) Mörs, Mörs-Kurtschd; de schrif esu schwatz (schwarz) bie en Affekat unleserlich mit vielen Fehlern Neuw-Asb; der schreift (unleserlich) be en Dokter (Arzt) Koch-Urschmitt, Sieg-Leuschd, — wie ene Porteschriwer Kref; der schlecht, [Bd. 7, Sp. 1794]
schmierig, unleserlich schreibt, schreift wie en Sau Allg., — en Ül (Eule) Grevbr, — e Stockhau Bernk-Bruchw. Er schrift, wie en Hahn op der Meste scherrt Wippf-Hardt, — ene Hahn kratz Dür-Merken, — mer mant (meint), et hätt en Hoehn do gescheart Bitb-Bollend, — als wenn en Hahn (Hohn) drüvver (üvver et Blatt) gelofe wör Rip, Allg., — mer söllt mene, dat hät en Sau dohingeschmert (gekratz) Sieg; bei dicker, klobiger Schrift mer mänt, en hätt mir em Besemstiel geschrieb; das es g. wie mer em B. Rhfrk, Mosfrk, Eup; der schreift met em Besem Ottw-Wiebelsk; dar es geschrieb, dar et kä Sau meh lese kann Rhfrk, Allg.; do, süste (siehst du) jet geschriəve! Selfk, Allg.; os Henn kann beter kratzen, as de Kerl schriff Mörs; krabbelig, krachelig, kritzelig schr. (s. d. W.). — Dat Zohlen es fir Borgen got, dat Schr. es fir't Streide g. Wittl-Meerf. De kann schlecht schr., awer got Tahlen (Zahlen) maken er hängt sehr am Gelde Ess. He kann net got leəse, ävver wahl schleət schr. er ist in jeder Hinsicht ungebildet Geilk-Beggend; es dat nich en dommer Esel, der, wat e schrift, un kann't nich l.! Gummb; he k. net l. on schr., ävver lege (lügen) wie gedröck Köln, Dür, MGladb (s. weiter bei lesen). Wen (wer) schrefft, den blefft die Ausgaben anschreiben, ordentlich Buch führen heisst wirtschaften Geld, Ruhr, Elbf, Aach; Unterschrift ist immer bindend Gummb. Van Schr. kömmp Schriwes wenn man einmal seinen Namen unterschrieben hat, ist man verpflichtet Duisb. Met dubbele Knid (Kreide) schr. überfordern Aach, Allg. De schrif met der Nas op der Ärm er wischt die Nase mit dem Ärmel ab Köln. Schreif fir kän Lomp! werde nicht Bürge Saarbg-Nittel. — Die (das Brautpaar) han schr. losse, — l. in vierzehn Dag schr. sind standesamtlich aufgeboten Altk-Etzb Helmenzen Michelb. — β. einem schr., jmd. einen Brief schreiben, schriftlich mitteilen, auch an enen, no enem schr. Rip, Allg. RA.: Schreif deinen Älderen! zu dem gesagt, der voraussichtlich im Spiel verliert Trier-Stdt. De kans eire Ledden (Leuten) häm schr.! jetzt ist es aus mit dir, Drohung Bitb. Wenn ich dich krien, kannste dein Urgrossvatter dölegraweeren (telegrafieren), fir ze schr. as et ze spet! dass. Trier-Mehring. — Se schr. sech jede Sonndag verkehren schriftlich miteinander; se schr. sech at lang Rip, Allg. — γ. (einem) etwas schr., einen Brief, Karte, Antwort, Aufsatz, Testament udgl.; ech sen grad ene Bref am schr. u. — an em Br. am schr. an menge Broder; en Blatt (de Tafel) voll schr. Rip, Allg. RA.: Ich werde dem ne Bref schr., de he net henger der Spegel stich! Rip, Allg. Wammste bovve (oben) bes, schrifste mir e Brefche! zu dem, der in der Nase bohrt Rip. Dir Kanner (Kinder), bet, de Voder (Vater) schreift de Numen (Name)! Trier-Mehring. Das Vieh, das im Verenden mit den Beinen zuckt, schreift um (am) Testament Saarbg-Schoden, Bitb-Outschd. Wat me schrifft, dat blifft NBerg, MGladb, — dat verblif Köln-Stdt; wat (om Papier) geschrevve steht, kratze de Hohnder net us Rip. Wat mer sprich, dat vergiss mer, ävver wat mer schrif, [Bd. 7, Sp. 1795]
dat lis (liest) mer Köln-Stdt. Es dat nit nen dommen Esel, de jet schrifft on kann't nit lesen! Sol, Elbf. Dat (die Schuldforderung) kaste ma achter den Dörepos schr. der Vergessenheit anheimgeben Duisb, Mörs, — an et Hohl (Kesselhaken) schr.! Rees-Haldern, — an de Dörenpos schr.! Mörs, — an der Balke schr., wo Geissten un Kälver et nit aflecke! Köln-Stdt, — en de Kamin (Schorstein) schr.! Allg. — mat schwatzer Kreid an (in) de Schuəschtich schr.! Saarbg-Wellen, — en et Vergeissboch (Vergessbuch) schr.! Aach-Stdt, — onger de Schuəhn (Klompe, Lappe) schr.! SNfrk, Klevld, Aach, Jül. Gih, schreif et op de Kirchtor (-turm)! zu dem, der etwas überall ausplaudern will Bitb-Kyllbgw. Jet op de Lei (Schiefertafel), op et Brett schr. borgen Rip, Verbr. Et stäht dir op der Stiər (Stirn) ‘Nos (Nase)’, am (im) Gesicht geschriwen es ist vom Gesicht abzulesen Bitb, Allg.; et steht kenem op de St. geschrevve, wie et em nouch geht Sieg. Komm mar es herin, dann sall ek et dej wall op de Kont (Gesäss) schr.! dich prügeln Mörs-Schwafh. Wenn et om Röck geschrevve es, dem bruch mer et Hemb net opzehevve wer den Namen eines Taugenichtses trägt, dem braucht man eine Übeltat nicht erst nachzuweisen Bo. Du krist der Nam e jen Röck geschreəve! du bekommst Hiebe Aach-Eilend. Schreif der dat hinner de Uhren! merke dir das gut Bernk, Allg. Wat ich der jetz sage, dat kannste hinger de Hählhoch (Kesselhaken) schr.! Bo-Wesseling. Ech han em et onnig (unter) de Nas geschrivve ihm die Wahrheit gesagt Ahrw-Sinzig. Demjenigen, der sich an einem tief hängenden Gegenstand den Kopf anstösst, sagt man scherzh.: wesste (weisst du), wat do geschrevve steht? Esel, böck dich odder stöss dich! Rip, Allg. Wo steht dat geschrewe? das ist ja gar nicht befohlen, geboten, das braucht man nicht zu glauben Mörs, Allg., dovon hot Paulus neist geschriwen Mosfrk. Bo sall ech (mer) dat hinschr.? wie soll ich das deuten, Ausr. der Verwunderung bei einem unerwarteten u. seltenen Besuch Rip, Nfrk; woə sou me dat schr.! Aach, Eup. Eich hun äne geschrif kreit einen Strafbefehl, Protokoll bekommen Merz-Dreisb. — Wie gehr et deiner Schwester? Se schreift: got Zell, Allg. — δ. Etwas driwer-, drunner-, niderschr.; du duhst ball (de Buchstawe) de Berg enufschr. un ball enunnerschr. Hunsr, Allg. De moss sech der Bart beiənanderschr. losse so spärlich ist er Aden-Borler. Die Äcker sin de vorig Wuch fortgeschrieb wor der Grundbesitz ist im Kataster amtlich überschrieben worden; die Ä. un Wiese sin noch nit f., de Alt hot noch alles uf seinem Name; mer gehn bei de Fortschreiwer on lossen en Steck f.schr.; de Sach is em schunn lang dehin-, — iwergeschrieb Rhfrk, Saarl, Merz; fortschr. auch MüEif, OBerg, üəverschr. Allg.; et Mrei (Maria) kreit känen meh, et eəs fortgeschrief es ist zu alt Merz-Nunk. Se hant mek fastgeschrewen äs Entfantrist bei der Musterung zur Infanterie gezogen NBerg. — Scherzfr. Wie schreift mer spetz Helzche mot vier Buchstawe? Dorn Daun-Strotzbüsch. Hoppdipopp di Pierlapopp, wij schriff me [Bd. 7, Sp. 1796]
dat met drij B.? dat Mörs-Rheinbg. — ε. einen Buchstaben groət (klen) schr. wie nhd. OBerg, Allg. RA.: Verdienen würd bi dem groət geschriwen er ist sehr auf Geldverdienen erpicht; Bierdrinken, Kartenspillen w. bi dem gr. geschr. er ist darauf versessen; ne, dat deht der nich, enen utgeəwen; u. w. bi dem gr. geschr. tut er höchst ungern Gummb-Berghsn. — Der Name Schmitts wird met s net tz geschrivve (u. ä.) Rip, Allg. — Schönschr. (meist hd. Lautung) han in der Schull Schreibstunde Allg. — Enem jet got schr. für jmd. seine Leistung aufschr. Rip. — ζ. in der Wend.: De schreibt en schen (fein) Hand er hat eine schöne Handschrift Rhfrk, Allg.; de schrifft och en Hahneklau eine unleserliche Schrift Heinsb, Rip, Nfrk. — η. subst. dat Schr. das Schriftstück Allg. nach dem Nhd. (mdl. Schreibes, s. d.). Ech well dat Schreiwe schlesse (schliessen), denn de Träne flesse on de Tafel, die es nass, han am Schr. jar ken Spass! Altk-Willr. — b. sich schr. α. mit Familiennamen genannt werden, den standesamtlichen N. führen, im Gegens. zu heischen, heissen, genannt u. genümt werden, mer sät für mech »mit dem Vor-, Haus- oder Spitznamen genannt werden«; ech schrive mech Johann Peter Müller, ech hesche ävver Küpperschs (Küfers) Hanspitt; der ale Mann schrif sech Anton Leven, he hesch ävver Stefen Antun usf. bei Erwachsenen (von Kindern: der es dem Stahls Fritz [de senge] sein Sohn) wie schrif ühr öch? Rip, Allg.; ich schr. mich Wettche un heisse Herrmann, se nenne mech all de struwwelig Mann, ich wahne in de Stemich (Steinb) an de Hauptstross, se nenne mich all dat str. Oos (Aas) Neuw-Borschd. RA.: Der schreibt sich selwer gross denkt nur an sich Birkf. Du motst (musst) dek nit alwer schr. nicht albern sein Elbf. — β. sich mit einem schr., ein Verhältnis mit einem haben u. dies schreibend aufrechterhalten; et Ann schrif sech met dem Will sie sind sozusagen heimlich verlobt; se schr. sech metənander Rip, Allg. — 2. da als Ersatz für älteres wrītan »eine Rune einritzen« schliesslich schr. eintrat, nahm man umgekehrt in verschiedener Anwendung schr. auch für »ritzen« an (doch s. ahd. scrëvon »einkratzen«; mnd. schreve Linie, Strich). a. mit einer Kette oder einer Leine Linien (Reihen) auf den Beeten ziehen, etwa um die Stelle für die Bohnenstangen zu bezeichnen; et Bohneland mott ens evvkes geschrewen worden Mörs. — b. schr. en frive (reiben) schmeicheln, um günstig zu stimmen Eup-Stdt. — c. in dem Ruf beim Klickersp. schrivəs mich! der dem Rufer gestattet, nicht von der geforderten Stelle aus gegen das Ziel zu schnellen, sondern von einer günstigeren Stelle, die man erreicht, indem man einen geraden Strich seitwärts zieht (wenn nicht der Gegner zuvorkommend schrives der net oder schr. gelt net! gerufen hat) Monsch-Vossenack, Erk (rip.), Grevbr, MGladb, Mörs, Emmerich; schrivsdən mə! Köln-KlKönigsd; schrif mer Eusk-Enzen; schrivəlstər! Neuss-Holzh; ek nähm Schriwəs! (auch scherzh. gebraucht, wenn einer einen Weg abschneiden will u. quer über eine Wiese oder ein Feld geht) Mörs; schriməs! Mörs-Orsoy; [Bd. 7, Sp. 1797]
soll der Malstrich (der Aan), von dem aus das Spiel ausgeht, verlängert werden: schrivəs der Aan (schr. der Aan dich nicks)! Jül. — S. aus-, umschreibes. — Abl.: die Schreiwerei, dat Geschreiw(s). PfWB LothWB ab- schreiben: 1.a. von einem, einem a., dessen Geschriebenes a., bes. in der Schule; der hät afgeschriwen van mi (ut minem Heft) Gummb, Allg. — b. der übereifrige Advokat schriff den Düwel en Bein af Mörs. — 2. de Feər es afgeschriwen abgenutzt Gummb, Allg. an -schreiben: 1. etwas a., z. B. die Nummern der beim Gottesdienst zu singenden Lieder auf die in der Kirche hängenden Tafeln aufschreiben; eine Forderung borgend a. lassen im Anschriwbuch; he löt (lässt) a. borgt Allg. RA.: Schrif et an; wann et ene Dalder ös, kannste 't usbotze! scherzh. demjenigen gesagt, der für kleine Handreichungen Entgelt verlangt Sieg-Ägid. Dat dörf mer a., dat du ens (einmal) erutgehs! gesagt, wenn einer eine Handlung vollzieht, die man nicht an ihm gewohnt ist MGladb. — 2. einen a. a. bei der militärischen Musterung als tauglich erklären; de Zugbuə sön all midənanner anggeschrieb wor Rhfrk. — b. in der Wend.: Der es got (net g., schlech) bei dem angeschrivve besitzt bei ihm (kein) Vertrauen, ist wegen guter Leistungen geschätzt. PfWB ElsWB LothWB auf -schreiben: 1. etwas a., vermerken, notieren Allg. RA.: Em sind de Brocken opgeschrewen gepfändet Barm. Ech well et mir opschr. oder schrif et op, morn krigste 't! abschl. Antw. Rip. — 2. einen a., zur Bestrafung aufnotieren; der Schandarm hät en opgeschriven OBerg, Allg. aus -schreiben: 1.a. ein Buch a., den Inhalt in ein Heft eintragen Allg. — b. sich a., zu Ende schr. — 2. usschrivəs (mer)! Ruf im Klickersp.; s. schr. 2c Schleid-Wildenbg, Dür-Geich, Jül-GrBoslar, Geilk-Brachelen, Erk-Kofferen; ut- MGladb-Rheind; yt- Klev-Kranenbg; usschrivəstə mer! Bergh-Heppend; -schrivəstər! Jül-Hasselsw Linnich. be -schreiben: 1. Papier oder einen Gegenstand (Mauern, Türen udgl.) b., wie nhd.; dat Babeier is uf äner Seit schunn beschrieb (mehr dafür voll geschrieb) Rhfrk, Allg. — 2.a. einen Kaufakt notariell tätigen; dat Hus es beschriəve woərde; onbəschr. nicht notariell festgelegt Kref, Kemp, NErk. — b. etwas b., erzählend berichten, schildern, wie ein Ding, eine Begebenheit aussieht Allg. RA.: Et Klenebrok (MGladb-Kleinenbr) on et Donnerweər send net te b. bei -schreiben: etwas b., dabeischr.; de letzten Talen (Nummern) b. OBerg, Allg.; der Entreiss b. die Zinsen Eup-Stdt.durch -schreiben: 1. einen Brief (udgl.) en enem d. ohne zu pausen Rip, Allg. — 2. de Dinte schrift d. dringt durch das Papier. ein -schreiben: 1. im Schulbetrieb einen Aufsatz e., vom Entwurf ins Reinheft Allg. — 2. einen e. lassen, amtlich eintragen lassen, z. B. die Geburt eines Kindes, die Heirat auf dem Standesamt; en Kingd (Kind) enschr. loten auf dem Standesamt anmelden; die loten sek an Sonnowend e. zur standesamtl. Trauung; der hät sek nich e. l. lebt in wilder Ehe; der hät sin Kinger nich e. l. ins Taufregister, nicht taufen lassen; dat ällste Kingd es[Bd. 7, Sp. 1798]
Wilhelm engeschriwen wuən Gummb, Allg. nach -schreiben: etwas n., das, was der Lehrer an der Wandtafel vorgeschrieben hat.um -schreiben: 1. ein Grundstück, Haus u. (lassen), im Grundbuch auf den Namen des Käufers Allg. — 2. ömschrivəs! s. schr. 2 c Mörs-Kaldenhsn. ver -schreiben: 1. einem etwas v. a. testamentarisch vermachen Allg.; änem alles of et längste Lewe v. Wittl. RA.: das mit den Beinen zuckende, im Verenden liegende Tier verschreift noch jet Daun. Dem (Taugenichts) es de Höll verschriəve Heinsb-Kempen. — b. Medizin v. Allg. RA.: Er kriet änt verschriwen ein Strafprotokoll Bernk-Neumag. — 2. sich v. a. beim Schr. einen Fehler machen Allg. — b. sich einem v., bes. sech dem Düvel v. zu eigen geben Rip, Nfrk. vor -schreiben: 1. etwas v. an der Wandtafel, vom Lehrer in der Schule, was der Schüler noschr. soll Allg. — 2. übertr. einem etwas v., eine Vorschrift machen Allg. PfWB zu -schreiben: 1. etwas z., he du moss noch jet z. dazuschr. (meist dozo-, beischr.) Rip, Allg. — 2. übertr. einem etwas z., ihn als Urheber einer Sache, Begebenheit bezeichnen, nach dem Nhd. verbr. Schreib -īf Rip Sg. t. m.: in der seltenen Wend.: Sengen Schr. hale viel schreiben. Schreib- in der Zs., wie –fehler, –gebühr, –krampf, –maschine, –papier, –pult, –stube, –tafel, –tisch, –werk nach dem Nhd.; dazu PfWB Schreib-buch (s. S.) Verbr. n.: B., Heft, in dem man die Wirtschaftsführung anschreibt, auch Anschrifb. PfWB Schreib-feder (s. S.) Allg. f.: wie nhd. Rätsel: Kömmt vam Leven, het gei L., kann doch jedem Antwort gewen? die Gänsefeder als Schr. Sol. Enne schwatte (schwarzer) Mann geht üəver wette Boəm (weissen Boden) on streut schw. Soəm (Samen); wat es dat? Schr. mit Tinte MGladb. Schreib-finger Emmerich m.: Zeigefinger. Schreib-kreide -īfkryt Klev f.: Kr. zum Schreiben. Schreib-penne -īfpęn Klevld f.: -feder. schreib-selig -eibzi·l.iχ Trier-Stdt Adj.: nach dem Nhd. NRhWB Schreiban -īva·n., –iv- Köln-Stdt m.: Skribent, Schreiber, Anschreiber. PfWB Schreibe -ę·i.f Merz-Stdt, May-Lonnig; -ī:f MülhRh, Düss; Pl. -wən, –və f.: Bleifeder. Ge-schreibenze -īwəntsə Wermelsk Sg. t. n.: das Geschriebene. PfWB LothWB Schreiber -aiw-, –ęi-, –ę·i.w-, –ī:v-, –īw- (s. schreiben), Pl. wie Sg. u. -ərə, –ərn, Klevld -wərs m.: 1.a. wie nhd. Schr. werden summarisch alle nachgeordneten Beamten auf irgend einem Amte ohne Rücksicht auf Dienstgrad u. D.bezeichnung genannt, einerlei, ob es sich um eine Reichs-, Staats- oder Gemeinde-, Privatdienststelle handelt; e Schreiwerche jugendl. Schr. oder Schr. von schwächlicher Natur (meist etwas verächtl., der, der nicht mit der Hand arbeitet); hei ös Schr. op et Stadthüs, — bei nen Affekot; hei es Botterschr. auf der Butterfabrik Klevld, Allg.; Mickenschr. verächtl. Ess; babeierne Daglehner Nfrk, Allg.; Komtorquispel Dür, Jül [meist he schrif om Rothus usf.] Rip, Allg. RA.: As de Schr. krank, hängt de Feader on der Wand; as en duckt (tot), ho Frau un [Bd. 7, Sp. 1799]
Kanner ke Bruckt (Brot) Prüm, Dür. Wat es der Onnerschied zweschen äner Saumad on em Schr.? De M. straut onner de Sau, der Schr. drof Bernk-Bruchw. — b. Fortschr. der Landmesser u. der Beamte, der in den Katasterbüchern die Übertragung derjenigen Parzellen (Gebäude) besorgt, die im Verlaufe des Jahres den Namen ihrer Eigentümer geändert haben Rhfrk, Saar, Bitb, SPrüm. — 2. übertr. gele Schr. (gelber Schr.) u. gel Schr.kə Goldammer, sogenannt, weil die Eier des Vogels mit Kritzeln versehen sind Geld, Klev [gelbe Bachstelze Klev-Asperden; Distelfink Klev-Stdt; Schrivərkə Meise Heinsb-Kirchhv]. | |