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Rheinisches Wörterbuch 
 
Schote I bis Schott VII (Bd. 7, Sp. 1747 bis 1748)
 
  PfWB Schote I das Wort ist zunächst Rhfrk, Mosfrk, Rip, OBerg, u. zwar Rhfrk, Siegld ōt (uNahe in Enklaven -ū-), Pl. -də [Birkf-Eckelhsn Griebelschd, Goar hier u. da, Zell-Starkenbg ōrə, Wend-Leitersw, Ottw-Wiebelsk odə]; Mosfrk ō:t, -ū-, –o·u.- (s. Schoss IV), Pl. -dən [Trier-Mesenich Reinsf Schleidw Pl. odən; Trier-Konz Wintersd Welschbillig, Bitb (u. -ū:-, selten ugt u. out), SPrüm, Daun-Berling Boxbg Schönb Stdt, Wittl-Flusb, Bernk-Lieser, Koch-Urmersb, Kobl-Horchheim Mallendar, May vielfach, Neuw vielfach ut, Pl. -dən]; Rip u·ə.t, –ū:- [in Aden-Bodenb Kaltenborn Kempenich Liers Wollschd, Ahrw-Hain Remag Westum, Sieg-Honnef Rhönd ut, Pl. -də; Aden-Kirmutschd ot, Pl. -də; Monsch-Witzerath ǫt; Jül-Broich u:, Pl. ], Pl. -tə; vereinzelt u·ə.t, Pl. -tə SNfrk in Geilk-Gangelt, Heinsb-Schierwaldenr u. häufig in Grevbr, Neuss; Siegld ōdə Sg. u. Pl. (u. -rə); OBerg ōətə, Pl. -tən; dann auf der Grundlage schode (s. Schode II »Haferrispe«) ǫi, Pl. ǫiən n. Ruhr, Klev, Mörs-Ginderich; Demin. ēdχə(n), –ē:-, –ī:-, ȳ:tχə (-y-), –ə-; ikə: 1. wie nhd., noch grüne Sch. der Hülsenfrüchte u. anderer Pflanzen, Erze-, Bunne-, Ginstersch.; de Sch.ə läute, kivvere, pelle (s. d. W.; die entleerten Sch. sind dann die Läuten; s. Läute); Erze met de Sch.ə Zuckererbsen; de Bunne en de Sch.ə koche Rip, Allg. RA.: Vill Minute, v. Sch.ə sät man Hülsenfrüchte an den höchsten Stunden (um 10, 11, 12 Uhr), dann bekommt man viel Schoten Daun-Tettschd. Echtzer (Dür-Echtz) Bure, Wölleklös (Feuerbohnen), fresse Gecher (Dür-Geich) Sch.ə Neckspr. Setze de decke Bohnen twersch (quer) en de Sch.ən, git et Kreg (Krieg) Waldbr-Wildbg. — Auch die steinlose Narrenzwetsche nennt man neben andern Bezeichnungen (Hode, Tasche) Sch. Verbr.; Samenkapsel der Herbstzeitlose Bernk-Wederath, Merz-Morscholz, May-Mörz; Pitter en

[Bd. 7, Sp. 1748]
de Sch.ən Blutweiderich, lythrum salicaria Sieg, MülhRh, WWippf, Bo. — 2. übertr. a. sachl. α. Geschlechtsteil des Mutterschweines Simm-Ebschd, Daun-Strohn, Sieg-Ägid (aber ūt, nicht -ū:-). — β. ū:tə Pl. verächtl. Füsse Ahrw-Bandrf. — γ. ȳ:tχə schotenförmiger Schuhflicken Düss-Holthsn. — b. persönl. alt Sch. verächtl. alte, magere Kuh Bernk-Rhaunen.

 PfWB Schoten-erbsen (s. S.) Sieg, OBerg, Köln-Rodenk Pl.: Zuckererbsen, die mit den Schoten gekocht werden. Schoten-fresser m.: Neckn. derer von Dür-Geich. PfWB Schoten-frucht -frūĭχt Bitb-Rittersd f.: Hülsenfrucht. Schoten-klee (s. S.) Sieg, Rheinb (ȳ·ə.tχəs-), Kemp-Kaldenk m.: Hornklee, lotus corniculatus. Schoten-kraut ȳ:tχəs- Ahrw-Walporzh n.: Hirtentäschelkraut, capsella bursa pastoris. Schoten-scheusel -ęis- Altk-Weitef, Siegld-Siegen Weidenau n.: Vogelscheuche auf dem Felde. Schoten-zoppe -tsǫpə Gummb-Schwarzenbergisch f.: Suppe aus Bohnen mit fast harter Schote, Heusuppe.

schoten Verbr. in Kreuzn, Simm, Bernk (Hunsr), Ottw, Saarbg-Schoden, Bitb-Herforst, uMos von Bernk an, Aden, Ahrw, Siegld, Sieg-Rott Ruppichteroth (-ȳ:-) Siegbg, MülhRh-Romaney, Bo-Waldrf u. ǫĭən Dinsl-Hiesf schw.: Hülsenfrüchte sch., enthülsen, auch aus-.
 
 
Schote II das Wort, nd. schōte, ags. scêata, ndl. schoot, ist als ōt, –ū:-, Pl. -tə in der Rheinschiff allg. f.: Befestigungs- u. Haltetau an den Segelecken, womit ein Segel angeholt wird.

Schötel -- = Schüssel bei Schuss II; Schoter I -- = Narr s. Schauter; Schoter(t) II -- = schwanzloses Huhn s. bei Schott IX; Schöter I -- = Durchfall s. Schäuter; Schöter II -- = kleines Gefach s. Schüsser bei Schuss II; schotern -:- ohne Wahl u. Ziel gemächlich schlendern s. schatern II; schötig -- = ängstlich s. schüssig bei Schuss II; schötig II -- = scheu s. schüchtig.
 
 
schott -ǫ- Prüm-Pittenb: Reimwort, im Neckr. auf den Juden: Schott, sch., sch., da es en Judd kapot, packt en bei den Benen on schleft en fo(r)t!

Schott I -ǫ- = Haferrispe s. Schode II; Schott II -ǫ- Steuer s. Schoss II; Schott III -ǫ- = Schublade, Verschlag s. Schoss III; Schott IV -ǫ- = Schurz (s. d.); Schott V -o- = Schuss (s. d.); Schott VI -o- = Regenguss, -ǫ- = Schutt (s. d.); Schott VII -ǫ- = Spassmacher s. Schotte.