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Schmacht bis Schmack I (Bd. 7, Sp. 1419 bis 1421) | |||
Schmacht Schmacht-balg Schmachtband Schmachtdreck Schmachtkamp Schmachtkorn Schmachtlappen schmachtlappen Schmachtlapperei Schmachtlappert schmachtlappig Schmachtlocke Schmachtriemen Schmachtsuppe Schmachttag schmachten ausschmachten verschmachten Schmächter schmächterig schmachtig schmächtig I schmächtig II schmack Schmäck Schmack I Schmack II Schmack III Schmack IV schmacken I abschmacken zuschmacken schmack Schmack V Schmack-an Schmacke Schmacken Schmacken-sack Schmackert Schmackes I Schmackes II schmacken II abschmacken durchschmacken verschmacken vorschmacken Schmack Schmack-bisschen Schmackblume Schmackbrot Schmackgras Schmackgut schmackhaft Schmacklecker schmacklich Schmackmitsche Schmackseife Schmacksonntag Schmackstrippchen Schmackwasser Schmackwurst Ge-schmack An-geschmack Ge-schmack-sache schmäckelig geschmäckelig verschmäckelig schmäckeln schmäcken Schmäcker schmäckern schmackig schmäckig schmäcks schmäckseln schmacksen schmäcksen Schmadd Schmaddel Schmadder Schmaddel-platschen Ge-schmadder Schmadderich schmadderig schmaddern schmadderig Schmade ge-schmadig schmaduddelen Schmadulles schmaggen I Schmaggen schmaggen II schmähe Schmahde ver-schmähen schmäher-lich schmäh-lich schmähsam schmak | Schmacht-balg uWupp, Sol m.: verächtl. 1. Hungerleider. — 2. Schmarotzer. Schmacht-band Mörs-Wallach m.: scherzh. Leibgurt; den Schm. enger trecke. Schmacht-dreck -ǫut- Heinsb-Hillensbg m.: verächtl. an Körperteilen, Kleidern klebender Kot. Schmacht-kamp Klev-Warbeyen m.: verächtl. Hungerweide fürs Vieh. Schmacht-korn Klev-Donsbrüggen n.: verächtl. dünnes Getreidekorn; de decke en de blanke Körn sin de beste, de andere sin mar (nur) Schm.körn. Schmacht-lappen -lap(ən) (s. S.) Verbr. wie Schmacht u. -ax(t)- Kemp, Kref, MGladb, Aach-Stdt; -āx- Dür-Stdt; -ax- Bo-Bechlinghv Walberbg, Eusk-Friesh, Ahrw-Brohl; -āx- Sieg, Mülh-Rh [Sieg-Fussh -χ-]; -axt- Altk-Wissen, Siegld, Kobl, Koch, Bernk u. Trier (Mos) [-āxt-] Trier-Mehring, Wittl-Spangdahlem, Prüm-Mürlenb Waxw, Bitb-Hütting Mettend Rittersd Wolsf, Saarbg-Wellen, Merz-Saarhölzb Nunk Stdt, Saarl-Dilling Hostenb, Ottw-Schiffw, Saarbr, Nahe, Simm-Laub m.: verächtl. 1. Hungerleider, der sich [Bd. 7, Sp. 1420] PfWB schmachten -āxt-, –a-, –χt-, –t-, –ęit- im Kerngeb. von Schmacht; ausserh. -āxt- Köln-Stdt; -axt- Ahrw-Remag, May-Hatzenport, Koch-Poltersd, Trier-Stdt, Saarbr; -ōχd- Bitb-Mettend schw.: 1. hungern, hungerig u. gierig nach einer Speise sehen. RA.: Hei schmacht van Gitz (Geiz) Wippf. Nen gitzigen Bur woul (wollte) sinen Esel (sin Perd) dat Schm. lihren; äs he (et) et ävver no konn (konnte), do geng he (et) kaput Sol, Berg. He schmät, dat em de Uhren pifen, — langk weren uWupp. Van't Schm. es noch ken Mensch gebarsten Rees-Ringenbg. Den (der Geizhals) schmacht sek et Eten üt den Balg (de Hut), — ut et Lif herut Dinsl, Geld-Aengenesch. Better met er Ül (Eule) satt gegetten as met er Duf (Taube) geschmacht besser ein hässliches Weib, das wirtschaften kann, als ein schönes W., das nicht w. kann Gummb-Berghsn. — 2. in den abseitigen Geb. a. sich andern aufdrängen für's Essen u. Trinken May-Hatzenport; sich bei andern stellen, als ob man etwas haben wollte, betteln (in milderem Sinne); dau brauchs ner (nicht) elo hi schm. ze gih Koch-Poltersd. — b. verlangend nach etwas blicken Ahrw-Remag. — c. nach einem Trunk Wasser schm., dürsten Trier, Bitb-Mettend, Saarbr. — Abl.: die Schmachterei, dat Geschmacht(e). [Bd. 7, Sp. 1421] PfWB ElsWB LothWB aus- schmachten: mer send usgeschmät ausgehungert u. heisshungerig Sol-Leichl, Rees, Allg. im Kerngeb.; dat utgeschmachde Pack hungeriges Gesindel Mülh-Ruhr, ebd.; der Boden es ūtgeschm. ausgesogen Erk-Rath.ver -schmachten: am (an't) v. sen am Verhungern; he süht so verschmät drop so heisshungerig Gummb, ebd. Schmächter -ęχdər Sg. u. Pl. u. -dərχs, Pl. -χər Altk-Weitef (abseits) m. (n.): verächtl. ein Gast auf der Hochzeit, der sich bewirten lässt, ohne etwas zu schenken. PfWB schmächterig -χt-, –t-, –ęit-, –ęχt- Berg, n. Ruhr, Mörs-Veen Adj.: 1. sehr hungerig; schm. etten wie en Wolf (Ratte); schm. op wat luren. RA.: Feschen on Jagen, dat göft en schm.ən Magen on klöngelige (lumpige) Blagen (Kinder) Mettm-Dönsbg. Et mem sch.ən Schnider uthaulen (aushalten) konnen Mettm-Velbert. — 2. schwächlich, mager. schmachtig lautend u. verbr. wie Schmacht im Kerngeb., also -āxt-, –a-, –χt-, –t-, –ęit- [in Rees, Mörs zu -axt auch -ęχtiχ], ganz abseits im OMosfrk an der Mos -axd- May-Löf, Koch-Kaifenh Landkern u. -axt- Bergh-Bedbg Adj.: 1.a. sehr hungerig; auch ein Feldstück es schm. ausgesogen; auch der, der überall etwas sucht u. nicht genug bekommen kann, es schm. gierig, fast geizig Allg.; schm. Zeug fades Getränk Neuss-Stdt. — b. -axd- schmeichlerisch Koch-Weiler. — 2. -axd- heiss, schwül zum Verschmachten; haut (heute) war's schmudig on schm. häss (heiss) Wend-Dörrenb. PfWB ElsWB schmächtig I in nhd. Lautung -ęχd-; -ęχt- Kreuzn, Simm, Saar, Mos, May, Rip ziemlich allg., Altk, OBerg, Remschd, SNfrk in Grevbr, Neuss, Kemp Adj.: nach dem Nhd. hager, schmal, schwächlich; e schm. Kendche; e schm. Jöngelche; ene sch.ə Kerl. schmächtig II -- = ranzig s. schmäckig bei schmacken II. schmack s. u. bei schmacken; Schmäck = Schmissregen s. Schmick; Schmack I = Geschmack s. bei schmacken II;
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