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Schlump bis Schlund-darm (Bd. 7, Sp. 1394 bis 1397) | |||
Schlump schlump-weise Schlumpe Schlumpel Schlumpen schlumpen verschlumpen Schlump-bank Schlumpmühle Schlumppflug Schlumpschnüsse Schlumpschütze schlumpvoll Schlumper schlumpern Schlumpert Schlumpes schlumpieren schlumpig schlumpsen ver-schlumpsen schlumpsig Schlun(e) schlünig Schlund Schlund-darm Schlundloch schlunden schlundern verschlundern schlunder-bunzen Schlunderleuchte schlunderig Schlunen I Schlunen II Schlunes Schluni Schlung Schlüngel Schlüngeler Schlungels Ge-schlüngels Schlunger schlungern Schlunges schlüngig Ge-schlüngs schlünig Schlunk I Schlunk II Schlunk-gotzen Schlunkwiese Schlünke schlunken einschlunken Schlunkes Schlünkes schlunkig Schlunks Schlunkse schlunnichen an-schlunnichen schlünnig Schlüns Ge-schlünse Schlunsch Schlunster Schluntes Schlüntes Schlunz Schlunze Schlunzeler schlunzen ausschlunzen verschlunzen Schlunz-arsch Schlunzauge Schlunzjunge Schlunzkippe Schlunzklüngel Schlunzkunte Schlunzmichel Schlunztante Schlunzweib schlunzerig Schlunzert schlunzig Schlunzig-keit schlunzen I schlunzen II schlünzen Schlup Schlüpe Schlüpp I Schlüpp II Schlüpp III Schlupp I Schlupp II Schlupp III Schlupp IV | [Bd. 7, Sp. 1395] schlump-weise -wę·i.s Prüm Adv.: in einzelnen Schlumpen 2 a; man trägt den Most (Mist) schl., jedesmal eine Gabel voll on de Gard, nimmt et Mus (Sauerkraut) schl. aus dem Fass. PfWB ElsWB Schlumpe -mp, Pl. -bə(n), –pə(n) f.: 1. sachl. a. das mit kleinen hakenförmigen Eisenzähnen versehene Brett zum Schlumpen der Wolle, auch Mühle dazu Rhfrk, Mosfrk (veralt.). — b. Pflugschar am Schl.plug, mit dem tiefe Furchen gezogen werden, der nicht gewandt wird, sondern mit dem man hintereinander rund um das Feld pflügt Ottw-Dirming Trier-Mettnich. — c. Mund des Krugofens Bitb-Speicher. — d. de Schl. hängke losse einen Schmollmund machen Wend-Remmesw. — e. Haut auf der gekochten Milch Saarl-Fremersd. — f. bogenförmiges Feldstück Bernk-Wolf. — g. Pl. Unordentlichkeiten, Schulden; er es bal ut den Schl.ən Gummb-Stdt. — 2. persönl. verächtl. schlampiges, unsauberes Weib, sei es wegen unordentlicher Kleidung oder wegen eines unordentlichen, verlotterten Haushaltes Rhfrk, Saarl, Schleid-Nöthen, MGladb; -pə Gummb-Stdt, Ess. Schlumpel -umbəl, Pl. -ələ m. Meis-Medders; Goar-Trechtinghsn f.: schlapper Kerl Meddersh; Schlumpe 2 Trechtinghsn. Schlumpen Sg. u. Pl. m.: 1.a. Schlump 2 a; e Schl. Mischt, Hei udgl., bes. tafelförmiger Pflock geschlumpter Wolle Saarl-Berus, Bitb-Dudeld; elo hoste e gude Schl. Geld kret Dudeld. — b. beim Pflügen aufgeworfene Furche Wend-Werschw; dicke Erdscholle Bernk-Wehlen. — c. Eisscholle Trier-Stdt. — d. unregelmässiger Riss im Kleide, in der Haut Ess-Altenessen. — 2. persönl. ein fester, gesunder Kerl Saarl-Felsbg. PfWB PfWB ElsWB schlumpen -umb-, –omb-, –omp- schw.: 1. trans. a. rein gewaschene Schafwolle schl. mit der Schlumpe, einer besonderen Maschine, ausrupfen, hecheln u. so viereckige Wollstücke aus der schlechten Wolle herausziehen, diese zu Flaien (Bahnen) gepresst, zu Deckeneinlagen, zum Wattieren der Unterröcke Rhfrk, Mosfrk, früher in der Zeit der Wollspinnerei. RA.: Et Herz gehr em uf wie e Pund geschlumpt Woll. — b. dicke Schollen schl. zerkleinern Bitb-NWeis. — c. ein Feld schl., in breiten Streifen grob pflügen, bes. zum Kartoffelsetzen Trier-Burw, Merz, Saarl, Ottw, Wend-Marping Birkf-Hoppstädten Stdt. — d. etwas schl. das Gesamtgewicht abschätzen nach einem abgewogenen Teil; drei Säcke Kartoffeln werden abgewogen, die übrigen werden geschlompt dem entsprechend abgeschätzt Prüm. — e. absol. auf die gegenseitigen Forderungen verzichten; mer welle schl. (metenanner), wenn et dir recht es Mos von Trier bis Bernk. — f. etwas schl., billig kaufen [Bd. 7, Sp. 1396] ver- schlumpen: ein Kleidungsstück v., draufschlappen Aach-Alsd, Kemp-Kaldenk, Ess-Überruhr. PfWB Schlump-bank Bitb (veralt.) f.: Gestell, mit pultartigem Aufsatz, worauf die Wolle geschlumpt wurde. Schlump-mühle -mīl ebd. f.: mechanische Vorrichtung zum Wolleschlumpen (veralt.). PfWB Schlump-pflug (s. S.) Verbr. wie schl. 1 c m.: Pfl., mit dem tiefe Furchen grob gepflügt werden, ohne dass der Pfl. gewendet wird, oft ohne Räder u. Schar. Schlump-schnüsse -nis Saarbr f.: verächtl. Mund mit Hängelippe. Schlump-schütze (s. S.) m.: verächtl. 1. schlechter Schütze, bes. bei den Soldaten, in der Soldatenspr. Verbr. — 2. einer, der aus Saumseligkeit zu spät kommt Gummb-Berghsn. schlump-voll gəlomfol Trier-Clüsserath Aαj.: bis zum Rande angefüllt. PfWB ElsWB Schlumper Sg. u. Pl. m.: 1. einer, der tüchtig, mit Behagen isst Verbr. wie schl. lg. — 2. Schlumppflug Birkf-Stdt. schlumpern -umb- Simm-Henau schw.: noch äne schl. noch einen genehmigen, trinken. Schlumpert -bərt, Pl. -də(n) m.: 1. Wollzupfer Bitb-Dudeld (veralt.). — 2. Schlumppflug Merz-Hargarten. PfWB Schlumpes -bəs, Pl. -əsə(n) m.: 1. scherzh. ein Kind, das viel isst Bernk-Hottenb. — 2. Sg. t. a. die Haut auf der gekochten Milch Saarl-Berus Fraulautern Wallerfang. — b. scherzh. -oməs Kaffee Prüm-Hermespand. — c. scherzh. viel Geld; den hot Schl. ist reich Saarbg-Hamm. schlumpieren -umbī:rən Saarl-Nalb schw.: [Bd. 7, Sp. 1397] PfWB schlumpig Verbr. wie Schlumpe 2 u. schlumpen 2 b Adj.: unordentlich in Kleidung, Wirtschaft u. Arbeit, bes. von Weibern Allg.; lompig on schl. Saarbr; en schl.ə Arwet unordentlich angefertigt Rhfrk. schlumpsen -mbs-: 1. mit Geräusch saufen, von Schweinen u. verächtl. vom Menschen; die Kenn schl. ebbes eweg Saarbr, Trier-Kell. — 2. schlampig dahergehen, doherschl.; geschlumpst komme Goar, Kreuzn. — Abl.: die Schlumpserei, dat Geschlumps. ver-schlumpsen Altk-Bachenbg schw.: eine Arbeit vernachlässigen. schlumpsig Kreuzn Adj.: schlampig in der Kleidg., Arbeit, im Gehen, von einem Arbeitsstück. schlünig -ȳn- Remschd, Mettm-Cronenbg Adj.: mit körperlichen Fehlern behaftet; de langen, schl.ən Kerl; schl. utsenn jämmerlich schlecht, blass aussehen. Schlund-darm -ę- Emmerich m.: Speiseröhre [Bd. 7, Sp. 1398]
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